Wolf-Dieter Storl Der Selbstversorger

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Inhaltsangabe zu „Der Selbstversorger“ von Wolf-Dieter Storl

Viele träumen davon: Selbstversorger zu werden und sich von dem zu ernähren, was im eigenen Garten wächst oder in freier Natur gesammelt werden kann. Der bekannte Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl tut dies seit Jahrzehnten. In diesem ebenso spannenden wie hoch informativen Buch erzählt er seine eigene Selbstversorger-Geschichte und gibt zahlreiche fundierte Informationen, Tipps und Anleitungen für den Eigenanbau von Gemüse, die Wildsammlung von Kräutern, für natürliche Schädlingsbekämpfung, die Herstellung von hochwertigem Kompost und vieles andere mehr. Dabei setzt er auf Nachhaltigkeit, Naturnähe und Ganzheitlichkeit. Ein prall gefüllter Schatz an Profi- und Geheim-Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene!

Ein echter "Storl": handfest, nachvollziehbar und dennoch persönlich und absolut liebenswert! Wolf-Dieter for president!

— marionbruck
marionbruck

Wie schön es ist!! Handfest, echt, auch ein Lesebuch, die Zwerge werden sich freuen. Ich liebe ihn!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein typischer Storl

— thomasm54
thomasm54

Alles drin was man braucht für den eigenen Garten...

— Shivani
Shivani

großartig simpel und mit vielen Hintergründen versehen... ich bin begeistert

— jazzz4fun
jazzz4fun

Knapper aber für Jedermann gut umsetzbarer Einblick in Pflanzen, Kultur, Anbau und Kalender.

— Brightly
Brightly

Anregend, aber nicht umfassend.

— CorneliaTravnicek
CorneliaTravnicek

Ein gelungener Mix aus Ratgeber und Erfahrungsbericht.

— Mone80
Mone80

einfach nur Storl-super!

— SanKa
SanKa

Nicht nur ein Gartenratgeber, sondern auch eine Art Biografie des Autors. Manche Ansätze sind allerdings selbst mir zu esoterisch.

— Misteringreen
Misteringreen

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  • Themen
  • Leserunde zu "Der Selbstversorger" von Wolf-Dieter Storl

    Der Selbstversorger
    Daniliesing

    Daniliesing

    Auf geht es in eine neue Sachbuchleserunde zu einem wirklich spannenden Thema. Im Gräfe und Unzer Verlag ist das Buch "Der Selbstversorger" von Wolf-Dieter Storl erschienen. Dieser kennt sich aufgrund von jahrelangen eigenen Erfahrungen bestens mit dem Thema 'Selbstversorgung' aus und gibt uns in seinem Buch spannendes Profi- und Insiderwissen mit, das sowohl für Einsteiger, als auch für Fortgeschrittene bestens geeignet ist. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der das Vertrauen in Produkte aus Supermarkt und Co. immer mehr sinkt, ist die Selbstversorgung eine interessante Alternative. Mehr zum Buch: Viele träumen davon: Selbstversorger zu werden und sich von dem zu ernähren, was im eigenen Garten wächst oder in freier Natur gesammelt werden kann. Der bekannte Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl tut dies seit Jahrzehnten. In diesem ebenso spannenden wie hoch informativen Buch erzählt er seine eigene Selbstversorger-Geschichte und gibt zahlreiche fundierte Informationen, Tipps und Anleitungen für den Eigenanbau von Gemüse, die Wildsammlung von Kräutern, für natürliche Schädlingsbekämpfung, die Herstellung von hochwertigem Kompost und vieles andere mehr. Dabei setzt er auf Nachhaltigkeit, Naturnähe und Ganzheitlichkeit. --> Leseprobe Habt ihr Lust mehr von Wolf-Dieter Storl über die Möglichkeiten der Selbstversorgung zu erfahren? Dann macht doch bei unserer Leserunde zu "Der Selbstversorger" mit. Zusammen mit Gräfe und Unzer suchen wir 50 Testleser für das Buch, die sich im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Unterthemen der Leserunde beteiligen sowie abschließend eine Rezension schreiben. Bei den 50 Testleseexemplaren handelt es sich um 25 Printexemplare und 25 E-Books (leider kein Kindle möglich). Bitte schreibt bei eurer Bewerbung also dazu, ob ihr ein gedrucktes Buch oder ein E-Book (inkl. Format) möchtet bzw. ob es euch egal ist. Zur Bewerbung müsst ihr nur noch die folgende Frage bis spätestens 21. April beantworten: Habt ihr selbst schon einmal oder sogar häufiger selbst Pflanzen angebaut und wenn ja, zu welchem Zweck? Geht es euch darum, euch selbst zu versorgen, um euch von der Industrie unabhängig zu machen? Oder ist es vielleicht ein Hobby, das euch Spaß macht? Schmeckt es etwa einfach besser? Verratet uns, wenn ihr schon mal gegärtnert habt oder es regelmäßig tut, wo ihr das macht (im eigenen Garten, auf dem Balkon, nur auf dem Fensterbrett, oder vielleicht auch im Sinne eines Urban Gardening auf einer geteilten Parzelle in der Stadt)!?

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    • 878
  • Nächste Saison gehts los...

