Wolfgang A Gogolin Schlafen bei Licht

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Inhaltsangabe zu „Schlafen bei Licht“ von Wolfgang A Gogolin

Das Leben von Torsten Burmester verlief bisher nicht in perfekten, aber doch sehr geordneten Bahnen. Regelmäßig versieht er als Hamburger Beamter seinen Dienst, hat eine kleine Wohnung und eine auf ihre Karriere bedachte Freundin namens Silke. Unvorhergesehenes ist nicht vorgesehen. Als Torsten einen Unfall hat und im Krankenhaus liegt, beginnt sich sein Leben grundlegend zu ändern. Nachdem ihn Silke verlässt, ist er plötzlich Single und denkt neu über sich nach. Unterstützung in dieser Situation erhält er von seinem Freund Mark, der als vermeintlicher Frauenheld und tatsächlicher Autolackierer viele Dinge so ganz anders betrachtet als Torsten. Aber gerade das hilft ihm, nach dramatischen Zwischenfällen seinen eigenen Weg klarer zu sehen und sich vielleicht einer neuen Liebe zu öffnen...

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    Schlafen bei Licht

    katamaran

    10. June 2013 um 18:57

    Es geht um die Geschichte eines jungen Mannes auf seiner Suche nach der Liebe des Lebens. Man kann "Schlafen bei Licht" schnell dahin lesen, es ist ausgesprochen humorvoll und knackig geschrieben. Auf den ersten Blick sieht man dann männliches Balzen der schlichten Art, wie man es kennt, mit starken Machosprüchen und so. Aber selbst an diesem lächerlichen Gebaren ist zu erkennen, dass hinter dem vordergründig coolen Auftreten sehr empfindsame und verletzte Seelen wohnen. Auf den zweiten Blick geht es darum, wie weit ein junger Mann willens ist, für seinen Augenstern zu gehen. Ob er, beispielsweise, bereit ist, auch dann zu seiner Liebe zu stehen, wenn die junge Frau von einem anderen Mann ein Kind erwartet. Hier geht der Autor neue Wege abseits alter Vorstellungen, das hat mir gut gefallen. Grenzwertig finde ich das Ende des Romans, der zwar an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt, der aber für mich doch die Frage aufwirft, ob diese Konstruktion wirklich funktionieren könnte. Vielleicht ist das einfach ein Punkt, über den man als Leser zu anderer Auffassung gelangt, gelangen soll. Die Story ist auf jeden Fall nicht so oberflächlich, wie der lockere Schreibstil vermuten lässt. Ein gelungenes Buch.

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    attika

    19. August 2012 um 19:19

    In diesem Buch geht es um einen jungen Mann, der Tim heißt und um seine Schwierigkeiten mit dem anderen Geschlecht. Irgendwie will sich das große Glück trotz aller Versuche nicht einstellen. Das ist eine muntere Liebesgeschichte mit vielen ungewöhnlichen Stolpersteinen. Lustig erzählt. Am interessantesten finde ich aber die Stellen, in denen es darum geht, worüber sich Männer unterhalten, wenn wir Frauen nicht dabei sind. Dann geht es nämlich um uns, nur um uns und nicht um globale Politik oder um schnelle Motorräder. Offensichtlich wird hier ein echter Einblick in gepeinigte Männerseelen gewährt, auch wenn es nur um eine fiktive Geschichte geht. Männer untereinander können offenbar kaum ihre Schwäche fürs weibliche Geschlecht zugeben, sondern müssen sie hinter kernigen Sprüchen verstecken, die nicht immer nett und schmeichelhaft ausfallen. Und wenn sie bei einer begehrenswerten Frau nicht landen können, haben sie sie natürlich sowieso eigentlich nie wirklich gewollt und eigentlich schon immer geplant, als einsame Wölfe ihre Runden zu ziehen. Gogolin hat diese verheimlichte und doch offensichtliche Männer-Sehnsucht nach Geborgenheit und Zuneigung wunderbar eingefangen. Trotz einiger Derbheiten ist "Schlafen bei Licht" allein dafür unbedingt lesenswert.

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    Claudias-Buecherregal

    30. April 2011 um 11:49

    Torsten Burmeister ist ein Beamter und führt, um dem Klischee zu entsprechen, ein ziemlich langweiliges, geordnetes Leben. Nach einem Unfall liegt er im Krankenhaus und wird dann auch noch von seiner Freundin verlassen. Sein Leben liegt somit in Trümmern und sein notgeiler Freund Marc, der eigentlich verheiratet ist und zwei Kinder hat, aber sich selbst für einen Frauenheld hält, will ihm zumindest dabei helfen, wieder eine neue Frau zu bekommen. Ich kann gleich vorweg sagen, dass ich mit diesem Buch leider nichts anfangen konnte. Es lässt sich zwar flüssig lesen, aber bietet dem Leser nichts als platte Dialoge, Klischees oder Vorhersehbares. Gute Unterhaltung oder Tiefgang in der Handlung sind meiner Meinung nach nicht vorhanden. Braucht es als Protagonisten denn wirklich einen Beamten, der sich seine Wäsche von Mami machen lässt und wenn diese mal verhindert ist, dann wird lieber neu gekauft statt selbst gewaschen? Muss denn ständig erwähnt werden, dass in der ganzen Abteilung im Amt fast keiner arbeitet und dass Torsten selbst monotone Tätigkeiten liebt, um sich von anderen Gedanken ablenken zu lassen? Ausserdem sind meiner Meinung nach die Schwerpunkte vertauscht worden. Der Roman heißt "Schlafen bei Licht". Das Thema hinter diesem Titel ist auch sehr interessant, allerdings taucht es erst nach der Hälfte des Romans auf und auch dann wird kaum darauf eingegangen. Das zentrale Thema in diesem Buch scheinen viel mehr Frauengeschichten zu sein und da wird auch vor frauenfeindlichen Witzen oder der Ansicht das Frauen Freiwild sein, kein Halt gemacht. Fazit: Mir fehlt der Tiefgang zu dem eigentlich Thema "Schlafen bei Licht" und die besondere Ausarbeitung der Charaktere. Auf die Ausschlachtung von Klischees hingegen hätte ich gerne verzichtet. Das Buch konnte mich leider absolut nicht überzeugen. Broschiert: 140 Seiten Verlag: Mohland Verlag (10. Januar 2011) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3866751453

