Russendisko

von Wladimir Kaminer 
3,4 Sterne bei506 Bewertungen
Russendisko
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (232):
Sommerkindts avatar

Lesenswertes Buch sehr humorvoll und lustig geschrieben

Kritisch (91):
Schlehenfees avatar

Berlin nach der Wende war noch amüsant. Ansonsten sehr kurze, zusammenhanglose Geschichten die auf mich unglaubwürdig wirkten. Nicht mein Hu...

Alle 506 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Russendisko"

Es ist spontane Entscheidung. Die Fahrkarte von Moskau nach Berlin kostet nur 96 Rubel, er braucht kein Visum, und außerdem lockt das Abenteuer – kurzerhand packt Wladimir Kaminer seine Sachen und reist im Sommer 1990 nach Deutschland. Berlin erweist sich schnell als ganz besondere Stadt. Hier trifft Wladimir seine zukünftige Frau Olga, ruft die Russendisko ins Leben und bringt sich mit dem russischen Lehrbuch „Deutsches Deutsch zum Selberlernen“ eine neue Sprache bei. Mit hintergründigem Witz und umwerfendem Charme erzählt Wladimir Kaminer von unvergesslichen Menschen, ungewöhnlichen Begegnungen und dem ganz normalen Wahnsinn seines neuen Lebens in Berlin.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442541751
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:191 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:01.07.2002
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.08.2000 bei BMG Wort erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Sommerkindts avatar
    Sommerkindtvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Lustige und humorvoll geschriebene kurze Geschichten rund um die Zuwanderungswelle in der Wendezeit.
    kurzer humorvoller Schmöker zur Zuwanderungswelle in der Wendezeit

    Ein wirklich humorvolles und lustiges Buch das einen eins ums andere Mal zum Schmunzeln und Lachen bringt.

    Erzählt werden kurze Geschichten rund um die Einwanderungswelle in und um die Wendezeit herum. Teils sind es Banalitäten teils auch Sachen da schüttelt man einfach nur mit Kopf und andere Male Lacht man im ersten Moment und dann denkt „nicht wirklich jetzt oder“.

    Es ist im Vergleich zu anderen Büchern vielleicht nicht gerade das was man einen Welser nennen kann, aber sein Inhalt ist einfach nur authentisch und spiegelt die damalige Zeit richtig gut wieder.

    Beim heutigen Lesen fällt aber auch auf das es sehr viele Parallelitäten zur heutigen Zeit gibt. Sei es die Flüchtlingswelle, Verständigungsprobleme, die vielen Missverständnisse und die Bürokratie.

    Die Probleme mit denen sich Zuwanderer aus anderen Ländern hier in Deutschland rumschlagen ändern sich über die Jahrzehnte nicht, alle haben mit den gleichen oder ähnlichen Problemen zu kämpfen.

    Dieses Buch beleuchtet gerade die Einwanderungswelle in der Wendezeit, wo die Welt noch um einiges chaotischer war, da die Behörden nicht aufeinander abgestimmt waren. Aber hat sich soviel verändert?

    Fazit: Wer eine kurze lustige Schmöker sucht, der unterhaltsam geschrieben ist und fast jeden auf eine ganz spezielle Weise aufs Korn nimmt ist hier genau richtig. Viel Spaß beim Lesen und Lachen und ja auch beim Kopfschütteln…

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    ErinaSchnabus avatar
    ErinaSchnabuvor 2 Jahren
    Russendisko

    Ich liebe es ja, Hypes und Trends zu erforschen. Ich finde es spannend, mir Filme anzuschauen oder Bücher zu lesen, um die ein großer Wirbel gemacht wird, um entweder zu entlarven, dass dieser Hype nur ein Produkt einer erfolgreichen Marketingstrategie ist oder um festzustellen, dass der Wirbel um dieses Werk tatsächlich eine Berechtigung besitzt, weil die Geschichte spannend ist, eine tolle Aussage drin steckt oder die Welt aufgrund einer künstlerischen Innovation überrascht. Ganz oft, wenn ich versuche, hinter einen solchen Hype zu kommen, bin ich nach dem Lesen oder Rezipieren ganz ernüchtert. "Das soll's jetzt gewesen sein?", frage ich mich dann, so, wie ich es mich bei diesem Buch fragte.

