Die Seele der Pflanzen

von Wolf-Dieter Storl und Frank Brunke
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Die Seele der Pflanzen
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Hexchen123s avatar

Ein wunderschönes Buch in Text und Bild

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Inhaltsangabe zu "Die Seele der Pflanzen"

Wolf-Dieter Storl vermittelt die Botschaften von 55 Pflanzenpersönlichkeiten, die wir im Wald, am Wegesrand oder auf Wiesen finden können. Er enthüllt ihr Wesen, ihre Seele und ihre geheimen Kräfte. Warum ist die Taubnessel der Venus geweiht und welche Beschwerden kann sie dadurch heilen? In welcher Verbindung steht der Braunwurz zur Tierwelt und woher hat das Hexenkraut seinen Namen? Die tiefe Weisheit des Autors und die faszinierenden Fotos seines Freundes Frank Brunke lassen uns die Natur mit anderen Augen sehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783440153567
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Kosmos
Erscheinungsdatum:02.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    GilbertvonLucks avatar
    GilbertvonLuckvor 8 Monaten
    Viel Gutes, Wissens- und Beachtenswertes, einiges Kontroverses

    In Wolf-Dieter STORLs 2009 bei Franckh-Kosmos verlegtem Buch
    (ISBN 9783440115657) finden neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Empfindungsfähigkeit, Kommunikation und Intelligenz der Pflanzen ebenso Erwähnung wie althergebrachtes Wissen z.B. über Heilkräfte und -anwendungen sowie Hinweise auf die ökologische Bedeutung einzelner Pflanzen, z.B. als unverzichtbare Futterpflanze der Raupen einer seltenen Schmetterlingsart. Aber auch auf die spirituelle Bedeutung und Verknüpfung einiger Pflanzenarten in vorwiegend polytheistischen Zusammenhängen geht STORL in typisch liebevoller und zugleich unterhaltsamer Weise ein.

    Persönlich sehe ich die Stellungsnahmen STORLs zu Neophyten und Archäophyten kritisch.
    Neophyten würden oder könnten sich seiner Meinung nach mit einiger Eingewöhnungszeit ins ökologische Gefüge einbinden, ohne störend zu wirken. Aus Neophyten würden Archäophyten, "Alteinwanderer".

    In einer Welt begrenzter Restflächen für die Natur ist jedoch schon die Eingewöhnungsphase der Neophyten schädlich für die endemischen Lebewesen.
    Oftmals findet sogar gar keine Eingewöhnung statt: In Berlin, Brandenburg und Polen östlich der Oder dominiert der "Archäophyt" Robinie die Waldränder, wo einheimische Birken, Espen, Pappeln und Kätzchenweiden stehen sollten. Unsere Tiere, z.B. die größten Schmetterlingsarten Großer Fuchs, Trauermantel und Großer Eisvogel, sind auf diese Waldrandbäume als Raupenfutterpflanzen angewiesen. Mit der Robinie könne sie nichts anfangen. Ihr ohnehin knapp gewordener Lebensraum wurde von ihr überwuchert.

    Dies ist nur ein Beispiel von vielen.
    Naturschützer sollten eben schon zwischen natürlich gewachsener Natur und vom Menschen absichtlich oder versehentlich durch Einschleppung geschaffener ("anthropogener") Ersatznatur unterscheiden. So sind Neo- und Archäophyten eben i.d.R. in Wirklichkeit gar keine Neu- oder Alt-"Einwanderer". weil sie sich nicht von alleine verbreitet haben, nicht "eingeWANDERT sind, sondern vom Menschen eingeführt/eingeschleppt wurden.

    Die gute, ergänzende, die Lebensvielfalt fördernde "Integration" von Neophyten bleibt die Ausnahme. Sie mag z.B. für den Sommerflieder zutreffen, aber auch nur dort, wo die Winter zu kalt für ihn sind. Sonst verdrängt er einheimisches Gebüsch.

    Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, das Landschaften von der Vegetation geprägt werden. Ebenen, Hügel, spitze und flache Berge gibt es, vereinfacht gesagt, überall. Durch ihren Bewuchs entfalten sie ihren jeweils charakteristischen Ausdruck in erhaltens- und schützenswerter Vielfalt. Deshalb sehen deutsche Mittelgebirge anders aus als chinesische, japanische oder amerikanische.

    Das sieht eigentlich auch STORL ein, indem er typische und markante Landschaftsprägungen durch landschaftstypische Vegetation z.B. in Nordamerika, der Mittelmeerregion, Mitteleuropas und Australiens erwähnt und jede Naturlandschaft als ein Gesicht der Weltenseele bezeichnet, die "man einst als die Große Göttin verehrte".
    Zutreffend erwähnt er, dass man manch einem Neophyten schon intuitiv ansieht, wo er wohl herkommt (S. 129 ff.) - weil er in diese jeweilige Natur und Landschaft gehört und nicht in eine fremde, möchte ich ergänzen.
    Aus naturschützerischer Sicht ist es bedauerlich, dass STORL hier eher beschwichtigt als zu mahnen.

    Da dies aber der einzige sich aufdrängende Kritikpunkt ist, vermittelt STORLs Buch insgesamt ein Lesevergnügen ungewöhnlicher Art. Es eröffnet dem auch nur oberflächlich Interessierten einen unerwartet emotionalen, persönlichen und neuartigen Blickwinkel auf unsere pflanzlichen Mitgeschöpfe und mag hoffentlich dazu beitragen, die Achtung der Menschen vor ihnen zu erwecken oder zu vermehren.

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    Hexchen123s avatar
    Hexchen123vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderschönes Buch in Text und Bild
    Storl schafft es immer wieder aufs Neue uns die Pflanzenwelt in ihrer ganzen Schönheit zu zeigen

    Schon zu Beginn lehrt uns Wolf-Dieter Storl, dass wir uns heute in einer schnelllebigen Welt befinden. Mit unseren Sinnen sind wir ganz bei unserem Handy, den Nachrichten, dem Fernseher oder zu schnell mit dem Auto unterwegs. Selbst wenn wir spazieren gehen sind wir gedanklich überall, nur nicht im Hier und Jetzt. Wir nehmen kaum die Natur um uns herum wahr, sehen nicht die einzelnen Pflanzen und deren Veränderung.

    „Die Seele der Pflanzen“ lädt uns ein, die darin enthaltenen Pflanzen mit unserem Innersten wahrzunehmen. Uns auf die Schönheit und Details einzulassen, uns Zeit zu nehmen für die Betrachtung. Als Belohnung werden wir beim nächsten Spaziergang durch die Natur die Pflanzen mit anderen Augen sehen.

    Storl stellt uns in diesem Buch 55 verschiedene Pflanzen in Wort und Bild vor. Mit Gedichten und Geschichten aus vergangener Zeit. Er erklärt uns, woher die Pflanzen ihre oft vielzähligen Beinamen haben und wenn wir darüber nachdenken und die Geschichten dazu kennen, dann leuchtet dies durchaus ein. In Zeiten, als es weder Computer noch Smartphone gab hatten die Menschen Zeit zu beobachten und auf eine innere Eingebung zu warten.

    Auch dieses Werk ist ein typischer Storl. Gepaart mit wunderschönen Bildern seines Freundes Frank Brunke, welcher sich auch oft stundenlang mit einer Pflanze beschäftigt hat, um das perfekte Foto zu schiessen.

    Mein Fazit

    Als großer Fan von Wolf-Dieter Storl ist auch dieses Buch eine Bereicherung in meinem Fundus. Ich liebe und schätze sein Art uns die Pflanzenwelt näher zu bringen. Seine Erzählweise ist einzigartigt und verbindet alte Geschichten mit neuen Erkenntnissen. Ein Buch, welches jeder Pflanzeninteressierte in seinem Regal stehen haben sollte.

    5/5

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