Wolfgang Bittner

 3,5 Sterne bei 22 Bewertungen

Lebenslauf von Wolfgang Bittner

Wolfgang Bittner lebt als Schriftsteller in Göttingen. Der promovierte Jurist verfasst Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen und ist Mitglied im PEN. Von 1996 bis 1998 gehörte er dem Rundfunkrat des WDR an, von 1997 bis 2001 dem Bundesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller. Wolfgang Bittner war freier Mitarbeiter bei Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen und veröffentlichte mehr als 60 Bücher, zuletzt "Die Abschaffung der Demokratie".

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wolfgang Bittner

Cover des Buches Die Abschaffung der Demokratie (ISBN: 9783864891670)

Die Abschaffung der Demokratie

 (4)
Erschienen am 01.02.2017
Cover des Buches Die Eroberung Europas durch die USA (ISBN: 9783864891892)

Die Eroberung Europas durch die USA

 (2)
Erschienen am 02.06.2017
Cover des Buches Die Fährte des grauen Bären (ISBN: 9783934824225)

Die Fährte des grauen Bären

 (2)
Erschienen am 01.05.2004
Cover des Buches Flucht nach Kanada (ISBN: 9783934824256)

Flucht nach Kanada

 (2)
Erschienen am 01.04.2007
Cover des Buches Die Insel der Kinder (ISBN: 9783869060828)

Die Insel der Kinder

 (2)
Erschienen am 19.01.2010
Cover des Buches Die Eroberung Europas durch die USA (ISBN: 9783864891205)

Die Eroberung Europas durch die USA

 (1)
Erschienen am 09.11.2015

Neue Rezensionen zu Wolfgang Bittner

Cover des Buches Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen (ISBN: 9783943007213)ulricherichs avatar

Rezension zu "Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen" von Wolfgang Bittner

Zeitgeschichte
ulricherichvor 4 Monaten

die nicht vergessen werden sollte. Ich bin über die nachdenkseiten auf die Rezension des Buchs aufmerksam geworden. Als Angehöriger der Babyboomer-Generation nicht mit den Schrecken des Kriegs konfrontiert, kenne ich diese Zeit nur aus den Erzählungen meiner Eltern. Die allerdings so eindringlich, dass sich mir der Eindruck eingeprägt hat, dass die Generation meiner Eltern um ein Stück ihres Lebens beraubt wurden, für eine üble Propaganda und den Größenwahn einer vermeintlichen Herrenrasse. 

Zum Buch: Geschildert wird das beschauliche Leben des "Kindes" aus seiner Sicht in einer Großteils heilen Welt, bis der Krieg Einzug hält. Nach und nach verschlechtert sich die Lage, mündet schließlich in Flucht und Vertreibung.

Der Schreibstil von Herr Bittner`s Biographischen Erlebnissen, erinnerte mich etwas an den Erzähler aus dem off, was dem Buch allerdings nicht schadet. Für Zeitgeschichtlich Interessierte ein lesenswertes, mahnendes Buch.

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Cover des Buches Die Eroberung Europas durch die USA (ISBN: 9783864891892)W

Rezension zu "Die Eroberung Europas durch die USA" von Wolfgang Bittner

Augen öffnend und neue Sichtweisen ermöglichend!
wschvor 4 Jahren

Nach dem Lesen der ersten Seiten oder Kapitel des Buches stellt sich eigentlich der Eindruck ein: "Was schreibt der denn da für ein Gefasel". Was sich dann aber nach dem Lesen der letzten Seite grundlegend geändert hat: "Meine Fresse, Wolfgang Bittner hat ja mehr als Recht!!". 