    Inhalt und Meinung
    "Russendisko" war nicht mein erster Kaminer. Vor einigen Jahren hatte ich "Ich mache mir sorgen, Mama" gelesen. Ebenfalls wie "Russendisko" eine Sammlung von Anekdoten rund um das multikulturelle Leben eines in Deutschland lebenden Russen. "Ich mache mir Sorgen, Mama" hatte mir ganz gut gefallen, in dem Sinne, dass seine Anekdoten ganz lustig waren und ich den trockenen russischen Humor gut herauslesen konnte. Außerdem teilte Kaminer einem dort etwas über die russische Sichtweise auf Deutschland und seine Sprache mit, was ich immer ganz interessant finde.
    Das habe ich bei "Russendisko" etwas vermisst. Ich hatte mir erhofft, dass Kaminer von seinem wilden, interessanten Leben als Einwanderer in Berlin erzählt, dass man etwas über die Kultur russischer Einwanderer erfährt und darüber, wie sie das Leben hier empfinden. Jedoch waren die Anekdoten in "Russendisko" sehr unpersönlich und meist auch gar nicht so witzig, wie Verlag und co. dies behaupteten. Stellenweise habe ich mich sehr gelangweilt. Ich hatte am Ende nichts erfahren. Nicht über den Autor, nichts über Kulturen, nichts über das Einwandern zu dieser Zeit an sich, nichts über Berlin, dass Anfang der 90er Jahre eine spannende Zeit und einen Wandel durchmachte.
    Die Anekdoten, die Kaminer erzählte, waren recht zusammenhanglos und schienen mir nicht chronologisch angeordnet gewesen zu sein und das wäre doch das mindeste, wenn sie schon zusammenhanglos in diesem Buch vereint sind? Wo ist die sogenannte Russendisko? Ja, es gibt eine kleine Geschichte über die sogenannte Russendisko, die sie unter sich mal veranstaltet haben, aber ich dachte, das ganze Buch drehe sich darum, dass etwas innovatives, lustiges, verrücktes im wilden Berlin auf die Beine gestellt wurde, woran man sich heute noch gerne erinnert? Nichts dergleichen.

    Fazit
    Das Buch mag für Wenigleser geeignet sein. Für Menschen, die höchtstens im Mallorca-Urlaub oder im Wartezimmer beim Arzt ein unkompliziertes Buch lesen wollen, um Zeit totzuschlagen. Für mich und meine Ansprüche war es aber nichts.

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    haberland86s avatar
    haberland86vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweiliger Lesespaß zum Schmunzeln.
    Kurzweiliger Lesespaß zum Schmunzeln

    Zwar bin ich kein besonderer Freund von Kurzgeschichtensammlungen und Erzählbänden. Was mir bei "Russendisko" aber sehr gut gefiel, war der inhaltliche Zusammenhang der Geschichten. Wladimir Kaminer weiß etliche Anekdoten vom Leben als Russe in Deutschland zu erzählen, bei denen man sich immer wieder wundert und lächelnd den Kopf schüttelt.

    Vor der Lektüre dieses Buches hatte ich mir nie Gedanken darüber gemacht, wie sehr sich die deutsche und die russische Kultur voneinander unterscheiden. Ob das Buch jetzt helfen kann, das gegenseitige Verständnis füreinander zu verbessern sei dahingestellt; aber zumindest lernen wir, dass manche Russen und manche Deutsche scheinbar den gleichen Humor haben und die gleichen Geschichten für erzählenswert befinden.

    Kaminer hat für "Russendisko" von 1990 bis kurz nach der Jahrtausendwende etliche Kurzgeschichten zusammengetragen, woraus ein kurzweiliger Lesespaß entstanden ist.

    Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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    Claudia-Marinas avatar
    Claudia-Marinavor 3 Jahren
    Diese Disko rockt leider so gar nicht

    Wladimir Kaminer kommt 1990 nach Deutschland. Es ist eine eher spontane Entscheidung, seine Eltern sind Juden, also darf er ohne Visum einreisen. Was er dann erlebt, gibt er in kurzen, mal mehr und mal weniger lustigen Episoden wieder. Etwa, wie sein Vater versuchte, den Führerschein zu machen, wie man sich als Russe mit akademischer Vorbildung einen Job beschafft und warum eine russische Ehefrau schlecht für den Geldbeutel ist. Das mag vielleicht unterhaltsam sein, aber mich erreicht er damit leider überhaupt nicht.

    Was mir als erstes in den Kopf kommt, nachdem ich dieses eher schmale Büchlein zuklappe ist: enttäuschend. Das soll also dieses so hochgelobe, viel umjubelte Russendisko gewesen sein? Das ist ja noch nicht mal ein Roman. Eher sind es viele kleine Episoden aus Wladimir Kaminers Leben und seine Erfahrungen im Zuge seiner Emigration nach Berlin. Aber das ist doch kein Roman - zumal er sich in einigen Episoden auch wiederholt.

    Zum Schluss kann ich nur sagen: Ich hab's halt mal gelesen und zum Glück hatte es nur knapp 200 Seiten.

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    DieTina2012vor 3 Jahren
    Habe mir mehr versprochen

    Wladimir Kaminer erzählt, wie er 1990 mit seinem Freund Mischa nach Berlin kommt, da man kein Visum brauchte und die Fahrkarte nur 96 Rubel kostete, was die beiden und ihre Freunde in Berlin erleben (z.B. Audio-Ballett von Anlageberaterinnen), wie es anderen Ausländern in Deuschland ergeht ("Das sind keine Türken, das sind Bulgaren, die nur so tun, als wären sie Türken.") oder warum man eine Russin heiraten sollte ("Wenn es überhaupt ein universales Mittel gibt, das einen Mann von all seinen Problemen auf einen Schlag erlösen kann, dann ist es eine russische Braut.")

    Es handelt sich nicht um einen zusammenhängenden Roman, sondern um kurze Geschichten, nur einige Seiten lang. Manche sind wirklich lustig, manche eher zum kurz Schmunzeln und manche konnten mich gar nicht erreichen.

    Ich hatte schon so viel von Wladimir Kaminer gehört, Russendisko wurde mittlerweile auch verfilmt, da dachte ich, man müsste es unbedingt gelesen haben. Nun habe ich mich ewig durch dieses Buch gequält und sage: Nein, man muss es nicht gelesen haben.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Russendisko" von Wladimir Kaminer

    Nachdem ich schon viel von diesem Buch gehört hatte, hab ich es mir endlich auch mal aus der Bibliothek mitgenommen.
    Das Buch besteht aus kurzen Anekdoten, die meisten ca 2-4 Seiten lang, aus dem Leben des Autors, eines russischen Juden, der nach Berlin auswandert.
    Ich hab mich mit dem Buch sehr schwer getan. Ich fand einige der Anekdoten echt witzig, andere eher flach und überflüssig, vieles wiederholte sich auch. Ich konnte selten mehr als 3-4 Geschichtchen am Stück lesen.

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    Stephanuss avatar
    Stephanusvor 6 Jahren
    Rezension zu "Russendisko" von Wladimir Kaminer

    Das kleine Büchlein enthält eine Vielzahl von Kurzgeschichten über das Leben im Berlin der 1990er Jahre. Aus dem gewählten, völlig anderen Blickwinkel eines Auswanderers aus Russland, werden nicht nur Annekdoten über das Leben von Auswanderern, sondern auch die Eigenheiten der Stadt Berlin und der deutschen Gesellschaft beschrieben.

    Hierbe schafft es der Autor, dank einer leichten, gut lesbaren Sprache, dem Leser kurzweilige Unterhaltung zu bescheren.

