Wolfgang Brandstetter

Alle Bücher von Wolfgang Brandstetter

Cover des Buches Perchtenjagd (ISBN: 9783710402333)

Perchtenjagd

 (36)
Erschienen am 25.10.2019
Cover des Buches Dunkle Stimmen (ISBN: 9783710402579)

Dunkle Stimmen

 (0)
Erscheint am 21.09.2023

Neue Rezensionen zu Wolfgang Brandstetter

Cover des Buches Perchtenjagd (ISBN: 9783710402333)B

Rezension zu "Perchtenjagd" von Maja Brandstetter

"Was zählt, ist der Moment!"
Bellis-Perennisvor einem Jahr

„Perchtenjagd“ ist der Auftakt zu einer Reihe rund um den Gerichtspsychologen Meiberger, der der Polizei mit Rat und Tat zu Hilfe eilt. 

Es ist Vorweihnachtszeit, als für eine Mutter auf dem Adventmarkt in St. Wolfgang der absolute Albtraum beginnt: ihre 5-jährige Tochter Marie verschwindet während des Perchtenlaufes spurlos. Wenig später wird ein Toter gefunden, der das Lieblingskuscheltier von Marie bei sich hat. Doch dieser Tote wird nicht der Letzte sein. Es scheint, als ob der Täter für sein Krippenspiel „Personal“ sucht. Maria, Josef, die Heiligen Drei Könige und das Jesuskind für die Krippe. Kann die kleine Marie dafür bestimmt sein? Hat sich der Täter vertan?  

Meiberger hat selbst das Trauma eines verschwundenen Sohnes und versucht deshalb umso eifriger, den Täter zu finden. Dabei entdeckt er Hinweise, die der eher bedächtige Kripochef Nepomuk Wallner und dessen schaumrollensüchtiger Mitarbeiter Ganslinger übersehen haben. 

Meine Meinung: 

Ein raffinierter, fesselnder Krimi, der, wie immer, wenn kleine Kinder in den Fängen von Verbrechern sind, einem die Gänsehaut auflaufen lässt.  

Der Christkindlmarkt und der Perchtenlauf sind nur die Umrahmung für mehrere Morde, die sowohl Meiberger als Leser in Atem halten. Es ist sehr interessant zu lesen, wie Vertrautes und Bekanntes die eigene Wahrnehmung beeinflussen kann. Auch die Wege, wie Meiberger zu seinen Schlussfolgerungen kommt, lassen tief in die menschliche Seele und in deren Abgründe blicken. 

Nicht ausgespart werden die persönlichen Tragödien von Meiberger. Der verschwundene Sohn Patrik, die Ex-Frau Karo und sein ambivalentes Verhältnis zu Nepo.  

Der Schreibstil mit seinen lokalen Bezügen und der Beschreibung der Menschen gefällt mir sehr gut.  

Die Charaktere sind gut gelungen und der Leser tappt ähnlich wie die Polizei lange im Dunkeln. Es gibt zwar die eine oder andere vage Andeutung, wer der Täter sein könnte, aber es dauert eine geraume Weile bis alle Puzzleteilchen an die richtige Stelle fallen. 

Einen Stern Abzug gibt es, weil es mir ein wenig unrealistisch erscheint, dass nur ein so kleines Team sich mit einer solchen Verbrechensserie beschäftigt. Hier würde in Wirklichkeit wohl eine Soko agieren. 

Trotzdem warte ich mit Spannung auf den nächsten Fall für Meiberger. Die Vorschau deutet an, dass das Rätsel um das Verschwinden seines Sohnes gelöst wird. 

Fazit: 

Ein eher ungewöhnlicher Regionalkrimi, der offenbart, dass das Autorenduo Drehbücher für die TV-Reihe „Meiberger - im Kopf des Täters“ (die ich im Übrigen noch nie gesehen habe) verfasst. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Kommentare: 2
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Cover des Buches Perchtenjagd (ISBN: 9783710402333)K

Rezension zu "Perchtenjagd" von Maja Brandstetter

leider weder wirklich spannend noch immer glaubhaft
katze102vor einem Jahr

Maja und Wolfgang Brandstetter haben mit Perchtenjagd ihren ersten Meiberg-Krimi in Buchform herausgebracht.

Mich hatten das Cover und der chice rote Buchschnitt sehr angesprochen und neugierig auf eine neue Serie gemacht. Die Fernsehserie, für die die beiden Autoren wohl das Drehbuch schreiben ist mir gänzlich unbekannt.

Auf dem Adventsmarkt in St. Wolfgang verschwindet die fünfjährige Marie, obwohl sie an der Hand ihrer Mutter den Perchtenlauf beobachtet hat. Der Titel läßt schon vermuten, dass es da Zusammenhänge gibt... Es fölgen weitere Leichenfunde und es gilt, schneller zu sein als der Serientäter, der seine Opfer eindeutig kennzeichnet, so dass sie ihm zugeschrieben weren können...


