Winfried Petri

 3,4 Sterne bei 38 Bewertungen
Autor*in von Der Mond.

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Neue Rezensionen zu Winfried Petri

Cover des Buches Roter Mars (ISBN: 9783453316966)
P_Gandalfs avatar

Rezension zu "Roter Mars" von Kim Stanley Robinson

Terraforming Mars
P_Gandalfvor 10 Monaten

KIm Stanley Robinson schreibt in der Regel fundierte aber auch langatmige Romane. "Roter Mars" ist da keine Ausnahme.

Der Roman wurde in den 1990er geschrieben und stellt für diese Zeit ein wirklich gelungenes Szenario auf, wie die Menschheit den Mars besiedeln könnte. Die Gemeinschaft der ersten 100 erzielt überraschend schnell Fortschritte und kann einen funktionierenden Stützpunkt errichten. Doch auch in dieser aus Wissenschaftlern geprägten Gruppe bilden sich bald Lager heraus, die sich über die Frage wie schnell und wie umfangreich ein Terraforming stattfinden darf, zerstreiten.

Als dann aufgrund der schlechten Lebensbedingungen auf der Erde immer mehr Menschen auf dem Mars landen, spitzt sich die gesellschaftliche Situation auf dem Mars immer mehr zu.

Fazit:

Robinson geht es neben der technischen Eroberung des Mars auch um Gesellschafts-politische Aspekte. Leider ist der Roman an einigen Stellen sehr langatmig. Spannung kommt bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen nicht auf.

Wer sich für das Thema interessiert - ein Muss

Cover des Buches Roter Mars (ISBN: 9783453316966)
H

Rezension zu "Roter Mars" von Kim Stanley Robinson

Mars Trilogie
Helicopter66vor einem Jahr

Technisch fundierte Science-Fiction zu Terraforming und Besiedlung des Mars und ideenreiche Spekulationen zur Entwicklung eigener Gesellschaftsformen, die sich mehr und mehr von irdischen Kulturen unterscheiden.

 

Die Mars Trilogie (beginnend mit Roter Mars) erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 200 Jahren und beschreibt das Terraforming des Planeten, das Auskommen in der lebensfeindlichen Umwelt und die Entwicklung einer eigenständigen Gesellschaft. Die Siedler auf dem Mars stehen im Konflikt mit unterschiedlichen Interessensgruppen der Erde, die den Mars als neue Rohstoffquelle, aber auch als Ventil für die Überbevölkerung der Erde nutzen möchten. Zudem müssen die Siedler, die sich aus Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammensetzen, die daraus entstehenden Konflikte bewältigen. In der jungen marsianischen Gesellschaft gibt es auch Meinungsverschiedenheiten, in welcher Form und wie weit das Terraforming vorangetrieben oder der Mars näher am ursprünglichen Zustand belassen werden soll.

Mit all diesen Themen ist die Handlung der drei Bücher vielfältig und ideenreich ausgearbeitet. Neben den technisch interessanten Aspekten des Terraformings sind es vor allem die Beschreibung der marsianischen Landschaften und das gesellschaftliche Worldbuilding, in dem sich die marsianische Kultur immer mehr von der irdischen entfernt, das in seiner Originalität immer wieder überrascht.

Cover des Buches Die Schmiede Gottes (ISBN: 9783641135898)
P_Gandalfs avatar

Rezension zu "Die Schmiede Gottes" von Greg Bear

Science Fiction der anderen Art
P_Gandalfvor 6 Jahren

Aliens sind auf der Erde gelandet und wollen die Erde zerstören. Andere Aliens tauchen auf und versuchen die Erde und die Menschen zu retten.


Soweit ein bekannter Plot und jedem fallen Hollywood Blockbuster ein, die ein solches Szenario beschrieben.

Greg Bear entwickelt einen intelligenten Science Fiction Roman, der bis auf die - SPOILER - unausweichliche Zerstörung der Erde ohne Kampf und Gewalt auskommt. 

In den USA, Australien und in der Mongolei sind seltsame Objekte aufgetaucht, die wie riesige Felsformationen aussehen. In den USA erscheint ein Alienwesen und warnt die Menschen vor der Zerstörung der Erde durch Roboterwesen, deren einziger Zweck die Zerstörung von Planeten zum Bau weiterer Raumschiffe zu sein scheint. 
In Australien tauchen 3 Roboter auf und versprechen Zusammenarbeit und die Teilung von Wissen und Fortschritt.
Was in Asien geschieht, bleibt im Dunkeln.

Schließlich scheint Rettung in Form einer anderen Alien Spezies zu kommen, doch die Zerstörung der Erde ist bereits zu weit fortgeschritten. Über eine telepathisches Netzwerk kann ein kleiner Teil der Menschheit gerettet werden.

Die Handlung wird aus dem Blickwinkel verschiedener Personen erzählt, was dem Roman nicht gut getan hat. Es sind einfach zu viele Charaktere. Womit wir gleich beim nächsten Kritikpunkt sind. Die Personen bleiben relativ blass. Und so bleibt die Beziehung von Leser zu Personen bis auf wenige Ausnahmen (eine) distanziert.
Spannend wird der Roman erst auf den letzten 100 Seiten. Vorher plätschert alles vor sich hin. 
Auch der typische amerikanische (Militär-)held, der sich opfert, um eines der fremden Raumschiffe zu zerstören, darf nicht fehlen. 

Zu guter Letzt noch etwas positives.
Sprachlich sehr gut geschrieben. In vielen Punkten durchaus realistisch (soweit SciFi realistisch sein kann). Keine aussichtlichlosen Schlachten gegen wit überlegene Aliens. Keine heroische letzte Rettungsaktion und auch kein Superhirn, das in letzter Sekunde den genialen Einfall hat.

Leseempfehlung: nur bedingt  

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