Komm, süßer Tod

von Wolf Haas 
4,0 Sterne bei197 Bewertungen
Komm, süßer Tod
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Positiv (148):
Jassi1993s avatar

Ein Krimi wie er seinesgleichen sucht!! Eines meiner Lieblinge aus der Brenner-Reihe!

Kritisch (21):
Julitraums avatar

Absolut nicht meins.

Alle 197 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Komm, süßer Tod"

'So schön wie Haas hat lange keiner hingelangt.' (Spiegel Kultur extra)

Der Rettungsfahrer Hansi Munz kann es nicht fassen, wie gierig das Liebespaar vor dem Krankenhaus übereinander herfällt. Doch die Küssenden sinken nicht vor Leidenschaft zu Boden, sondern weil sie Opfer eines wahren Kunstschusses geworden sind. Den neuen Kollegen bei den Kreuzrettern, Brenner, läßt dieser Mord kalt - er hat den Privatdetektiv an den Nagel gehängt. Doch sein Chef ist froh, dass er einen ehemaligen Schnüffler in seinen Reihen hat. Im erbitterten Kampf um die Nummer eins im Wiener Rettungswesen will er den üblen Machenschaften der Konkurrenz ein für allemal einen Riegel vorschieben.

Der Roman wurde mit dem Deutschen Krimipreis 1999 ausgezeichnet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499228148
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.08.2000
Das aktuelle Hörbuch ist bei BMG Wort erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    AlexandraKs avatar
    AlexandraKvor 3 Jahren
    Komm, süßer Tod

    Das war mein erster Wolf Haas und um ehrlich zu sein ich war am Anfang ganz schön genervt von dem Schreibstil des Autors. Er ist sehr mündlich, Wiener Schmäh. Durch den Schreibstil bin ich mir manchmal vorgekommen, als würde mich der Autor für dumm halten und müsste mir jedes kleine Detail erzählen. Ich kam schlecht in das Buch rein  und die Handlung bzw. Kriminalgeschichte ging erst wirklich ab der Mitte des Buches los. Dann aber in einem rasanten Tempo. Ab da hat man sich dann auch langsam an den Wiener Dialekt gewöhnt. Und später wurde mir dann auch klar, dass die Sprache ein wichtiges Mittel des Krimis darstellt. Die eingebauten Wortspiele sind wahnsinnig clever und witzig. Zur Geschichte: Es handelt sich um den ehemaligen Polizisten und Detektiv "Brenner" der nun für den Rettungsbund fährt. Zwei seiner Kollegen werden ermordet und er legt sich nun ins Zeug rauszufinden, was dahinter steckt. Bald schon ist er auf der richtigen Fährte, doch der letzte Funke will nicht recht überspringen, um den Fall zu lösen. Doch gerade im letzten Moment bekommt er Verstärkung. 


    Ab der Mitte ein schöner Kriminalroman mit Spannung und allem was ein Krimi noch so braucht.  

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Ein Ex-Detektiv als Rettungsfahrer

    Brenner hat genug von der Schnüffelei und verdient seine Brötchen inzwischen bei den Kreuzrettern, einem von zwei Rettungs- und Fahrdiensten in Wien. Er wohnt direkt über der Einsatzzentrale und findet das neue Leben ganz attraktiv. Rote Ampeln überfahren, wagemutige Kurven schlagen und rasen. Ganz schick, damit sein Geld zu verdienen. Da kann man auch die "Scheißhäusltouren" aushalten, bei denen man Patienten zur Dialyse karrt und ähnliche Transportservices durchführt. So richtig nerven tun nur die Fahrer vom Rettungsbund, die den Kreuzrettern immer mehr gute Fahrten abknöpfen.

    Dass eines Tages der Chef der Blutbank vor den Augen seiner Fahrerkollegen erschossen wird, gleich zusammen mit seiner Freundin, lässt Brenner kalt. Nicht aber seinen Chef. Der ergreift die Gelegenheit beim Schopf und will den ehemaligen Detektiv dazu benutzen, ein bisschen herumzuschnüffeln. Der Chef von der Blutbank und der Chef vom Rettungsbund waren Brüder - es wäre also eine hervorragende Gelegenheit, ausgerechnet jetzt nachzuforschen, krumme Dinger aufzudecken und die alte Vormachtsstellung wieder herzustellen. Brenner macht sich blauäugig auf die Suche und bei der Konkurrenz so richtig unbeliebt.

