Aber Mutter weinet sehr

von Wolfgang Brenner 
2,7 Sterne bei42 Bewertungen
Aber Mutter weinet sehr
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Neue Kurzmeinungen

ClaraOswalds avatar

Hat mir nicht gefallen. Die Protagonistin wurde mir immer unsympathischer und ihre Handlungen sind für mich nicht nachvollziehbar gewesen.

Ich bin ziemlich enttäuscht von diesem Buch. Mit ein wenig mehr Emotionen hätte es ein Knüller werden können! Schade!

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Inhaltsangabe zu "Aber Mutter weinet sehr"

Es ist der Alptraum aller Eltern: Der kleine Johann kommt eines Abends vom Spielen nicht nach Hause. Der Vater verständigt die Polizei, die Mutter fühlt sich wie gelähmt. Und hegt schon bald den Verdacht, dass das Leben ihres Jungen für die Polizei nicht oberste Priorität hat. Doch einer Mutter geht es nur um ihr Kind, eine Mutter tut alles, um es zurückzubekommen. Dafür trifft sie sich sogar heimlich mit dem Entführer. Ein fatales Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783813505030
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Knaus
Erscheinungsdatum:03.09.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    mamenus avatar
    mamenuvor einem Jahr
    Aber Mutter weinet sehr

    Klapptext
    Als der kleine Johann spurlos verschwindet,ändert das Leben seiner Eltern radikal.Robert,der Vater,verlässt sich auf die Polizei,Marie,die Mutter,hat Angst,dass es den Kriminalbeamten mehr um die Ergreifung des Entführers als um das Leben ihres Kindes geht.Und dann hängt eines Tages eine Tüte an ihrem Fahrrad.Darin das Handy ihres Sohnes.Marie beginnt,sich heimlich mit dem Entführer zu treffen.Sie fleht ihn an.Er lässt sie zappeln.Dann bricht der Kontakt ab.Bis Marie durch Zufall die Identität des Täters herausfindet.Das Spiel beginnt von vorne.
    Meine Meinung
    Den Klapptext fand ich sehr interessant und habe gedacht, das muss doch spannend werden. So eine Kindesentführung ist immer sehr aufwühlend für die beteiligten und als Mutter denke ich, tut man alles, um sein Kind wieder zu bekommen.Was bei Marie auch der Fall war, was ich dann auch gut nachvollziehen konnte. Aber, um so mehr ich im Buch gelesen habe, desto mehr plätscherte alles nur so dahin. Alles wurde etwas langatmig dargestellt, wobei man doch mehr aus dieser Geschichte hätte machen können.Für mich war alles nur so Gefühlskalt erzählt, sodass ich zu keiner Charaktere den Zugang finden konnte. Die meisten Charakteren waren nicht von großer Bedeutung, denn es wurde garnicht erst richtig darauf eingegangen und das fand ich echt schade.Da so alles nur da hin plätscherte war auch kaum Spannung vorhanden. Für mich wurde das Buch einfach nur so runter geschrieben.Die Geschichte und die Charakteren wurden einfach nur blass dargestellt.Nicht richtig ausgearbeitet oder einfach nur schlecht Überdacht.Schade, denn ich hätte mir von diesem Buch mehr versprochen.Das Buch konnte mich nicht besonders überzeugen. Ich habe die letzten Seiten nur noch gelesen um zum Ende zu kommen. Einfach nur schade.

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    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 5 Jahren
    Aber Mutter weinet sehr

    Ich war auf diesen Thriller ehrlich gespannt, denn ich stelle mir die Erfahrung extrem schrecklich vor, dass das eigene Kind entführt wird, man Opfer einer Erpressung ist und einfach nicht wissen kann, ob vielleicht noch mal alles wieder halbwegs gut wird, denn man weiß doch nie wirklich, hält der Erpresser seine Versprechen, wenn man ihm entgegen kommt?!

