Silentium!

von Wolf Haas 
4,2 Sterne bei175 Bewertungen
Silentium!
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Positiv (146):
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Unglaublich witziger Schreibstil!

Kritisch (10):
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Ein Krimi mit Lokalkolorit, der den Leser sowohl auf inhaltlicher als auch sprachlicher Ebene herausfordert.

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Inhaltsangabe zu "Silentium!"

'Ein wahrhaft köstlicher Roman.' (ORF)
Wieder einmal ein Bischofskandidat, der aus dem ehrwürdigen Marianum hervorging – darauf ist man in dem Salzburger Knabeninternat aufrichtig stolz. Wenn nur nicht die hässlichen Gerüchte um den aufstrebenden Kirchenmann wären. Und die 23 Plastiktascherln voller Leichenteile…

Für 'Silentium' hat Wolf Haas schon zum dritten Mal den Deutschen Krimi-Preis bekommen. Er spielt auch in der Verfilmung seines eigenen Buches mit. Außerdem dabei: Joachim Król, Udo Samel, Christoph Schlingensief, Anne Bennent und natürlich Josef Hader als Detektiv Brenner.

'Wolf Haas hat tintenschwarzen Humor und jenen Blick für die Abgründe der Spezies Mensch, wie sie nur in der Alpenrepublik sich auftun, weil da die Brutalität besonders hartnäckig in der Gemütlichkeit nistet. 'Silentium!' führt den lebensklugen Wiener Privatdetektiv Brenner in ein Salzburger Knabeninternat, wo einst im Duschkeller befriedigte und inzwischen vertuschte Lust einen ehrwürdigen Bischofskandidaten um das ersehnte hohe Amt zu bringen droht. 23 Plastiktaschen mit zerstückelten Leichenteilen gefährden gar den Ruf der Festspielstadt.' (WAZ)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499228308
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.08.2000

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    Viktoria_Annas avatar
    Viktoria_Annavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unglaublich witziger Schreibstil!
    4. Fall des Privatdetektivs Brenner


    Der unglaublich witzige Schreibstil von Wolf Haas fasziniert mich immer wieder aufs Neue, auch beim 4. Fall des Privatdetektivs Brenner! Der Leser wird mit Du angesprochen und der Dialekt ist zum Schreien komisch. Da ich selbst aus Wien komme, hatte ich keine Verständnisprobleme und
    dank der Verfilmungen hatte ich Josef Hader als Brenner vor meinem geistigen Auge. 
    Dieses Mal spielt der Krimi in Salzburg, der bekannten Festspielstadt. In einem Knabeninternat werden Leichenteile in einem Tischfußballtisch gefunden und es gibt schlimme Gerüchte über einen Bischofskandidaten, denen Brenner nachgehen soll...

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    nana_what_elses avatar
    nana_what_elsevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Krimi mit Lokalkolorit, der den Leser sowohl auf inhaltlicher als auch sprachlicher Ebene herausfordert.
    Silentium! von Wolf Haas

    Oft erfährst du von einer Frage hundertmal mehr als von einer Antwort. (Seite 155. Textrechte: rororo)

    Klappentext: Jetzt ist schon wieder was passiert!
    Wieder einmal ein Bischofskandidat, der aus dem ehrwürdigen Marianum hervorging – darauf ist man im Salzburger Knabeninternat besonders stolz. Wenn nur diese häßlichen Gerüchte nicht wären … Hat sich Monsignore beim Hygiene-Unterricht im Duschkeller einstmals an einem kleinen Zögling vergangen? Privatdetektiv Brenner soll ganz diskret herausfinden, ob sich der ehemalige Schüler auf der Psychiatercouch nur etwas zusammenphantasiert. Doch eine schreckliche Entdeckung beendet das allgemeine „Silentium!“ bald: 23 Plastiktaschen könnten nicht nur einer Bischofskarriere, sondern auch den Salzburger Festspielen den Garaus machen …

    Rezension: Silentium! ist das bereits vierte Buch der Brenner-Krimireihe von Wolf Haas.
    Was sagt man über einen Roman, der einem stellenweise die Haare zu Berge stehen ließ, der einen mitunter unglaublich nervte, letztendlich aber doch irgendwie zu unterhalten wusste? Da Ehrlichkeit immer am längsten währt, zensiere ich meine Meinung zu diesem Buch nicht und erzähle euch, wie es dazu kommt, dass ich Silentium! mit sehr gemischten Gefühlen gegenüberstehe und der Meinung bin, dass man diesen Krimi zwar durchaus lesen kann, aber keinesfalls lesen muss.