    Der Selbstversorger
    LeseJulia

    LeseJulia

    16. July 2013 um 22:14

    Der  Buchtitel lässt einiges erhoffen. Zu großen Teilen wurden meine Erwartungen erfüllt. Er beschreibt sehr einfach seine über Jahre angeeigneten Kenntnisse, springt dabei aber manchmal zwischen mehreren Themen hin und her. Beschreibungen verschiedener Kräuter und deren Wirkungen beim Menschen machten mich neugierig, findet man aber leider doppelt und manchmal an Stellen, wo der Zusammenhang zum vorherigen Kapitel fehlt. Auch seine Ausflüge zum Esoterischen waren für mich nicht interessantz und werden in der Praxis meinerseits nicht angewandt. Die Kapitel zum Kompostieren und zu Fruchtfolgen im Garten waren wiederum genau das, was ich hier finden wollte. Er beschreibt es ausführlich und für Jedermann verständlich. Ebenfalls sehr hilfreich sind die die "Beziehungen" der Pflanzen, die man fördern oder eher verhindern sollte. Solche für mich neuen Kenntnisse werden in meinen garten Anwendung finden. Die Zeichnungen sind vielleicht schön im Buch anzusehen, helfen aber bei der Bestimmung der Kräuter und Pflanzen in der Natur nicht weiter. Ohne weitere Literatur mit Fotos kommt man hier leider nicht aus. Alles in allem ganz ich das Buch empfehlen. Wenn man auch mit dem Bilder etwas anfangen möchte, ist ein Ebook nicht sehr hilfreich.  

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  • Umfassendes Buch mit kleinen Schwächen

    Der Selbstversorger
    sapadi

    sapadi

    19. June 2013 um 08:54

    Wolf-Dieter Storl schafft es mit seinem Buch Teile seiner eigenen Lebensgeschichten mit seiner Art der Selbstversorgung zu koppeln. Dabei schaut er auch immer wieder über den Tellerrand hinaus. Diese Mischung macht das Buch sehr lesenswert, da hierdurch die vielen Fakten aufgelockert werden.   Vor allem konnten mich die praxisrelevanten Abschnitte fesseln, die ich auch selbst schon teilweise versucht habe umzusetzen. Vieles ist gut und einfach erklärt, so dass man es schnell und ohne Probleme umsetzen kann.   Schön ist ferner,  wie die verschiedenen Kräuter und Heilpflanzen aufgearbeitet sind, die meistens als Unkraut aus den Gärten getilgt werden. Allerdings würde ich hier ein paar anschauliche Bilder vorziehen, anstatt den skizzenhaften Zeichnungen, da diese mir persönlich zu wenig Aussagekraft haben, schließlich gibt es ja auch ein paar giftige Pflanzen.   Manchmal ein wenig zu esoterisch für meinen Geschmack, aber dann auch wieder sehr gründlich und informativ, wie das Kapitel „Kompost“, das dem Leser allerdings ein wenig mehr abverlangt.   Insgesamt bietet das Buch einen schönen Überblick über die Gartenarbeit und wie man effektiv mit dem Garten umgeht. Wer allerdings bei bestimmten Themen tiefer einsteigen möchte, der wird ein zusätzliches Buch zu den „Fachthemen“ benötigen.

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  • Das Praxisbuch zum Eigenanbau

    Der Selbstversorger
    Loony_Lovegood

    Loony_Lovegood

    15. June 2013 um 22:31

    Schon die Einleitung von "Der Selbstversorger" stimmt einen nachdenklich und macht zugleich neugierig auf eine alternative Lebensweise, die uns heute leider fremd geworden ist. Wolf-Dieter Storl schreibt authentisch und unterhaltsam über seine langjährigen Erfahrungen als Selbstversorger. Neben den vielen hilfreichen Tipps und Tricks zu u.a. den Themen Gärtnern, Wild- und Heilpflanzen, Kompost und Schädlinge, nimmt er den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Er erzählt von seiner Kindheit und Jugend, als er die Liebe zur Natur entdeckte und man erfährt, dass gerade die ersten Jahre als Selbstversorger kein Zuckerschlecken sind. Da er als Ethnobotaniker und Kulturanthropologe über sehr viel Wissen von ursprünglich lebenden Kulturen verfügt, fließen immer wieder interessante Geschichten von den unterschiedlichsten Naturvölkern mit ein. Diese Geschichten bereichern meiner Meinung nach das Buch und verhelfen ihm zu einer wärmeren Atmosphäre; ganz entgegen der weit verbreiteten Meinung Sachbücher seien kühl. Ich mag es wenn man zwischen all den vielen hilfreichen Informationen eine kurze Verschnaufpause bekommt und dabei zum Thema passende Geschichten erzählt werden. Das Buch ist eigentlich recht übersichtlich gestaltet und in folgende Hauptthemen gegliedert, die wiederum einzelne Unterthemen nach sich ziehen: - Die Notwendigkeit eines Gartens - Neuanfang - Erfahrung sammeln - Knochenarbeit und erste Erfolge - Jenseits der Gemüsebeete - Kompost - Schlüssel zur Fruchtbarkeit - Pflanzen und pflegen - "Schädlinge" und "Unkräuter" - Gartenkalender - Anhang Zwischendrin lernt man viele nützliche Heilpflanzen und essbare Wildpflanzen kennen, die einem das Überleben sichern, wenn man sie kennt. Leider gibt es zu den einzelnen Wildpflanzen nur vage Zeichnungen, sodass man sich mit diesem Thema auf jeden Fall noch eindringlicher beschäftigen muss, was aber sowieso ratsam ist. Ein bisschen gestört hat mich, dass die Wild- und Heilpflanzen nicht in einem sondern in mehreren Kapitel abgehandelt werden. Ich hätte es übersichtlicher gefunden wenn man alle Informationen zu einer Pflanze auf einmal bekommt. Mit Blick in die Zukunft gerichtet ist dieses Buch sicherlich ein guter Wegweiser in die richtige Richtung. Und auch wenn man nicht sofort zum Selbstversorger mutiert, wird man sicher das eine oder andere hilfreiche daraus mitnehmen. Eine schnelle und hilfreiche Einführung in das Thema "Selbstversorger", das in mir den Wunsch geweckt hat, mich noch tiefer in diese Thematik zu begeben.