    Wie bei anderen Brenner-Krimis auch vergeht hier eine Menge Zeit, bis alles geklärt ist. Der Mord am Blutbank-Chef spielt im Alltag der Kreuzretter und bei Brenners Schnüffelei zunächst gar keine Rolle; erst nach und nach wird klar, ob es da überhaupt einen Zusammenhang gibt. Brenner fährt weiter Einsätze und wagt sich todesmutig in die Stammkneipe der Rettungsbündler. Die Kollegen saufen und flirten, reißen blöde Witze und erst der Tod des Kollegen Groß reißt sie aus dem Hocker.

    Dass Brenner den Fall löst, ist zwar klar, aber mal wieder Zufall. Irgendwann findet er einen Puzzlestein hier, dann einen dort, ohne aber zu wissen, dass er, der gar nicht ermittelt, wichtige Puzzlesteine für alles in den Händen hält. Und so schwappt die Erkenntnis wie ein Eimer kaltes Wasser über ihn herein, als plötzlich ein falscher Rettungswagen ausrückt. Brenner sorgt für Blechschaden und Aufklärung, benötigt letztendlich aber einen neuen Job.

    Der eigentliche Star des Buchs ist aber nicht der Brenner, weit gefehlt. Der Star eines jeden Brenner-Krimis ist die Sprache. Kostprobe gefällig? "Jetzt rote Ampel verboten. Ist der Bimbo natürlich erst recht bei Rot über die Kreuzung gefahren. Weil das ist ein bisschen ein Protest von den Rettungsfahrern gewesen. Gegen den Gesetzgeber. [...] Rein praktisch natürlich wieder eine andere Sache. Weil da war die Ningnong noch nicht einmal richtig auf dem Asphalt gelandet, ist der Bimbo Groß schon bei Rot über die nächste Kreuzung gezwitschert." Ein Glück, dass ein paar Verben dabei sind, was der Erzähler sonst ganz gerne auslässt. Der Erzähler hockt sich quasi neben den Leser, greift sich ein Glaserl Wein und legt los. Am besten nimmt man sich auch ein Glaserl und hört zu.

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    Duffyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Komm, süßer Tod" von Wolf Haas

    Brenner, des Detektivseins überdrüssig, hat einen neuen Job als Retungswagenfahrer angenommen. Inklusive Mietwohnung in Wien. Ein großer Schritt für den Ex-Polizisten, allerdings nur ein kleiner, bis ihn seine Vergangenheit einholt. Erst wird der Chef der Blutbank erschossen und weil der zum Zeitpunkt des Attentats sehr eng an eine Mitarbeiterin geschmiegt war, trifft sie gleich dieselbe Kugel. Dann wird auch noch ein Kollege gemeuchelt und ein weiterer als Tatverdächtiger einkassiert. Dazu die Rivalität der zwei Rettungsdienste. Heiland, eine ganze Menge und irgendwie scheint das alles auch noch zusammenzuhängen. Brenner bleibt nichts weiter übrig, als ...
    Haas hat mit seinem Detektiv eine Kultfigur geschaffen und so kann man auch hier wieder genießen, wie sich der Brenner durchs Buch grantelt, seine kleinen und großen Schicksalsschläge stoisch aushält, wie er immer mal wieder zu ungeahnter Hochform aufläuft, um im nächsten Moment in die Wiener Mittelmäßigkeit zu fallen. Das ist alles so vertraut und liebenswert, dass der Brenner nur durch die Stadt schlurfen bräuchte und man würde ihm begeistert folgen. Aber - wir alle wissen das besser - der Brenner kann viel mehr. Der Haas sowieso.

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    Stephanuss avatar
    Stephanusvor 6 Jahren
    Rezension zu "Komm, süßer Tod" von Wolf Haas

    Wolf Haas schickt seinen Ermittler Simon Brenner mit diesem Buch in sein drittes Abenteuer. Dabei gelingt es ihm, nicht nur die einzelnen Figuren des Krimis meisterlich auszuarbeiten und ihnen quasi Leben einzuhauchen. Auch die ganze Handlung des Krimis wird mit jeder weiteren Seite skuriler und facettenreicher.

