Ausgerechnet Deutschland

von Wladimir Kaminer 
4,3 Sterne bei8 Bewertungen
Ausgerechnet Deutschland
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Orghos avatar

Das Genderkapitel hätte er sich sparen können. Nichts besonderes.

VeraHoehnes avatar

Integration mal anders betrachtet ;-)

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Inhaltsangabe zu "Ausgerechnet Deutschland"

Täglich beobachtet Wladimir Kaminer, wie der Zuzug von Flüchtlingen Deutschland verändert. Und wie das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Kulturen zahllose Geschichten hervorbringt. Diese erzählt Wladimir Kaminer voll Humor und echter Neugier, aber ohne falsches Pathos. Er berichtet vom syreralistischen Komitee zur Rettung der Welt, das in seinem Dorf in Brandenburg gegründet wurde; von einem Zuckerbäcker aus Damaskus, der mit seinen Kreationen auf Rügen scheitert, von schockierten muslimischen Asylbewerbern, die Wladimirs Sohn mit leckeren Schweineöhrchen beschenken will, oder von Syrern, die in Babelsberg als Komparsen für die Serie »Homeland« abgelehnt werden, weil Albaner »syrischer« aussehen als sie. Und am Ende fragt er: Haben wir es geschafft?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442487011
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:19.03.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 19.03.2018 bei Random House Audio erschienen.

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    Maritahenriettes avatar
    Maritahenriettevor 13 Tagen
    Mit Humor und Sakasmus...

    MEINE MEINUNG:
    Dieses war mein erstes Buch von diesem Autor. Mich hat der Klappentext neugierig gemacht. Über dieses hochaktuelle Thema, mal ganz anders zu erfahren ,hat mich sehr gereizt.  Aber wie berichtet oder beurteilt man so ein Buch? 

    Der Schreibstil ist gut und schnell zu lesen. Er ist humorvoll und ich konnte mir sowohl Schauplätze als auch Personen gut vorstellen. 
    Wladimir Kaminer,  selber von Russland nach Deutschland gekommen, kennt selber die Anfangs- schwierigkeiten  mit unserer Lebensweise und Kultur,hat einen guten Blick um die jetzigen Probleme der Flüchtlinge aufzuzeigen.  Seine Schauplätze,  ein Dorf in Brandenburg,  Rügen,  Berlin und viele mehr,  sind vielfälig und betreffen viele Menschen. 

    In 33 unterschiedlichen Geschichten werde ich mit viel Humor und Sarkasmus durch Begebenheiten,  Missverständnisse, kulturelle Unterschiede und behördlichen "Wahnsinn " geführt. Warum zum Beispiel muss jeder Flüchtling eine eigene GEZ- Befreiung haben? Die einzelnen Geschichten sind  ohne Bewertung oder erhobenen Zeigefinger, einfach als Tatsache zu lesen. 
    Vielleicht muss man gerade über solche Begebenheiten Verständnis füreinander,  Geduld und ein Miteinander versuchen und erproben. Vielleicht braucht die andere Seite auch solche Geschichten über uns,  um uns und unsere Ängste zu verstehen. 
    Neben Sprachproblemen ist wohl das Familienleben,  die Tradition und vieles mehr sehr unterschiedlich. Dieses war mir zwar bekannt,  aber es in ausführlichen und bildlichen Geschichten zu lesen,  ist noch mal ganz anders.  Das hat mich nachdenklich gemacht und auch sehr berührt. Wie wäre es wohl wenn ich das anders herum erleben müsste?

    Das Cover ist recht schlicht,  passt wohl zum Inhalt,  aber mir wäre es so nicht aufgefallen. 

    FAZIT:
    "Ausgerechnet Deutschland  - Geschichten unserer nsuen Nachbarn " von Wladimir Kaminer wird vom Goldman  - Verlag veröffentlicht.

    Die realen Geschichten sind interessant,  gut zu lesen und machen nachdenklich. Wer sich in Erzählungen über einige Problematiken,  die teilweise ein Kopfschütteln oder Resignation hervorrufen können,  fern ab TV,  Zeitung oder Internet die menschliche Seite  einen Einblick erhalten  möchte, möchte ich Kaminers Buch ans Herz liegen. 

