Wolf-Dieter Storl Ich bin ein Teil des Waldes

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Inhaltsangabe zu „Ich bin ein Teil des Waldes“ von Wolf-Dieter Storl

Die mystische Seele der Natur erleben Er gab eine glänzende Wissenschaftskarriere für ein Leben mit der Natur auf: Wolf-Dieter Storl wandert mit Schamanen der Cheyenne, meditiert mit Sadhus in Indien, arbeitet bei Schweizer Bergbauern und ist Gärtner einer anthroposophischen Landkommune. Überall trifft er Menschen, die ihm den Zugang zu einer anderen Welt zeigen – einer Welt, in der die Natur dem Menschen ihre Seele und ihre unglaublichen Heilkräfte offenbart. Die beeindruckende Lebensgeschichte des international bekannten Ethnobotanikers und Kulturanthropologen.

Dieses Buch von storl ist richtig gut erzählt, fundiertes naturwissen.

— eulenmama
eulenmama

schwer umsetzbar aber interessant

— Synapse11
Synapse11

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  • Rezension zu "Ich bin ein Teil des Waldes" von Wolf-Dieter Storl

    Ich bin ein Teil des Waldes
    HeikeG

    HeikeG

    Der Pflanzen-Flüsterer "Werter Spaziergänger! Was Sie hier sehen, ist kein verwilderter Garten, sondern ein Naturgarten. Die Natur ist nicht unordentlich. Vielleicht bräuchten wir eine neue Ästhetik, um ihre Schönheit zu begreifen. Sind sie nicht schön, die blühenden Gräser und Wildblumen? Sie spenden den Bienen und Schmetterlingen Nektar, den Singvögeln wertvolles Samenfutter. Hochachtungsvoll, Dr. Wolf-Dieter Storl" Diese Worte schreibt der Autor auf ein kleines Schild am Gartentor seines Grundstückes im ostfriesischen Moor in der norddeutschen Tiefebene. Wegen seines naturbelassenen Grundstückes ist er ständigen Anfechtungen der Nachbarschaft ausgesetzt. Im Schwimmbad geht man ihm gleichfalls aus dem Weg, denn dieser langbärtige zottelige Mann entspricht nicht dem Aussehen des "normalen" Durchschnittsmenschen der Gesellschaft. Auch wenn die wilde Haartracht und der Bart etwas anderes assoziieren lässt, Storl ist weder Guru, Esotherik-Papst, New-Age-Bewegter, kein Wandereremit, Späthippie und auch kein Grüner. Er ist auch kein - wie es der Untertitel des Buches verkündet - Schamane aus dem Allgäu. Der promovierte Anthropologe, der bereits mehrere Bücher geschrieben hat (u. a. Borreliose natürlich heilen, Kräuterkunde, Der Kosmos im Garten), beschäftigt sich höchstens mit dem Schamanismus verschiedenster Kulturen. Im Allgäu hat er letztendlich seine Heimat gefunden, nach einer Fülle von Lebensstationen rund um die Erdkugel. Von diesen Lebensstationen erzählt Storl, obwohl er dieses Buch nicht als Autobiografie sieht. Es geht ihm darum, einige Hintergründe zu erhellen, die zu der Naturphilosophie führten, die in anderen Werken von ihm zum Ausdruck kommen. Sein "verwildertes Grundstück" ist dabei nur ein Teil dieser Lebensphilosophie: seiner Achtung vor der Natur. "Für mich ist die Natur nicht etwas Äußerliches, etwas rein Gegenständliches, das man mit kühler Sachlichkeit analysieren und quantifizieren kann. (...) Der Mensch ist Teil der Natur, jedes Tier und jede Pflanze ist beseelt. Und je weniger wir das begreifen und zulassen, desto mehr verirren wir uns.", bemerkt der Autor. Wolf-Dieter Storl wurde 1942 in Crimmitschau - einer sächsischen Kleinstadt - als Sohn eines Textilfabrikanten geboren. Als Fünfjähriger flieht er mit seiner Familie in den Westen. 