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    haTikva

    01. April 2011 um 13:50

    Der Klappentext fasst im Grunde sehr gut zusammen, um was es in dem Roman geht. Torsten ist Finanzbeamter, hatte einen Unfall und wird am Krankenbett von seiner Freundin verlassen. Sein bester Freund Marc, ein Autolackierer, versucht ihn auf die unmöglichsten Arten abzulenken. Alle haben mit Frauen zu tun und was man mit ihnen anstellen kann. Kurz darauf lernt Torsten eine Frau kennen, die es ihm sehr angetan hat. Doch sie ist vergeben. Wie Torsten mit dieser Situation umgeht, was in seiner Gefühlswelt abgeht und wodurch er sich gemeinsam mit seinem besten Freund ablenkt, wurde sehr authentisch dargestellt. Die ganze Geschichte wurde so geschildert, als würde Torsten sie mir selbst erzählen oder als würde ich sein Tagebuch lesen. Eine erfrischende Art, zu erfahren, wie ein Mann mit Sorgen und Problemen umgeht. Und so durfte ich vordergründig erfahren, wie es um sein Liebesleben steht und was sich dort mit der Zeit ändert. Dass dabei seine Gefühle ebenfalls eingeflochten wurden, fand ich toll. Ich fand es nur schade, dass einzelne Themen, wie z.B. sein Beruf oder sein Verhältnis zu Kollegen oder seinen Eltern im Buch nur angeschnitten wurden und der Autor nicht genauer darauf einging. Dadurch hätte er den Roman nämlich noch interessanter gestalten können. Aber vor allem auf das Thema "Schlafen bei Licht" wie ja der Titel heißt, wurde erst zur Mitte des Buches eingegangen und da erst begriff ich, mit was für Ängste Torsten eigentlich lebt. Die Frauengeschichten, die im Vordergrund standen, hätten eigentlich, finde ich, eher ein Nebenthema sein sollen. Gerade die Zeit, in der er bei der Bundeswehr war, was dort passierte und wie er mit dem geschehenen umgeht, hätte mich doch sehr interessiert. Jeder Bereich, um den es in Gogolins Roman ging, war gut beschrieben und die Dialoge zwischen Torsten und seinem Freund Marc waren sehr real geschildert, dass ich mir die Gespräche sehr gut vorstellen konnte. Zum Teil waren sie dank Marcs Art auch recht witzig. Der Schreibstil war flüssig und der Roman ließ sich sehr gut lesen. Fazit: Aber alles in Allem war "Schlafen bei Licht" ein richtig netter Roman, der uns Frauen einmal die Seite des Mannes zeigt, wie er sich beim "Balztanz" aufführt und mit was für Gefühlen er zu kämpfen hat. Nur dass auf das eigentliche Thema nicht eingegangen wurde, beschert dem Werk einen Stern Abzug. Somit vergebe ich diesem Roman vier von fünf Sternen.

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    Natalie77

    23. February 2011 um 19:27

    die Geschichte beginnt damit das Torsten Burmester im Krankenhaus liegt. Da noch mit Freundin und netter Krankenschwester. Besucht wird er von Freund Mark der Frauenkenner schlechthin, meint er ... Er wurde von einem Bus angefahren und nicht nur das zu allem übel besucht ihn seine Freundin und beendet die Beziehung. Mark spricht ihm gut zu Frauen abzuschleppen...er ist da nicht so sicher... Wir sehen den Weg von Torsten von der beendeten Beziehung mit Silke über viele kleinere und größere Hürden wieder eine neue Liebe zu finden. Ich muss sagen den Titel fand ich erstmal gar nicht passend, erst als ich das Buch gelesen habe habe ich es verstanden, aber ich glaube hätte ich das Buch in der Buchhandlung stehen sehen wäre es auch dort geblieben. Auch das Cover ist mir persönlich zu langweilig und unscheinbar Auch jetzt war es kein Buch was mich total vom Hocker riss...Herr Gogolin sie möchten bitte verzeihen...aber ich fand es auch nicht grottenschlecht, ich persönlich wollte schon gerne wissen wie es weiter geht mit Torsten und hab es auch gerne zu Ende gelesen. Der Schreibstil ist vollkommen okay, außerdem gab es stellen wo ich wirklich laut lachen musste. Die Protagonisten sind authentisch, man könnte meinen es wäre gute Freunde. Mein Fazit: Ein Buch für zwischendurch!!!

