Zurecht ein wichtiges Werk der Trümmerliteratur. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und ist 2024 definitiv ein Jahreshighlight gewesen. Die (Nach-)Kriegsschrecken sind auf wenigen Seiten erstaunlich präzise dargestellt und es regt auch über das Buch hinaus zum Nachdenken an. Es hat mich wirklich umgehauen. Auf wenig Seiten gibt es viel zu entdecken (auch in der Rhetorik), so dass ich am liebsten das ganze Buch markiert hätte.
Wolfgang Borchert
Lebenslauf
Alle Bücher von Wolfgang Borchert
Draußen vor der Tür
Das Gesamtwerk
Die traurigen Geranien und andere Geschichten aus dem Nachlaß
Wolfgang Borchert: Draussen vor der Tür
Schischyphusch
Allein mit meinem Schatten und dem Mond
Draussen vor der Tür : das Stück und ausgewählte Prosa.
Draussen vor der Tür und ausgewählte Erzählungen.
Neue Rezensionen zu Wolfgang Borchert
Nachts schlafen die Ratten doch, die Hundeblume, die Küchenuhr und draußen vor der Tür habe ich damals in der 12. Klasse im Deutsch-Leistungskurs durchgenommen. Mein Geschmack war es nicht, da derartige Werke nicht einfach zu analysieren sind. Die Sprache ist nicht mal eben zum Runterlesen, sondern erfordert einiges an Zeit und Verständnis, um die Hintergründe zu klären. Hinzu kommt, dass die 4 Geschichten sehr dunkel sind. Sie zeugen von Zerstörung, Armut und einer Kriegszeit, an die man lieber gar nicht erst denken möchte. Man merkt in den 4 Geschichten schon eine leichte Schwermut und wie es den Betroffenen ergangen sein muss. Dennoch möchte ich mir den Inhalt nicht nochmal vornehmen müssen, da er, wie oben geschildert, doch recht anstrengend war.
Ein Mann kommt nach Deutschland. Er kommt zurück, nach drei Jahren Sibirien, nach fünf Jahren Krieg. Zurück in eine Heimat, die nichts mehr für ihn bereit hält. Seine Frau liegt bei einem anderen. Der Oberst kennt ihn nicht mehr. Ein Job wird ihm nicht gegeben. Die Eltern sind tot. Da bleibt für Beckmann nur noch ein Weg - der Gang zur Elbe…
Bocherts "Draußen vor der Tür" zählt zu Recht zu den Klassikern der Nachkriegszeit. Mit seiner Figur Beckmann fängt Borchert das Leben eines Kriegsheimkehrers ein. Beckmann steht vor den Trümmern seines Lebens und wird mit unserer Gesellschaft konfrontiert. Eine Gesellschaft, die nach dem Krieg die Verantwortung von sich schob, die auf die anderen zeigte - ohne sich selbst zu hinterfragen. Die Anfängern keine Chancen mehr gab. Die dem Elend, draußen vor der Tür, den Rücken kehrt. Selbstmorde stehen an der Tagesordnung. Doch das interessiert niemanden.
Borchert fängt mit seinem Drama ein Stück Nachkriegsgeschichte ein. Eine Geschichte, die die Situation nach 1945 gut illustriert und den 1000den Schicksalen der Kriegsheimkehrer eine Stimme gab. Sicher in extremer Form, doch die braucht es, um wachzurütteln.
Kurzum: Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte. Empfehlenswert.
Gespräche aus der Community