Dazu führe man sich nochmals den Untertitel des Buches zu Gemüte: "Eine Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung"
Gedankenspiel_ Was würde beispielsweise geschehen, wenn sich Russland und die Volksrepublik China zusammen schlössen und Teile ihrer Militärmacht in Kanada, Mexiko, diversen Staaten in der Karibik stationieren würden?? Dass sich Russland durch die vergleichbaren Aktionen der NATO (Truppen in den baltischen Staaten, seit 1999 neue NATO-Mitglieder Tschechien, Polen, Ungarn, Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien) sich mehr als bedrängt fühlt, ist so gesehen auf der Stelle nachvollziehbar.
Dass die USA insgeheim an einer weiteren De-Stabilisierung der Ukraine interessiert ist, liegt auf der Hand. Die Ukraine ist schliesslich ein  potentielles zukünftiges EU- und NATO-Mitglied. Und damit unter der Herrschaft der US-Wirtschaft, zu der logischerweise auch die Produktion von militärischem Gerät gehört. Und irgendwohin muss die Produktion ja verkauft werden.
Die Ukraine samt der Krim, die hauptsächlich von russisch sprechenden Menschen bewohnt wird, war Teil der UdSSR. Anno 1954 hat der aus der Ukraine stammende Nikita Chruschtschow, die Halbinsel Krim der Ukraine zugeordnet, zugeteilt. Was zum damaligen Zeitpunkt im Grunde nichts anderes war als eine Provinz einer anderen Provinz zuzuschlagen. Warum Nikita das tat? Vielleicht aus einer gewissen Wodka-Laune heraus?
Die Macht dazu hatte er als Regierungschef der UdSSR auf jeden Fall. Wenn jetzt von einer russischen Invasion und Okkupation der Krim geredet und geschrieben wird, ist das schlicht falsch. Als einziger 'Warmwasser-Hafen' für die russische Marine war und ist Sewastopol auf der hauptsächlich von Russen bewohnten, vor 1954 sowieso zu Russland gehörenden Krim sowieso schon gut mit russischen Militärangehörigen besiedelt. Und die Zivilbevölkerung hat sich in einer Wahl zu einer Rückkehr zu Russland entschieden. Was alles in der Berichterstattung untergeht, verschwiegen wird. Im Sinne der USA und seinen zahlreichen Geheimdiensten sind die Russen nun mal schlichtweg die 'Bösen', die es einzudämmen, zu bekämpfen gilt. Dass der Krieg in der Ost-Ukraine, den die westlich orientierten Machthaber führen lassen, von den USA zumindest massiv finanziell unterstützt wird, geht ebenso unter.
Der thematische Schwerpunkt des Buches liegt auf Europa. Nur am Rande werden auch die anderen von den USA angezettelten, finanzierten, unterstützten oder geführten Kriege erwähnt. 
Zitat von Seite 181: "Die USA und ihre Geheimdienste kennen keine Skrupel, wenn es gilt, die Politik anderer Länder zu beeinflussen oder unliebsame Personen auszuschalten. Das gilt für Salvador Allende, Slobodan Milošević, Saddm Hussein und Muammar al-Gaddafi ebenso wie für den ehemaligen Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, bei dem man es allerdings mit dem Rufmord bewenden ließ. ... Strauss-Kahn war zu der Zeit in Frankreich Präsidentschaftskandidat der Sozialistischen Partei und nach allen Umfragen potentieller französischer Präsident."
Dass Wolfgang Bittner alle Feststellungen nicht in Form von aus der Luft gegriffenen Behauptungen darstellt, sondern mit nachprüfbaren Quellenangaben untermauert, ist selbstverständlich.
Als Fazit ist nur eines festzustellen: Lesen und nachdenken, so lange dazu noch Zeit ist...

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Cover des Buches Die Eroberung Europas durch die USA: Zur Krise in der Ukraine (ISBN: 9783864896217)K

Rezension zu "Die Eroberung Europas durch die USA: Zur Krise in der Ukraine" von Wolfgang Bittner

Wortfeuer wider den Wahnsinn
Kontrahentvor 5 Jahren

„Die Eroberung Europas durch die USA. Zur Krise in der Ukraine“ - Wolfgang Bittner

Wortfeuer wider den Wahnsinn

Buchtipp von Harry Popow

Das politische und vor allem gesellschaftskritische polemisch geschriebene Sachbuch „Die Eroberung Europas durch die USA“, Autor Wolfgang Bittner, Oktober 2014 veröffentlicht, mag einigen Lesern noch in guter Erinnerung sein, und schon ist eine Neuauflage mit einem Nachtrag seit November 2015 auf dem Markt. Überarbeitet und erweitert von etwa 146 auf 191 Seiten. Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Es geht um eine erhebliche Nachladung in der Wortschlacht um die Zurückdrängung von Kriegsgelüsten durch die USA und deren Gefolgschaften, u.a. die Krise in der Ukraine betreffend. 
 