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    Buechersuechtig

    23. February 2011 um 19:05

    Kurzbeschreibung lt. Amazon: Das Leben von Torsten Burmester verlief bisher nicht in perfekten, aber doch sehr geordneten Bahnen. Regelmäßig versieht er als Hamburger Beamter seinen Dienst, hat eine kleine Wohnung und eine auf ihre Karriere bedachte Freundin namens Silke. Unvorhergesehenes ist nicht vorgesehen. Als Torsten einen Unfall hat und im Krankenhaus liegt, beginnt sich sein Leben grundlegend zu ändern. Nachdem ihn Silke verlässt, ist er plötzlich Single und denkt neu über sich nach. Unterstützung in dieser Situation erhält er von seinem Freund Mark, der als vermeintlicher Frauenheld und tatsächlicher Autolackierer viele Dinge so ganz anders betrachtet als Torsten. Aber gerade das hilft ihm, nach dramatischen Zwischenfällen seinen eigenen Weg klarer zu sehen und sich vielleicht einer neuen Liebe zu öffnen.. Meine Meinung: Nach dem Lesen der Kurzbeschreibung dachte ich an eine interessante Geschichte. Warum dann alles anders gekommen ist, könnt ihr gleich lesen... Torsten Burmester liegt nach einem Unfall im Krankenhaus. Der Hamburger Beamte wird im Krankenhaus von seiner Freundin Silke verlassen, da die Beiden sehr unterschiedlich sind: Silke ist eine kunstbeflissene quirrlige Frau, die gern Kultururlaube macht, während Torsten lieber Pauschalurlaub auf Mallorca macht und das ist, was Silke einen Spießer nennt. Jedenfalls wünscht sich der Oberinspektor (bei der Finanzbehörde) sehnlichst eine Frau an seiner Seite und versucht alles Mögliche, um seinem Traum näher zu kommen. Hilfe bekommt Burmester dabei von seinem besten Freund Mark, der als Autolackierer bei Opel arbeitet und ein Prolet ist, wie er im Buche steht. Obwohl Mark verheirateter Familienvater ist, sieht er jedem Rock hinterher, nennt seine Frau "Mutti" und lässt gern frauenfeindliche Sprüche vom Stapel. Die "Fisch-sucht-Fahrrad-Party" verläuft zwar nicht wie geplant, aber inzwischen hat Torsten sowieso ein Auge auf die hübsche Krankenschwester Anja geworfen und bittet sie um eine Verabredung. Und dann gibt es auch noch Torstens Trauma und den Grund dafür, warum er nicht ohne Licht schlafen kann.... Die Amazon-Kurzbeschreibung ist etwas irreführend und wahrscheinlich hätte ich mich sonst gar nicht darauf eingelassen. Denn es geht nicht wirklich darum, neue Wege zu beschreiten, sondern einzig und allein um das Liebesleben des Finanzbehörden-Oberinspektors, welches auch aus seiner Sicht beschrieben wird. Und die Protagonisten lassen kein einziges Klischee aus: Torsten sieht fast aus wie Brad Pitt, ist der Inbegriff des deutschen Beamten und lässt sich in seinem Alter (auf das übrigens nicht näher eingegangen wird, aber ich schätze mal zwischen Mitte 30 bis Mitte 40) noch die Wäsche von seiner Mutter machen. An der aufgeschlossenen Silke lässt er kein gutes Haar und wendet sich in Sachen Liebesdingen gleich Anja zu, die ihrerseits mit schwierigen privaten Verhältnissen und Problemen aufwartet. Und dann gibt es noch den biertrinkenden Lackierer Mark, der Frauen als Ischen bezeichnet und immer einen chauvihaften Spruch auf den Lippen hat. :0 Selten hatte ich es mit so eindimensionalen und klischeehaften Charakteren zu tun wie in "Schlafen mit Licht". :( Gottseidank umfasst dieses Werk nur 137 Seiten, die sich trotz der flachen, teilweise absurden Handlung schnell lesen lassen. Das titelgebende Trauma, mit dem Torsten zu kämpfen hat, wurde nur am Rande erwähnt. Schade, denn vielleicht hätte dessen Bekämpfung etwas an Tiefe verliehen. Zu guter Letzt bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich weder mit den Charakteren, noch mit dem vorherrschenden Humor identifizieren kann. Schade, denn aus der Grundidee hätte sich sicher mehr machen lassen. Fazit: Ich hoffe nur, dass mir der Autor die schlechte Bewertung nachsieht, aber "Schlafen bei Licht" konnte mich leider nicht überzeugen. Deshalb gibt es dafür nur 1 STERN.

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    Claudia-Marina

    137 Seiten können so lang sein – vor allem, wenn man das Buch schon nach fünf Seiten am liebsten aus dem Fenster schmeißen würde. Wollte ich. Wer mich kennt, der weiß, dass ich das mit einem Buch nie machen würde – es sei denn, es gibt einen guten Grund dafür. Hier gibt es gleich mehrere – und alle machen mich gleichermaßen aggressiv. Ich möchte nicht, dass mich Bücher aggressiv machen, ich will in ihnen eintauchen, versinken, mich verlieren. Nichts von alledem, war hier möglich. Torsten Burmester, Beamter, wurde von einem Bus angefahren und liegt nun im Krankenhaus. Dann trennt sich seine Freundin Silke von ihm. Er ist ihr, der Künstlerin, halt zu spießig, Dosenbier meets Prosecco – ich frage mich, wie das da überhaupt mal funken konnte – und wie sehr diese Beziehung an der Oberfläche dümpeln musste, um so schnell und mit so wenig Tränen beendet zu werden. Einfach so – zack – vorbei. Zum Glück ist da die nette Krankenschwester Anja, ne geile Schnitte, wie Torstens Freund Mark sie bezeichnet. Ob mit der was geht? Ich will ja nichts verraten, doch die Story ist dermaßen flach und vorhersehbar, dass ihrs euch ja denken könnt. Derart hölzern habe ich selten einen Roman erlebt. Die Dialoge sind platt und rangieren auf dem Niveau einer mittelmäßigen Seifenoper. Alles läuft nach Schema F, so vorhersehbar, so ohne Humor, ohne Tiefgang. Komisch ist es nur unfreiwillig – und mal ehrlich, was gibt es Schlimmeres, als lachen, dass nur das Schreien ersetzt. Torsten ist das Klischee eines Beamten. Brav versieht er seinen Dienst und lässt auch durchaus raushängen, dass er sich in diesem Status für etwas Besseres hält. Durch einen Unfall bei der Bundeswehr kann er nur bei Licht schlafen – auf diesen interessanten Fehler in seiner Persönlichkeit wird dann aber leider nicht wirklich eingegangen – würde ja den Herrn Beamten in einem schlechten Licht zeigen. Hier wird Potential vergeudet, einfach am Rand liegen gelassen! Mark, der Freund, lässt derart frauenfeindliche Sprüche los, dass ich richtig wütend werde. Nein, Frauen sind keine dauergeilen Objekte, aber das scheint dieser dauer-biertrinkende Prolet nicht verstanden zu haben. Wenn es darum geht, unsympathische Charaktere zu erschaffen, dann muss ich sagen – Herr Gogolin, das können Sie! Auch die Frauen kommen nicht besser weg – Silke ist die karrieregeile herzlose, Anja die liebevoll-lockige Krankenschwester. Schubladen-Charaktere – langweilig und unsympathisch. Was für ein Weltbild wird hier vermittelt? Frauen sind entweder Freiwild, das man ungehindert anbaggern darf – und wenn sie dann nicht wollen, sind sie Zicken. Beamte sind faule, überhebliche Menschen, die auf alle hinabblicken und sich von eventuellen Kunden genervt fühlen. Autolackierer sind ungebildete Proleten, die nur Bier trinken und Playboy lesen. Dieser Roman lebt von Stereotypen – Entwicklung gleich null, auch wenn die so groß angekündigt wird. Nach 137 Seiten war es dann glücklicherweise vorbei. Licht aus!

