Woid Woife

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen

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Cover des Buches Mein Leben im Wald (ISBN:9783710900518)

Mein Leben im Wald

 (7)
Erschienen am 11.11.2019

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Rezension zu "Mein Leben im Wald" von Woid Woife

Von einem, der den Wald liebt
Aischavor 5 Monaten

Auf Wolfgang Schreil alias "Woid Woife" (für alle Nicht-Bayern: Wald Wolfgang) wurde ich erstmals vor einigen Monaten durch ein Fernsehinterview aufmerksam. Er hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei mir: Zum einen aufgrund seiner ungewöhnlichen Vita, vom deutschen Meister im Steinheben zum Totengräber und nun auch allseits bekannten Waldliebhaber. Noch mehr faszinierte mich aber Woifes Authentizität. Ich sah einen Menschen, der ganz bei sich selbst ist, unverstellt, ohne Maske, gerade heraus.

Und genauso ist auch dieses Buch geschrieben. Unaufgeregt, ehrlich, direkt. Da erzählt einer von seiner Jugend im Bayerischen Wald, seinen schnellen Erfolgen im Kraftsport und davon, wie ihm der Ruhm zu Kopf steigt. Am Tod der geliebten Mutter zerbricht er fast, Rettung ist ihm der seit Kindestagen vertraute Wald. In der Hochzell am Großen Arber findet er zu sich.

Woife lässt den Leser an seiner großen Liebe zur Natur teilhaben, er schildert, wie er Tage lang im Wald verbringt, nachts in einem einfachen Bauwagen, ohne Strom und Elektrizität. Er pflegt hingebungsvoll verletzte Wildtiere, bis er sie frohen Herzens wieder in die Freiheit entlassen kann. 

Woid Woife lebt voller Respekt vor der Natur und lässt den Leser daran teilhaben, aber ohne dabei zu missionieren.  Buch entstand mit Hilfe von Co-Autorin Katharina Render, die ein gutes Gespür für Woifes Ausdrucksweise bewiesen hat. 

Die Ausstattung ist hochwertig, zahlreiche Farb- und einige Schwarz-weiß-Fotos veranschaulichen den Text. Besonders gut gefällt mir die Haptik des braunen Hardcovers ist einer Holzmaserung nachempfunden.

Ich spreche eine unbedingte Leseempfehlung aus!



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Rezension zu "Mein Leben im Wald" von Woid Woife

Botschafter des Arberwaldes
Jessy1189vor 9 Monaten

Wolfgang Schreil, besser bekannt als „Woid Woife“ nimmt uns in diesem Buch mit in seine Heimat Bodenmais, zeigt uns den wunderbaren Arberwald und die majestätische Tierwelt auf der Hochzell.
Dabei ist er kein Experte mit Doktortitel und auch kein Tierflüsterer, wie oft behauptet, sondern einfach nur der Woife, der die Natur genießt und versucht die dort lebenden Tiere zu verstehen und das Wissen darüber in die Welt hinauszutragen.

Im ersten Abschnitt schildert der Autor seinen Werdegang zum „Woid Woife“ (bayr. für "Wald Wolfgang"), im Hauptteil erzählt er von seinen Tierbegegnungen und gibt allerlei interessante Informationen zu den Waldbewohnern.
Darunter berichtet er von Beobachtungen im Wald, von Tieren, die sich kurzzeitig in seiner Obhut zur Pflege befanden und vor allem von seiner Liebe zur Natur.
All das beschreibt er sehr authentisch, weil er einfach frei von der Leber weg erzählt, was ihn bewegt. Er lässt dabei immer wieder seine persönliche Meinung einfließen, die zwar etwas harsch daherkommt (was in Bayern nicht ungewöhnlich ist), aber nicht weniger richtig oder wichtig wäre.