    Also, viele Erwartungen, die ich an das Buch stellte, da ich ehrlich davon überzeugt war, das mich hier wirklich etwas Spannendes erwartet, weil die Ausgangssituation einfach nur super war. Dann kam aber das böse Erwachen, denn das Buch hatte mit meiner Vorstellung so gut wie gar nichts gemein. Es fing schon allein damit an, dass ich die Erzählung viel zu distanziert finde. Von Beginn an und das ändert sich im Lauf des Romans nur sehr geringfügig, besteht der Roman aus vielen sehr abgehackten und kurzen Sätzen, die meist nur aus den Grundbausteinen für einen Satz bestehen: Subjekt, Prädikat, Objekt. Ganz grausam, denn so macht das Lesen einfach keinen Spaß, da kein Fluss entsteht. Zudem ist man einfach enorm weit weg von den Charakteren und Emotionen werden eigentlich gar nicht transportiert.

    Und nicht nur, das die Emotionen einfach vollkommen fehlen, auch die Charaktere sind einfach komisch. Der Vater des entführten Kindes kommt irgendwie kaum zum Tragen in der Geschichte, so dass er eine ziemlich blasse Randfigur abgibt. Der Kommissar wirkt vollkommen inkompetent und macht so viele komische Fehler und am schlimmsten ist eindeutig die Mutter. So viele ihrer Aktionen sind einfach nur sinnlos und man muss sich manchmal ehrlich fragen, wie man so doof sein kann, dass man trotz vieler so offensichtlicher Dinge weiter in sein Unglück rennt und dabei noch das Leben des eigenen Kindes in Gefahr bringt, sollte das Kind denn wirklich noch leben, was nie wirklich klar wurde, bis zum Ende. Schon ein Grund mehr für mich die Mutter für vollkommen dämlich zu halten. Zumal sie einfach auch von ihrer Art her nur unsympathisch wirkt. Außerdem fand ich es ganz schlimm, dass im ganzen Roman der Erpresser bzw. Entführer die ganze Zeit »Der Freund« genannt wird. Das hat mich irgendwann echt rasend gemacht, weil es mich so genervt hat.

    Und abgesehen davon, dass alle Charaktere einfach nur dämlich sind, strotz der Roman nur so vor logischen Fehlern. Vor allen Dingen in technischen Bereichen ist der Roman fernab der Realität, egal ob es sich um die Ortung von Handys handelt oder ihre technischen Fähigkeiten, wie senden von SMS mit Nummerunterdrückung, was unmöglich ist. Auch viele andere Dinge machen einfach keinen Sinn und führen so einiges in der Handlung ad absurdum.

    Ein Buch, das sich eindeutig nicht lohnt gelesen zu werden, außer man ist neugierig, etwas zu lesen, das seltsam geschrieben, unlogisch und mit unsympathischen Charakteren durchsetzt ist. Mein Fall war das Buch beim besten Willen so gar nicht und dabei war die Idee dahinter ehrlich richtig gut.

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    ben85s avatar
    ben85vor 6 Jahren
    Enttäuscht

    Ich habe mich echt gefreut auf das Buch aber dann nach einigen Seiten war ich echt enttäuscht leider....
    Habe es bis zur Hälfte durchgelesen und musste mich echt da durch quälen....
    Also ich bin enttäuscht von dem Buch ...

    Kommentare: 2
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    Jetztkochtsies avatar
    Jetztkochtsievor 6 Jahren
    Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Dieses Buch war nicht nur schlecht, es war eines der schlechtesten Bücher die ich beendet habe und ich habe es nur beendet, weil ich Dank eines Bandscheibenvorfalls unheimliche Schmerzen beim Aufstehen habe und der Weg zum Buchregal mich abschreckte, ich aber nicht den ganzen Tag stumpf an die Decke starren mußte.