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    earring

    15. February 2011 um 13:35

    1950 wäre eine Frau bestimmt glücklich gewesen, wenn ihr ein gestandener Oberinspektor mit Heiratsabsichten und Kinderwunsch den Hof gemacht hätte. Dass die Welt 2011 anders geworden ist, muß der junge Torsten Burmester auf die harte Tour lernen, nachdem ihm seine Freundin den Laufpass gegeben hat. Mit Aussicht auf Kind und Küche lässt sich heute keine mehr locken, die heute gut ausgebildeten Frauen haben andere Pläne und suchen keinen Versorger. Für den leicht spießigen Torsten fängt ein schwieriger Weg an, sich den Gegebenheiten anzupassen und für den Leser beginnt eine kurzweilige Weltreise durch die verquere Gefühlswelt liebeshungriger Männer. Ob gebildet oder schlicht gestrickt, alle haben sie Schwierigkeiten, wenn es um die Frage geht, was Frauen eigentlich wollen. Wie nebenbei entlarven sie dabei, dass Männer es einfach nicht schaffen, sich über ihre eigenen Wünsche klar zu werden, was eine Partnerschaft nicht gerade erleichtert. Das Leben ist eben keine Zuckerstange. Die Protagonisten sind etwas holzschnittartig gezeichnet, was aber nicht weiter stört. Dafür lebt das Buch von sprühendem Dialogwitz und einem liebevollen Blick auf die zum Teil echt rührenden Versuche, doch noch einen Zipfel vom Glück zu erhaschen.

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    JED

    Kurzinhalt: Der Beamte der Finanzbehörde Torsten Burmester liegt nach einem Unfall im Krankenhaus. Während sein Freund Mark vor allem Krankenschwester Anja „zum Flachlegen“ findet, nutzt Torstens Freundin Silke den Krankenbesuch, um ihm nach 3 Jahren Beziehung den Laufpass zu geben. Torsten muss sein Leben neu gestalten. Meine Meinung: Ich war mehrmals versucht, das Buch in eine Ecke zu werfen und gleich zu vergessen. Aber dafür hat es mich auch viel zu sehr (im negativen Sinne) aufgeregt und das muss ich hier auch loswerden. Fast auf jeder Seite erfährt der Leser, dass es bei Torsten um einen Beamten handelt – verbunden mit sämtlichen Klischees, die man in Zusammenhang mit diesem Berufsstand kennt. Oder nun dank Gogolin kennen lernt. Man fragt sich, ob der Autor eine gewisse Abneigung gegen Beamte hegt oder hier langsam schon eine Satire schreibt. Aber dafür bleibt das gesamte Buch zu oberflächlich. Silke verlässt Torsten, der denkt eigentlich nie wirklich darüber nach. Oder trauert groß. Frei nach dem Motto: Okay, dann halt die nächste. Man sollte doch annehmen, dass eine 3jährige Beziehung mehr Spuren hinterlässt. Stattdessen packt er all ihre Sachen in eine Sporttasche und damit offenbar auch alle Emotionen für sie – und verabredet sich gleich mit besagter Schwester Anja. Wirklich grausam wird es, als Beziehungen auch noch mit geordneten Abläufen bei Beamten verglichen werden, ja besagter Beamter sogar der Meinung ist, bestimmte Beziehungen könnten nicht mit seinem Amtseid korrespondieren. Aha. Welch wertvolles Bild wird hier doch von (vermeintlichen?) Beamten vermittelt. Eigentlich verwunderlich, dass sich das „Schlafen bei Licht“ nicht auch noch auf den schlafenden Beamten im Dienst bezieht. Aber vielleicht soll es das ja, schließlich betreibt Torsten das auch in diesem Buch. Titelgebend dürfte aber ein Traumata sein, das dazu führt, dass Torsten nachts zu Hause bei Licht schlafen muss. Aber das spielt eigentlich nur am Rande eine Rolle und soll dem gebeutelten Beamten wohl eine gewisse Tiefe verleihen. Das ist leider völlig misslungen!. Freund Mark – offenbar das klare Gegenstück zu den „geordneten Verhältnissen“ – toppt die Sammlung der Klischees in diesem Buch noch. Als Vater zweier kleiner Kinder (wobei dem Leser auch gleich gesagt wird, dass Mark – hätte er noch mal die Chance – sich gegen 2 Kinder entscheiden würde) nennt er seine Frau nur „Mutti“, während er selbst (vor allem verbal) permanent hinter anderen Frauen her ist, sich in seiner Freizeit mit Torsten zulaufen lässt und einen frauenfeindlichen Spruch nach dem anderen ablässt. Der Playboy ist bei beiden Pflichtlektüre. Schließlich wollen Frauen nur flachgelegt werden. Und bei Torsten nur Kinder bekommen. Deswegen versteht er auch gar nicht, dass Silke auch noch was anderes vom Leben wollte. Ich kann sie sehr gut verstehen! Erwähnenswert auch noch Torstens Mutter, die für ihren (bitte wie alten Sohn?) noch fleißig die Wäsche wäscht. Das kann alles unmöglich ernst gemeint sein?! Fazit: Was für „interessante“ Protagonisten. Was für ein völlig überholtes Menschenbild. Oder bewege ich mich einfach in anderen Kreisen? Grausam!

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    Klusi

    09. February 2011 um 23:31

    Torsten Burmester wird von einem Bus angefahren und landet mit mehreren Knochenbrüchen im Krankenhaus. Als ihn seine Freundin Silke besucht, eröffnet sie ihm bei der Gelegenheit, dass sie die Beziehung als beendet betrachtet. Torsten ist ihr nicht schnell genug auf der Karriereleiter nach oben, und auch mit seinem Kulturverständnis ist die Kunstfachfrau unzufrieden. Er ist eher der sympathische, konservative Junge von nebenan, immer adrett und nie so ganz aus seiner Sohn-Rolle herausgewachsen. Torstens Freund Mark hat seine eigene Philosophie, was Frauen angeht. Vom Charakter her eher simpel gestrickt, fühlt er sich als absoluter Frauenheld zumindest mit dem Mundwerk. Seine Ehefrau nennt er wenig liebevoll „Mutti“ oder auch „Alte“, je nach Gemütslage. Seinem Freund Torsten ist er in Beziehungsfragen keine große Hilfe, denn sein Verhältnis zu Frauen beschränkt sich auf „Flachlegen“. Torsten muss selbst die Initiative ergreifen, wenn es um sein künftiges Liebesglück geht, und er macht sich auch gleich auf die Suche nach der Frau fürs Leben. Weit muss er den Blick nicht schweifen lassen, denn ganz nah und greifbar ist zu dieser Zeit Krankenschwester Anja. Krankenschwestern seien besonders leicht zu haben, versichert ihm sein Freund Mark, aber so einfach gestaltet sich die Eroberung nun doch wieder nicht. Ganz nebenbei hat Torsten auch noch ein psychisches Problem: Er kann nur bei Licht schlafen. Kurzweilig ist die Geschichte, ich habe die 136 Seiten im Laufe eines Nachmittags gelesen. Mir persönlich war sie zu kurzweilig, denn die Handlung bewegt sich ziemlich an der Oberfläche, es geht fast ausschließlich um Torstens Beziehungsprobleme. Für tiefgründige Gedanken ist dieser Roman nicht die richtige Anlaufstelle. Torstens Abenteuer lassen sich recht vergnüglich lesen, allerdings werden im Verlauf der Geschichte wohl so ziemlich alle Klischees bedient, die es über das Beamtentum und seine Anwärter gibt. Auch Frauen kommen allgemein nicht so gut weg, was nicht nur an Marks eindeutigen Äußerungen liegt. Torsten selbst geht auch zum Teil sehr seltsame Wege, um seine Angebetete zu erobern, er zäumt das Pferd vom falschen Ende auf, was besonders beim „ersten Kuss“ deutlich wird. Liebe scheint eher zweitrangig zu sein, denn in erster Linie sucht er „geordnete Verhältnisse“. Aber auch Anja verhält sich manchmal etwas seltsam, und ihre Beweggründe sind ein wenig fadenscheinig. Und Torstens Problem, welches dem Buch seinen Namen gab, wird leider eher nebensächlich am Rand abgehandelt. Wer eine leichte Lektüre sucht, sich nur gut unterhalten und einfach mal abschalten möchte, ist mit diesem Roman jedoch gut beraten.

