Wolf Schneider Große Verlierer

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Große Verlierer“ von Wolf Schneider

Isaak Babel, Rainer Barzel, Georg Büchner, Winston Churchill, Deng Xiaoping, Vincent van Gogh, Goliath, Michail Gorbatschow, Al Gore, Ché Guevara, Knut Hamsun, Ferdinand Lassalle, Jakob Michael, Reinhold Lenz, Ludwig XVI., Heinrich Mann, Maximilian von Mexiko, Lise Meitner, Richard Nixon, Erwin Rommel, Edward J. Smith, Johann Strauß, Maria Stuart, Leo Trotzki, Alan Turing, Oscar Wilde, Wilhelm II.

Stöbern in Sachbuch

Das geflügelte Nilpferd

wunderschönes Sachbuch zum Thema Glück

Vampir989

Leben lernen - ein Leben lang

Eine großartige Verbindung von Philosophie und Lebenskunst. Zeitlos und inspirierend.

Buchgespenst

Adele Spitzeder

Die Geschichte von einer bemerkenswerten Frau, die lügt und betrügt und kaum einer bemerkt es.

rewareni

Planet Planlos

Klare Leseempfehlung für jeden einzelnen!

skiaddict7

Heilkraft von Obst und Gemüse

Essen Sie sich gesund! Ein wunderbares Buch für alle, die sich bewusst ernähren wollen.

BookHook

Das verborgene Leben der Meisen

Ein gelungener, toll gestalteter, Meisen-Führer.

Flamingo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Große Verlierer" von Wolf Schneider

    Große Verlierer

    Mephisto

    28. December 2007 um 20:17

    Wolf Schneiders Stil ist kurz und prägnant, sehr gut lesbar und informativ geschrieben. Eine kleine Auswahl von Biographien, die eins gemeinsam haben: die bekanntesten Verlierer der Weltgeschichte zu sein. Einziges Manko, die Auslese ist einwenig zu einseitig geschehen, unter den Verlierern sind sehr wenig Frauen aufgeführt.

  • Rezension zu "Große Verlierer" von Wolf Schneider

    Große Verlierer

    metalmel

    16. November 2007 um 00:07

    Was will man mehr? Ein Buch über die großen Verlierer der Geschichte. Über Gewinner zu lesen ist langweilig. Es sind die Gescheiterten, die uns bewegen und berühren, am besten die grandios gefallenen. Wenn man sich schlecht fühlt und alles schrecklich findet, dann hilft das Buch, denn all den Menschen darin sind viel schlimmere Dinge passiert – Zuchthaus mit Zwangsarbeit oder das Köpfen mit der Axt oder der Guillotine. Hey, mir geht’s doch ganz gut. Ché Guevara zum Beispiel. Der Jesus der 68er. Und auch heute noch kennt jedes Kind sein Bild (obwohl vermutlich nicht mehr jedes Kind weiß, wer er war). Von wegen „Hasta la victoria siempre“. El Commandante ist gescheitert. Drei Revolutionen hat er angezettelt, nur eine war erfolgreich. Nach Kuba wollte er Afrika und dann ganz Südamerika befreien mit „Befreiungsarmeen“ von um die 50 Mann. In Südamerika schließlich gerät er, nach monatelangem rat- und sinnlosen Herumirren im Dschungel mit nur noch sechs Mann in einen Hinterhalt. Er wird hingerichtet und zum Märtyrer. Übrigens „der einzige mit Sex-Appeal; eine unwiederholbare Mischung aus Jesus, Lenin, Tarzan und Rudolph Valentino“ wie das Buch zu berichten weiß. Auch Oscar Wilde findet seinen Platz: „Tief gestürzt sind viele; kaum einer aber so tief, so rabiat, ja so mutwillig wie“ er. Selbst schuld! In seiner maßlosen Überheblichkeit dachte er wohl, niemand könne ihm und seinem hübschen, arroganten Geliebten Bosie etwas anhaben. Doch so war es und er ging für zwei Jahre ins Zuchthaus. Als er wieder rauskam, war er ein anderer – hoch verschuldet, aufgedunsen, krank und von der Gesellschaft verachtet, starb er in einem schäbigen Pariser Hotel. Am Sterbelager bekam er ein letztes Glas Champagner und sagt: „Ich sterbe, wie ich gelebt habe: über meine Verhältnisse.“ Und ebenso findet sich der heute teuerste Maler der Welt in diesem Buch. Vincent van Gogh – „Hungerleider...(und) Selbstverstümmler...ein atemloser Flüchtling auf Erden.“ Ein unstetes Leben hat er geführt, mal dies und al das ausprobiert und erst mit 27 Jahren das Malen für sich entdeckt. Und er malte mit fiebrigem Eifer, so als wüsste er, dass ihm nicht viel Zeit bliebe. Er versoff das Geld, mit dem ihn sein Bruder über Wasser hielt oder er torkelte damit in den Puff. Vermutlich auch im Suff schneidet er sich ein Ohr ab, wickelt es in Zeitungspapier ein und bringt es zu einer Prostituierten. „Die Polizei findet ihn am nächsten Morgen in seinem besudelten Bett. Mit der Diagnose ‚Akutes Irresein mit Tobsucht’ wird er ins Krankenhaus eingeliefert. Danach weiterhin rastloses Malen, ein Aufenthalt in einer Nervenanstalt, in der er natürlich auch randaliert, von seinen Farben isst und Terpentin trinkt. In den letzten 10 Wochen seines Lebens „schleudert er 80 Bilder in die Welt“, bis er an einem heißen Julitag auf ein Feld hinausläuft und sich mit einem Revolver in die Brust schießt. Tot. Was für ein Leben! Viele weitere Leben sind noch beschrieben, doch nur zwei Frauen. Es ist ein beruhigendes Buch, eins das versöhnlich stimmt mit dem eigenen Schicksal, es macht Spaß, es zu lesen. Wenn ihr also wieder mal denkt, die ganze Welt sei gegen euch und es gibt keinen Weg mehr, dann lest es. Euch geht es bald besser. Und wenn nicht, dann geht zum Nervenarzt!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks