Wolfgang Blösel Die römische Republik

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Inhaltsangabe zu „Die römische Republik“ von Wolfgang Blösel

Die Frühzeit Roms ist umrankt von spannenden Legenden, doch spätestens
mit dem Galliersturm zu Beginn des 4. Jahrhunderts betritt man historisch
gesicherten Boden. Von diesem Zeitpunkt an vollzieht sich der Aufstieg Roms
zur Weltmacht – doch nicht, ohne dass der Stadtstaat immer wieder gefährlich
militärisch herausgefordert wird.
Wolfgang Blösel liefert eine kenntnisreiche, differenzierte und anregende
Darstellung, die von den mythischen Anfängen Roms in der Königszeit bis
zum Untergang der Republik in den Stürmen der Bürgerkriege reicht. Die
Ständekämpfe zwischen Patriziern und Plebejern, die Entwicklung des römischen
Ämterwesens, Konflikte mit mächtigen Gegnern – nicht zuletzt mit
Karthago – und der Konkurrenzkampf innerhalb der aristokratischen Elite
bilden weitere Schwerpunkte seiner Darstellung. Sein besonderes Augenmerk
liegt schließlich auf dem Zerbrechen der Solidarität in der Führungsschicht
und dem Aufstieg von Protagonisten wie Pompeius und Caesar, die
das Ende der Republik befeuern, aus dem Octavian siegreich hervorgeht
und als Augustus mit dem Prinzipat eine neue Herrschaftsform etabliert.

Geschichte der römischen Republik in Kurzfassung

— Matzbach

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    Die römische Republik

    Matzbach

    08. June 2015 um 08:17

    Wie soll man einen bereits zahlreich gepflügten Acker neu bearbeiten? Eigentlich eine undankbare Aufgabe, die sich der Althistoriker Wolfgang Blösel da gestellt hat. Seine Idee: Ein neues Ordnungskriterium als roter Faden, daher dann auch der Untertitel "Forum und Expansion". Diese Wechselwirkung ist es, die er in seiner kurzen Darstellung untersucht. Das Forum, der Ort der städtischen Selbstverfassung mit den zahlreichen bekannten Ämtern, steht quasi für die Innenpolitik. Demgegenüber steht die Expansion, die schrittweise Erweiterung des römischen Machtbereichs. Der Zusammenhang: erst außenpolitische Erfolge, sprich militärische Siege, verschafften den Angehörigen der römischen Elite die Eintrittskarte in ein politisches Amt. Erst als das Reich immer größer, die militärischen Qualifikationen der Führungsschichten aber immer geringer wurden, geriet die Republik in eine Dauerkrise. Zunehmend bestimmten Feldherren wie Scipio, Marius, Sulla, Pompeius und natürlich Julius Caesar ihre Geschicke, bis sie nach einem langjährigen, immer wieder aufflackerndem Bürgerkrieg zu Grabe getragen wurde. Wer sich schnell und relativ kostengünstig über die Geschichte der römischen Republik orientieren möchte, ist mit Blösels Werk sicher gut bedient, wer dies umfassender tun möchte, sollte dagegen eher auf die Darstellungen Klaus Bringmanns oder Michael Sommers zurückgreifen. Ein ärgerlicher Fehler hat sich dann doch eingeschlichen. Auf Seiter 203 führt Blösel aus, dass Sulla das Volkstribunat zu einer "Karrieresackgasse" gemacht habe, weil dessen Inhaber danach kein weiteres Amt mehr bekleiden durften, eine Seite später heißt es, dass sich mit dem Volkstribunat die anschließende Übernahme in den Senat verband. Ja, was denn nun?

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