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    sarahsbuecherwelt

    09. February 2011 um 10:31

    Bei dem neuen Roman von Wolfgang A. Gogolin fiel mir sofort das schichte Cover auf. Dir grauen Töne wirkten auf den ersten Blick sehr trist. Auf den zweiten Blick ist es jedoch ein gelungenes Kunstwerk. Die Sonne, die durch die grauen Wolken bricht, in Kombination mit der Landschaft passt gut zu dem Titel. Als Leser wurde ich sofort ins Leben von Torsten Burmester geworfen. Torsten befand sich im Krankenhaus, nachdem er einen Bus geknutscht hat. Mit diesem Unfall verändert sich das sonst so beschauliche Leben von Torsten. Silke, seine langjährige Freundin, verlässt ihn kurzer Hand bei einem Besuch im Krankenhaus. Seine Mutter, die noch die Hemden für ihren Beamten-Sohn wäscht, freut sich. Sein bester Freund hingegen, weiß nur blöde Ratschläge zu geben. Aber einen Ratschlag beherzigt Torsten, er unterhält sich mit der attraktiven Krankenschwester Anja. Schnell wird klar, dass das die richtige Frau für den neugewordenen Single sein könnte. Aber ganz so einfach ist es nicht und erst muss Torsten einige Hürden meistern, um das Herz von Anja endgültig erobern zu können. Schon auf der ersten Seite fällt der leichte und moderne Stil, den Wolfgang A. Gogolin auch bei seinen vorherigen Werken verwendet hat, auf. Ich wurde als Leser sofort in die Geschehnisse eingebunden und hatte das Gefühl genau zu wissen, worum es geht. Seinen Protagonisten führt der Autor charmant und detailliert ein, sodass ich ihn genau vor meinen Auge sehen konnte. Den gleichen Detailreichtum verwendet er auch bei den anderen Charakteren. Jeder hat besondere Merkmale und wirkt auf seine Art und Weise sympathisch. Selbst die egoistische Silke wurde liebenswert dargestellt. Irgendwo konnte ich ihr Verhalten schließlich verstehen und bewundern. Trotz der liebenswerten Züge von Torsten, fand ich es doch etwas albern, dass ein erwachsener Mann seine Wäsche noch zu seiner Mutter bringt. Irgendwie passt dies aber zu dem Bild, was viele Leser von einem Beamten haben. Geschniegelt, gutes Geld, etwas altbacken, versucht es allen recht zu machen und Familienmensch durch und durch. Auf der anderen Seite versucht der Autor aber immer wieder den Eindruck zu vermitteln, dass Beamte gar nicht so arbeitsscheu sind, wie man oft denkt. In kleine Einblendungen zeigt Wolfgang A. Gogolin Streitthemen am Telefon oder wie die Arbeit im Büro abläuft. Trotzdem schafft es der Autor nicht, mir als Leser dieses typische Bild eines Beamten gänzlich zu nehmen. Das Beamtentum ist allerdings nur ein netter Nebeneffekt in dieser Geschichte. Hauptsächlich geht es um das Thema Liebe. Er zeigt, wie selbstverständlich manche Männer ihre Partner nehmen und dann, wenn es zu spät ist merken, dass sie gar keine andere Frau wollen. Der Autor deckt auf, wie Männer teilweise über Frauen denken und das kann sogar sehr amüsant sein. Im Grund geht es jedoch darum, dass sich jeder einen richtigen Partner wünscht. Dabei deckt er Fehler auf, die zu einer Trennung, zu unterschiedlichen Lebenswegen oder zu Missverständnissen führen. Ich finde die Umsetzung innerhalb dieser Geschichte sehr gut gelungen. Es ist alles sehr leicht verständlich. Die Sätze sind bildhaft, werden dessen ungeachtet nicht künstlich in die Länge gezogen. Wolfgang A. Gogolin achtet auf die relevanten Details. Dadurch lässt sich die Geschichte flüssig lesen. Im Grunde ist es keine schwere Kost, trotzdem regt sie zum Nachdenken an. Er beleuchtet das Thema „Beziehungen“ einmal von einer ganz neuen, interessanten Seite. Besonders gut fand ich die Auflösung des Titels. „Schlafen bei Licht“ ist ein Interesse weckender Titel. Allerdings habe ich mich stets gefragt, in welcher Verbindung er mit der Geschichte steht. Schnell wird klar, dass der Protagonist nur schlafen kann, wenn das Licht angelassen wurde. Die Auflösung warum dies der Fall ist, fand ich traurig, aber gelungen. Der Schluss der Geschichte war vorhersehbar. Er ist nicht schlecht und lässt viele Frauen hoffen. Auf der anderen Seite lässt dieses Ende auch Raum für eine Fortsetzung. Schließlich möchte man als Leser wissen, ob dies Beziehung unter den gegebenen Voraussetzungen funktionieren kann. Mir persönlich hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist leicht zu lesen, regt aber auch zum Nachdenken an. Sie ist in sich abgeschlossen, lässt aber gleichzeitig Raum für einen Nachfolger. Bei diesem leichten und lockeren Stil, kann man nur hoffen, dass dies passiert. Da ich selbst in Hamburg geboren wurde, war es schön sämtliche Schauplätze im Buch wiedererkennen zu können. Egal ob den kleinen Supermarkt oder ein Restaurant, die Geschichte spielt mitten im Herzen von Hamburg. Nicht nur dieser Aspekt, sondern auch die Wahl der Protagonisten und des Themas machen das Buch authentisch. Aus diesem Grund kann ich die Lektüre empfehlen. Es ist nicht zu lang, nicht zu kurz und einmal angefangen, fesselt es, bis man die letzte Seite gelesen hat. Dafür sorgen die vielen Wendungen und neuen Einflüsse. Lediglich einen negativen Punkt konnte ich bei diesem Werk feststellen. Sonst kenne ich nur Kurzgeschichten des Autors. Dort gab es logischerweise immer wieder Möglichkeiten zum Pausieren in Form von einer neuen Geschichte. Ich hatte schon damals gesagt, ich möchte unbedingt einmal eine längere Geschichte in Form eines Romanes lesen, einfach um die gesamte Bandbreite seines Könnens einmal lesen zu können. Von dem Punkt hat es sich gelohnt. Allerdings gibt es keine Kapitel. Muss man einmal pausieren, fällt es schwer einen Absatz zu finden, der sich dafür eignet. Immer wieder passiert etwas Neues und man möchte gar nicht aufhören. Das ist im Grunde positiv, aber wer nicht an einem Stück lesen kann, wird dies negativ finden.

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    amicus

    07. February 2011 um 23:07

    Eine etwas andere Liebesgeschichte. Mal nicht Birthes Suche nach dem blondgelockten Traumprinzen, sondern die Sehnsucht eines Hamburger Kerls, endlich auf seine Traumprinzessin zu treffen. Finanzbeamter Torsten Burmester, nach einem Unfall im Krankenhaus liegend, wird plötzlich und unerwartet von seiner Freundin verlassen, hadert mit dem Schicksal und findet, dass Glück und Frauen gerecht zugeteilt werden sollten. Einer, der ihm die Frau fürs Leben zuteilt, findet sich zu seinem Ärger zwar nicht, aber immerhin gibt es einen alten Kumpel, der mit enorm großer Klappe die tollsten Frauen-Aufreißtipps auf Lager hat. Unter anderem werden Internetpartnerschaftsagenturen und Speeddatingveranstaltungen, z.B. in der Hamburger Fabrik ausgetestet, da bleibt kein Auge trocken. Feine Ironie und derbe Sprüche wechseln sich ab, das ist schon sehr unterhaltsam gemacht, weil die beiden jungen Männer hinter der abgebrühten Fassade eigentlich ganz, ganz klein sind. Letztlich treibt sie nur die Angst vor Einsamkeit um, was sie aber nie im Leben zugeben würden. Männliches Seelenleiden inklusive Mimikry aufgedeckt und exakt auf den Punkt gebracht, würde ich sagen. Bemerkenswert ist, wie wenig Ansprüche an eine eventuelle neue Freundin gestellt werden und wie schwer es dem sonst nicht auf den Mund gefallenen Torsten Burmester fällt, die eigenen Wünsche zu formulieren. Die Frauen in "Schlafen bei Licht" scheinen umgekehrt jedenfalls haargenau zu wissen, was sie wollen und auch, wie sie es bekommen können. Die Handlung ist von vorn bis hinten nicht sonderlich kompliziert, wird aber mit viel Speed vorangetrieben und spielt zum größten Teil in Hamburger Stadtteilen. Man hat eigentlich zwei Möglichkeiten, das Buch zu lesen, entweder man amüsiert sich über Gogolins gnadenlosen Humor und den Schreibstil oder man leidet mit dem verzweifelt liebesuchenden Helden. Man kann auch beides machen, dafür habe ich mich entschieden.

