Wolfgang Borchert , Birgit Schössow Schischyphusch

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Inhaltsangabe zu „Schischyphusch“ von Wolfgang Borchert

Der Onkel groß, laut, reich, satt; der Kellner klein, blass, verbittert, verängstigt. Was die beiden Männer eint, ist ihr Sprachfehler. An einem sonnigen Sommertag geraten sie in einem Gartenlokal aneinander, jeder glaubt, vom anderen nachgeäfft und verhöhnt zu werden. Der selbstbewusste Onkel ist empört über das frevelhafte Verhalten des Kellners, der Kellner nimmt die Demütigung hin, so wie er es schon sein ganzes Leben lang gewohnt ist, und der Erzähler wird Zeuge einer Begegnung zweier Welten. Am Ende hat der Kellner einen Freund fürs Leben gefunden. Wolfgang Borcherts wohl rührendste Erzählung, liebevoll illustriert von Birgit Schössow.

Einfach toll!!!! <3

— sternchennagel
sternchennagel

Ein schöner, etwas unbekannterer Klassiker. Lesenswert.

— Orisha
Orisha

Die Kurzgeschichte ist super, die Illustrationen treffen aber nicht 100 %-ig meinen Geschmack.

— callunaful
callunaful

Wunderschönes Bilderbuch für Erwachsene - bezaubernd nostalgisch!

— solveig
solveig

Schöne Aufmachung einer Kurzgeschichte aus dem Jahr 1949.

— Bücherwurm
Bücherwurm

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    Schischyphusch
    sternchennagel

    sternchennagel

    06. February 2017 um 09:05

    Hach war das ein Vergnügen! Wunderschön Illustriert und als Wolfgang Borchert Fan einfach ein muss, Es ist so wunderbar wie er mit der Sprache spielt.Er Hat eine fast unüberschaubare Menge an Rhetorischen Mittel verwendet die dem ganzen seinen besonderen Charme geben, fast wirkt es wie eine kleine Fingerübung für ihn. Mit Witz und sehr kurz erzählt er doch eine berührende Geschichte, bei der mir fast ein Tränchen gekullert kam. Eine absolute Empfehlung

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  • Wunderbare Geschichte!

    Schischyphusch
    callunaful

    callunaful

    23. August 2016 um 12:15

    Ich kenne die Kurzgeschichte Schischyphusch oder Der Kellner meines Onkels von Wolfgang Borchert bereits aus meiner Schulzeit. Als ich dieses Buch in Form einer illustrierten Ausgabe sah, wollte ich das Buch unbedingt haben! Als ich die Geschichte dann wieder las, war die Geschichte genauso gut wie damals, wenn nicht sogar noch besser als ich sie in Erinnerung hatte!In Schischyphusch berichtet ein Junge aus der Ich-Perspektive von der ersten Begegnung seines Onkels und "seinem" Kellner. Beide haben den gleichen Zungenfehler, sodass beide nicht in der Lange sind den s-laut auszusprechen. So kommt es zunächst zu einem großen Missverständnis.Wie schon zu Beginn angemerkt, die Geschichte ist einfach super! Sie ist auf eine gewisse Weise komisch, aber auch traurig und nachdenklich. Im Großen und Ganzen rührt sie einen einfach. Borchert schreibt die Geschichte so wunderbar plastisch, indem er viele Adjektive und Alliterationen verwendet. Zudem arbeitet er viel mit Gegensätzen. Trotz dem gleichen Sprachfehler, haben der Onkel und der Kellner ein unterschiedliches Schicksal erlitten und haben außer der verkürzten Zunge auch sonst nicht wirklich was gemeinsam.Ich empfehle übrigens die Geschichte laut zu lesen. Erst so wird einem die Wortgewalt und die Ästhetik von Sprache, die Borchert gekonnt anwendet, erst richtig bewusst. Außerdem ist es auch ganz "witzig" den Sprachfehler der beiden Figuren mal verbal zu realisieren und so mal selbst die Lage von den Beiden nach zu empfinden.Die Illustrationen von Birgit Schössow untermalen die Geschichte auch ganz gut. Allerdings hätte ich mir doch etwas mehr künstlerisches gewünscht. Die Bilder entsprachen leider nicht so ganz meinem ästhetischen Empfinden. Bitte nicht falsch verstehen. Schössow kann wirklich gut malen (tausend mal besser als ich). Aber ich hätte mir Bilder gewünscht, in denen man länger verweilen kann und nicht nur die Atmosphäre des Cafés grob skizzieren.Trotzdem gibt es von mir eine Kaufempfehlung, allein schon wegen der Geschichte. 