    Der Ermittler Brenner, der bereits aus den vorangegangenen Büchern der Reihe bekannt ist, wird gerufen, als ein ehemaliger Schüler eines altehrwürdigen Burscheninternats den Bischofs-Kandidaten beschuldigt, er hätte ihn – wie Brenner sich ausdrückt – in seiner Schulzeit gedingst. Als eine zerstückelte Leiche im Internat gefunden wird, ermittelt Brenner allerdings nicht länger wegen eines Sexualdelikts, sondern wegen Mordes. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf ein Netz aus Intrigen und Gaunerei , das sich über halb Salzburg zu spannen scheint und mehr und mehr Leute von Rang und Namen mit dem Verbrechen in Verbindung bringt. Hier wurde – gelinde gesagt – etwas dick aufgetragen. Brenner stolpert praktisch von einem Verbrechen zum anderen, ein Tatort präsentiert sich grausiger als der andere und bei alledem wirken das Vorgehen und die Denkweise des Ermittlers ungemein schwerfällig. Nicht selten wirkt Brenner wie die personifizierte Inkompetenz und man beginnt sich zu fragen, was diese Figur als gerissenen Ermittler auszeichnen soll. Obwohl eigentlich allerhand auf nur wenigen Seiten passiert, gelingt der Spannungsaufbau nicht; dazu trägt sowohl die grotesk-gemütliche Charakterisierung des Protagonisten als auch die Überladenheit der Handlung, gepaart mit einem Zu-Wenig an Authentizität bei.

    Und natürlich beste vertrauensbildende Maßnahme, die es auf dieser Welt gibt: über einen Abwesenden schlecht reden. (Seite 28. Textrechte: rororo)


    Die Erzählerstimme tut ihr Übriges, um den Leser zu zermürben. Zwar ist der stark an der Umgangssprache orientierte Erzählstil ein Charakteristikum der Brenner-Reihe (Wolf Haas spielt als Linguist auf unvergleichliche Weise mit der Sprache!), aber ehrlich: DAS muss man mögen. Die Sätze wirken ungrammatisch und hölzern, der Erzähler spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und greift immer wieder in Schubladen, die am besten verschlossen blieben. Zwar gewöhnt man sich an den recht eigenwilligen Stil, ob man ihn aber auch lieben lernt, sei dahingestellt. Für mich stellte er eher ein Hindernis dar, über das ich immer und immer wieder stolperte und das mir den Zugang zum Erzählten erschwerte.

    Die Schauplätze des Romans, allen voran die weltbekannten und gut versteckten Plätzchen in der Salzburger Altstadt, nehmen einen großen Stellenwert ein. Für mich als alte Salzburger Häsin war es eine spannende Erfahrung, gemeinsam mit Brenner in Gedanken die Gassen Salzburgs entlang zu schlendern, mit ihm auf den Mönchsberg zu spazieren und die Salzburger Festspiele zu besuchen. Obwohl ich den Roman aufgrund der Tatsache, dass mich der Schreibstil immer wieder innerlich zusammenzucken oder die Nase rümpfen ließ und mich auch die Handlungselemente nur mäßig zu begeistern wussten, nur bedingt weiterempfehlen würde, konnte ich den Reiz, den Regionalkrimis auf so manche ausüben, bei der Lektüre durchaus (zumindest stellenweise) nachvollziehen.

    Persönliches Fazit: Silentium! ist ein Krimi mit Lokalkolorit, der den Leser sowohl auf inhaltlicher als auch sprachlicher Ebene herausfordert. Für eingefleischte Regionalkrimi-Fans vermutlich ein makabrer Genuss, für mich ein einmaliger Ausflug in ein Sub-Genre, das zwar reizt, aber eben doch nicht genug.