Hallo liebe Lovelybooks-Freunde,
wir laden euch zu einer neuen BUCHFUNK-Hörrunde ein! Dafür haben wir Wolfgang Borcherts "Sämtliche Erzählungen" ausgewählt, die von Florens Schmidt gesprochen wurden.
Wir verlosen unter allen Interessierten 20 Hörbücher - ihr müsst nur noch unsere Bewerbungsfrage beantworten:
Was denkst du: Wie können Krieg und Zerstörung die Menschen verändern?
Wir freuen uns auf eure Antworten, Meinungen und Diskussionen!
Viel Glück!
Euer Johannes von BUCHFUNK
Über den Autor Wolfgang Borchert:
Wolfgang Borchert wurde am 21. Mai 1921 in Hamburg Eppendorf geboren. Nach einer Schauspielerausbildung wird er 1940 am Theater Lüneburg engagiert. 1941 Einberufung zum Kriegsdienst. Immer wieder kommt er wegen verschiedener Vergehen in Haft und wird zur "Frontbewährung" entlassen. Bereits in dieser Zeit hat Borchert auch mit verschiedenen Erkrankungen zu kämpfen. Nach Gefangennahme und französischer Kriegsgefangenschaft kommt er zu Fuß nach Hamburg, wo er - bereits schwer erkrankt - in der Theaterszene aktiv wird. Im Februar 1947 wird sein Rundfunk-Hörspiel "Draußen vor der Tür" aufgeführt. Am 20. November stirbt Borchert in einem Krankenhaus in Basel in der Schweiz.
Über Wolfgang Borcherts Erzählungen:
Mit seinen Erzählungen antwortet Wolfgang Borchert (1921-1947) auf den Zusammenbruch und die traumatischen Erfahrungen, die der Zweite Weltkrieg hinterlassen hat. Ungeschönt, wahrhaftig und in einer oft expressiven Sprache erzählt Borchert von der Front, von Daheimgebliebenen und Zurückgekehrten.
Einfühlsam und ergreifend arbeitet Borchert dabei Trauer, Verlust und Wut der Menschen in einem zerstörten Land auf - und wird damit zu einem der bekanntesten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur.
Über den Sprecher Florens Schmidt:
Florens Schmidt, geboren 1984 in Berlin, stand schon als Jugendlicher in der Serie "Schloss Einstein" (KiKa) vor der Kamera. Nach seinem Schauspielstudium an der Filmhochschule Babelsberg war er mehrere Jahre fest am Schauspielhaus Hamburg engagiert. Als Sprecher arbeitet er regelmäßig für Synchron und Hörspiel. Seit 2017 ist Schmidt von Berlin aus als freier Schauspieler unterwegs.


Endlich Ferien mit den Eltern im Schiffhaus am Meer
Aber irgendwie ist diesmal von Anfang an der Wurm drin. Linns Mama und Papa haben Knatsch, weil Papa noch mal zurück in die Stadt muss, und deshalb ist Mama total sauer. Das reicht ja schon, um einem die Urlaubslaune zu verderben. Aber weil das wohl immer noch nicht genug Mist ist, selbst wenn man erst neun Jahre alt ist, hat auch noch Linns Lieblingsurlaubsfreundin Smilla ein fremdes Mädchen mit ans Meer genommen. Was ist los? Wieso merkt denn niemand, wie allein Linn sich fühlt? Wieso will keiner wissen, wie es ihr geht? Vielleicht braucht es manchmal Blitz, Donner und Hagelschlag, damit die Luft wieder klar wird und man sich besser erkennen kann.
Das neue Kinderbuch von Ute Wegmann für 7-11 Jährige mit zahlreichen Illustrationen.
Verlost werden 10 Bücher unter allen, die Spaß an dieser Sommergeschichte haben - und vielleicht selber etwas von Ihren Ferien am Strand erzählen mögen – aber da es ja um Ferien geht, muss keiner etwas schreiben.
Viel Glück!
... und auch ein weiteres Buch wird verlost:
Schaut einfach einmal nach beim "Schischyphusch"

"Schischyphusch"
– komischer Titel für ein Buch. Als mein Mann mir die Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert vorlas, war ich zutiefst angerührt von ihrem herzergreifenden Inhalt und auch mein Mann musste sich bisweilen beim Vorlesen eine Träne aus den Augen wischen.
Mit Mutter und Onkel besucht der kleine Wolfgang ein Gartenlokal. Sowohl Onkel als auch der heraneilende Kellner haben einen Sprachfehler – beide schprechen das "S" als "SCH" aus. Daher der "Schischyphusch" statt eines eigentlichen "Sisyphus". Onkel und Kellner haben zunächst den Eindruck, dass der andere sie "utzen" will, was beinahe zu einer Katastrophe geführt hätte.
So gleich dieser Makel für beide ist, so unterschiedlich haben sich beide in ihrem Leben damit eingerichtet. Lebemann, Frauenschwarm und Genießer der eine – Opfer, Misanthrop und eine arme Seele der andere.
Das Berührende in der Begegnung der beiden Kontrahenten und die unfreiwillige Beteiligung von Mutter und dem jungen Wolfgang Borchert daran, ihre Mimik, die Körpersprache und natürlich auch die Stimmung eines Hamburger Gartenlokals der 20er Jahre habe ich in meinen Bildern einzufangen versucht.
Ich hoffe, Ihr habt Freude an der Geschichte von Wolfgang Borchert und meinen Illustrationen dazu.
Verlost werden 10 Bücher. Schreibt, welche zunächst katastrophale Begegnung Ihr erlebt habt, die sich dann als wunderbare Fügung herausstellte oder auch, was Ihr mit den 20er Jahren verbindet.
Viel Glück!
... und auch ein weiteres Buch wird verlost:
Geht einfach auf die Seite von "Dunkelgrün wie das Meer"
Zusätzliche Informationen
Wolfgang Borchert wurde am 19. Mai 1921 in Hamburg (Deutschland) geboren.
Wolfgang Borchert im Netz:
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