    Keine Ahnung, wo das Lektorat war, aber in diesem Buch sind so viele logische Fehler, daß es gerade für mich keine Freude war es zu lesen.
    Zum Beispiel liegt eine Kinderleiche monatelang in einem Tümpel den ein erwachsener locker durchwaten kann, ohne daß sie auftreibt oder entdeckt wird. Der kleine Junge ist mit dem Fahrrad in den Tümpel gefahren, dort gestürzt und einfach an Ort und Stelle liegen geblieben. Oder der Täter schreibt mit der Mutter des Opfers SMS mit unterdrückter Nummer. Man kann keine SMS mit unterdrückter Nummer schreiben, sie wird automatisch mit übermittelt. Auch das Orten eines Handys oder die Möglichkeiten einer Fangschaltung, werden fern ab der Realität beschrieben, um nur die offensichtlichsten Fehler zu nennen.

    Dazu kommt eine so schrecklich dümmliche und unsympathische Hauptfigur, für deren Gedankengänge mir schlicht das Verständnis fehlte und deren Handlungen und Taten mit viel gutem Willen vielleicht noch freundlich als etwas konfus beschrieben werden können.

    Die Geschichte ist auch so an den Haaren herbeigezogen, daß es mir beim Lesen fast schon körperliche Schmerzen verursacht hat.

    Nein, keine Leseempfehlungen, das war nicht spannend, das war nicht unterhaltsam, das war einfach nur ein Ärgernis!

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    goldstaubs avatar
    goldstaubvor 6 Jahren
    Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    meine meinung:
    das buch ist sehr gut geschrieben, man kann sich richtig in die familie hineinversetzten was sie gerade durchmacht.

    zum autor:
    wolfgang brenner ist 1954 in Quierschied an der Saar geboren. er lebt als journalist und autor in berlin und im hunsrück.

    zum buch:
    aber mutter weinet sehr
    marie führt mit ihrem mann robert und ihrem 11 jahre alten sohn ein leben auf dem land. johann wächst mit liebe und geborgenheit auf.
    eines abends warten die eltern mit dem abendessen auf johann, doch er kommt vom spielen mit seinem freund nicht nachhause.
    marie setzt sich ans telefon und ruft jeden auf den schülerliste an, es war schon der dritte anruf der marie gewissheit bescherte. er war um kurz vor 19 uhr von seinem freund mit dem fahrad aufgebrochen.
    doch jetzt war es schon fast 21 uhr!!
    robert macht sich mit dem auto auf die suche nach seinem sohn, nur das einzige was er fand war das fahrad im strassengraben.
    die eltern schalteten die polizei ein,nicht immer waren sich marie und robert über bestimmte entscheidungen einig.
    so war es auch mit der fangschaltung fürs telefon, marie wollte es auf keinen fall und robert war sofort dafür.
    dann kam der erlösende anruf, der entführer meldet sich und als ihm marie gesteht das es eine fangschaltung gibt, legt er auf.
    für alle war es klar, der wird nicht mehr anrufen und wer weiß was er johann jetzt antut.
    eines tages ist marie im supermarkt einkaufen, als sie zu ihrem fahrad geht hängt dort eine tüte und darin war das handy ihres sohnes!!
    endlich dachte marie, endlich wird sich der entführer nochmal melden.
    der entführer meldet sich bei marie und vereinbart ein treffen und so stand sie entlich dem entführer gegenüber.
    er redete sehr ruhig auf marie ein, er sagte ihr das es johann gut geht und sie sich keine sorgen machen sollte.
    marie versuchte sich so viel wie möglich einzuprägen, welche schuhe er an hat, wie groß seine stimme, nur sein gesicht konnte sie nicht sehen es war hinter einer maske versteckt.
    er versprach ihr, ihren sohn zurück zubringen.
    doch sie bekam ihren sohn nicht mehr!!
    marie hat weder ihrem mann noch der polizei von den treffen erzählt.
    denn ihrer meinung tat die polizei zu wenig und robert hat sich hinter ihrem rücken gegen sie verschworen.
    ein jahr ist nun vergangen ohne ein lebenszeichen ihres sohnes, für marie war klar ihr alles geliebter junge ist tot.
    doch dann kam alles anders, durch zufall entdeckte marie die wahre identität des entführers.
    jetzt war ihre zeit gekommen, sie hatte jetzt die trümpfe in der hand.
    marie erschlich sich das vertrauen der frau des täters und beim gemeinsamen kaffee trinken wurde auch tom klar wer vor ihm am tisch sitzt.
    es war marie die mutter von johann hallte es in seinem kopf.
    marie musste einen weg finden ihn zum reden zubringen, sie wollte wissen was er ihrem sohn angetahn hat.
    oder vieleicht lebt er auch noch!!??