    Silentium! von Wolf Haas | rororo, 2000 | Taschenbuch: 224 Seiten | ISBN: 978-3-499-22830-8

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    dominonas avatar
    dominonavor 3 Jahren
    irgendwie klamaukig

    Puh, ja, Wolf Haas birgt ja immer ein gewisses Risiko hinsichtlich des Stils und wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat und auf schwarzen Humor steht, ist es wirklich witzig. Noch dazu ist es ein Thriller, was man aber aufgrund der Formulierungen gerne mal vergisst. Dennoch gibt es sicherlich besseres und ich verbuche es eher unter Erweiterung des Horizonts.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Hinter den schmutzigen Kulissen von Salzburg

    Privatdetektiv Brenner zieht für seine Ermittlungen dieses Mal ins Internat: Um Missbrauchsvorwürfen eines ehemaligen Zöglings aus dem Marianum nachzugehen, bekommt er dort kurzerhand das Hilfspräfektenzimmer zugewiesen. Abends um 10 wird er zum Briefing zum jungen Schulrektor gebeten, aber erst mitten in der Nacht und ein paar Bier später rücken der Rektor und seine zwei Präfekten so richtig mit der Sprache heraus. Ein ehemaliger Schüler des Marianums erinnert sich an verdrängte Vorgänge und komisch dicke Unterhosen im Duschkeller. Womöglich sollen diese Erinnerungen auch noch öffentlich gemacht werden. Als wäre das nicht schon Besorgnis genug, betreffen die Erinnerungen ausgerechnet den aktuellen Bischofskandidaten, der seinerzeit als Betreuer am Marianum gearbeitet er. Er soll er der Mann mit der komischen Unterhose im Hygieneunterricht gewesen sein.

    Ausgerechnet dieser Ex-Zögling wird tot im Marianum aufgefunden. Der Fall könnte ganz rasch zu den Akten, weil sich praktischerweise ein Obdachloser umgehend schuldbeladen in den Duschen nebenan erhängt an. Nur einer glaubt nicht, dass es damit getan ist: Brenner. Der bemüht sich nach Kräften, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Und begegnet dabei immer denselben Leuten, denn die Kirche in Salzburg ist überall. Ehemalige Zöglinge und deren Angehörige betreuen zahlreiche, wichtige Salzburger Pöstchen, vom Festspielkomittee bis zur Ehevermittlung; so ziemlich jedes Haus, das Brenner aufsucht, erweist sich als Kirchenbesitz und überall arbeiten philippinische Dienstmädchen, die vom Marianum im Rahmen krichlicher Austauschprogramme in Salzburg geschult werden.

    Brenner lässt sich von einem ehemaligen Sträfling helfen, aber auch von einer alten Bekannten im Festspielhaus, die ein paar Strippen ziehen kann. Dass Brenner herausfindet, warum der frühere Zögling ermordet wurde, grenzt allerdings an ein Wunder. Denn nachdem die zweite Leiche auftaucht, taucht Brenner auf der Krankenstation des Marianums ab: Tagelang starrt er an die Decke und bekommt kaum etwas mit. Seine Ermittlungsmethoden machen ihm zusätzlich das Leben schwer: "Das ist ihm beim Ermitteln oft schon ein bisschen im Weg gestanden. Immer das Unwichtige zuerst. Das war eine Krankheit, von der ist der Brenner nicht losgekommen. Immer mit der Kirche ums Kreuz."

    Irgendwo habe ich mal die Frage gelesen, wie Brenner mit seiner planlosen Rumlauferei (und in diesem Fall inklusive tagelanger Apathie) überhaupt einen Fall lösen könne. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, warum mir die Bücher vom Brenner so gut gefallen. Erstens ist es die Sprache: Gnadenlos umgangssprachlich. In keiner Zeile unterläuft da ein "Fehler", es fehlen Verben, Sätze enden anders, als der Satzanfang es vermuten lässt, Sätze enden halbfertig. Dieser Stil ist einzigartig und faszinierend. Zweitens der Brenner: Er ist kein Antiheld, er ist, wie schon geschrieben, ein Antiermittler. Er gerät nicht widerwillig rein, er macht es freiwillig, aber er kann es nicht. Und dennoch löst er die Fälle. Drittens der Sarkasmus: Die führenden Persönlichkeiten Salzburgs scheinen alle Dreck am Stecken zu haben, keiner hat eine weiße Weste, es werden seit Generationen Gefälligkeiten geschoben und genommen. Darüber lässt sich das Buch in boshaftem Ton kräftig aus.

    Zu allem passend die wunderbaren Cover des Rowohlt-Verlags, illustriert vom Öserreicher Jürgen Mick, auf denen Schlüsselszenen oder Schlüsselpersonen pointiert dargestellt werden. Selten passen Cover von Motiv und Stil her so gut zum Buch. Wer Haas immer noch nicht kennt, sollte langsam aber sicher mit der Lektüre anfangen.