Zitat: „Wir Menschen verpassen so viel Wunderbares, weil wir es verlernt haben, Details wahrzunehmen, oder glauben, eh schon alles zu wissen. (…) Jeder kleine Wurm, jeder Pilz und jedes Blümchen hat seinen Platz in einem funktionierenden Ökosystem. Weil sich der Mensch herausgenommen hat, den Dingen eine unterschiedliche Wichtigkeit zu geben und vermeintlich Wertloses zu missachten oder gar zu beseitigen, gerät es vielerorts aus dem Gleichgewicht.“

Wolfgang Schreil schafft es, dem Leser die Natur wieder ein Stück näher zu bringen und ihm dabei aufzuzeigen, wie kostbar und schützenswert unsere Tierwelt ist. Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, mein Smartphone öfter beiseite zulegen , meine Scheuklappen abzulegen und die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen. Danke Woid Woife!

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Rezension zu "Mein Leben im Wald" von Woid Woife

Leben im Einklang mit der Natur
annluvor einem Jahr

*Ich versuche eins zu werden mit der Natur, bleibe dabei jedoch immer Mensch.*


Schon seit seiner Kindheit verbringt Woid Woife seine Zeit am liebsten im Wald. Sein Titel als einer der stärksten Männer Deutschlands hat ihm weniger bedeutet, als seine Liebe zu den Tieren und der Natur. So hängt er den Kampfsport an den Nagel und verbringt immer mehr Zeit im Wald. Durch eine Aktion, die den Bau einer Seilbahn vereiteln soll, wird Woid Woife bekannt. In seinem Buch erzählt er, wie es zu seinem Internetauftritt kam, was der Wald ihm gegeben hat und wie er sich um verletzte Tiere kümmert. Sein Ziel: Das Wissen um die Tiere und die Natur weiterzugeben, denn nur was man kennt, will man schützen.



Wolfgang Schreil alias Woid Woife liebt seinen Wald. Diese Liebe zieht sich durch sein Leben. Auch wenn er kurz über die Abschnitte berichtet, die ihn von diesem entfernt haben, so sieht er diese Phasen sehr kritisch und widmet sich viel lieber den vielen Erzählungen über die Tiere und den geliebten Wald. Dabei bedient er sich einer Mischung aus Erzählungen rund um Erlebtes, eingebauter Sachinformationen und dem Äußern seiner Meinung. Auch durch die eingestreuten bayrischen Ausdrucksweisen hatte ich das Gefühl eine authentische Geschichte vor mir zu haben.


Als jemand, der die Natur liebt und sie schützen will, hat Woid Woife eine Abneigung gegen Vieles, das er als Eingriff in das Natürliche sieht. Auch seine Meinung zu menschlichen Eigenschaften kann sehr harsch sein. Mit Kritik und mitunter heftigen Worten hält er nicht hinter dem Berg. Manches davon konnte ich nachvollziehen, fand aber die sehr ehrliche Meinungsäußerung und die Wortwahl manchmal zu heftig.


Gut gefallen haben mir hingegen die Geschichten rund um die tierischen Begegnungen. Ob es sich dabei um solche in der Natur handelte oder ob die Tiere in seine Obhut gelangten und eine Zeit zur Pflege bei ihm blieben, er zeigte, dass er sich selbst viel Wissen rund um sie und ihr Verhalten angeeignet hat. Die Farbfotografien in der Mitte des Buches lassen die Schönheit des Arberwaldes und seiner Tierwelt erahnen.


Im letzten Teil gibt er Tipps wie man die Natur als Erholungsraum nutzen kann und sein Glück finden kann. Auch hier sind manche Überlegungen mit dabei, die sich gegen Trends richten. Allerdings waren diese wohlüberlegt formulierte Kritik, manchmal sogar nur als Anregung zum Nachdenken angesprochene Gedanken.


Fazit: Das Leben im Einklang mit der Natur steht hier im Mittelpunkt. Woid Woife zeigt, dass man sich für das, was man liebt, einsetzt. Seinen Einsatz für seinen Wald und die Tiere fand ich interessant – seine Kritik am Menschen zu einseitig betrachtet und mitunter zu harsch.

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