Stellte der Autor in der Erstauflage auf Seite 91 fest, es werde weiter an der Eskalationsschraube gedreht, so hält er am Anfang des Nachtrages resignierend fest, Kritiker der Aggressionen der westlichen Allianz gegen Russland, der Spionagetätigkeit der NSA, der Lügen von Politikern und ihrer hörigen Medien können schreiben, was sie wollen (so zum Beispiel Edward Snowden) - „es hat kaum Auswirkungen“ (S. 143). Ganz im Gegenteil: Alles bleibe, wie es war: Verschleierung, Lügen, Hetze, Provokationen, Kriegsgefahr, regionale Krisen und Kriege. „Das Vorrücken der von den USA dominierten NATO bis unmittelbar an die Grenzen Russlands hat zu einer Rüstungsspirale und permanenten Kriegsgefahr für Europa geführt“, resümiert der Autor auf Seite 183. Gründe genug, um entlarvende Polemik mit weiteren und aktuellen Fakten aufzuladen.

Der Nachtrag unterteilt sich inhaltlich in sieben Abschnitte. Eingangs führt Wolfgang Bittner Aussagen Brzezinskis, Kissingers oder George Friedmanns ins Feld, die belegen: Die Ukraine-Krise wurde durch die USA und die EU inszeniert, „um weiterhin gegen Russland vorgehen zu können“. Das Hauptinteresse der USA sei, ein Bündnis zwischen Deutschland und Russland zu verhindern. Die westliche Allianz wolle, so die Strategie, Russland als Machtfaktor in der internationalen Politik ausschalten, ruinieren und Osteuropa einschließlich  Russland den westlichen Kapitalinteressen aufschließen und den imperialen Zielen der USA unterordnen. In diesem Zusammenhang wendet er sich gegen den Täuschungsbegriff Antiamerikanismus, der „ein vom CIA geprägter Kampfbegriff“ sei. (S. 146)

Interessant sind meiner Ansicht nach die inhaltlich sehr unterschiedlichen Reden von Putin (siehe Waldai-Konferenz am 24.10.2014) und Obama (24.09.2014), die der Autor miteinander vergleicht und feststellt, während Putin zur humanitären Zusammenarbeit vom Atlantik bis zum Stillen Ozean aufruft, behauptete Obama, „Russland stelle die Ordnung der Nachkriegszeit infrage, während für die USA Recht vor Macht gehe...“ Man werde Russland die Kosten für sein aggressives Vorgehen aufbürden und Lügen die Wahrheit entgegensetzen. (S 151) In einer Rede vor der US-Militärakademie behauptete er selbstherrlich: „Von Europa bis Asien sind wir der Dreh- und Angelpunkt aller Allianzen...“

Die größtenteils Falsch- und Lügenmeldungen der bürgerlichen „Qualitätsmedien“ über den Ukraine-Konflikt ins Visier nehmend, stellt der Autor die Frage, was mit dieser extensiven Feindpropaganda bezweckt wird. Soll die deutsche Bevölkerung wirklich auf einen ´großen Krieg´ in Europa vorbereitet werden? (S. 157) Auf die Krim eingehend, verweist der Autor auf den gravierenden Unterschied zwischen Annexion und Sezession (lt. Internet - Loslösung einzelner Landesteile aus einem bestehenden Staat mit dem Ziel, einen neuen souveränen Staat zu bilden oder sich einem anderen Staat anzuschließen). Den Medien kreidet er weiter an, dass es an einer Aufklärung über die tatsächlichen Verhältnisse in der Westukraine fehlt, über Rechtsextremismus, Korruption und Mord. Außerdem: „Das Taktieren um die Kontrolle des Landwirtschaftssektors ist ein ausschlaggebender Faktor im größten Ost-West-Konflikt seit dem Kalten Krieg...“ (S. 165)

