Wolf Serno Das Lied der Klagefrau

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Inhaltsangabe zu „Das Lied der Klagefrau“ von Wolf Serno

Göttingen, 1786. Alena, die schöne Klagefrau, und Julius kämpfen um Gerechtigkeit. Um eine alte Schande zu tilgen, nimmt Julius sein Medizinstudium wieder auf. Alena tut alles, um ihm zu helfen, und muss zusehen, wie er mit Spott und Häme überzogen wird. Damit nicht genug, mehren sich die Anzeichen für Julius Untreue. Tief verletzt zieht sich Alena zurück. Julius wiederum ist ebenso verzweifelt, denn in dem Hospiz, in dem er arbeitet, sterben Patienten unter mysteriösen Umständen. Warum kann er die Kranken nicht retten? Und wer ist der Kommilitone Heinrich, der eigentlich Henrietta heißt und sich in Julius verliebt hat? Im Mahlstrom aus Liebe, Hass, Treue und Intrige droht Alena unterzugehen.

Gelungene Fortsetzung der Reihe um den Puppenspielerkönig

— Icedragon
Icedragon

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  • Wer kennt sie noch, die Klagefrau?

    Das Lied der Klagefrau
    Icedragon

    Icedragon

    22. January 2015 um 14:36

    Das Lied der Klagefrau ist die Fortsetzung der Puppenspieler-Reihe um Julius Klingenthal und Alena - die jetzt wohl endlich sesshaft werden. Oder doch nicht? Meine Meinung: In einer Zeit in der man nur als Mann und das auch noch als junger problemlos studieren konnte siedelt sich die Geschichte an. Es ist kurz vor dem neuen Jahrhundert und in Frankreich brodelt es gewaltig. Doch davon bekommt man in Göttingen kaum etwas zu spüren, maximal durch Briefe von Verwandten. Auch Julius Klingenthal und Alena hören davon nur durch ihre Vermieterin die Witwe Vonnegut. Aber halt, Klingenthal heißt nicht mehr Klingenthal, sondern Abraham. Nur so war es möglich Alena trotz der verschiedenen Glaubensrichtungen zu heiraten und als über 50jähriger noch einmal an seiner alten Universität zu studieren. Doch auch dieses Mal ist es nicht so einfach - das liebe Geld war schon damals Grundvoraussetzung zum Studieren. Es kommt heraus, dass Julius Abraham als Bauchredner sein Geld verdiente. Und so muss er sich nicht nur mit Geldsorgen herumplagen, sondern auch mit Sticheleien der Kommilitonen, auch wenn Julius ein hervorragender Student ist. Dann kommt auch noch Heinriche - ach nein Henrietta (die als Mann verkleidet studiert) und verliebt sich in Julius. Damit kommen noch Probleme mit Alena hinzu und im Hospital in dem er arbeitet sterben auf geheimnisvolle Art Menschen. Doch am Ende wird doch noch wieder alles gut, auch wenn es ein paar Leichen mehr gibt. (aber die gab es schon in den anderen Puppenspieler Romanen). Dass es damals so schwer war zu studieren, kann man sich heute nicht mehr vorstellen, schon gar nicht als Frau. Aber selbstverständlich waren es damals die Priveligierten, die an den Universitäten lernten. Der Roman ist aber wirklich so gut geschrieben, dass man sich in die Probleme aller gut hineinversetzen kann, die an dieser universitären Welt anders waren. Auch damals war Vitamin B wichtig und nur das hat Julius letztendlich mehrfach das Genick gerettet. Auch bei den Todesfällen im Hospitz. Daran war letztendlich ein alter Bekannter aus Julius erster Studienzeit verantwortlich. Doch spannend ist es, da man das erst ganz am Ende erfährt. Von daher lohnt sich das Lesen wirklich. Ich kann es nur empfehlen. Man muss auch nicht die beiden vorhergehenden Bücher gelesen haben um den Sinn zu verstehen. Es ist also auch als eigenständiges Buch richtig gut.

