Winston Graham

 3,8 Sterne bei 124 Bewertungen

Lebenslauf von Winston Graham

Winston Mawdsley Graham wurde am 30.6.1908 in Manchester geboren. Er lebte in Cornwall und London. Am 10.Juni 2003 starb Graham in London. 1955 wurde ihm der Crossed Red Herrings Award für The Little Walls (Abgrund des Herzens) verliehen.

Alle Bücher von Winston Graham

Cover des Buches Poldark - Abschied von gestern (ISBN: 9783548287942)

Poldark - Abschied von gestern

 (46)
Erschienen am 15.07.2016
Cover des Buches Poldark - Von Anbeginn des Tages (ISBN: 9783548287959)

Poldark - Von Anbeginn des Tages

 (35)
Erschienen am 15.07.2016
Cover des Buches Marnie (ISBN: 9783492119313)

Marnie

 (18)
Erschienen am 01.06.1998
Cover des Buches Debbie (ISBN: 9783596316304)

Debbie

 (1)
Erschienen am 24.02.2017
Cover des Buches Das Rätsel der Anya Stonaris (ISBN: 9783596316311)

Das Rätsel der Anya Stonaris

 (0)
Erschienen am 24.02.2017
Cover des Buches Tödlicher Dank (ISBN: 9783596316298)

Tödlicher Dank

 (0)
Erschienen am 24.02.2017
Cover des Buches Marnie (ISBN: 9783732517084)

Marnie

 (0)
Erschienen am 07.06.2016

Neue Rezensionen zu Winston Graham

Cover des Buches Poldark - Abschied von gestern (ISBN: 9783548287942)Schlehenfees avatar

Rezension zu "Poldark - Abschied von gestern" von Winston Graham

Etwas mehr Charakterentwicklung wäre schön gewesen
Schlehenfeevor 9 Monaten

Ross Poldark kehrt vom Kämpfen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zurück nach Cornwall und findet alles verändert vor: Der Vater gestorben, das elterliche Gut Nampara dem Verfall preisgegeben und seine Verlobte wird nun seinem Cousin ehelichen. Ross übernimmt das Gut und versucht wieder in den Kupfer und Zinnabbau einzusteigen, doch er bleibt der Verwandtschaft eher fern. Dann nimmt er das Mädchen Demelza von der Straße auf und stellt sie als Küchenmagd ein. Als Ross und Demelza ein Paar werden, tut sich der Rest der Bevölkerung schwer damit.


Eine vernünftige Inhaltsangabe für Winston Grahams ersten Band der Poldark-Reihe zu verfassen, fiel mir ziemlich schwer. Es passiert nicht sehr viel. Prinzipiell stört mich das nicht, denn ich mag auch ruhige Erzählweisen. Das Buch ist immerhin aus den 1940ern.


Obwohl der Plot überschaubar ist, habe ich Grahams Erzählstil als sehr sprunghaft empfunden. Nicht immer war mir klar, was er bezwecken will und warum sich die Handlung jetzt plötzlich um ein paar Dorfbewohner dreht. Der Schreibstil des Autors erschien mir darüber hinaus als eher hölzern und unemotional – oder liegt es an der Übersetzung? Das kann ich nicht sagen.


Meiner Meinung nach hätte Winston Graham ruhig noch mehr auf das Innenleben seiner Charaktere eingehen können, eine Charakterentwicklung findet nur zaghaft bspw. bei Demelza statt. Ross wirkt sehr stoisch, dass es in ihm brodelt, bekommt man nur am Rande mit.


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Cover des Buches Marnie (ISBN: 9783492119313)Meischens avatar

Rezension zu "Marnie" von Winston Graham

Spannend und überraschend!
Meischenvor 2 Jahren

Ein wahnsinnig spannendes Buch. Die Protagonistin erfindet immer neue Identitäten, um ihre Arbeitgeber zu bestehlen. Sie achtet sorgfältig darauf, keine Spuren zu hinterlassen. Doch trotz aller Sorgfalt kommt ihr einer ihrer Arbeitgeber auf die Schliche. Was dann folgt, ist total spannend, weil es immer wieder zu unerwarteten Wendungen kommt. Auch das Ende ist überraschend. Ein sehr lesenswertes Buch! Klare Empfehlung!

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Cover des Buches Poldark - Abschied von gestern (ISBN: 9783548287942)MyriamErichs avatar

Rezension zu "Poldark - Abschied von gestern" von Winston Graham

Ein Blick in die Geschichte Cornwalls
MyriamErichvor 2 Jahren

Liebeskummer, familiäre Zerwürfnisse und eine Heirat entgegen der gesellschaftlichen Normen und Standesunterschiede: Darüber schreibt Winston Graham in seinem Auftaktroman der Poldark-Serie – ohne Kitsch und Klischee, dafür mit Authentizität und Herz.