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  • Auf geht's!

    Der Selbstversorger
    Trinkt-aus-Piraten

    Trinkt-aus-Piraten

    14. June 2013 um 02:44

    Das ist mal ein Buch, das so richtig Lust aufs Gärtnern macht! Der Autor beschreibt die meisten Sachen auch für Gartenanfänger sehr verständlich - wobei er sich auch einige Male wiederholt, sei's drum - und erklärt jeden kleinen Handgriff vom Hacken übers Säen und von Schädlingen bis zum Komposthaufen. Besonders geeignet erscheint es mir als Nachschlagewerk, daher finde ich die E-Book-Version eher unpraktisch. Außerdem liegen da auch viele Formatierungsfehler vor und die Silbentrennung weist auch Mängel auf. Dann lieber ein richtiges Buch, das man sofort mit in den Garten nehmen kann, um nach entsprechender Anleitung das Aussäen zu beginnen. Der Autor als Persönlichkeit ist sehr sympathisch. Ich mochte die Fotos, auf denen er oder andere bei der Gartenarbeit gezeigt wurden. Davon hätte es ruhig noch ein Dutzend mehr geben können. Es wirkt so heil und natürlich. Das hat mir auch an der Einstellung des Autors sehr gut gefallen. Er trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er sagt, dass schwere körperliche Arbeit kein Stress ist, sondern dass sie einen gut schlafen lässt und zufrieden macht. Mit diesen offensichtlichen Wahrheiten, die aber doch zu selten ausgesprochen werden, ist das Buch zwar nicht grad gespickt, aber man findet sie. Es ist also auch gleichzeitig eine Anregung und Einladung zum gesunden, umweltbewussten, biologischen, zufriedenen, einfachen, ganzheitlichen Leben in und mit der Natur. Das hat mir wohl am meisten gefallen und genau so etwas hatte ich auch erwartet, nachdem ich das Bild vom Autor gesehen hatte. Etwas merkwürdig kam mir die Sache mit dem Wühlmausgeist und den Mondkreiszeichen vor; an die Sternzeichen hab ich sowieso nicht geglaubt, aber versuchen kann man's ja mal. Leider kann man anhand der Zeichnungen im E-Book die Pflanzen nicht bestimmen, das fand ich etwas schade. Ansonsten ist es aber ein wirklich tolles Naturbuch.

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  • Rezi zu "Der Selbstversorger" von Wolf-Dieter Storl

    Der Selbstversorger
    Mone80

    Mone80

    13. June 2013 um 11:25

    Das Buch war für mich ein ungewöhnlicher Ratgeber. Ungewöhnlich deshalb, weil es sehr viel persönliches beinhaltet. Es ist ein Erfahrungsbericht, denn Wolf-Dieter Storl lebt schon seit Jahren als Selbstversorger mit seiner Familie und alles was sie konsumieren, stammt aus dem eigenen Garten. Durch diese langjährige Erfahrung kann der Hobbygärtner einiges an Informationen bekommen. Wie kann ich auf natürliche Art Schädlinge bekämpfen, wie lege ich einen Kompost richtig an und worauf muss ich da achten. Leider kam für mich das Thema Pflege von Pflanzen viel zu kurz, dafür waren die Heilpflanzen doppelt aufgeführt. Man hat hier dann reichlich Informationen bekommen, doch sollte man sich noch einen guten Heilkräuterführer kaufen, denn anhand der Bilder sind sie nicht so leicht zu bestimmen.Und, ob man wirklich einen Knochenbruch selbst heilen möchte, na da bin ich mir nicht so sicher. Für mich wäre es definitiv nichts. Das Buch ist ein wenig esotherisch angehaucht und es ist bestimmt nicht für jeden, sich voll und ganz in Einklang mit der Natur zu bringen, doch es war spannend zu lesen und Herr Storl hat eine sehr lebendige Weise, seine Erfahrungen aufzuschreiben. Er hat einen Weg gewählt, den ich sehr mutig finde. Ich hatte dieses Buch als eBook, was mal wieder nicht ohne ein bestimmtes Programm funktionieren wollte und sich das herunterladen als ziemlich schwierig gestaltete. Denn dieses Programm lahmt meinen Computer aufs äußerste und ich war froh, dass ich es danach endlich wieder löschen konnte. Die Verweise auf andere Textstellen sind nur als Pfeil angezeigt und waren für mich nicht nutzbar. Ich hätte es schön gefunden, wenn hier die Seitenzahl gestanden hätte, denn dann hätte ich in aller ruhe zu der Seite blättern können. Fazit: Ein schönes Buch, mit jeder einiges an persönlicher Erfahrung, aus denen sich der ein oder andere Hobbygärtner seine Informationen ableiten kann.