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    traumwald

    05. February 2011 um 13:48

    ...wir müssen uns trennen! "Weil ich die tote Giraffe doof finde?" Torsten Burmester liegt nach einem Unfall verletzt in einem Hamburger Krankenhaus und endlich trifft Furie Silke - sein langerwarteter Besuch - ein. Als wäre ihre Frisur - von lang auf raspelkurz - nicht schon Schock genug, eröffnet sie ihm nach anfänglichen wüsten Beschimpfungen Bezug nehmend auf das unfähige Personal auch schon die nächste Hiobsbotschaft. Ungefähr so: "Wir müssen reden!" Wenn eine Frau diesen von Männern gefürchteten Satz ausspricht, dann kann nichts Gutes dabei rum kommen. "Hör mal - `DU und ICH`, dass passt einfach nicht mehr zusammen!" Wohl wahr, unterschiedlicher könnten zwei Charaktere nicht sein, obwohl Gegensätze sich ja bekanntlich anziehen. Sie will sich als Künstlerin etablieren und das hinterwäldlerische Leben eines Beamten hindert sie daran ihres in vollen Zügen auszukosten. Auch Torstens Freund Mark entspricht so gar nicht ihrer Prosecco Klientel. Wie Jedermann sehnt sich Spießer Thorsten nach Familie. Warum nur will Silke das nicht? Was ist gegen ein zwei Kinder, ein kleines Haus in ländlicher Idylle und gegen Ostsee Strandkörbe einzuwenden? Und ehe sich Torsten versieht, liegt seine männliche Gefühlswelt in Trümmern. Er fühlt sich in seiner männlichen Eitelkeit gekränkt und versteht die Welt nicht mehr. Wie gut das es Freunde wie Machoman Mark gibt, die einen dazu animieren den Spießer an den Nagel zu hängen, um auf Frauenjagd zu gehen. Jedem Mann stellt sich irgendwann die Frage: Was will FRAU eigentlich? :: Meinung: 137 Seiten hat "Schlafen bei Licht"! Ein kurzweiliges Leseerlebnis, welches für mich durchaus Unterhaltungswert hat. Wenn auch ich sage, dass die Idee der Handlung nichts NEUES ist, so fühlt sich diese doch so an, als sei sie aus dem HIER und JETZT - einfach aus dem wahren Leben gegriffen und aus der Sicht der Hambuger Jungs (Männer) - und das mag ich. Dennoch muss ich sagen, dass die Situation von Thomas mich mehr amüsiert als ergriffen hat. Nebst des zynischen Humors, ein bisschen Großstadtpoesie und der Erotik, vermisste ich besonders solche Momente, die besonders tief gehen und einen berühren. Mir war so, als schien Thomas Gefühl zu Silke nicht mehr so innig gewesen zu sein, wie es einst wohl war. Warum? Weil er ziemlich gut und schnell über den Schmerz hinweggekommen ist. Mich erklomm nach und nach das Gefühl, dass er mehr Angst vor dem Allein sein hatte. Aber das ist meine eigene Interpretation. Einen intensiveren Rückblick auf sein traumatisches Erlebnis mittels eines psychiatrischen Aufenthalts in einer Psychiatrie oder einer einfachen Behandlung durch einen total abgedrehten Psychiater - wäre facettenreicher gewesen und hätte mir sehr gefallen. Was ich meine ist, dass man oftmals zu der Erkenntnis gelangt, weniger ist manchmal mehr und hier hätte dieses "Quäntchen mehr" nicht geschadet, besonders weil ich durchaus Freude dabei hatte, dieses Werk von Wolfgang A. Gogolin zu lesen. Zu erwähnen ist auch der flüssige Sprach- u. Schreibstil! :: Atmosphäre: 2 Sterne Charaktere: 2,5 Sterne Handlung: 2 Sterne Sprach & Schreibstil: 4 Sterne Humor: 4 Sterne :: 3 Sterne von 5 Sterne :: Fazit: Ich wanderte durch Hamburgs Straßen! "Schlafen bei Licht" hat mir einen entspannten und unterhaltsamen Leseabend beschert. :: Für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars geht mein Dank an den Autor Wolfang A. Gogolin

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  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    Bellexr

