Wolfgang Bauer Über das Meer

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(9)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Über das Meer“ von Wolfgang Bauer

Vor unseren Augen spielt sich eine doppelte humanitäre Katastrophe ab: Der syrische Bürgerkrieg fordert nach wie vor zahllose Menschenleben. Millionen Syrer sind auf der Flucht. Einige von ihnen wagen von Ägypten aus die Überfahrt nach Europa. Bei diesem Unterfangen sterben Jahr für Jahr Hunderte Menschen, das Mittelmeer ist damit die gefährlichste Seegrenze der Welt.

Der "Zeit"-Reporter Wolfgang Bauer hat syrische Flüchtlinge begleitet. In ihren Verstecken in Ägypten, im Boot, auf den Straßen Europas. Er schildert die Schicksale, die sich hinter den abstrakten Zahlen verbergen, und die dramatischen Umstände der Flucht. Ein authentisches Dokument und zugleich ein leidenschaftlicher Appell für eine humanitärere Flüchtlingspolitik.

Wichtiges Buch zu einem wichtigem Thema.

— Sumsi1990

Wer wissen will, was syrische Flüchtlinge riskieren, um über das Mittelmeer nach Europa zu kommen, muss Bauers packende Reportage lesen.

— HelgeDenker

Das Buch liest sich wie eine erfundene, aufregende Abenteuergeschichte, wurde aber vom Leben geschrieben.

— einszweidrei

Stöbern in Sachbuch

Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen

Anstand ist mehr als ein Wort, nämlich eine Haltung.

seschat

Leben lernen - ein Leben lang

Ein Buch für die Ewigkeit, da es nie an Aktualität verlieren wird. Ein Muss für jedes Bücherregal.

Nane_M

Couchsurfing in Russland

Leider konnte mich das Buch nicht so sehr wie "Couchsurfing im Iran" überzeugen, da es einfach zu oberflächlich war.

libreevet

Rattatatam, mein Herz

Jeder hat Angst und jeder von uns wird sich zwischen den Seiten finden. Einige nur in 1%, andere nah an den 100%. Offen & ungeschönt gut.

Binea_Literatwo

Federleicht - Die kreative Schreibwerkstatt

sehr kompakt für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet

Engel1974

Die Stadt des Affengottes

Ein interessantes Thema, leider mit vielen historischen Längen…

Bücherfüllhorn-Blog

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Geht unter die Haut

    Über das Meer

    emma_vandertheque

    19. June 2017 um 14:24

    Ein Reporter und ein Fotograf geben sich als Flüchtlinge aus und begeben sich in die Hände von Schleusern, die sie in einem Boot über das Mittelmeer ins Ersehnte Europa bringen sollen. Schnell wird klar, dass diese finale Etappe zwar der gefährlichste, aber auch der kleinste Teil einer sehr zermürbenden, zum großen Teil fremdgesteuerten „Reise“ ist. Die Probanden werden zu Spielbällen von rivalisierenden Schleuserbanden, sitzen wochenlang muxmäuschenstill in engen, anonymen Apartments ohne zu wissen wo sie sind, wann und ob es weitergeht – immer darauf hoffend, dass sie an „vertrauenswürdige“ Schlepper geraten sind, die sich nicht schon längst mit ihrem Geld aus dem Staub gemacht haben oder sie in eine Nussschale pferchen und auf dem offenen Meer ihrem Schicksal überlassen werden.Ein riskantes Projekt, den beiden wird schnell klar, dass sie sich, sollte ihre Tarnung auffliegen, in höchster Gefahr befinden und auch bei der tatsächlichen Flucht über das Meer nur hoffen können, nicht in eine Notsituation zu geraten, denn auch ein eventuell abgehender Notruf über das mitgeführte Satellitentelefon ist keine Garantie für eine rechtzeitige Rettung. Zugleich werden an zwei „Mitreisenden“ exemplarisch die möglichen Beweggründe für eine Flucht nach Europa, und die damit verbundenen Hoffnungen beschrieben. Die beiden Schicksale werden auch nach der Flucht eine gewisse Zeit begleitet und zeigen, wie die erträumten Vorstellungen hart mit der Realität aufeinandertreffen.Spätestens nach dieser Lektüre wird einem bewusst, dass sich niemand „freiwillig“ auf diesen gefährlichen Weg macht, aber auch dass viele an eine Zukunft im „gelobten Europa“ glauben, die es so nicht gibt. Auch hier wieder der Appell: Vor Ort die Lebensumstände verbessern und über das hier zu erwartende aufklären. Denn dass die Europäische Union die Einreise irgendwann erleichtern und so zigtausend Tote im Mittelmeer verhindern wird, scheint utopisch.