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  • Wenn Sprachfehler verbinden ...

    Schischyphusch
    Orisha

    Orisha

    Was passiert wenn zwei Menschen mit dem gleichen Sprachfehler aufeinandertreffen? Sie fühlen sich von ihrem Gegenüber auf den Arm genommen.Als der große, beleibte Onkel auf den schmächtigen, ängstlichen Kellner trifft und seine Bestellung aufgibt, traut er seinen Ohren kaum. Denn der Kellner kann kein hartes s aussprechen, wie der Onkel. Empört stellt er den Kellner zur Rede, glaubt er doch, er wolle sich über ihn lustig machen. Die Situation schaukelt sich schnell hoch und droht zu kippen, bis beide das Missverständnis aufklären können.Borcherts Werk zählt zu seinen frühen Geschichten. Der sonderbar klingende Titel verweist auf das Schicksal des griechischen Mythos des Sisyphus, dessen Schicksal der Kellner in gewisser Weise teilt - wurde er doch von klein an wegen seines Sprachfehlers gehänselt und mit selbigen Namen versehen, den er eben aufgrund seines Sprachfehlers - Schischyphusch - ausspricht. Auch sprachlich ist das Büchlein spannend - nicht nur der vielen ausgetauschte s zu sch wegen - nein Borchert zeigt hier was er kann: charakterisieren. Er erschafft mit dem Onkel - der seinen eigenen Onkel darstellen soll - und dem Kellner zwei sehr gegensätzliche Charaktere, die in ihrem Leiden vereint werden.Fazit: Ein schöner, etwas unbekannterer Klassiker. Lesenswert.

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    • 5
  • Buchverlosung zu "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    Schischyphusch
    birgitschoessow

    birgitschoessow

    "Schischyphusch"   – komischer Titel für ein Buch.  Als mein Mann mir die Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert vorlas, war ich zutiefst angerührt von ihrem herzergreifenden Inhalt und auch mein Mann musste sich bisweilen beim Vorlesen eine Träne aus den Augen wischen. Mit Mutter und Onkel besucht der kleine Wolfgang ein Gartenlokal. Sowohl Onkel als auch der heraneilende Kellner haben einen Sprachfehler – beide schprechen das "S" als "SCH" aus. Daher der "Schischyphusch" statt eines eigentlichen "Sisyphus". Onkel und Kellner haben zunächst den Eindruck, dass der andere sie "utzen" will, was beinahe zu einer Katastrophe geführt hätte. So gleich dieser Makel für beide ist, so unterschiedlich haben sich beide in ihrem Leben damit eingerichtet. Lebemann, Frauenschwarm und Genießer der eine – Opfer, Misanthrop und eine arme Seele der andere. Das Berührende in der Begegnung der beiden Kontrahenten und die unfreiwillige Beteiligung von Mutter und dem jungen Wolfgang Borchert daran, ihre Mimik, die Körpersprache und natürlich auch die Stimmung eines Hamburger Gartenlokals der 20er Jahre habe ich in meinen Bildern einzufangen versucht. Ich hoffe, Ihr habt Freude an der Geschichte von Wolfgang Borchert und meinen Illustrationen dazu. Verlost werden 10 Bücher. Schreibt, welche zunächst katastrophale Begegnung Ihr erlebt habt, die sich dann als wunderbare Fügung herausstellte oder auch, was Ihr mit den 20er Jahren verbindet. Viel Glück! ... und auch ein weiteres Buch wird verlost: Geht einfach auf die Seite von "Dunkelgrün wie das Meer"

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    • 72
  • Bezaubernd nostalgisch