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    chaosprinzessins avatar
    chaosprinzessinvor 6 Jahren
    Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Inhalt:
    Robert und Marie sind verheiratet, leben in ihrem Häuschen in einer ruhigen Gegend auf dem Land und haben einen 11-jährigen Sohn. Und dann passiert das wohl Schlimmste was Eltern passieren kann: Ihr Sohn kommt eines Abends nicht nachhause und ist ab da an spurlos verschwunden.

    Meine Meinung:
    Wolfgang Brenner behandelt hier ein äußerst spannendes (und erschreckendes) Thema. Dabei bleibt sein Schreibstil allerdings sehr nüchtern, zum großen Teil werden nur sehr kurze (auch unvollständige) Sätze verwendet die sich aneinanderreihen. Zwar wird man dadurch in die Handlung „mitgerissen“ – richtig in die Protagonisten einfühlen kann man sich leider nicht.
    Ich habe das Buch größtenteils damit verbracht mich zu fragen wie ich in diesem oder jenem Moment reagiert hätte (meistens komplett anders, als Marie das tut, vieles erscheint mir da leider etwas unlogisch).

    Die Spannung wird aber konstant gehalten und auch das Ende ist keinesfalls vorherzusehen. Brenner ist wohl ein großer Freund von Verwirrungen für den Leser, mit Ausnahme von ein, zwei zu vorhersehbaren „Überraschungen“ gelingt ihm das sehr gut.
    Ein paar Situationen fand ich unrealistisch – aber na ja, es ist eine fiktive Geschichte, nicht wahr? Auch im wahren Leben könnten (eventuell) solche Zufälle passieren, auch wenn das ein bisschen unwahrscheinlich ist.

    Der „Psychothriller“ (dazu später mehr) wird in der personalen Erzählsituation geschildert – und zwar aus Maries Sicht. Leider ist auch ebendiese die einzige Figur, die man etwas kennen lernt. Ihr Mann, der ermittelnde Kommissar und alle anderen bleiben blasse Gestalten, die man als Leser kaum zu fassen bekommt. Das hat einige Vorteile (man setzt sich sehr intensiv mit Marie, ihrem Verhalten und ihrer Gefühlswelt auseinander) aber mir persönlich gefällt das nicht sonderlich gut. Man hat das Gefühl, als ob etwas fehlt.

