Wolfgang Bellaire Die Roboter im Eis

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Inhaltsangabe zu „Die Roboter im Eis“ von Wolfgang Bellaire

DIE ROBOTER IM EIS (Band 3) Schiffbruch im Packeis. Der Roboterjunge Jonathan treibt auf einer Eisscholle. Seine Regenerationsmechanismen treten in Kraft. Wie ist er hierhergekommen, wo sind die Wobotniks, seine Familie, und vor allem: Welches düstere Geheimnis birgt das sinkende Schiff?

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  • [Rezension] Die Roboter im Eis – Wolfgang Bellaire

    Die Roboter im Eis
    JenniferKrieger

    JenniferKrieger

    27. April 2015 um 20:35

    Klappentext: Schiffbruch im Packeis. Der Roboterjunge Jonathan treibt auf einer Eisscholle. Seine Regenerationsmechanismen treten in Kraft. Wie ist er hierhergekommen, wo sind die Wobotniks, seine Familie, und vor allem: Welches düstere Geheimnis birgt das sinkende Schiff? Einordnung: - Die Roboter kommen (Teil 1)  - Die Roboter auf der Flucht (Teil 2)  - Die Roboter im Eis (Teil 3) nach Neuauflage der gesamten Reihe gibt es außerdem - Angriff aus dem Cyberspace (Teil 4) - Die zweite Schöpfung (Teil 5) Rezension: Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten! Auch im dritten Abenteuer der Familie Wobotnik bleibt der Autor dabei, komplizierte Sachverhalte realitätsgetreu darzustellen, statt sie für Kinder zu vereinfachen. Doch so gut mir das Fachvokabular in den beiden vorherigen Bänden noch gefallen hat, nimmt es hier eindeutig Überhand. Beispielsweise gibt es eine so genaue Beschreibung der Stromversorgung auf einem Containerschiff, dass auch ich nicht alles wirklich verstanden habe. So habe ich diese Dinge, deren Details für den Verlauf der Geschichte im Grunde auch unwichtig sind, dann größtenteils überlesen. Gleichzeitig verhindert das aber, dass die Geschichte von Anfang an mitreißend ist, weil die Seiten nur oberflächlich überflogen werden. Ebenfalls negativ ist mir die viele Gewalt aufgefallen. Natürlich gab es auch schon in den vorherigen Büchern Brandstiftung, bissige Hunde und brutale Detektive, doch in diesem Teil nimmt es ein ganz neues Ausmaß an. Es beginnt damit, dass Jonathan auf dem sinkenden Schiff zwei Kinder findet, die als blinde Passagiere mitgefahren sind. Das Mädchen, Kisi, berichtet davon, wie sie vergewaltigt wurde – von ihrem Onkel und von einem Mann auf dem Schiff. Dann treffen sie mehrfach auf aggressive Eisbären, die Menschen attackieren und töten. Außerdem findet Jonathan auf dem Schiff ein erfrorenes Paar. Im weiteren Verlauf des Buches werden dann noch Leute in die Luft gesprengt, erschossen oder aus dem Fenster geworfen. Hinzu kommt noch, dass die anderen Kinder, die in der Geschichte auftauchen, eiskalt und gefühllos wirken. Kisi erzählt nicht nur unbeeindruckt, dass sie vergewaltigt wurde, sondern auch davon, dass ihre Eltern gestorben sind. Ein anderer Junge, den sie später aufgreifen, ist völlig ungerührt, dass ein Mensch vor seinen Augen gestorben ist und gibt sogar noch einen Mord in Auftrag. Ich habe mir wirklich den netten, freundlichen Patrick aus den ersten beiden Büchern zurück gewünscht. Nichtsdestotrotz war das Buch auch spannend, weil die Pickersgill Detektive den Wobotniks noch immer auf den Fersen sind. Außerdem haben es diesmal auch wieder skrupellose Menschen auf sie abgesehen, deren Schiff die Wobotniks stehlen mussten, um vom Unglücksort zu entkommen. Aber die Roboter können nicht einfach untertauchen, denn Mami Hannas Technik funktioniert nicht mehr einwandfrei, sodass sie dringend den Container mit Ersatzmaterial finden müssen. Immer wieder kommt es zu tragischen Momenten, in denen Mami Hanna stundenlang reglos und wie tot verharrt. Darunter leidet besonders Jonathan, der noch immer so sympathisch, ehrlich und einfühlsam ist wie in den vergangenen Teilen. Fazit: In diesem Buch nehmen das Fachvokabular und die detaillierte Beschreibung der Technik ein wenig Überhand, sodass ich die Seiten teilweise einfach nur überflogen habe, weil ich die beschriebenen Dinge nicht nachvollziehen konnte. Außerdem gibt es in dem Buch mehr Tote als ich an beiden Händen abzählen kann und mehrfach Berichte von Vergewaltigungen. Für ein Kinderbuch jedenfalls eindeutig zu viel. Dennoch war die Geschichte spannend zu lesen und besonders mit dem einfühlsamen Jonathan habe ich viel gelitten. Daher bekommt „Die Roboter im Eis“ trotzdem noch drei Schreibfedern von mir.

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