Was soll es, heute noch eine Rezension über ein DDR Jugendbuch zu schreiben? Warum eigentlich nicht?
Aus dem Klappentext:
Wasseramsel - das ist nicht nur der Name eines seltenen Vogels. "Wasseramsel" nennt Winfried zärtlich das Mädchen Ulla, von dem er träumt, seit er sie beim Baden im See beobachtet hat.
"Zufällig" begegnen sie sich immer wieder...
Was für ein Sommer könnte das sein, wenn da nicht der Zorn über dieses Haus wäre,das mitten im Landschaftsschutzgebiet für den Herrn Generaldirektor gebaut wurde. Und dieser ist Winfrieds Vater! Nicht nur Ulla ist empört; doch sie liebt den Jungen und will ihn nicht verlieren.
Meine Meinung :
Mit diesem alten Jugendbuch, dass ich bei uns in einem öffentlichen Bücherschrank fand, machte ich einen Ausflug in meine Kindheit und Jugend in der DDR. Denn da las ich dieses Buch sicher auch schon mal. Das Buch erzählt von Freundschaft und der ersten Liebe. Aber es ist weit mehr.
Es spricht auch von den Idealen des Sozialismus und wie die Praxis damit nicht übereinstimmte, zeigt, dass nicht eben alle gleich waren, sondern es um Vitamin B ging- wie viel eben gute Beziehungen wert waren. Das dies eben auch so im Buch stand, hat mich fast gewundert. Die Schilderungen des Schulalltags waren aber für mich sehr realistisch.
Wunderschön sind die Naturschilderungen und wie wichtig es ist sich für die Umwelt einzusetzen. Man muss bedenken, dass das Buch zu einem Zeitpunkt erschien, wo dieser Gedanke noch wenig propagiert wurde.
Das Buch hat natürlich keine Chance heute noch von jungen Leuten gelesen zu werden. Die meisten der gängigen Jugendbücher sind aber dagegen oberflächlich.