    Als einen Psychothriller empfinde ich das Buch nicht (dazu fehlt einfach etwas, sehr hohe Spannung, „verrückter“ Mörder / Entführer) aber als einen Krimi der zum Nachdenken anregt und noch lange im Gedächtnis bleibt, empfehle ich ihn weiter – wenn man sich mit dem Schreibstil und den „blassen“ Figuren anfreunden kann und Maries Verhalten als Anregung nimmt sich zu fragen, inwiefern die Polizeiarbeit bei einem Entführungsfall nicht vielleicht doch die bessere Lösung wäre.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 6 Jahren
    Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Johann ist 11 Jahre alt, als er eines Abends vom Spielen nicht mehr nach Hause kommt. Aber auf Johann war sonst immer Verlass; er kam nie zu spät und meldete sich immer. Nun ist aber auch noch sein Handy ausgeschaltet, und seine Eltern landen mitten im Alptraum. Der Vater ruft die Polizei und verlässt sich auf deren Handeln. Die Mutter aber hat den Verdacht, sie tun einfach nicht genug, um ihren Jungen zu finden. Damit gibt sie sich nicht zufrieden und macht sich selbst auf die Suche. Sie findet eine Tüte an ihrem Fahrrad, worin sich das Handy ihres Sohnes befindet. Heimlich beginnt Marie, sich mit dem Entführer ihres Sohnes zu treffen.
    Das Buch ist in zwei Abschnitte geteilt, was ich gut gemacht finde. Der erste Abschnitt, indem es um die Entführung ging, war gut nachvollziehbar. Man konnte die Mutter mitsamt ihren Ängsten, Hoffen und Handeln gut verstehen. Es war einfühlsam und ergreifend beschrieben. Eine sehr schwere Situation für die Eltern, die sich dann leider auch immer mehr entzweiten. Der zweite Abschnitt spielte ein Jahr nach der Entführung und war für mich wirklich sehr unrealistisch. Das ganze Handeln der Mutter war inzwischen unbegreiflich. Wie kann ich außerdem den Entführer meines Sohnes mit „FREUND“ bezeichnen. Es reihte sich ein Zufall an den nächsten, sodass es doch ziemlich unglaubwürdig wurde. Von Johanns Vater und seinem Innenleben erfährt man kaum noch etwas im Laufe der Geschichte. Trotzdem war der Roman spannend geschrieben und mit seinen kurzen Sätzen einfach zu lesen.

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    tintenmaedchens avatar
    tintenmaedchenvor 6 Jahren
    Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    “Marie nahm sich vor, hart zu sein und sehr genau zu beobachten, was um sie herum geschah. Sie kämpfte nun an zwei Fronten. Gegen den Mann mit der Mickie-Mouse-Maske und gegen die, die glaubten, ohne sie besser zum Ziel zu kommen.” (Seite 61)

    Eines Abends kommt Maries Sohn Johann nicht vom Spielen nach Hause. Ihr Mann informiert die Polizei. Doch Marie selbst bekommt immer mehr das Gefühl dass es der polizei nicht vorrangig darum geht das Leben ihres Kindes zu retten und so beschließt sie selbst etwas zu unternehmen und nimmt dafür sogar heimlich Kontakt mit dem Entführer auf und lässt sich auf ein unheimliches Katz-und-Maus-Spiel mit ihm ein.

    Der Alptraum aller Eltern wird für Marie bittere Realität. Man sollte eigentlich meinen Mutter und Vater halten in der Zeit zusammen, geben sich gegenseitig Halt und stützen einander. Hier ist das nicht der Fall da Marie und ihr Mann sich immer mehr entzweien. Während ihr Mann die ganze Zeit mit der Polizei zusammen arbeitet sondert Marie sich immer mehr ab, misstraut zunehmend allen und ist davon überzeugt dass die ganze Polizeiarbeit ihren Sohn nur noch mehr gefährdet. Ansich ist das auch alles nachvollziehbar, hat doch jeder Mensch seine eigene Art mit Extremsituationen umzugehen und welche Mutter würde wohl seelenruhig alles verfolgen wenn ihr eigenes Kind entführt wurde? Doch Marie scheint über allem zu verdrängen wie sehr sie selber immer wieder das Leben ihres Kindes gefährdet. Mit ihren Alleingängen stört sie immer wieder die Arbeit der Polizei und behindert so die Ermittlungen.
    Obwohl die Entführung eines Kindes natürlich etwas sehr grauenvolles ist konnte mir das Buch diese Sache nicht wirklich näher bringen. Marie als Protagonistin hat mich mit der Zeit immer mehr genervt damit dass sie alles und jenen zurückstößt und immer wieder auf eigene Faust handelt ohne dabei wahrzunehmen dass sie vieles nur verschlimmert.
    Beim großen Showdown konnte ich schließlich nur noch den Kopf schütteln denn spätestens da erschien mir die ganze Geschichte nur noch absurd und fernab jeder Realität.
    Richtige Spannung kommt leider gar nicht erst auf und man schleppt sich eher durch die Geschichte. Die Geschichte zieht sich irgendwann wie Kaugummi, obwohl das Buch nicht einmal sehr viele seiten besitzt.

