Wolfgang Borchert

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Lebenslauf von Wolfgang Borchert

Wolfgang Borchert, hatte zu seinem Vater, einem Grundschullehrer ein sehr konfliktbelastetes Verhältnis, zu seiner Mutter, selbst Schriftstellerin dagegen ein sehr inniges. Ein Paar Jahre nach seiner Konfirmation, trat er aus der Schule aus. Seine Eltern, die ihn sehr offen und kulturell erzogen, duldeten dies. Seine Mutterbeziehung und vor allem die Sehnsucht nach dieser und die schwache Vaterfigur, sind oft Themen seiner Werke. Im Alter von 15 Jahren begann Borchert seine ersten Gedichte zu schreiben. Schon damals musste er nicht überlegen was er schrieb, es überkam ihn immer wieder wie Schübe. Manche Gedichte schrieb er genauso schnell wie mancher laß. Inspiriert durch Hamlet,verfasste Borchert seine ersten Dramen. Da er wegen schlechter Noten, nicht zum Abitur zugelassen wurden. Drängten seine Eltern darauf, dass er eine Buchhändlerlehre machte. Neben dieser beschloss Borchert Schauspieler zu werden und nahm Schauspielunterricht. 1940 wurde Borchert von der Gestapo festgenommen und verhört. Er wurde beschuldigt, die Homosexualität in seinen Werken zu verherrlichen und selbst eine Beziehung zu einem Mann zu haben. Borchert nahm dies hin und pflegte weiter Kontakte zu kritischen Kreisen. Wenige Monate später, brach Borchert seine Lehre ab und wanderte drei Monate als Schauspieler durch die Gegend. Obwohl alle meinten er hätte nur begrenztes Talent und er hatte auch nur kleinere Rollen, war es für ihn die schönste Zeit seines Lebens. Seine Einberufung zum Militär machten, seiner Schauspielkarriere ein Ende. Borchert wollte nie am krieg aktiv teilnehmen und kam von einem Rundgang mit einer Schußverletzung in der Hand zurück. Er wurde angeklagt wegen Selbstverstümmelung. Er wurde in dieser Anklage Freigesprochen, aber wegen seiner anklagenden Briefe an Freunde zu 8 Monaten Haft verurteilt. Seine Fronterfahrungen, sind häufig Themen seiner Werke. Auch seine Inhaftierung. Zurück an der Front erkrankte er an Gelbsucht und hatte Erfrierungen an beiden Füßen. Er wurde kriegsuntauglich. Borchert sollte zum Theater der Truppen um für die Unterhaltung zu sorgen, da Borchert Goebbels parodierte, wurde er zu 9 Monaten Haft verurteilt. Nach dem Krieg wurde Borchert richtiger Schriftsteller und verfasste zahlreiche Bücher. Zahlreiche Krnakenhausaufenthalte musste er überstehen, sein Zustand wurde aber nie besser. Wie sich nach seinem Tod herausstellte, hatte Borchert eine sehr empfindliche Leber, welche die Mangelernährung nicht überstand. Er starb am 20. November 1947. Einen Tag später wurde sein Stück "Draußen vor der Tür" in Hamburg uraufgeführt. Das theater und seine Eltern, die im Publikum saßen erfuhren erst kurz vor dem Stück von Borcherts Tod. Gestorben am 20. November 1947 in Basel.

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    Draußen vor der Tür

    Buchlandung_in_Muenchen

    28. April 2018 um 15:15 Rezension zu "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert

    Das erste Mal habe ich dieses Werk in der Realschule gelesen. Und seither immer mal wieder. Jedes Mal hat es in mir etwas angerührt. Zunächst hat es mein Interesse für die Nachkriegszeit geweckt. Dann wollte ich mehr über Borchert erfahren und andere Schriftsteller seiner Generation. Es hat mich auch sprachlich beeindruckt, obwohl oder eben wegen der kurzen prägnanten Sätze, die alles so hart und klar rüberbringen und mich dennoch emotional mitnehmen. Beim einen Mal wird mir kotzübel, beim anderen Mal weine ich, das nächste Mal ...

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  • INSIDER Top-3-Voting-Challenge 2018

    LovelyBooks Spezial

    Insider2199

    zu Buchtitel "LovelyBooks Spezial" von LovelyBooks

    Willkommen bei der "INSIDER Top-3-Voting-Challenge, 2018"! Anmeldungen: bis Ende November 2017 (auch ganzjährig möglich!!)Beginn des Voting für 2018: 1. Dezember 2017Beginn der Challenge: 1. Jan. 2018 (endet 31. Dez. 2018)Einstieg: ist ganzjährig möglich! Es müssen lediglich 12 Lose im Jahr erworben werden, um die Challenge zu bestehen und in den Lostopf zu wandern, doch können diese Lose theoretisch auch in einem Monat erworben werden - dazu später mehr.Um was geht es bei dieser Challenge?Jeder Teilnehmer schlägt jeden Monat 3 ...

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    • 2709
  • Dünnes Gesamtwerk, doch sehr gehaltvoll.

    Das Gesamtwerk

    moni-K

    13. August 2017 um 14:13 Rezension zu "Das Gesamtwerk" von Wolfgang Borchert

    Leider viel zu früh verstorben, war Borchert doch einer der wirklich Großen, dem es hätte vergönnt sein sollen, weitaus mehr seiner intelligenten und auch witzigen Geschichten und nachdenklich machenden Gedichte zu Papier zu bringen.