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  • Erlebnisbericht und Gartenbuch

    Der Selbstversorger
    AndreaMartini

    AndreaMartini

    10. June 2013 um 11:48

    Das Buch "Der Selbstversorger" von Wolf-Dieter Storl ist eine Mischung aus Biografie, Gartenbuch und Erlebnisbericht eines Menschen, der die verschiedensten Ausprägungen von Gärtnerei kennengelernt hat. In seiner beruflichen Laufbahn ist er mit Naturvölkern ebenso in Berührung gekommen wie mit der industrialisierten Welt, die jede auf ihre eigene Art an die Bebauung eines Gartens und an die Erzeugung von Lebensmitteln herangeht. In den Kapiteln werden die grundlegenden Kenntnisse über Garten- und Wildkräuter und -gemüse vermittelt. Viele davon waren mir als klassischer Kleingärtnerin, die schon den elterlichen Hausgarten miterelbt hat, unbekannt, sowohl, was die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche angeht als auch deren heilsame Wirkung bei Krankheiten und Verletzungen. Natürlich fehlt auch nicht die Beschreibung der verschiedenen Gemüse und Früchte, die man gemeinhin kennt. Er erläutert die Bodenbeschaffenheit und wie sie mittels Kompost und Mulch verbessert werden kann. Nicht zu knapp gerät das Kapitel über die Vermeidung und Beseitung von "Schädlingen" unter den Tieren und Pflanzen, die einen Garten heimsuchen können. Abschließend stellt er zusammenfassend das Gartenjahr vor, welche Arbeiten wan anfallen und wie sie von den Gestirnen beeinflusst werden. Am Ende findet man noch einige Hinweise zum Einmachen und Lagern diverser Gemüse. "Der Selbstversorger" eignet sich nicht zum Nachschlagen. Dies vorweg. Allerdings schreibt Storl kurzweilig und anregend, sodass eigene Erlebnisse und wissenschaftliche Erkenntnisse sich harmonisch ineinanderfügen und es mir als Leser leicht gemacht haben, die Zusammenhänge zu verstehen. Und nur wer versteht, kann auch umsetzen. Das gelingt mit diesem Buch mühelos. Die Passagen im Text, in denen es um mehr esoterische Ansätze bei der Gartenarbeit ging, habe ich, die ich für solche Dinge wenig empfänglich bin, mit einem Achselzucken überlesen. Es mag etwas dran sein, aber ich glaube, wer mit Skepsis darangeht, bei dem wirken diese Ansätze auch nicht. Zur Leserunde bei Lovelybooks wurde mir das E-Book zur Verfügung gestellt. Gern würde ich mir einmal das gedruckte Werk anschauen, weil ich vermute, dass es etliche Infokästen gibt, hervorgehobene Texte als Kästchen etc. Insgesamt kann ich die Gestaltung des E-Books nur als misslungen beschreiben. Wo es sich bei Text um Bildunterschriften handelte,  habe ich schnell herausgefunden, auch wenn der umgebende Text darunter unmittelbar (ohne Absatz) weiterlief. Dennoch mischten sich bisweilen Passagen in den Text, von denen ich nicht begriff, wohin sie gehörten. Darüber hinaus fehlten, außer den großen Kapitelüberschriften - kleinere Zwischenüberschriften, was das Lesen insgesamt erschwerte. Wer also versuchen will, sich mit dem eigenen Garten und der Natur ringsum autark zu machen, dem bietet dieses Buch eine gute Grundlage mit vielen wertvollen Hinweisen und Kenntnissen. Allerdings sei demjenigen geraten, sich das gedruckte Buch ins Regal zu stellen.

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  • Naturburschen dürfen nicht aussterben!

    Der Selbstversorger
    Tinkers

    Tinkers

    09. June 2013 um 19:30

    “Der Selbstversorger“ Wolf-Dieter Storl schenkt uns in seinem aktuellen Buch (erschienen 2013 bei Gräfe und Unzer) Einblicke in das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Natur. Er versorgt sich und seine Familie ausschließlich mit selbst Angebautem aus dem eigenen Garten und lebt damit nicht nur gesund, sondern auch sehr ausgewogen. Der heutige Kulturanthropologe und Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl wuchs mitten in der Natur auf und lernte von vielen klugen Wegbegleitern, welche Kräuter und Pflanzen er für sämtliche Wehwehchen oder gegen großen Hunger verwenden kann. Dieses gesammelte Wissen gibt er nun weiter und erklärt dem Leser auch, wie er sein eigenes  Selbstversorgerreich aufbauen und pflegen kann. Dabei lernt der Leser viel über die europäische Pflanzenwelt und wie man sie nutzt. Ich war erstaunt, was man alles essen kann und wie vielfältig die Naturapotheke ist. „Wer die essbaren Wildpflanzen seiner Umgebung kennt, kann sich völlig kostenlos gesund ernähren“. Das Buch beginnt mit der Lebensgeschichte des Autors, wie er aufwuchs und zu dem wurde, der er heute ist. Nach und nach bindet er dann ein, welche Kräuter ihm über diverse Krankheiten hinweg halfen und welche Wurzeln, Knospen und Blätter er für eine gesunde Ernährung verwendet. Weiter geht’s mit den Grundlagen des Gartenbaus und jeder Menge hilfreicher Tipps und Kniffe gegen Schädlinge und unerwünschte Begleitkräuter.  Am Ende listet er noch jede Menge Fachwissen zur Kompostierung, Gartenjahreszeiten und Haltbarmachung auf und erwähnt ganz zum Schluß noch viele weiterführende Links und Buchtipps. Die moderne Zivilisation mag diese Lebensphilosophie belächeln, aber der moderne Mensch hat einfach verlernt mit und von der Natur zu leben. Es scheint so viel einfacher, aber vor allem bequemer zu sein, in den Laden zu gehen und sich Obst und Gemüse aus aller Welt zu kaufen. Der daraus entstandene Weltmarkt mit elend langen Transportwegen zerstört nicht nur die Umwelt, sondern verschafft dem Kunden auch auf Reisen künstlich nachgereifte Ware, die seine besten Inhaltsstoffe nie entwickeln durfte oder durch Chemie oder genetische Veränderung verloren hat. Ich bin sehr begeistert von diesem Buch, denn ich bin zwar naturverbunden, wusste aber von dem Buchinhalt nicht mal einen Bruchteil. Ich habe mich an einige Begriffe aus dem DDR-Schulgarten erinnert und besonders gut gefiel mir die Lebensgeschichte des Autors. Etwas wankend bin ich beim Thema Illustrationen, denn sämtliche Pflanzen sind nur gezeichnet, was für Unwissende sicherlich eher schwieriger erkennbar ist als ein gutes Foto. Leider empfinde ich das ebook nicht so sehr als geeignet, da es eher schwierig ist dieses als Nachschlagewerk zu nutzen oder dem Nachbarn für die Erweiterung seines Wissens zu leihen. Wer das Buch also wirklich zur Erweiterung seines Gartenwissens haben will, sollte es sich als Printausgabe zulegen. Für das Werk vergebe ich 4 von 5 Punkten, denn es ist sehr informativ, hilfreich und spiegelt eine wundervolle Philosophie wieder. Ich bin sehr dankbar, dass es noch Naturburschen gibt, die das wirklich sinnvolle Wissen nicht verschwinden lassen!