    Schischyphusch
    solveig

    solveig

    „Schischyphusch“ ist der Titel einer humorvollen und zugleich nachdenklichen Kurzgeschichte, die aus Borcherts früher Prosa stammt und bereits 1947 in einer Jugendzeitschrift veröffentlicht wurde. Die vorliegende nostalgisch angehauchte, von Birgit Schössow illustrierte Ausgabe ist sicherlich die attraktivste. Konsequenterweise wird hier auch die alte Rechtschreibung beibehalten. Aus kindlicher Sicht erzählt Wolfgang Borchert seine Erinnerungen an ein folgenreiches Zusammentreffen seines Onkels mit einem Kellner, „an einem sonnigen Sommertag nachmittags in einem großen, prächtigen bunten Gartenlokal.“ Aufgrund einer Kriegsverletzung lispelt der Onkel sehr stark und glaubt, dass sich der Kellner, der seine Bestellung aufnimmt, über ihn lustig macht, weil er ebenfalls lispelt. Es kommt zu einem Wortgefecht, das dem kleinen Wolfgang und seiner Mutter sehr peinlich ist. Doch schließlich klärt sich alles als Missverständnis auf; denn auch der Kellner hat einen Sprachfehler, allerdings von Geburt an. So kommen sich die ungleichen beiden Männer näher. Birgit Schössow hat den Text der Kurzgeschichte in ganzseitige, zart-farbige Aquarelle gekleidet, die das Flair der 20er Jahre ausdrucksstark widerspiegeln. Borcherts poetische Sprache setzt sie in ebenso poetische Bilder um. Während sie die Atmosphäre eines lauen Sommertages und die Festtagslaune der Cafégäste vor dem Betrachter erstehen lässt, verbildlicht sie gleichzeitig Borcherts Beschreibung des peinlichen Berührtseins der Mutter, die Mimik von Kellner und Onkel. Auch der leise Humor des Schriftstellers findet sich in Schössows Illustrationen wieder. Die Künstlerin „erweitert“ seine Geschichte sogar um die Darstellung anderer Lokalbesucher, die neugierig der Diskussion zwischen Onkel und Kellner lauschen oder unbeteiligt ihre eigenen Gespräche führen. Liebevolle Details vervollständigen das Buch. So ist der Berg abgeräumten Geschirrs, gestapelt auf dem Büfett, sowie das schmutzige Kellnertuch aus dem Blickwinkel eines Kindes dargestellt („Ich war damals gerade so groß, daß ich die Nase auf den Tisch legen konnte.“). Vor- und Nachsatzblätter behalten ebenfalls das Motiv des Gartenlokal-Besuchs bei: sie sind mit Kaffee- und Limonadenflecken „bekleckert“ , sogar die aufgeschlagene Speisekarte ist abgebildet. Und noch ein Schmankerl: als Beobachter der Szenerie sitzen sich zwei berühmte Besucher im Gartencafé gegenüber, wenn auch erst auf der letzten Seite abgebildet: der Schriftsteller Wolfgang Borchert und Birgit Schössow, die Illustratorin, selbst. Mein Fazit: Ein bezauberndes Bilderbuch für Erwachsene mit Sinn für Nostalgie und Humor.

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    • 2
  • Ein Klassiker als Bilderbuch für Erwachsene

    Schischyphusch
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    11. May 2016 um 09:59

    Herrlich! Was habe ich gelacht beim Lesen.Ich glaube, Wolfgang Borchert kennt jeder - zumindest noch seine Kurzgeschichten aus dem Deutsch-Unterricht in der Schule.Birgit Schössow hat sein Werk nun neu und so liebevoll illustriert, dass es eine wahre Freude ist, in dem Buch zu blättern.Es geht um den Erzähler, der mit seiner Mutter und seinem lauten, reichen Onkel in einem Lokal auf einen Kellner trifft. Den Onkel und den Kellner verbindet ihr Sprachfehler. Statt "S", "Z" und dergleichen kommt ihnen nur ein "Sch" über die Lippen.Dies soll eine Begegnung werden, die sie alle nicht mehr so schnell vergessen.Es gibt in dem Buch keine Seitenzahlen, was mich anfangs irritierte, doch eigentlich kommt es auch ganz gut ohne sie aus. Es ist recht großformatig und wirkt sehr hochwertig. Es ist eine tolle Geschenkidee für alle, die gerne lesen und die diese Geschichte schon kennen. Man kann es sicherlich auch gut vorlesen, denn die Bilder so groß, dass sie sich über Doppelseiten hinweg ziehen und auch Kinder ihren Spaß beim Zuhören haben werden.Ich kann dieses tolle Buch nur wärmstens empfehlen!