  • Schischischischischi...

    Schischyphusch

    sternchennagel

    06. February 2017 um 09:05 Rezension zu "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    Hach war das ein Vergnügen! Wunderschön Illustriert und als Wolfgang Borchert Fan einfach ein muss, Es ist so wunderbar wie er mit der Sprache spielt.Er Hat eine fast unüberschaubare Menge an Rhetorischen Mittel verwendet die dem ganzen seinen besonderen Charme geben, fast wirkt es wie eine kleine Fingerübung für ihn. Mit Witz und sehr kurz erzählt er doch eine berührende Geschichte, bei der mir fast ein Tränchen gekullert kam. Eine absolute Empfehlung

  • Wunderbare Geschichte!

    Schischyphusch

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. August 2016 um 12:15 Rezension zu "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    Ich kenne die Kurzgeschichte Schischyphusch oder Der Kellner meines Onkels von Wolfgang Borchert bereits aus meiner Schulzeit. Als ich dieses Buch in Form einer illustrierten Ausgabe sah, wollte ich das Buch unbedingt haben! Als ich die Geschichte dann wieder las, war die Geschichte genauso gut wie damals, wenn nicht sogar noch besser als ich sie in Erinnerung hatte!In Schischyphusch berichtet ein Junge aus der Ich-Perspektive von der ersten Begegnung seines Onkels und "seinem" Kellner. Beide haben den gleichen Zungenfehler, ...

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  • Wenn Sprachfehler verbinden ...

    Schischyphusch

    Orisha

    Rezension zu "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    Was passiert wenn zwei Menschen mit dem gleichen Sprachfehler aufeinandertreffen? Sie fühlen sich von ihrem Gegenüber auf den Arm genommen.Als der große, beleibte Onkel auf den schmächtigen, ängstlichen Kellner trifft und seine Bestellung aufgibt, traut er seinen Ohren kaum. Denn der Kellner kann kein hartes s aussprechen, wie der Onkel. Empört stellt er den Kellner zur Rede, glaubt er doch, er wolle sich über ihn lustig machen. Die Situation schaukelt sich schnell hoch und droht zu kippen, bis beide das Missverständnis aufklären ...

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    • 5
  • Buchverlosung zu "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    Schischyphusch

    birgitschoessow

    zu Buchtitel "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    "Schischyphusch"   – komischer Titel für ein Buch.  Als mein Mann mir die Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert vorlas, war ich zutiefst angerührt von ihrem herzergreifenden Inhalt und auch mein Mann musste sich bisweilen beim Vorlesen eine Träne aus den Augen wischen. Mit Mutter und Onkel besucht der kleine Wolfgang ein Gartenlokal. Sowohl Onkel als auch der heraneilende Kellner haben einen Sprachfehler – beide schprechen das "S" als "SCH" aus. Daher der "Schischyphusch" statt eines eigentlichen "Sisyphus". Onkel und Kellner ...

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    • 72
  • Bezaubernd nostalgisch

    Schischyphusch

    solveig

    Rezension zu "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    „Schischyphusch“ ist der Titel einer humorvollen und zugleich nachdenklichen Kurzgeschichte, die aus Borcherts früher Prosa stammt und bereits 1947 in einer Jugendzeitschrift veröffentlicht wurde. Die vorliegende nostalgisch angehauchte, von Birgit Schössow illustrierte Ausgabe ist sicherlich die attraktivste. Konsequenterweise wird hier auch die alte Rechtschreibung beibehalten. Aus kindlicher Sicht erzählt Wolfgang Borchert seine Erinnerungen an ein folgenreiches Zusammentreffen seines Onkels mit einem Kellner, „an einem ...

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    • 2
  • Ein Klassiker als Bilderbuch für Erwachsene

    Schischyphusch

    Mrs. Dalloway

    11. May 2016 um 09:59 Rezension zu "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    Herrlich! Was habe ich gelacht beim Lesen.Ich glaube, Wolfgang Borchert kennt jeder - zumindest noch seine Kurzgeschichten aus dem Deutsch-Unterricht in der Schule.Birgit Schössow hat sein Werk nun neu und so liebevoll illustriert, dass es eine wahre Freude ist, in dem Buch zu blättern.Es geht um den Erzähler, der mit seiner Mutter und seinem lauten, reichen Onkel in einem Lokal auf einen Kellner trifft. Den Onkel und den Kellner verbindet ihr Sprachfehler. Statt "S", "Z" und dergleichen kommt ihnen nur ein "Sch" über die ...

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  • Kurzgeschichte aus dem Jahr 1949

    Schischyphusch

    Bücherwurm

    09. May 2016 um 01:54 Rezension zu "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    "Schschiphusch" ist eine Kurzgeschichte aus dem Jahr 1949, entnommen einer Gesamtausgabe des sehr jung verstorbenen Autors Wolfgang Borchert.Ich war neugierig, natürlich wegen des interessanten Titels, wollte wissen, was sich dahinter verbirgt und kannte den Autor nicht.Die hier vorliegende Ausgabe erinnert an ein Bilderbuch aus Kinderzeiten. Die Illustrationen von Birgit Schössow zeigen bunte, einfache Bilder, passend zum Text. Mich erinnerten die Bilder an früherer Jungendromane, Oldtimer, Jungs in kurzen Hosen, junge Frauen ...

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