    … lieber Licht aus! . Nach einem Zusammenstoß mit einem Bus landet Torsten Burmester im Krankenhaus. Es reicht nicht, dass er sich das Schlüsselbein gebrochen hat, nein, seine langjährige Freundin Silke hat nichts Besseres zu tun, als noch im Krankenhaus mit ihm Schluss zu machen. Aber für was hat man Freunde und so macht ihn Mark gleich auf die niedliche Krankenschwester aufmerksam, die Torsten pflegt. Schnell ist Silke vergessen und nachdem Torsten aus dem Krankenhaus entlassen ist, nimmt er Kontakt mit Silke auf. . Vorwegstellen möchte ich, dass es sich hierbei um ein Rezensionsexemplar handelt, welches ich unaufgefordert vom Verlag zugesandt bekommen habe. Zwar sind Beziehungsromane nicht so unbedingt mein Geschmack, doch wenn sie gut geschrieben sind, lese ich auch diese sehr gerne. Also habe ich mich freudig ans Werk gemacht … und bin ziemlich enttäuscht worden. . Die Geschichte wird einem nett, locker in einfach gehaltener Sprache vermittelt und unterhält eigentlich recht gut, auch wenn das Ende schnell vorherzusehen ist. Die in der Kurzbeschreibung dramatischen Ereignisse in Torstens Leben konnte ich jedoch bis zum Schluss nicht finden. Der Grund für den anscheinend wenig passenden Buchtitel wird einem im Lauf der Geschichte vermittelt. Hört sich ja erst einmal gut an, aber: Es haben mich die extrem vielen Klischees, welche im Lauf der Geschichte abgehandelt werden, mit der Zeit regelrecht angenervt. . Torsten ist ein etwas biederer, konservativer Finanzbeamter, der ohne Krawatte nicht aus dem Haus geht, überzeugend dem Vorurteil frönt, dass Beamte eh den ganzen Tag nichts im Büro machen außer Zeitung lesen und Kreuzworträtsel lösen, zwischendurch noch ein Nickerchen einlegen und ansonsten lieber eher doch nicht so viel arbeiten möchten. Sein Kollege Gerd hat die Arbeit selbstverständlich auch nicht erfunden, ist natürlich – was sonst – ein eingefleischter Modellbaufan und seine ganze Wohnung ist mit Modelleisenbahnen gepflastert. Torsten bekommt natürlich von seiner Mutter noch die Wäsche gewaschen und natürlich war Silke nie die richtige Frau für ihn, dies hat seine Mutter ja von Anfang an schon gewusst. Viel besser hätte doch die Steffi zu ihm gepasst, mit der er in der Tanzschule war, meint Mutti. . Und so richtig nahe zu gehen scheint ihn die Trennung von seiner langjährigen Freundin Silke auch nicht, nur sein männliches Ego fühlt sich hier ein wenig angegriffen. Silke ist natürlich das genaue Gegenteil von Torsten: eine durchgestylte, zickige Businessfrau, die nur ihre Karriere im Sinn hat und natürlich darf der notorisch kläffende „Handtaschenhund“ auch nicht fehlen. Wie die so unterschiedlichen Charaktere mehrere Jahre befreundet sein konnten, ist mir schleierhaft. . Ja, und dann Torstens Freund Mark. Also, ein anderes Wort als Proll fällt mir hier beim besten Willen nicht ein. Mark ist ein schnurbarttragender Autolackierer, für den nichts über eine bestimmte Automarke geht (bei der Häufigkeit der Erwähnung der Autormarke muss man fast schon an Sponsoring denken), als Lesefutter nur den „Playboy“ und die „Auto-Motor-Sport“ kennt, seine Frau allen ernstes Mutti nennt und jedem Rock hinterher gafft, der ihm über den Weg läuft. Dies wird natürlich noch mit ordentlich saftigen Ausdrücken versehen und die Verwunderung ist dann allen ernstes groß, als er tatsächlich einmal von Jemand verprügelt wird. Hier werden wirklich alle Vorurteile bedient, die man von Automechanikern oder Menschen in ähnlich arbeiteten Berufen haben kann. Ach ja, und in Liebesdingen kennt er sich natürlich auch bestens aus und seine Sprache ist hier entsprechend „allertiefste Schublade“. . Und auch die anderen Charaktere sind dermaßen flach, eindimensional und vor allem über und über mit Klischees behaftet, dass ihre Handlungen eigentlich schon ersichtlich sind, bevor sie diese dann wirklich ausführen. Eigentlich hat mir hier nur noch die blondierte Friseuse im knackigen Mini gefehlt und dann wären so ziemlich alle Klischees bedient gewesen. . 2 Punkte gibt es wirklich nur dafür, dass die Story sich trotz allem sehr locker, stellenweise humoristisch und durchweg flüssig lesen lässt und das Buch nur rund 140 Seiten hat und somit schnell durchgelesen ist, ansonsten hätte ich es abgebrochen.

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    • 2

    ada

    27. January 2011 um 14:17
  • Rezension zu "Schlafen bei Licht" von Wolfgang A. Gogolin

    Schlafen bei Licht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2011 um 10:01

    - Allerdings stapelte sich im Postkorb ein Häufchen, zwar mit Eingangsstempel versehener, aber noch unbearbeiteter Briefe. Ein vibrierender Montagmorgen. - Torsten Burmester würde es zwar nie zugeben, aber er ist ein Beamter wie aus einem Bilderbuch. In seinem Kleiderschrank gibt es scheinbar nur Hemden, Krawatten, Jeans und vielleicht ein Jackett. Seinen Dienst absolviert er zum großen Teil nach Vorschrift, verbringt ein Teil seiner Arbeitszeit aber auch mit rein privaten Angelegenheiten. Als er von einem Bus angefahren wird, ändert sich sein Leben. Seine kunstbeflissene Freundin verlässt ihn und er muss seine Zukunftspläne neu sortieren. Hinzu kommt, dass Torsten schon lange ein Problem mit sich herumschleppt. Er kann nur schlafen, wenn eine Lampe eingeschaltet ist. Genauso undramatisch, wie sich die Inhaltsangabe anhört, ist die gesamte Geschichte. Gut, Torsten wird von seiner Freundin verlassen und muss sich neu umschauen. Doch eigentlich hat die beiden nie eine wahre Liebe verbunden. Erstaunlich ist wie schnell er sich umschaut und auch eine neue potenzielle Partnerin kennen lernt. Ist sie die große Liebe? Und was hat es mit den Schlafproblemen auf sich? Hier bleibt mir der Autor zu oberflächlich. Das Problem wird nur nebenbei und vor allen Dingen zu spät angesprochen. Es wird einfach abgehandelt. Ein solch tiefgreifendes Erlebnis beeinflusst aber, wenn es nicht verdrängt wird, den Betreffenden nicht nur partiell und wird nicht so schnell verarbeitet. Dieser Aspekt der Geschichte ist aber eigentlich hoch interessant und bietet ausreichend Spannungspotenzial. Und umso enttäuschender ist es, das er nicht stärker in den Mittelpunkt gerückt wird. Die in Ansätzen erotischen Stellen des Buches sind teilweise sehr gut beschrieben, rutschen dann aber wieder in nicht nachvollziehbare Handlungen ab und passen so gar nicht zu den Figuren. Teilweise liegt das auch an der Sprache, die manchmal recht altbacken wirkt beziehungsweise nicht elektrisieren kann. Auch das Ende kommt aus meiner Sicht viel zu einfach und zu plötzlich. Fazit: Die grundlegende Idee ist eigentlich interessant, müsste aber sprachlich noch lebendiger umgesetzt werden. Auch eine längere Abhandlung der Ereignisse und andere Schwerpunkte könnten dem ganzen Werk eine gewisse Spannung verleihen.

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