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    SonnenBlumevor 4 Jahren
    Silentium! - Wolf Haas

    Die Bischofsernennung in Salzburg steht kurz bevor, doch mit dem Namen des Topkandidaten werden auch die dunklen Geheimnisse seiner Vergangenheit bekannt. Der österreichische Detektiv Brenner, der bereits neunzehn Jahre Polizeidienst auf dem Buckel hatte und dann in die Detektivbranche umgestiegen ist, wird mit dem Fall betreut und soll herausfinden, was es wirklich damit auf sich hat.
    Zufällig verschwindet dann der Schwiegersohn des Festspielvizepräsidenten, der früher in diese ominösen Vorfälle mit dem Bischofskandidaten im Duschkeller des Marianum-Internats verwickelt war, und taucht dann überraschend in dreiundzwanzig säuberlich zerteilte und in weiße Plastiksackerl verpackte Teile wieder auf. Selbstverständlich im Marianum, auch im Keller, aber dieses Mal im Fußballtisch verstaut.
    Der Brenner ist an dem Fall dran, aber so richtig eine heiße Spur hat er nicht. Er findet viel heraus, über eine katholische Heiratsagentur, über die ganzen Selbstmörder, die in der Felsenreitschule landen und zu guter Letzt hat er doch tatsächlich alle Puzzleteile zusammen, nur so richtig will sich alles nicht ganz fügen, bis plötzlich eine zweite und eine dritte und auch noch eine vierte Leiche auftaucht und der Brenner fast zur fünften wird.

    Es war vielleicht nicht ganz von Vorteil, mitten in der Reihe um den Detektiv Brenner einzusteigen, der erste Teil hätte sicher für weniger Verwirrung meinerseits gesorgt, aber es ging auch so, denn alles Wichtige erfuhr man durch ein paar nützliche Nebensätze.
    Ich fand die Geschichte um die Heiratsagentur mit den ganzen philippinischen Mädchen sehr interessant, vor allem aber sicher nicht abwegig. Dass sie für die Festspielstars benutzt wurden, ist wahrscheinlich nicht nur erfunden. Vielleicht passiert so etwas nicht in Salzburg, aber ich denke das ist mit Sicherheit ein Problem in der heutigen Zeit. Und ans Licht kommt so etwas meistens ja doch nur durch Zufall, weil was tut man nicht alles, um es geheim zu halten. Manche begehen sogar Morde.
    Die Kernhandlung fand ich ziemlich gut, auch wenn der Brenner nicht der Hellste zu sein scheint, was ihn mir besonders zu Anfang nicht unbedingt sympathisch gemacht hat. Das Buch hat so gut wie alles, was in fast jedem Krimi zu finden ist: Leichen, Intrigen und zum Schluss selbstverständlich die obligatorische Bettszene zwischen dem Ermittler und einer wunderschönen Frau, die er wahrscheinlich im Zuge der Ermittlungen kennen gelernt hat.

    Das Buch wird von einem etwas objektiven Erzähler geschildert, der Außenstehender ist und doch eigentlich zu viel weiß, besonders über den Brenner. Dieser Stil hat mir nicht gefallen, ich möchte entweder einen subjektiven Erzähler oder eine Geschichte aus der Ich-Perspektive, alles anders finde ich nicht ansprechend.
    Was ich zusätzlich noch als extrem störend gefunden habe, war der Schreibstil. Er war mir um einiges zu umgangssprachlich, oft fehlten ganze Verben im Satz. In meinen Augen stört so etwas den Lesefluss und oft fragte ich mich wirklich, ob man es hätte so extrem machen müssen. Aber sei es, wie es sei, es war eine nette Geschichte, die mich das ein oder andere Mal wegen dem Wortwitz hat schmunzeln lassen, aber so richtig warm geworden bin ich weder mit der Geschriebenen, noch mit dem Brenner selbst.