Unter der Zwischenüberschrift „Kriegsvorbereitungen“ wird nicht nur der berüchtigte Satz des Staatspräsidenten Petro Poroschenko vom 20. Mai 2015 erwähnt, man sei in einem Krieg mit Russland, sondern auch die des polnischen Verteidigungsministers, die Periode des Friedens in Europa sei Vergangenheit. (S. 166) Im Juli 2015 habe der US-General Joseph Dunford bei einer Anhörung im US-Kongress gewarnt, Putin sei die größte Bedrohung für die USA. Inzwischen schließen NATO-Strategen, so Wolfgang Bittner, „begrenzte taktische Atomschläge“ mit Russland nicht mehr aus. Unterwürfig freut sich da die deutsche Verteidigungsministerin, am Aufbau eines multinationalen Landstreitkräftekontingents von 5.000 Soldaten unter deutscher Führung beteiligt zu sein. (S. 175)

Und wie steht es mit Russland? Keinen Zweifel lässt der Autor daran, dass Russland seit Beginn des Ukraine-Konflikts ebenfalls aufrüstet, allerdings defensiv. (S. 173) Auf Seite 169 vermerkt er, dass der russische Präsident im Juni 2015 bekanntgab, dass aufgrund der Bedrohung durch die NATO „das Arsenal an Interkontinentalraketen, die mit Atomsprengköpfen bewaffnet werden können, aufgestockt“ werde. Auf Seite 174 findet der Leser überdies Angaben über fest installierte und mobile Interkontinentalraketen mit einer Reichweite von 11.000 Kilometern. Die sogenannten Topol-M-Raketen würden als Gegenstück zum amerikanischen Raketenabwehrschild gelten.

(Hierbei sei auf den aufschlussreichen Beitrag von Rainer Rupp in der „jungen Welt“ vom 20.10.2015 unter der Überschrift „Geostrategische Umwälzung. Russlands Intervention gegen den ´Islamischen Staat´ weist die USA in die Schranken“ aufmerksam gemacht. Link: https://www.jungewelt.de/2015/10-20/008.php?sstr=Rupp%7CGeostrategische%7CUmw%C3%A4lzung )

Dick zu unterstreichen ist deshalb die Meinung des Autors, wenn kein Politikwechsel erfolge, wird Westeuropa zum absoluten Einflussgebiet der USA, vor allem auch deshalb, wenn TTIP nicht ausgebremst wird. Die Spaltung Europas von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, das sich erneut „in einem Kalten Krieg mit Russland befindet, ist eine Jahrhunderttragödie“. (S. 184) Wie viele Wortgefechte, verbunden mit tatkräftiger Gegenwehr für die Zurückdrängung jeglichen Wahnsinns, sind noch nötig? (PK)

Der Autor:
Wolfgang Bittner, geboren 1941 in Gleiwitz, lebt als Schriftsteller in Göttingen. Der promovierte Jurist war freier Mitarbeiter bei Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (1997-2001 im Bundesvorstand) und im PEN, erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise und hat über 60 Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder veröffentlicht, darunter die Romane »Hellers allmähliche Heimkehr«, »Schattenriss oder Die Kur in Bad Schönenborn« und »Niemandsland« sowie das Sachbuch »Beruf: Schriftsteller« und hat gelegentlich auch für die NRhZ geschrieben.


Wolfgang Bittner: „Die Eroberung Europas durch die USA. Zur Krise in der Ukraine“, Taschenbuch: 192 Seiten, Westend-Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2015, Auflage: 1., Überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe (9. November 2015), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3864891205, ISBN-13: 978-3864891205, 14,99 Euro.

Erstveröffentlichung dieser Rezension in der Neuen Rheinischen Zeitung.

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=22229

Weitere Texte des Rezensenten:
http://cleo-schreiber.blogspot.com

Harry Popow: „Platons Erben in Aufruhr. Rezensionen, Essays, Tagebuch- und Blognotizen, Briefe“, Verlag: epubli GmbH, Berlin, 316 Seiten, www.epubli.de, ISBN 978-3-7375-3823-7, Preis: 16,28 Euro

http://www.epubli.de/shop/buch/PLATONS-ERBEN-IN-AUFRUHR-Harry-Popow-9783737538237/44867

kontakt@epubli.de

Telefonische Bestellung 09 – 16 Uhr : 030/617890 200

Harry Popow: „In die Stille gerettet. Persönliche Lebensbilder.“ Engelsdorfer Verlag, Leipzig, 2010, 308 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-86268-060-3

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