Es ist nich nötig,die Fernsehserie zu kennen, denn in die Handlungen wurden mehrere Lebensläufe der Darsteller eingeflochen, für meinen Geschmack blieb da wenig Platz für die vorgestellten Greueltaten des Percht. Zudem fand ich die oft kranpfhaft und bildlich ausgeschmückten Details zu sehr ausgewalgt. Nicht selten habe ich mich nach Lesen einer Doppelseite gefragt, was denn nun bezüglich des Kriminalfalles Weiterbringendes erzählt wurde. Ich fand davon vieles sehr lähmend und ausbremsend und spannungsmindernd. Wenn dann zum X-ten Mal die Stimme in Meibergers Kopf seine Grundschullehrerin über den Unterschied von dergleiche und derselbe sprechen läßt oder andere gebetsmühlenartige Schilderunungen durchgängig wiederholt werden, reduziert sich die Spannung sowie mein Lesespaß schon deutlich. Zudem fand ich einige Beschreibungen recht unglaubwürdig. Auch dieses Verraten am Ende eines Kapitels, wer denn nun der nächste Tote sein wird, aber noch nicht davon weiß, war nicht spannungsaufbauend - ich hätte es auch lieber nicht vorher gewußt...

Das Lokalkolorit konnte da leider nicht völlig ausgleichen und ich bin von diesem Krimi insgesamt eher enttäuscht; da hatte ich eindeutig mehr erwartet.

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Cover des Buches Perchtenjagd (ISBN: 9783710402333)N

Rezension zu "Perchtenjagd" von Maja Brandstetter

Salzburger Weihnachtskrimi
NiWavor 2 Jahren

Am Adventsmarkt in St. Wolfgang verschwindet ein Kind. Es kann nur einer der Perchtenläufer das Mädchen mitgenommen haben. Gerichtspsychologe Meiberger wird hinzu gerufen und ein perfides Krippenspiel beginnt. 

„Perchtenjagd“ ist der Reihenauftakt um den Gerichtspsychologen Meiberger, der in Salzburg mit Rat und Tat der Polizei zu Hilfe eilt. 

Das Verschwinden des kleinen Mädchens während des Perchtenlaufs in St. Wolfgang ist lediglich der Auftakt einer grausigen Mordserie. Kripo und Meiberger werden mit einem perfiden Krippenspiel konfrontiert, das sich in blutiger Pracht durch das vorweihnachtliche Salzburg zieht. 

Dieser Krimi hat mich aufgrund der Regionalität gereizt. Regionalkrimis gibt es viele, doch umso schöner sind sie, wenn das hiesige Brauchtum eingebunden ist. Das ist bei „Perchtenjagd“ definitiv der Fall, weil es mit dem Perchtenlauf am Christkindlmarkt beginnt. 

Obwohl dieser Aspekt für mich ein Pluspunkt ist, stelle ich mir vor, dass er bei anderen Lesern eher für Verwirrung sorgt. Meinem Empfinden nach, ist Grundwissen über regionale Sitten und Gebräuche Voraussetzung, damit man dem Treiben gut folgen kann. 

Während man im Salzburger Land auf Perchtenjagd ist, lernt man den Gerichtspsychologen Meiberger kennen, der in großartiger Manier psychologische Theorien einfließen lässt. Jede Situation, jede Begegnung sowie Beobachtung wird theoretisch untermauert - zum Beispiel mit Kausalattribution, Übertragung oder sogar Persönlichkeitsspaltung erklärt. Insgesamt gibt es der Handlung - und dementsprechend der Figur Meiberger - zusätzlichen Pep, und ich mochte dieses Vorgehen recht gern.

Hinzu kommt der Sprachstil, der sich arg an der österreichischen Rede orientiert. Es ist merkwürdig zu lesen, wie im heimischen Umfeld gesprochen wird. Der ortsübliche Dialekt bleibt dem Leser erspart, doch die Ausdrucksweise, die Art, wie Situationen sprachlich bissig-charmant umschnörkelt werden, ist der Realität entnommen, was zu einem ungewöhnlichen Lesespaß führt.

Hingegen ist der Erzählstil grobmaschig gehalten. Man merkt dem Autoren-Duo an, dass es eher Drehbücher als Romane schreibt. Für zwischendurch finde ich das erfrischend positiv, weil es einfach mal etwas anderes ist.

Die Handlung lädt ins verschneite Salzburger Land, wo die Mörderjagd geschickt Serpentinen nimmt. Obwohl ich nach einiger Zeit ahnte, in welche Richtung der Fall geht, haben mich die Umstände doch überrascht. Schlussendlich blickt man mit Meiberger auf einen aufreibenden Fall zurück, während auf den letzten Seiten ein neues Rätsel die Neugierde auf weitere Bände weckt. 

Insgesamt haben mir die Ermittlungen mit Meiberger recht gut gefallen, weil es von Anfang bis Ende ein eher ungewöhnlicher Regionalkrimi ist. Sprach- sowie Erzählstil, kulturelle Hintergründe und theoretische Details werden als spannende Melange im Salzburger Stil serviert, die wahrscheinlich nicht jedem schmeckt, dennoch mal was anderes ist.

Kommentare: 8
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