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    VeraHoehnes avatar
    VeraHoehnevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Integration mal anders betrachtet ;-)
    Integration mal anders betrachtet ;-)

    Autor:
    Wladimir Kaminer wurde am 19.07.1967 in Moskau geboren, wo er nach der Schule eine Ausbildung als Toningenieur für Theater und Rundfunk und ein Dramaturgie-Studium am Moskauer Theaterinstitut absolvierte. Seit 1990 lebt er in Berlin-Prenzlauer Berg, wo er 1995 auch seine Frau Olga kennenlernte und mit ihr eine Familie gründete. Zu dieser Familie gehören die inzwischen erwachsenen Kinder Nicole und Sebastian, die Familien-Katzen und Wladimirs Mutter, die eine Wohnung im gleichen Haus bewohnt. Bekannt wurde er durch die legendäre Russendisko im „Kaffee Burger“ in Berlin, die er mittlerweile auch weltweit veranstaltet. „Russendisko“ war der Titel seines Erstlings im Jahr 2002, 2012 mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle verfilmt. Es folgten über 20 weitere Bücher zu den unterschiedlichsten Themen, Tätigkeiten als Radio-Moderator, Kolumnist und Autor für verschiedene Zeitschriften und Magazine. Wladimir Kaminer ist auch ein beliebter Gast in Talkshows. Seine Hörbucher hat er alle selbst eingelesen und seine Lesungen sind ein besonderes Event.

    Handlung:
    Seit Beginn der Flüchtlingswelle der Syrer beobachtet Wladimir Kaminer mit seinen ganz einen Spürsinn das Aufeinandertreffen arabischer und deutscher Kulturen sowohl in Berlin als auch in seiner Zweitheimat in Brandenburg. Diese Beobachtungen hat er in 35 teils humorvollen, teils aber zur Nachdenklichkeit anregenden Kapiteln in seiner ganz eigenen Betrachtungsweise zusammengetragen in diesem Buch.

    Fazit:
    Die Optik des Buches ist durch das Vortäuschen eines leicht angegilbten Leinenumschlags (der eigentlich nur aus Pappe ist) auf alt getrimmt. Der Shisha rauchende Gartenzwerg auf dem Cover präsentiert – vielleicht nicht die besten Dinge aus beiden Kulturen, aber sicher welche der traditionsreichsten und zudem kuriosesten.
    Das Buch ist recht kurz – 34 Kapitel + Epilog sind auf 236 Seiten verteilt. Das Schriftbild ist großzügig und die Kapitel von angenehmer Leselänge, wenn auch ein paar Kapitel recht lang geraten sind – aber wir kennen alle Wladimir Kaminer, der in seinen Geschichten manchmal etwas abschweift – und mögen ihn deshalb auch, weil die Betrachtungsweise seiner Welt immer ganz speziell ist.
    Er geht in dem Buch nochmal auf seine eigene Flüchtlingsgeschichte 1990 als jüdischer Russe von Moskau nach Berlin und dem Start in einer Marzahner Flüchtlingsunterkunft zurück, berichtet über Missverständnisse seiner syrischen Nachbarn in Brandenburg in Bezug auf Post und Paket-Annahme, über den Beitrag seiner mittlerweile erwachsenen Kinder Nicole und Sebastian zur Integration von Flüchtlingen, über Sprachunterricht, über die Erfahrungen mit dem Google-Translator in Bezug auf die syrische Sprache, die es so offenbar gar nicht gibt – und so viele Dinge und Beobachtungen mehr.
    Das ist wieder so ein typisches Kaminer-Buch: Beste, humorvolle Unterhaltung, Ironie, Sprachwitz – aber er schafft es auch, zum Nachdenken anzuregen. Das Buch ist also sehr facettenreich – genau, wie der Autor selbst.
    Ich habe das Buch sehr genossen und gebe hierfür eine 5***** Sterne-Leseempfehlung.