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  • Kurzgeschichte aus dem Jahr 1949

    Schischyphusch
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    09. May 2016 um 01:54

    "Schschiphusch" ist eine Kurzgeschichte aus dem Jahr 1949, entnommen einer Gesamtausgabe des sehr jung verstorbenen Autors Wolfgang Borchert.Ich war neugierig, natürlich wegen des interessanten Titels, wollte wissen, was sich dahinter verbirgt und kannte den Autor nicht.Die hier vorliegende Ausgabe erinnert an ein Bilderbuch aus Kinderzeiten. Die Illustrationen von Birgit Schössow zeigen bunte, einfache Bilder, passend zum Text. Mich erinnerten die Bilder an früherer Jungendromane, Oldtimer, Jungs in kurzen Hosen, junge Frauen damenhaft mit Hüten. Es weht eine kräftige Brise Nostalgie aus dem aufgeklappten Buch.Der Text hingegen hat nichts gemein mit einer lockeren Bilderbuchgeschichte. Es handelt von einem kriegsversehrten Mann, der als Folge einer Schussverletzung einen Sprachfehler hat. Er möchte mit Nichte und deren Sohn entspannen, ein ruhiger Sonntagnachmittag im Gartencafé. Und welch ein Zufall, dass der Ober, der den ausgesuchten Tisch bedient, einen sehr ähnlichen, aber angeborenen Sprachfehler hat. Wie unterschiedlich die beiden Herren auf den Sprachfehler des anderen reagieren, ist wohl der Gewohnheit geschuldet. Mich hat das Buch wirklich zum Nachdenken gebracht. Würden Menschen heute anders reagieren? Würde man heute auf ein körperliches Gebrechen so viel Aufmerksamkeit geben? Wäre heute nicht in Hektik und Stress gar kein Zeit für eine solche Auseinandersetzung?Ich fand es sehr interessant, einen Blick in die vergangene Zeit werfen zu können, es zeigt viel von der damaligen Situation, emotional als auch psychisch. Dazu die angepassten Bilder, einerseits bunt und fröhlich, dennoch eine sehr angespannte Zeit zeigend. Mobbing ist heute ein Thema, das einen Namen hat, früher wurde darüber nicht gesprochen, heute begegnet man keinem Kriegsverletzten in Cafés, ist das Leben heute angenehmer?"Schischyphusch" ist eine kurze Geschichte, die lange berührt.

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  • Buchverlosung zu "Dunkelgrün wie das Meer " von Ute Wegmann

    Dunkelgrün wie das Meer
    birgitschoessow

    birgitschoessow

    Endlich Ferien mit den Eltern im Schiffhaus am Meer Aber irgendwie ist diesmal von Anfang an der Wurm drin. Linns Mama und Papa haben Knatsch, weil Papa noch mal zurück in die Stadt muss, und deshalb ist Mama total sauer. Das reicht ja schon, um einem die Urlaubslaune zu verderben. Aber weil das wohl immer noch nicht genug Mist ist, selbst wenn man erst neun Jahre alt ist, hat auch noch Linns Lieblingsurlaubsfreundin Smilla ein fremdes Mädchen mit ans Meer genommen. Was ist los? Wieso merkt denn niemand, wie allein Linn sich fühlt? Wieso will keiner wissen, wie es ihr geht? Vielleicht braucht es manchmal Blitz, Donner und Hagelschlag, damit die Luft wieder klar wird und man sich besser erkennen kann. Das neue Kinderbuch von Ute Wegmann für 7-11 Jährige mit zahlreichen Illustrationen. Verlost werden 10 Bücher unter allen, die Spaß an dieser Sommergeschichte haben - und vielleicht selber etwas von Ihren Ferien am Strand erzählen mögen – aber da es ja um Ferien geht, muss keiner etwas schreiben. Viel Glück! ... und auch ein weiteres Buch wird verlost: Schaut einfach einmal nach beim "Schischyphusch"

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