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  • Ganz interessant, mir aber viel zu oberflächlich und mit dem falschem Schwerpunkt

    Der Selbstversorger
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    08. June 2013 um 22:36

    Der Selbstversorgen ist eine Mischung aus Erfahrungsbericht und Ratgeber für alle Hobbygärtner, die ihr Obst und Gemüse selbst anbauen wollen und die den ein oder anderen Trick zur Schädlingsbekämpfung benötigen.  Das Thema, das mir persönlich am Wichtigsten ist, nämlich die Pflege von Pflanzen (wie man sie am besten aussät, ins Freiland setzt, schützt, pflegt), hat in diesem Buch kaum Relevanz und wird nur oberflächlich abgehandelt.  Der Fokus liegt eindeutig auf Kräutern. An mehreren Stellen wird auf die Nützlichkeit von verschiedenen Kräutern eingegangen. Mir war dieser Teil etwas zu ausführlich und hätte beim zweiten Mal nicht mehr sein müssen. Schade ist, dass man mit den Schattenriss-Bildern der Kräuter nichts anfangen kann und ein Bestimmungsbuch braucht, um sich näher damit zu beschäftigen. Zumindest ein Farbfoto anstelle der grünen Zeichnung wäre schön gewesen.  Die Abschnitte, die sich mit einem großen Garten beschäftigen, waren für mich eher uninteressant, da ich meine Pflanzen auf meinem Balkon züchte.  Für Leute, die sich vorher noch nie mit Selbstanbau und Gartenpflege beschäftigt haben, ist das Buch sicherlich ganz interessant, für Fortgeschrittene ist es zu oberflächlich. Für meine persönlichen Interessen liegt der Fokus leider an der falschen Stelle. 

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  • Ein wahres Schmuckstück für jeden Kleingärtner

    Der Selbstversorger
    Leiraya

    Leiraya

    30. May 2013 um 11:59

    Mit "Der Selbstversorger" hat Wolf-Dieter Storl ein tolles Buch für jeden Kleingärtner geschrieben. Unterhaltsam erzählt er seine Geschichte, wie er zum Selbstversorger wurde. Gleichzeitig gibt er wunderbare Tipps zum Gärtnern. Storl übt zudem Kritik an den großen Saatgutkonzernen und zum Teil auch am westlichen Lebensstil, tut dies aber auf sehr moderatem Niveau. Die Passagen haben in diesem Fall sogar eher informierenden, denn kritisierenden Charakter. In verschiedenen Kapiteln widmet sich Storl in seinem Buch beispielsweise dem Kompostieren, den Fruchtfolgen und Pflanzngemeinschaften, dem Pflanzen und Pflegen des Gartens... Im Kapitel "Schädlinge und Unkräuter" beschreibt er beispielsweise, mit Anekdoten gespickt, wie man ohne Chemiekeule Schädlingen Herr werden kann. Er erzählt aber auch, welche Tiere dem Garten nützlich sind. So wird es manch einen Gärtner wundern, dass Weinbergschnecken zwar hin und wieder an Erbsen und Salat naschen, aber auch die Eier von Nacktschnecken fressen, wodurch sich letztere weniger schnell vermehren können. Storl zeigt so auch, wie in der Natur viele Vorgänge zusammenhängen und dass man nicht nur einzelne Aspekte des Gärtnerns getrennt betrachten sollte. Tötet man Schnecken mit Gift, so bedeutet dies auch den Verlust von anderen nützlichen Tieren usw. Das Buch ist ein tolles Nachschlagewerk, in dem man sich gut und schnell zurecht findet (auch Dank Inhaltverzeichnis). Man kann einzelne Kapitel aber auch einfach so zur Unterhaltung lesen. Durch die geschilderten Erlebnisse Storls wirkt das Buch nicht wie ein trockenes, langweiliges Sachbuch, sondern ist sehr lebensnah, anschaulich und kurzweilig. Der Einband, die Fotos, sowie die ansprechende Gestaltung durch verschiedene Schriftarten, Grafiken und Bilder, machen das Buch zu einem kleinen Schmuckstück. An mancher Stelle hätte ich mir jedoch noch mehr Bilder gewünscht. Vor allem, um schwer zu erklärende Sachverhalte zu vermitteln. Beispielsweise das Ausgeizen ist ohne Bild nicht nachvollziehbar. Ebenso ist es sehr schade, dass bei den ausführlichen Beschreibungen von Pflanzen nur Umrisszeichnungen verwendet wurden. Es ist so nicht möglich die Pflanzen selbst zu bestimmen geschweige denn zu erkennen, ob man die Pflanze bereits unter einem anderen Namen oder vom Aussehen her kennt. Hier hätte man statt dessen lieber Zeichnungen oder Fotos der Pflanzen verwenden sollen. Manche Kapitel, wie das "Pflanzen und Pflegen" hätten definitv ausführlicher sein können, und -wie gesagt- mehr Bilder enthalten sollen. Das Buch ist aber trotzdem ein tolles Nachschlagewerk und gibt auch erfahrenden Hobbygärtnern noch nützliche Tipps. Für alle, die sich neu ans Gärtnern wagen ist das Buch ein absolutes Muss, das viel Frust ersparen und eine reiche Ernte bescheren kann.