    Die Kurzgeschichten sind zwar heiter und humorvoll, jedoch leider nicht besonders anwechslungsreich. Nichts desto trotz kann dieses Buch demjenigen Leser empfohlen werden, der eine kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch sucht und sich nicht in die großen Nach-Wende-Romane über Berlin heranwagen möchte.

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    glasperlenspiel13vor 6 Jahren
    Rezension zu "Russendisko" von Wladimir Kaminer

    Hab ich dieses Buch nun endlich auch geschafft. "Russendisko" von Kaminer ist ja schon fast zum Klassiker avanciert. Ganz so euphorisch bin ich nach der Lektüre allerdings nicht. Da hat mir meine Erwartungshaltung mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber was hatte ich denn auch erwartet? Sicher die gesammelten Anekdoten über das Leben eines russischen Immigranten in Berlin sind teilweise ziemlich schräg und amüsant bleiben aber nicht wirklich im Gedächtnis hängen. Nun gab mir eine Freundin den entscheidenden Tipp: Kaminer darf man nicht lesen sondern man muss ihn hören! Sein Akzent und seine Art und Weise des Vorlesens machen den besonderen Reiz seiner Geschichten aus. Leider habe ich eine Lesung mit ihm vor kurzen hier in Frankfurt verpasst. Dann hätte ich jetzt den direkten Vergleich.

    Die Geschichte ist schnell erzählt: Der 23-jährige Wladimir Kaminer möchte raus aus dem Moskau der 90er Jahre. Sein Freund Mischa soll ihn dabei begleiten. Ziel ist das quirlige Berlin denn als jüdische Immigranten erhalten sie ein begehrtes Visum für Deutschland. Und dann folgen schon Schlag auf Schlag die unglaublichen Abenteuer in der deutschen Hauptstadt. Der Leser erfährt die Besonderheiten des russischen Telefonsexs, wie Kaminer einmal Schauspieler wurde und warum er noch immer keinen Antrag auf Einbürgerung gestellt hat. Die 50 Geschichten sind nett zu lesen aber als nächstes kaufe ich mir von Kaminer ein Hörbuch.

    Ab 29.03 gibt es den gleichnamigen Film mit Mathias Schweighöfer im Kino. Kritische Stimmen bemängeln, dass deutsche Darsteller das russische Wesen und den schon angesprochenen typischen Akzent nicht transportieren können.

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    Horstianerinvor 6 Jahren
    Rezension zu "Russendisko" von Wladimir Kaminer

    Klassische Bahnlektüre, aber ganz witzig.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Russendisko" von Wladimir Kaminer

    Ich tu' mich an dieser Stelle schwer, eine Kurzbeschreibung zu verfassen. Das hat den einfachen Grund, weil dieses Buch aus kleinen Anekdoten besteht, die zwar vor Wiederholungen nur so strotzen, eine Verbindung aber vermissen lassen.

    Ich war auf das Buch "endlich" durch den Trailer im Kino aufmerksam geworden und freute mich, als ich das Buch dann im Laden entdeckt habe. Ich hatte mir, wie im Kino vorgestellt, eine gute Zusammenhängende Storie zu bekommen. Eben so, wie in "Maria ihm schmeckt's" nicht. Auch hier besteht das Buch ja auch kleineren Anekdoten, die dann letztendlich ein großes ganzes Ergeben. Eine gute Geschichte eben.

    Da es sich hier ja um eine wahre Lebensgeschichte hält, hoffe ich eigentlich, dass keine Fiktion wirklich dahinter steckt, manches wirkte in diesem Buch dann doch lieber "fantastisch"
    als realistisch. Aber die Welt ist groß und daher will ich mich mit dieser Frage lieber nicht weiter beschäftigen, sondern nehme das so hin.

    Einiges in diesem Buch war lustig, manches war gleich 5 Mal vorhanden und letztendlich war das Buch dann auch schnell gelesen. Aber wirklich Freude hatte ich beim lesen nicht. Vieles war einfach zu kurz, oder manches zu unerklärt.

    Nun hoffe ich wirklich auf den Film, denn spätestens hier muss ja ein Zusammenhang zu erkennen sein...

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