Der amerikanische Bürgerkrieg ist vorbei und Ross Poldark kehrt zurück in seine Heimat. Doch dort ist nichts mehr, wie es vor seiner Abreise war. Sein Vater hat während seiner Abwesenheit das Zeitliche gesegnet, das Elternhaus liegt nun verwahrlost da und seine Jugendliebe Elisabeth hat sich überraschend mit seinem Cousin Francis Poldark verlobt. Der, im Vergleich zu Ross, über ein großes Vermögen, ein angemessenes gesellschaftliches Ansehen und damit über ideale Voraussetzungen für eine Hochzeit verfügt. Enttäuscht muss Ross einsehen, dass auch der Kampf, Elisabeth für sich zurückzugewinnen, aussichtslos ist. Gekränkt zieht er sich zurück und versucht seinen Bauernhof zu bewirtschaften. Die Wiedereröffnung einer alten Mine auf seinem Land soll den alten Wohlstand wieder herstellen.

Entgegen aller Erwartungen, die durch Cover und Klappentext geweckt werden, handelt es sich bei dem Roman Ross Poldark nicht um eine klischeebehaftete Schnulze. Winston Graham legte stattdessen Wert auf eine ausgeprägte und authentische Personendarstellung mit all ihren positiven und negativen Eigenschaften. Ross Poldark erscheint engstirnig, wenn nicht sogar etwas abgehoben. Sein Charakter erinnert an den Heathcliffs in Emily Brontës Werk Sturmhöhe: wortkarg, zurückgezogen, zuweilen ein wenig launisch und unumgänglich. In Anbetracht seiner Situation ist das nicht verwunderlich, doch stößt er damit die hiesige Gesellschaft vor den Kopf. Diese wiederrum ist sich nicht zu schade, den Fall des Hause Poldark auf Teegesellschaften und Soireen genüsslich auszuschlachten. Elisabeth schreckt das jedoch nicht ab. Ihre wieder aufflammende Liebe zu Ross kann sie nicht verhehlen, dafür sind ihre scheinbar beiläufigen Besuche und Flirtversuche zu offensichtlich.

Graham zeichnet damit grausam ehrliches Bild der Gesellschaft. Seine Vermählung mit dem Minen-Kind und Küchenmädchen Demelza trägt nicht gerade zu Ross‘ Beliebtheit in der höheren Gesellschaft bei. Einzig seine Cousine Verity hält zu ihm und wird im Laufe der Geschichte zur engsten Vertrauten von Demelza. Es ist ein Pärchen wie es unterschiedlicher nicht sein könnte: Im Vergleich zur besonnenen Verity, die ihre Trauer über ihre verbotene Liebe Kapitän Blamey hinter ihrem ruhigen Wesen verbirgt, genießt Demelza das Leben in vollen Zügen.

Obgleich ein historischer Roman, beschreibt Autor Winston Graham Ereignisse von großer historischer Bedeutung eher am Rande. Stattdessen liegt sein Augenmerk auf der Sozialgeschichte Cornwalls, die er in Form mehrere Einzelschicksale erzählt. Damit entpuppt sich das Leben in Cornwall als Überlebenskampf. Gilt es in der höheren Gesellschaft sein Ansehen durch den richten Geschäftspartner, Ehemann, die perfekte Kleidung oder die größte Soiree aufzupolieren und so den gesellschaftlichen Stand für sich selbst und die Nachkommen zu sichern, so geht es in der Gesellschaft der Minenarbeiter, Bauern und Bediensteten darum, überhaupt am Leben zu bleiben. Aus der Not werden Väter gezwungen, nachts die Reichen zu bestehlen, was sie teuer zu stehen bekommt. Nicht nur, dass sie selbst im Gefängnis unter ärmsten Bedingungen zwischen Kranken und schlechter Hygiene um ihre Leben bangen. Auch um die Familie steht es schlecht, denn mit der Verhaftung des Vaters ist der Hauptverdiener der Familie weg und Frauen müssen sich neben dem Haushalt und den Kindern auch um die Ernährung der Familie kümmern. Mitleid oder Verständnis aus der Oberschicht gibt es nicht. Stattdessen nur Häme und Missgunst.

Entgegen der gesellschaftlichen Vorschriften, beginnt Ross, sich für die Minenarbeiter einzusetzen – und schafft sich dadurch Freunde wie Feinde.

Fazit: Ein empfehlenswerter und durchweg vielversprechender Roman, der dem Leser einen ehrlichen Einblick in die britische Gesellschaft des 18. Und 19. Jahrhunderts gibt.

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Winston Graham wurde am 30. Juni 1908 in Manchester (Großbritannien) geboren.

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