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  • Gute Ideen, kleine Kritikpunkte

    Der Selbstversorger
    Ritja

    Ritja

    26. May 2013 um 15:29

    Wer liest nicht mal gern einen "Geheim-Tipp" von einem Gartenprofi und lässt sich erklären, wie man im eigenen Garten überlebt, pardon mit einem Garten lebt. Ich habe mir so einiges von diesem Buch erhofft. Gut, ich werde wohl nie der Biogärtner werden, dass war mir schon vorher klar, da ich weder die Zeit und die (Garten-)Beschaffenheiten habe, aber so ein kleines bißchen Selbstversorger wöllte ich schon sein. Tomaten, Gurken, Zucchini, Erdbeeren und vieles mehr...her damit. Die berühmten Beikräuter (andere nennen sie Unkraut) kann man sogar häufig essen. Storl schreibt auch über sie und die "echten" Kräuter und zeigt auf für welche kleinen und großen Zimperlein sie gut sind und wie man sie zubereitet. Alles nur in groben Zügen und den Mediziner wird es wohl auch nicht ersetzen, aber vielleicht so manche unnötige Pille aus dem Medizinschränkchen. Was mir hier nicht gefallen hat, waren die Abbildungen.Ich finde sie zwar schön und schlicht, aber viel zu ungenau und verwechselbar. Nicht jeder kennt sich mit den Pflanzen aus und kann sie anhand dieser Bilder unterscheiden. Viele sehen sich zum verwechseln ähnlich (z.B. Bärlauchblätter - sehr lecker als Pesto und Maiglöckchenblätter - giftig), so dass der Genuss mitunter sehr gefährlich sein kann. Hier wären "richtige" Bilder besser gewesen. Ansonsten schreibt Storl viel über seine Erfahrungen (manchmal etwas lehrerhaft, aber trotzdem noch lesbar) und über seine Erfolge und Misserfolge. Gut fand ich die biologischen "Waffen" in Form von Pflanzenjauche & Co. Allerdings fand ich diese nur im Lesestadium gut, denn wenn man sie herstellt...Himmel, was können diese stinken. Vielleicht doch wieder Schneckenkorn? Die Beschreibung des Mistbeetes fand ich gut. Aber auch hier schwante es mir, dass es nicht geruchsfrei ablaufen wird. Ich habe es etwas abgeändert und bin trotzdem zufrieden. Manches wird bei mir wohl nicht so gut wachsen, weil ich eben auf Jauche & Co. verzichtet habe, aber trotzdem fand ich die Ideen gut und auch (mit kleinen Abstrichen) realisierbar. Ein weiteres Kapitel, welches ich interessant fand und aus dem ich mir einiges entnehmen konnte, waren die Regeln für Fruchtfolgen. Welche Pflanzen sich mögen und gegenseitig fördern und welche so gar nicht nebeneinander stehen und wachsen wollen (fast schon wie beim Menschen ;-)). Auch welche Beete mehrfach bepflanzt und vorallem mit welchen Sorten man sie noch einmal bepflanzen kann. Viele Kombinationsbeispiele und Tipps folgen und so hat man schon einen guten Einblick in die Fruchtfolge. So, kommt noch der Mond und seine Gezeiten. Dieses Kapitel habe ich zwar überflogen, aber für mich festgestellt, dass ich diesem Rhythmus nicht folgen kann und werde. Ich lasse ihn seine Runden drehen und hoffe trotzdem auf schöne Erträge. Insgesamt fand ich das Buch sehr informativ und gut gemacht. Ich war auch überrascht, was alles schon Essbares in meinem Garten wächst ohne das dies mir vorher aufgefallen war. Jetzt sehe ich meinen Garten mit einem etwas anderen Blick und freue mich über so manches Pflänzchen viel mehr. Bis auf ein paar kleinere Kritikpunkte (die ich bereits erwähnte) habe ich in diesem Buch auch viele interessante und nachvollziehbare Anleitungen und Hinweise gefunden, die ich im Laufe des Gartenjahres sicherlich einmal ausprobeieren werde.