1951 wandert die Familie in die USA aus und es verschlägt sie in ein Sechshundert-Einwohner-Nest im ländlichen Ohio. Hier intensiviert sich seine Liebe zur Natur. Da gibt es nur eins, er will Biologie studieren, hat gar eine glänzende Wissenschaftler-Karriere in Aussicht. Doch die nüchterne Erkenntnis kommt rasch. "Während dieser Zeit verlor ich immer mehr den Kontakt zur Natur und zu meinem inneren Wesen. Ich kam mir wie eingekerkert vor. Es war an der Zeit sich wieder zu verbinden." Er steigt aus, trampt an die Westküste der USA und weiter zu den Indios in Mexiko. Die vielen menschlichen Lebensformen faszinieren ihn. Er studiert Anthropologie. Es folgt eine Zeit der großen Wanderung und Suche. Der Ethnologe betreibt Feldforschungen unter Naturvölkern, wie den Tsistsitas oder Cheyenne, in einer Spiritualistengemeinschaft in Ohio, bei den Shaiva Sadhus Indiens und Nepals, bei den Ngangas in Zulu Natal, bei einem Bergbauern im Schweizer Jura und langen Rucksackreisen durch Mexiko, Burma, Thailand, China, Japan, Österreich und vielen anderen Ländern bis er 1988 auf einem alten, 900 Meter hoch gelegenen Hof im Allgäu sesshaft wird. Auszugsweise lässt er den Leser an seinen Erkenntnissen und Einsichten, die ihm den Zugang zu einer anderen Welt vermitteln, teilhaben. Über alles zu schreiben würde den Rahmen sprengen. Storl wählt teilweise ganz konkrete Erfahrungen, in die er dann tiefer eindringt. Aber eines prägen sie immer: in allen Zeilen ist seine große Liebe und Verbundenheit mit der Natur zu spüren. "Die Freude, die einen erfüllt, wenn man die Natur mit Leib, Seele und Geist erlebt und nicht nur mit dem kalten Intellekt. (...) Für mich kommt alles, was nicht durchlebt und mit dem ganzen Wesen erfahren wird, der Gefahr nahe, eine Abstraktion zu werden. Man versteht nur, wenn man in das Phänomen hineinschlüpft, wenn man es von innen her, mit Herz und Seele durchlebt hat. Unsere Zivilisation häuft Berge von Wissen an, aber das tiefere Verstehen geht dabei verloren." Der Autor ist ein weitgereister, kluger und weiser Mann. Er weiß einen Unmenge über einheimische Pflanzen, die wir zu nutzen größtenteils verlernt haben. In seiner ruhig-besonnenen, nie urteilenden Darstellung verschiedener Weltbilder, Religionen und Realitätskonstruktionen hat er ein kluges Buch seines Lebens oder besser seiner Lebensphilosophie geschrieben. All diese Lebensabschnitte sind, gepaart mit Anekdoten und einem beeindruckend lebendigem spirituellen Wissen, in diesem informativen und auch spannenden Buch vertreten. Fazit: Wolf-Dieter Storl hat eine einfache, aber wirkungsvolle Aufzeichnungsart gewählt, um dem Leser von seinem Weg zum Leben in Kontemplation mit der Natur zu erzählen. Er lässt viel Raum für eigene Gedanken und Aha-Erlebnisse. Dabei will Storl keineswegs die Zeit zurückdrehen. Aber vielleicht öffnet er die Augen dafür, selbst zu der Erkenntnis zu kommen, wozu unsere natürlichen Sinne fähig sind. Man kann nicht leben lassen, sondern man muss selber leben.