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  • Viel mehr "Puppenspieler" als "Klagefrau"

    Das Lied der Klagefrau
    Moosbeere

    Moosbeere

    21. March 2014 um 20:45

    „Am Ende stehn wir stille, die Toten ruhen wohl, denn vivat heiße lebe und valet lebe wohl…“ Inhalt: Die ehemalige Karmeliterin Alena und ihren Julius verschlägt es im Jahre 1786 nach Göttingen, wo der „Puppenkönig“ sein Medizinstudium wieder aufnimmt, was er unter tragischen Umständen abbrechen musste. Julius Abraham untersucht die mysteriösen Tode einiger Patienten in seinem Hospiz, während Alena sich als Klagefrau verdingt, damit die beiden finanziell über die Runden kommen. Und was hat es mit der schönen Henrietta auf sich, die sich offiziell Heinrich nennt? Für Alena häufen sich die Anzeichen von Untreue.. Meine Meinung: Ich hatte vorher noch kein Buch von Wolf Serno gelesen und habe mich wohl vom Klappentext etwas fehlleiten lassen – es handelt sich hier um eine direkte Fortsetzung der Puppenspieler-Reihe mir zahlreichen Anspielungen auf die vorherigen Bücher. Ich hätte den Fokus mehr auf Alena und ihrer Tätigkeit als Klagefrau vermutet, dabei tritt sie lediglich auf ein paar Seiten eigenständig in Erscheinung. Darüber hinaus hat mich der Roman an sich aber recht gut unterhalten, man hat viel Wissenswertes über den damaligen Stand der Medizin und das Studentenleben in dieser Zeit erfahren. Was für mich den Lesefluss allerdings störte, waren die vielen französischen Ausdrücke, die mit auffälliger Kursivschrift eingestreut waren (glücklicherweise konnte ich diese verstehen und musste nicht noch umständlich im Anhang nachschlagen…). Ich werde höchstwahrscheinlich kein weiteres Buch dieser Reihe lesen, besonders da mir die Angewohnheit des Bauchredners mit seinen Puppen (die Erweiterungen seiner Persönlichkeit sind) zu reden und zu diskutieren, was ich als sehr albern empfand. Fazit: Von mir gibt es insgesamt verhaltene 3 Sterne für einen an sich guten historischen Roman, der allerdings meinen Geschmack nicht so ganz treffen konnte. Eine Leseempfehlung gibt es daher von mir für alle Fans des „Puppenspielers“, die hier ihren Julius wiedertreffen können.

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  • Rezension zu "Das Lied der Klagefrau" von Wolf Serno

    Das Lied der Klagefrau
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    17. November 2011 um 16:02

    Göttingen, 1786. Endlich findet der Puppenspieler Julius einen Weg, sein abgebrochenes Medizinstudium weiterzuführen und seine geliebte Alena zu heiraten. Auch eine geeignete Unterkunft, in der er seine Puppen unterbringen kann, findet sich. Göttingen, 1789. Julius ist kurz davor, seine Dissertation abzuschließen. Schon jetzt arbeitet er erfolgreich als Arzt in einem Hospiz. Aber plötzlich türmen sich erneut Hindernisse für ihn auf. Im Hospiz kommt es zu rätselhaften Todesfällen, sein Liebesleben wird durch Henrietta, die sich als Mann verkleidet hat, um studieren zu können, gehörig durcheinandergewirbelt, Alena verlässt ihn und er wird sogar wegen Mordes angeklagt. Und dann taucht auch noch ein alter Feind auf. Muss Julius seinen Traum begraben? Wie jedes Buch von Wolf Serno ist auch dieses ein wahrer Pageturner mit liebevoll ausgestalteten Charakteren. Serno schreibt so kompetent, spannend und gut lesbar über das Mittelalter, wie kaum ein anderer. Wie gründlich er recherchiert, zeigt sich ebenso im Anhang, der neben einem nützlichen Glossar auch die benutzten Quellen auflistet und Auszüge der im Buch genannten Dissertation zeigt. Dass die Geschichte in meiner Geburtsstadt Göttingen spielt, gefiel mir dabei natürlich besonders gut. Serno kennt Göttingen offensichtlich genau und ist bei der Recherche nicht einmal davor zurückgeschreckt, das Göttinger Bier zu probieren. Ich teile übrigens sein Urteil über dieses Gesöff, das sich seit dem Mittelalter offensichtlich nicht verbessert hat. Dies ist genau das richtige Buch, um mit einer Tasse Tee und in eine Wolldecke gekuschelt das eklig kalte Wetter auszublenden.

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