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  • Erste Schritte zum großen Gemüsegarten

    Der Selbstversorger
    CorneliaTravnicek

    CorneliaTravnicek

    26. May 2013 um 12:43

    Das Buch ist schön gestaltet, liegt gut in der Hand hält im Großen und Ganzen was es verspricht. Wie man dieses Buch insgesamt bewertet, liegt sicher daran, mit welchen Erwartungen man ans Lesen geht. Es ist sicher keine „Selbstversorgerbibel“, es ist auch von Umfang und Detailliertheit her kein richtiges Nachschlagewerk, es ist keine Autobiografie (trotz der autobiografischen Erzählweise, welche die einzelnen Informationen zusammenhält), es ist eher eine persönliche Einführung in die Möglichkeit eines Selbstversorgergartens, ein Übersichtswerk für Anfänger. Einige Kapitel hätte ich mir doch ein bisschen detailverliebter oder übersichtlicher gewünscht (z.B. die Beschreibung einzelner Pflanzen oder den Gartenkalender). Alles in allem ist es ein gut gemachtes Buch, mit Tipps und Infos, die vor allem für Anfänger ausgesprochen nützlich sein können, außerdem regt es weitere Lektüre an, wie z.B. Ein Pflanzenhandbuch für Wildkräuter oder dergleichen. Einige Abschnitte und Übersichtstabellen sind sehr wertvoll, hier möchte ich die Seiten zu Fruchtfolgen, Pflanzennachbarschaften und dergleichen hervorheben. Am Ende bleibt allerdings das Gefühl, dass man doch ein bisschen mehr daraus machen hätte können – den Zweck bisher eher gartenfremde Leute oder Blumenbeetbesitzer doch an einen Nutzgarten heranzuführen, erfüllt es trotzdem mit Sicherheit. (Für mich liegt das Buch bei 3,5 Sterne.)

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  • Für Gemüsegärtner und solche, die es werden wollen

    Der Selbstversorger
    GreenTea

    GreenTea

    23. May 2013 um 11:03

    Wolf-Dieter Storl beschreibt in "Der Selbstversorger", was man beachten muss, wenn man sich selbst mit eigens angebautem Obst und Gemüse versorgen möchte.  Das Cover und die Textseiten sind wirklich schön gestaltet. Es wurde ein "erdiges" Design gewählt und Grüntöne, die sehr gut zum Thema passen. Text und Bilder wechseln sich mit informativen Infokästen ab, die einem auf einen Blick Auskunft zu verschiedenen Themen geben. Wolf-Dieter Storl hat Teile seiner eigenen Biographie in das Buch eingearbeitet und beschreibt auf sehr angenehme Art und Weise, welche Erfahrungen er über die Jahre gesammelt hat und welche Krisensituationen er in seinem Leben schon meistern musste. Nebenbei reißt Storl die Probleme der heutigen Zeit an: Entfremdung von der Natur, Überproduktion, Monokultur, Bodenmüdigkeit, Wegwerfgesellschaft. Das Buch will klar einen Beitrag zur Annäherung zwischen Mensch und Natur leisten. Inhaltlich gibt es u. a. Abschnitte zur richtigen Anlage eines Nutzgartens, zu den wichtigsten Gartengeräten, zur Kompostierung und biologischen Düngung, zum Umgang mit "Schädlingen und Unkräutern". Beschrieben werden auch günstige Pflanzenkombinationen, ein Gartenkalender gibt zudem Aufschluss darüber, zu welcher Jahreszeit welche Tätigkeiten im Garten nötig sind. Ein großer Teil des Buches wird außerdem Nutz- und Heilkräutern eingeräumt, die zur medizinischen Versorgung, als essbare Nahrungsergänzung oder als Düngung bzw. "biologisches Spritzmittel" im Garten dienen können.  Besonders Anfänger können viele Tipps aus dem Buch nehmen, v. a. wenn es um Kompostwirtschaft, nützliche Kräuter und biologische Düngung geht.   Neben allen positiven Eigenschaften des Buches ist mir negativ aufgefallen, dass es für meinen Geschmack an zu vielen Stellen im Buch um Kräuter geht. Das Buch bietet hier zudem zu wenig Hilfe bei der Identifikation dieser Kräuter, weil keine Fotos der Kräuter abgebildet sind, sondern nur die (trotzdem wirklich schön gestalteten) Umrisse der Kräuter. Sollte man diese Kräuter wirklich sammeln wollen, muss man sich definitiv ergänzend ein Kräuterlexikon anschaffen. Im Literaturverzeichnis hat Storl dazu einige Hinweise gegeben.  Zu kurz gekommen sind mir außerdem die Themen "Aussaat und Pflege" der Pflanzen und die "Vorratshaltung". Gerade die Vorratshaltung ist meines Erachtens ein wichtiges Thema, da das mühevoll angebaute und geerntete Obst und Gemüse über die Wintermonate ja irgendwie haltbar gemacht werden muss. Storls Beschreibungen sind mir hier nicht ausführlich genug gewesen, zudem hätte ich  das ein oder andere Rezept erwartet. Auch Literaturhinweise zum Thema Einmachen bzw. Vorratshaltung finden sich leider nicht. Für Anfänger fehlen meiner Meinung nach auch noch einige Bilder v. a. zur Aussaat und Pflege der Pflanzen. Auch die Pflanzgemeinschaften sind für mich wenig übersichtlich dargestellt. In vielen Büchern findet man hierzu "Kombinationsquadrate", die mithilfe von Symbolen auf einen Blick anzeigen, welche Pflanzen "sich mögen" und welche nicht.Die Esoterik-Andeutungen waren mir an vielen Stellen zu viel des Guten. Spätestens an der Stelle, als es darum ging, wie man Wühlmäuse vertreiben kann, bin ich ausgestiegen: Kluge Esoteriker rieten mir: "Rede mit ihnen. Rede mit ihrer Gruppenseele, ihrem Engel. Pflanze für sie ein Beet mit Topinambur an und sage ihnen, dass du das für sie tust und sie bittest, deine Beete in Ruhe zu lassen." Was blieb mir anderes übrig. Mithilfe eines Freundes, der ein Didgeridoo spielt, dessen Ton den Geist in anderen Dimensionen schweben lässt, versuchten wir, Kontakt mit dem Wühlmausgeist herzustellen. Die ganze Nacht saßen wir im Garten und vertieften unsere Meditation. Und tatsächlich erschien in tiefster Nacht, gegen drei Uhr, als eine Art Traumgebilde ein Wühlmausgeist. Er sah unfreundlich aus, seine schwarzen Augen stechend und die prominenten Nagezähne bedrohlich zuckend. "Ich pflanze euch ein Beet mit Topinambur am Gartenrand; die könnt ihr haben, aber lasst meine Gemüse in Ruhe!" So versuchte ich ihn freundlich zu stimmen. Er aber ließ mich wissen: "Vergiss es. Über Jahrtausende hinweg habt ihr uns verfolgt, vergiftet und mit Fallen gequält. Wir handeln nicht mit euch. Wir machen keine Deals!" Mir liegt es fern, esoterisches Denken an sich zu kritisieren. Ich jedoch kann nichts damit anfangen, dazu bin ich einfach ein zu sehr aufgeklärter und rationaler Mensch. Ich schätze Storls Plädoyer sehr, verantwortungs- und liebevoll mit der Natur umzugehen und bemühe mich selbst darum, aber an seine esoterischen Betrachtungsgweisen finde ich persönlich keine Anknüpfungspunkte.         Fazit: Selbstversorgung ist meines Erachtens angesichts der zunehmenden Häufung von Lebensmittelskandalen und Antibiotikaresistenzen ein enorm wichtiges Thema, zu dem ich gerne Bücher lese, auch wenn es schon viele Selbstversorger-Bücher auf dem Markt gibt. Ich habe Wolf-Dieter Storl gern zugehört und die Mischung aus Ratgeber und Erfahrungsbericht hat mir sehr gut gefallen! Der persönliche Erfahrungsbericht Storls hat für mich an keiner Stelle störend gewirkt, sondern vielmehr zur Auflockerung beigetragen.Besonders gut gefallen hat mir das Kompost-Kapitel, da alles sehr gut beschrieben wurde und übersichtlich dargestellt wurde. Alles in allem ein brauchbarer Ratgeber, der vor allem für Anfänger interessant sein dürfte!     