    Insgesamt entfaltet Wolf Haas einen spannenden Krimi, der kurzweilig ist und an vielen Stellen nicht nur zu einem Schmunzeln, sondern regelrecht zum Lachen bei mir führte.
    Wer Gefallen am eigenwilligen und einzigartigen Schreibstil von Wolf Haas sowie an nicht alltäglichen Krimigeschichten findet, wird von diesem Buch nicht enttäuscht und sollte es unbedingt lesen.

    Insgesamt ist für mich der dritte Teil auch Brenners bester Fall. Für mich absolut lesens- und empfehlenswert, vorausgesetzt aber, man kann sich mit dem Stil und der Sprache von Wolf Haas anfreunden.

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    MrsBuchwurmvor 7 Jahren
    Rezension zu "Komm, süßer Tod" von Wolf Haas

    Noch so eine Pflichtliteratur aus dem Deutschunterricht! "Komm, süßer Tod" war die erste Pflichtlektüre die ich abgebrochen habe und nicht zu Ende gelesen habe! Ich kam mit der Geschichte und vorallem mit dem Schreibstil nicht zurecht!

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    Gruenentevor 8 Jahren
    Rezension zu "Komm, süßer Tod" von Wolf Haas

    Diesmal ist Brenner wieder in Wien und arbeitet als Rettungsfahrer.
    aber natürlich passieren ach hier Verbrechen und er wird gebeten diese aufzuklären.
    Alles ganz witzig, am Ende rasant. Lustig ist der aussen stehende Ich-Erzähler, wie auch in den anderen Brenner-Büchern.

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    bopppervor 8 Jahren
    Rezension zu "Komm, süßer Tod" von Wolf Haas

    Mein erstes Buch von Haas - und zunächst sehr gewöhnungsbedürftig aufgrund der Sprache. Zunächst fand ich die Geschichte auch nicht unbedingt interessant, nach und nach wird alles jedoch immer verworrener und spannender und auch die Sprache - und die philosophischen Abschweifungen im Denken Brenners - vermögen immer mehr zu gefallen.

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    Hipstervor 9 Jahren
    Rezension zu "Komm, süßer Tod" von Wolf Haas

    Der Brenner hat den Detektivhut an den Nagel gehängt um als Rettungssani bei den Kreurettern zu arbeiten. Als dann natürlich der Stenzl (der Chef der Blutbank) und die Irmi (eine Krankenschwester) beide mit einem Schuß getötet werden und der Junior wissen möchte warum der Rettungsbund den Funk abhört, muss er doch wieder Detektiv spielen. Als dann noch der Bimbo stirbt wirds richtig ernst.

    Mit österreichischem Witz und Schmäh erzählt Wolf Haas das dritte Abenteuer von Simon Brenner. Haas schafft es immer mehr eine Kneipenatmosphäre zu erschaffen. Denn öfters schweift der Erzähler von der eigenen Handlung ab und und philosophiert über völlig andere Dinge. Den einen scheint das zu irritieren aber mir gefällt es. Da das die Stammtischstimmung stark erhöht. Der Brenner-Fall ist wie immer sehr skurill und kurz vor der Absurdität. Also alles wie immer, nur besser.

    Beide Daumen nach oben.

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    P
    pd17vor 9 Jahren
    Rezension zu "Komm, süßer Tod" von Wolf Haas

    Wohl eines der bekanntesten aber auch kompliziertesten Wolf Haas Bücher. Der geniale Schreibstil von Wolf Haas ist natürlich auch in diesem Buch, allerdings gefällt der Stil nicht jedem (meiner Schwester zum Beispiel nicht).
    Wie gesagt, es ist etwas kompliziert, da viele Namen und Verbindungen zwischen diesen Personen vorkommen. Aber summa summarum war es (wieder mal) ein Genuss ein Wolf-Haas-Buch zu lesen. Der Film dazu mit Josef Hader als Brenner ist auch sehr zu empfehlen!!

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    Neil Jungs avatar
    Neil Jungvor 9 Jahren
    Rezension zu "Komm, süßer Tod" von Wolf Haas

    Der Brenner ist diesmal im keineswegs zimperlichen Wiener Rettungswesen unterwegs. Witzig, einzigartig und bisweilen auch ganz schön hart.

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