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  • Rezension zu "Ich bin ein Teil des Waldes" von Wolf-Dieter Storl

    Ich bin ein Teil des Waldes
    Aleshanee

    Aleshanee

    01. March 2013 um 08:08

    "Er gab eine glänzende Wissenschaftskarriere für ein Leben mit der Natur auf: Wolf-Dieter Storl wandert mit Schamanen der Cheyenne, meditiert mit Sadhus in Indien, arbeitet bei Schweizer Bergbauern und ist Gärtner einer anthroposophischen Landkommune. Überall trifft er Menschen, die ihm den Zugang zu einer anderen Welt zeigen – einer Welt, in der die Natur dem Menschen ihre Seele und ihre unglaublichen Heilkräfte offenbart." Genau so etwas mag ich und interessiert mich und ich muss sagen, es war faszinierend und spannend zu lesen, wie nüchtern und objektiv Storl seine Erlebnisse von der Kindheit an beschreibt. Sein riesiger Erfahrungsschatz gründet auf einer lebenslange Suche nach unserer Bindung zur Natur, unserer Verbindung zur Natürlichkeit, der Essenz des Lebens. Dabei ufert Storl nicht in irgendein großtuerisches Geschwätz aus oder ergeht sich in Überzeugungstiraden, sondern berichtet in all seiner Schlichtheit von der überwältigenden Beziehung mit dem Wesen der Natur, den Bäumen, den Tieren und den Pflanzen. Schon früh erkennt er die Bedeutsamkeit und die Auswirkungen, die das Handeln jedes einzelnen von uns beeinflusst. Ich bewundere den Mut, den er in all seinen Lebenslagen bewiesen hat, sich dem Leben in all seiner Einfachheit zu stellen, sich für die unterschiedlichen Kulturen zu öffnen und sich auf den "Geist" oder die "Seele" der verschiedenen Völker einzulassen und zu erkennen, welche Kräfte dahinter stehen. Einziger Kritikpunkt ist, dass die Erzählung nicht chronologisch war, das hat mich manchmal etwas durcheinander gebracht.

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  • Rezension zu "Ich bin ein Teil des Waldes" von Wolf-Dieter Storl

    Ich bin ein Teil des Waldes
    GeschichtenAgentin

    GeschichtenAgentin

    19. February 2013 um 20:09

    Wolf-Dieter Storl ist ein begnadeter Erzähler, ein kenntnisreicher Naturphilosoph und ein Wanderer zwischen den Welten. Von den Wäldern Ohios über Indien in die Schweiz und nach Deutschland, von der Naturwissenschaft über Ethnobotanik und Kulturanthropologie bis zum Schamanismus. In seinem autobiographischen Werk “Ich bin ein Teil des Waldes” sagt er über seine Weltsicht: Für mich ist die Natur nicht etwas Äußeres, etwas rein Gegenständliches, das man mit kühler Sachlichkeit analysieren und quantifizieren kann. Die Natur ist draußen und drinnen; sie durchwebt uns, nicht nur stofflich und energetisch, sondern sie durchdringt uns auch mit inneren Bildern, mit erhabenen Inspirationen, sie ist beseelt und Ausdruck kosmischer Intelligenz. Das Äußere der Natur nimmt man mit den nach außen gerichtetenSinnesorganen wahr. Das dazu gehörende Innere der Natur – die Seele, den Geist der Natur – nimmt man in liebender Meditation mit dem inneren Auge und dem inneren Ohr wahr. Echte Naturerkenntnis braucht beide Wahrnehmungsmöglichkeiten, so wie ein Vogel beide Flügel braucht, um abzuheben.

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  • Rezension zu "Ich bin ein Teil des Waldes" von Wolf-Dieter Storl

    Ich bin ein Teil des Waldes
    batzn

    batzn

    09. October 2012 um 09:45

    Sehr, sehr interessant. Ein tolles Leben, erzählt von einem tollen Menschen. Einfach ohne Fachschnörkel, aufrüttelnd für das einfache im Leben , das wirklich wichtige und nicht diesen Konsummist der uns täglich alls " Das Leben" vorgegaukelt wird. Gäbe es mehr solche alls "Spinner" verpönte Personen, sähe die Welt anders aus.