Wolf D Greinert Erwerbsqualifizierung jenseits des Industrialismus

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Inhaltsangabe zu „Erwerbsqualifizierung jenseits des Industrialismus“ von Wolf D Greinert

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  • Rezension zu "Erwerbsqualifizierung jenseits des Industrialismus" von Wolf D Greinert

    Erwerbsqualifizierung jenseits des Industrialismus
    dietrich_pukas

    dietrich_pukas

    03. September 2011 um 19:44

    Wolf-Dietrich Greinert: Erwerbsqualifizierung jenseits des Industrialismus – Zur Geschichte und Reform des deutschen Systems der Berufsbildungspolitik Rezension von Dietrich Pukas (03.09.2011) Greinerts Werk kann und sollte in der gegenwärtigen Reformdebatte zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Bildungswesens als maßgeblicher Wegweiser dienen, um angesichts des Wandels von der herkömmlichen Industriegesellschaft zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft angemessene Konsequenzen zur Angleichung des deutschen Berufsausbildungssystems an den Europäischen Qualifikationsrahmen zu ziehen. Denn Greinerts Reformempfehlungen basieren auf der kenntnisreichen und erkenntnisträchtigen Analyse der historischen Entwicklung des deutschen dualen Ausbildungssystems von den Traditionsbeständen der ständischen Handwerkerausbildung über die industrietypische Lehrlings- und Facharbeiterausbildung, die Berufsbildungsreformversuche in den 1970er Jahren bis zur Erosion des deutschen Produktionsmodells und den Krisenerscheinungen des Korporatismus und Bildungsföderalismus in diesem Jahrhundert. Daraus ergeben sich wesentliche Elemente, die sich als zukunftsfähig erweisen und echte europäische Tradition ausmachen wie das Berufsprinzip, die Ganzheitlichkeit von Qualifikationen und Kompetenzen, Inputorientierung der Lernprozesse, Zusammenhang von Ausbildung und Prüfung, Theorie-Praxis-Bezug, didaktisch fundierte Lernorganisation, schließlich die soziale und gesellschaftspolitische Stabilisierungsfunktion. Allerdings stehen sie im Gegensatz zum rein marktorientierten, aus England stammenden Basiskonzept, das den als Richtschnur vorgegebenen Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) und das Europäische Kreditpunktesystem für die berufliche Bildung (ECVET) bestimmt. Nach Greinert sollten wir uns von der Illusion verabschieden, beides sinnvoll synchronisieren zu können. Stattdessen schlägt er vor, das weitgehend strukturgleiche duale und schulische Ausbildungssystem zu einem effizienten Gesamtmodell beruflicher Bildung zusammenzuführen. Dazu könnte man nach dem Vorbild von Österreich und Schweiz, den Ländern mit gleichfalls dualer Ausbildungstradition, ein innovatives, neues Berufsbildungsreformgesetz schaffen. Durch Grundgesetzänderung sollte darin dem Bund als Zentralmacht die gesetzliche Rahmenkompetenz für die Regelung der schulischen, betrieblichen, dualen, überbetrieblichen, staatlichen und privaten Ausbildung in allen nicht-akademischen Berufen einschließlich beruflicher Benachteiligten- und Behindertenausbildung sowie Weiterbildung und Laufbahnberatung eingeräumt werden. Als weiterer Kernpunkt ist die Finanzierung der beruflichen Bildung im Sinne einer Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und privaten Betrieben zu verankern und auf Qualitätsentwicklung und -kontrolle auszurichten. So vermag Greinerts Werk vorrangig für die zahlreichen Berufsbildungsreformer wichtige Erkenntnisse bringen, besonders relevant ist es für diejenigen, die auf nationaler und europäischer Ebene bildungspolitische Verantwortung tragen. Jedoch ist das Buch ebenfalls für alle im Bildungs-, Ausbildungs- und Weiterbildungsbereich Tätigen und am gesellschaftlichen Wandel Interessierten als Fachlektüre empfehlenswert.

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