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    RiaKlugvor 6 Jahren
    Rezension zu "Silentium!" von Wolf Haas

    Nach ungefähr dem halben Buch ertappte ich mich dabei, dass ich selbst Sätze im Haas'schen Modus nicht nur dachte, sondern auch verwendete.
    Dabei macht Haas alles, was als nicht angemessen gilt: Halbsätze ohne Verben, kommentieren der eigenen Rede, was oft mit 'praktisch', 'weil' und 'quasi' eingeleitet wird -also gnadenlose Wortwiederholungen- direkte Leseransprache in flapsigem Ton, undundund.
    Dieser Irrwitz, diese Lakonie, dieser dreiste Verstoß gegen jedwede literarische Schreibregeln - ansteckend, aufwühlend, begeisternd.
    Dabei ist der Kriminalfall nicht das Besondere, er tritt hinter die Form zurück.
    Immer wieder streut Haas Schlenker und Ausfälle gegen Institutionen ein. Das liest sich witzig und äußerst unterhaltsam.
    Aber Vorsicht, es ist nichts für ordentliche Menschen, die mit dem Gefühl 'nun ist die Welt wieder im Reinen' aus einem Krimi auftauchen wollen.
    Aber es ist besser geschrieben als mancher Kommentar zum Buch -was zugegeben nicht sehr schwer ist- und ich glaube, so was traut sich eben nur ein studierter Linguist.
    Schade eigentlich.

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    Stephanusvor 6 Jahren
    Rezension zu "Silentium!" von Wolf Haas

    Wolf Haas legt mit diesem Buch bereits seinen vierten Krimi mit dem Hauptprotagonisten Simon Brenner vor. Dieses Mal verschlägt es Brenner nach Salzburg und in einen neuen, skurilen Fall. Wieder einmal gelingt es Wolf Haas eine spannende Handlung inkl. Personen zu erschaffen, die allesamt den gewohnten Touch zur Skurilität haben.

    Vollendet wird das Buch noch durch den einzigartigen Schreibstil von Wolf Haas, seinem unverwechselbaren Markenzeichen. Dieser Stil ist jedoch auch der Grund dafür, dass Wolf Haas stark polarisiert und viele Leser mit dem Schreibstil nichts anfangen können.

    Wer jedoch einen spannenden, unterhaltsamen und skurilen Krimi sucht und mit dem Schreibstil von Wolf Haas zurecht kommt, sollte auch dieses Buch lesen.

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    Kamilavor 7 Jahren
    Rezension zu "Silentium!" von Wolf Haas

    Jetzt ist es schon wieder passiert. Der vierte Brenner-Krimi, und ich natürlich - zack. Aber wie. Nicht, dass du glaubst, sonst nix zu tun. Aber der Brenner, der hat einfach irgend so ein Dings, und wegen diesem Dings kann man halt manchmal nicht anders. Und jetzt pass auf: eigentlich noch besser als die anderen, aber weil die anderen auch schon sehr gut, dieser da natürlich noch mehr. Da kann man nur sagen, Gott sei Dank hat der Wolf Haas sonst nicht viel zu tun, weil es gibt ja dann noch mehr vom Brenner.

    Kommentare: 2
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    Petruschas avatar
    Petruschavor 8 Jahren
    Rezension zu "Silentium!" von Wolf Haas

    Sehr kirchen- und gesellschaftskritisch und trotzdem hat der Krimi eine gute Geschichte. Das kann nicht jeder Schriftsteller. Das Ende offenbart einen ungeahnten menschlichen Abgrund.

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    Hipsters avatar
    Hipstervor 8 Jahren
    Rezension zu "Silentium!" von Wolf Haas

    Der vierte Fall für den Brenner und noch ein brisanter dazu. Er soll herraus finden ob der neue Monsegniore einen damaligen Schüler besonderen Hygieneunterricht gegeben hat.
    Was dann 23 Tüten und eine tote Asiatin zu suchen haben muss auch noch geklärt werden.
    Wolf Haas packt hier ein Thema an was brisanter, vor allem in der heutigen Zeit, nicht sein kann.
    Sein Schreibstil verbessert sich immer mehr. Es kommt zu mehr Abschweifungen, er verhaspelt sich öfters und das Erinnerungsvermögen des Erzählers ist auch nicht mehr das frischeste. Aber genau das macht für mich den Lesespaß aus. Ich fühle mich immer mehr in eine Kneipe versetzt in der mir ein Stammgast etwas über Brenners Fälle erzählt. Und da kommen die Abschweifungen und Vergesslichkeiten genau richtig. Denn niemand kann gehörtes vollständig wiedergeben.
    Von mir aus kann das immer so weiter gehen mit dem Dings. Aber ich denke mal der Dings der macht das schon.

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