    Mehr
  • Gefährliche Flucht über das Mittelmeer

    Über das Meer

    Federfee

    29. August 2016 um 14:28

    Der Reporter Wolfgang Bauer, der u.a. für 'Die Zeit' arbeitet und der Fotograf Stanislav Krupar (Geo, National Geographic) haben sich zu einem gewagten, sogar lebensgefährlichen Unternehmen zusammengetan. Sie lassen sich Bärte wachsen, nehmen eine falsche Identität an und wollen zusammen mit einem befreundeten Syrer von Ägypten aus die Flucht übers Mittelmeer anzutreten um darüber zu berichten.Es ist ein relativ dünnes, aber sehr beeindruckendes Buch, das das vage Bild 'im Boot übers Mittelmeer' präzisiert und in seinen schrecklichen Einzelheiten beleuchtet. Die Familie des wohlhabenden Syrers Amar war schon einmal geflohen, nach Ägypten, aber auch dort war für sie kein Leben möglich. Sie sind Bürger 2. Klasse und haben keine Zukunftsperspektive. Das folgende Zitat kommt mir doch allzu bekannt vor:Syrer gelten vielen Ägyptern als Terroristen, die Unsicherheit bringen, als Schmarotzer, die ihnen die Jobs wegnehmen. (S. 9)Die Familie beschließt, dass der Vater Amar die Flucht wagen und sie dann später nachholen soll. Also begibt er sich mit den Reportern in die Hand von Schleusern und entsprechenden Agenturen. Es ist unglaublich, in welchem Ausmaß dieses Geschäft in Ägypten betrieben wird, wie sehr die Notlage von Menschen ausgenutzt und sie finanziell regelrecht ausgequetscht und betrogen werden.Wenn das Unternehmen wenigstens erfolgreich gewesen wäre! Aber alles geht schief und das scheint die Regel zu sein: Ausraubung, Entführung, Lösegeld-Erpressung. Die Gruppe von Flüchtlingen, die für ein Boot zusammengestellt ist, wird von einer konspirativen Wohnung in die andere gebracht, unter unmenschlichen Bedingungen zusammengepfercht, bevor es irgendwann doch auf ein marodes Boot geht, immer unter der Gefahr, von der Küstenwache aufgegriffen zu werden. Doch damit ist es noch lange nicht zu Ende ...

    Mehr
  • Sollte jeder, der mitredet, gelesen haben!

    Über das Meer

    Sumsi1990

    03. May 2016 um 13:21

    Ich habe diese Buch vor einigen Tagen aus der Hand gelegt und war mehr als begeistert. Ich finde es wirklich wichtig, dass es solch mutige Leute gibt, die sich selbst einer Gefahr aussetzen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Der Schreibstil war sehr angenehm für mich und die Story ist (auch unabhängig von der aktuellen politischen Lage) sehr interessant. Ich habe für mich mitgenommen, dass man sich - bevor man mitredet - jedenfalls umfassend und wahrheitsgetreu informieren soll, da der Wahrheitsgehalt in den Medien zu solchen Themen leider zu wünschen übrig lässt. Meiner Meinung nach wäre dies ein Buch, dass jeder gelesen haben sollte. Vor allem würde es sich auch sehr als Buch im Rahmen von Lehrstoff an Schulen eignen.

    Mehr
  • Mit Flüchtlingen in einem Boot über das Meer

    Über das Meer

    HelgeDenker

    03. April 2016 um 18:08

    Wer wissen will, was syrische Flüchtlinge alles riskieren, um über das Mittelmeer und anderen Wegen nach Europa zu kommen, muss Bauers packende Reportage lesen. Er und sein Fotograf waren 2014 mit die ersten, die sich als Flüchtlinge ausgaben, mit ihnen in die Boote stiegen. Auf dem Weg ins "Elysium Europa" werden sie mehrfach entführt und verhaftet. Bauers lesenswertes Buch ist ein beeindruckendes Plädoyer für die Menschlichkeit - und für offene Grenzen. An den Tatsachen hat sich bis heute nichts geändert, nur sind es heute nicht mehr zehntausende, sondern Millionen, die sich auf den Weg machen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks