Wladimir Kaminer Liebesgrüße aus Deutschland

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Inhaltsangabe zu „Liebesgrüße aus Deutschland“ von Wladimir Kaminer

Typisch deutsch und trotzdem lustig
Deutschland hat viel Liebenswertes zu bieten: Sparkassenberater, die von jeder Geldanlage abraten, Zeitungsenten aus Plüsch, ein findiges Finanzamt oder Vegetarier, die gerne Fleisch essen – nur nicht das von Tieren. Außerdem gibt es bei uns die perfekte Form der Schriftgutverwaltung. Schließlich ist ein Land ein schwieriges Unternehmen, und um es in den Griff zu bekommen, braucht man Erfindungsgeist. So erfanden die Amerikaner den Colt, die Russen das Destilliergerät und die Deutschen den Leitz-Ordner. Wladimir Kaminer sieht seine Wahlheimat mit viel Verständnis für deren Schrullen und Besonderheiten. Und so sind wir am Ende von uns selbst ganz bezaubert. Denn wer hätte gedacht, was für ein lustiges Volk wir im Grunde sind!

Kaminer ist klug und witzig , seine Reflexionen unterhaltsam . Ein gutes Buch dass Spaß macht.

— Alanda_Vera

trocken, lakonisch, pointenarm - und langweilig...

— silberfischchen68

Zwar ganz nett und witzig für zwischendurch, aber vom Hocker reißt es mich nicht.

— Grappa

kurzweilig

— Tintenelfe

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    Liebesgrüße aus Deutschland

    Miri92

    14. April 2015 um 18:13

    Inhalt: Wladimir Kaminer erzählt von seinem Leben in Deutschland, von den Deutschen und ihren Eigenarten. Auch dieses Buch ist eine Sammlung von kurzen Anekdoten über Begegnungen, absurde Situationen und Erlebnisse auf seinen Lesereisen oder auch in seiner Heimat Berlin. Meinung: Ich habe den Großteil des Buches im Zug gelesen und dafür war das Buch einfach perfekt. Die Geschichten sind glaube ich nie länger als 6 Seiten, man kann also immer mal wieder zwischendurch eine oder auch mehrere kleine Häppchen schmökern, ohne sich zuseht abzukapseln (falls man wie ich in einer Gruppe unterwegs ist) und gerade auf einer Zugfahrt durch Deutschland, die ebenfalls wirklich kurios ablief und auf während der ich deutlich mehr Zeit zum Lesen hatte, als eigentlich geplant war, waren diese kurzen kleinen Absurditäten über Deutschland und die Deutschen (aber auch über Russland und die Russen, über Prinz Charles und die Medien oder über das Familienleben in der Großstadt) einfach perfekt. Das Buch ist einfach nur irrsinnig witzig und hat meine Stimmung sehr aufgeheitert. Trotz der Tatsache, dass ich im Zug nahezu nur von fremden Menschen umgeben war, konnte ich es nicht verkneifen, ab und zu laut aufzulachen und trotz der langen langen Wartezeiten, die sich spontan ergeben haben ist mir mit diesem Buch nicht langweilig geworden. Natürlich wird in diesem Buch mit nationalen Klischees gespielt, aber diese werden nicht beinahe endlos wiederholt und sie stehen meiner Meinung nach nicht einmal besonders im Mittelpunkt. Es geht eher um deutsche Eigenarten, die Kaminer durch Beobachtung und Begegnungen aufgefallen sind und wenn es um Klischees geht, die beinahe vorurteilshaft von vornherein bekannt sind, werden diese meist mit solchen Beobachtungen oder Begegnungen widerlegt, bestätigt, umgedeutet. Aber eigentlich geht es in diesem Buch auch gar nicht um Deutsche und Russen oder um Vergleiche von nationalen Rollen, es geht vielmehr um das Aufeinandertreffen verschiedener Menschen und was dabei geschehen kann. Unabhängig von Nationalität, Religion oder sonst etwas. Ich habe bereits bei meiner Rezension von "Coole Eltern leben länger" den Vergleich mit Loriot gewagt und auch hier würde ich ihn wieder heranziehen. Kaminer beschreibt Kommunikation und ihre Tücken und Missverständnisse, Menschen und ihre Lebensweisen und die unglaublich komischen Situationen, die entstehen können, wenn Menschen aufeinandertreffen oder falsche Vorstellungen mit der Realität aufeinandertreffen (egal ob es um seine Erfahrungen im Kletterwald geht, seinen Besuch in der Stadt Lemgo, die Versuche eines Kuscheltiers seines Sohnes, sich immer wieder im Ausland abzusetzen oder die verschiedenen Einverständnisserklärungen, die er immer wieder für seine Tochter unterschreiben muss). Manche dieser Ereignisse wertet er als typisch deutsch und vergleicht sie mit Erfahrungen aus Russland und dem Sozialismus. Dabei nimmt er jedoch keine Wertung vor und bezeichnet das eine als sinnvoll und gut und das andere als absurd und blöd. Der Leser lacht am Ende meist über beide Sichtweisen. Spätestens dieses Buch hat mich zu einem absoluten Wladimir Kaminer-Fan gemacht, nicht nur, weil ich es noch einen kleinen Tick besser fand als "Coole Eltern leben länger". Ich freue ich schon sehr auf seine weiteren Bücher, denn es wird sicherlich nicht lange dauern, bis ein weiteres von ihnen bei mir einziehen wird!

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