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  • Der Selbstversorger

    Der Selbstversorger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. May 2013 um 08:49

    "Der Selbstversorger" ist ein ganz ungewöhnliches Gartenbuch. Es ist kein reiner Ratgeber, sondern erzählt auch viel aus dem Leben des Autors. Das Buch beginnt so schon fast wie ein Roman. Die Kapitel selbst sind für einen Gartenneuling sicher sehr interessant, "alte Hasen" dagegen werden nicht viel lernen können. Immer wieder kommt das Thema Kräuter vor. Es wäre wünschenswert gewesen, dass hier die Kräuter als Foto abgebildet werden. Die Zeichnungen sind viel zu ungenau, dass ein Laie daraus etwas erkennen könnte. Auch die esoterischen Aspekte, wie man zum Beispiel den Garten nach dem Mondkalender ausrichtet, sind sicher nicht jedermanns Sache. Ein weiterer Minuspunkt ist für mich die ebook-Ausgabe. Ein Gartenbuch bleibt eben doch ein Nachschlagewerk. Und um mal eben schnell etwas nachzulesen, dazu ist ein Reader denkbar ungeeignet. Trotzdem findet sicher jeder etwas in dem Buch, aus dem man noch lernen kann. Klar, dass reine Selbstversorung in der heutigen Zeit kaum noch möglich ist, denn wer hat schon genügend Platz um alles anzubauen und die Tiere zu halten. Aber dieses Extrem zeigt auch, dass es eben doch noch geht. Und so kann sich jeder genau die Passagen herausziehen, die für ihn interessant und vor allem machbar sind.  

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  • Erwartungen nicht erfüllt.

    Der Selbstversorger
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    17. May 2013 um 20:39

    Der Selbstversorger, so lautet der Titel und so hatte ich eine Anleitung erwartet, wie man genau zu diesem wird. Die bekommt man aber nur bedingt, denn hauptsächlich haut der Autor dem Leser seine eigene zwar durchaus interessante, aber für mich auf der Suche nach Informationen zum Thema Eigenanbau, nicht relevante Geschichte um die Ohren. Natürlich finden sich auch Gartenbautipps, Hinweise und Tabellen für die beste Pflanzfolge. Wirklich gut und übersichtlich fand ich das allerdings nicht. Informativ, ja, aber nicht in dem Maß in dem ich es mir gewünscht hätte und leider überhaupt nicht gut gegliedert, so daß man beim Nachschlagen erstmal länger blättern und suche muß. Nun kenne ich die anderen Bücher von Herrn Dr. Storl nicht, bin allerdings nach diesem Buch hier auch abgeschreckt und wenig interessiert, weitere egozentrische Ergüsse zum Thema zu lesen. Was bei mir gar nicht punkten konnte waren die esoterischen Kapitel zu den Mondzyklen. Gut hingegen fand ich das recht umfassende Kapitel zum Thema Kompost. Was mich jedoch am meisten störte waren die Grafiken zu den Wild- und Heilkräutern und Pflanzen. Eine Bestimmung von Heilkräutern anhand von einfarbigen grünen Grafiken vornehmen zu wollen, halte ich nicht nur für schwierig, sondern für gefährlich. Warum man da keine farbigen Illustrationen oder Fotos herangezogen hat, ist mir schleierhaft. Grundsätzlich ist das Buch also sicherlich informativ, auch für den Gartenanfänger geeignet, für mich entsprach es zu wenig den großen Erwartungen und die Person des Autors nahm aus meiner Sicht viel zu viel Raum ein. Schade.

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