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    Schnickvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Nettes episodenhaft geschriebenes Buch, das man gut zwischendurch lesen kann.
    Gutes Buch zum Aufeinandertreffen der Kulturen

    Kurzweiliges Buch zum Thema „Flüchtlinge in Deutschland“, das Kaminer anhand eigener Beobachtungen episodenhaft bearbeitet, wodurch der Charakter einer Kurzgeschichtensammlung entsteht. Ich hatte meinen Spaß, weil Kaminer es schafft, den Clash der Kulturen, aber auch die verschiedenen Erwartungshaltungen herauszuarbeiten, ohne dabei den Moralapostel zu spielen. Mir hat auch der Ansatz gut gefallen, Bezüge zu seiner eigenen Flüchtlingsgeschichte herzustellen, wodurch er es schafft, die Distanz zu durchbrechen, die sonst ein echtes Manko der Geschichtensammlung wäre.

    Alles in allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, habe einen Spiegel vorgehalten bekommen, habe tatsächlich auch neue Erkenntnisse gewonnen, habe gelacht, geschmunzelt, fassungslos den Kopf geschüttelt und war am Ende ein wenig melancholisch.

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    seschatvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein lesenswertes Buch, das auf humorig-unverstellte Weise die doch oft von Vorurteilen behaftete Flüchtlingsdiskussion behandelt.
    Integration aus Kaminer-Sicht

    Schon das ironische Cover des neuesten Werkes aus der Feder von Wladimir Kaminer weckt Neugier und regt zum Nachdenken an. Die Kombination aus deutschem Gartenzwerg und orientalischer Shisha ist absolut genial, weil sie auf minimalistische Art und Weise auf kulturelle Unterschiede aufmerksam macht. Einzig die Titelgestaltung mit den unverhältnismäßig häufigen Unterstreichungen, die m. E. jeglicher Grundlage entbehren, ist zu bemängeln.


    Inhaltlich konnte mich der Autor wieder vollkommen von sich überzeugen. Denn Kaminers meisterhafte Beobachtungsgabe in Alltagsdingen und seine ironisch-offene Schreibe fehlten auch dieses Mal nicht. Als Sprachrohr der Gegenwartsliteratur nimmt er sich in "Ausgerechnet Deutschland. Geschichten unserer neuen Nachbarn" des Themas "Integration" auf vielfältige und zugleich objektive Weise an. Ob Kaminers eigene Flüchtlingserfahrungen, die seiner Freunde oder Eigenarten der syrischen Flüchtlinge, nichts wird in seiner 236-seitigen Kurzgeschichtensammlung verschwiegen. Normal und ohne Scheuklappen kommt er mit den sog. "neuen Nachbarn" ins Gespräch und versucht dabei sowohl die Perspektive der Deutschen als auch die der Geflüchteten zu verstehen; was durchaus nicht immer leicht ist. Daher liefert dieses Buch einen wichtigen Beitrag zur immer noch heiß diskutierten Flüchtlingsthematik. Es versachlicht die Diskussion und bietet undogmatische Einblicke in zwei diametral unterschiedliche Kulturkreise (Okzident und Orient), die voneinander lernen können, was aber nicht von heut auf morgen geschehen kann und Kaminer deshalb mit dem biblischen Exodus vergleicht. 

    Meine persönlichen Highlights waren einerseits die Geschichten, in denen Kaminer selbst bzw. seine Familie (hier vor allem Tochter und Sohn) eine Rolle spielten, und andererseits die verqueren, unglaublichen Episoden, die z. B. davon handelten, dass für die Homeland-Serie in Babelsberg syrische Komparsen gesucht wurden.

    FAZIT
    Ein lesenswertes Buch, das auf humorig-unverstellte Weise die doch oft von Vorurteilen behaftete Flüchtlings- und Integrationsdiskussion behandelt. 
     

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    Frankapovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wie immer bei Herrn Kaminer ein sehr lustiges Buch das mal wieder an Aktualität gewonnen hat!
    Leseempfehlung

    Wie immer bei Herrn Kaminer ein sehr lustiges Buch das mal wieder an Aktualität gewonnen hat!

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    Orghos avatar
    Orghovor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Das Genderkapitel hätte er sich sparen können. Nichts besonderes.
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    anne_erberts avatar
    anne_erbertvor 3 Monaten
    Nusseiss avatar
    Nusseisvor 6 Monaten

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