    Ein Buch mit einer tollen Grundidee aber leider schlechter Umsetzung die immer weiter von der Realität abweicht. Nett gemeint aber leider nicht gelungen.

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    antjemues avatar
    antjemuevor 6 Jahren
    Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Familiendrama mit schlechtem Kriminaleinschlag, aber kein Psychothriller!

    Thriller gehören durchaus noch immer zu meiner Lieblingslektüre. Auf den Roman von Wolfgang Brenner wurde ich wieder einmal durch das Amazon Vine Programm aufmerksam. Lange schlich ich drum herum, da andere Wunschbücher für mich Vorrang hatten. Als ich dann jedoch die Möglichkeit bekam, eines der letzten Rezensionsexemplare zu ordern, tat ich das.

    Die Kurzbeschreibung klang in jedem Fall spannend. Wenn es mit Kindern zu tun hat, fühle ich mich als Mutter von zwei (inzwischen glücklicherweise erwachsenen) Söhnen immer irgendwie mit betroffen. Da das Buch als Psychothriller der Extraklasse angepriesen wurde, waren meine Erwartungen auch sehr hoch. Vor allem, da der Autor kein Neuling ist, obwohl ich zugeben muss, vorher von ihm noch nichts gelesen zu haben.

    Wolfgang Brenner

    Der 1954 in Quierschied an der Saar geborene freie Schriftsteller und Journalist lebt in Berlin und im Hunsrück. Als Referenzen hat er bereits einige Romane, Artikel für große deutsche Zeitungen und Magazine, Satiren, Hörspiele, Radio-Features und Drehbücher für Fernsehserien (u.a. Tatort und Polizeiruf 110) vorzuweisen. (Quelle Wikipedia)

    Aber Mutter weinet sehr

    Der 11-jährige Johann kommt eines Abends vom Spielen nicht nach Hause und verschwindet spurlos. Da Mutter Marie irgendwann das Gefühl hat, dass die Polizei und auch ihr Ehemann Robert nicht genügend oder nicht das Richtige tun, nimmt sie die Suche nach dem Täter selbst in die Hand…

    Kalt, hölzern und künstlich konstruiert

    Leider schaffte es der Autor nicht, mich mit seinem Buch zu begeistern. Dieses konnte ich zwar zum Glück flüssig weg lesen, aber Charaktere und Handlung wirkten auf mich, trotz vieler künstlicher Umschreibungen, eher kalt, hölzern und konstruiert als fesselnd und mitreißend. Und die letzteren beiden Punkte sind das, was zumindest ich von einem Psychothriller erwarte.

    Natürlich ging mir das Verschwinden des Jungen am Anfang sehr nahe. Eine ähnliche Situation, die sich dann glücklicherweise als „Einfach nur zu spät kommen und nicht Bescheid gesagt wo er ist“ herausstellte, habe ich mit meinem jüngsten Sohn einmal durchgemacht und das waren die schlimmsten 2 1/2 Stunden meines Lebens.

    Doch schon in der Phase der Geschichte, als die Hoffnung auf eine Heimkehr des Jungen noch am Größten war, empfinde ich viele Reaktionen der Eltern künstlich konstruiert. Zum Beispiel konnte ich die kühlen Überlegungen der Mutter bei den Anrufen einfach nicht nachvollziehen, zumindest habe ich damals einzig und allein im Sinn gehabt, mein Kind zu finden und nicht ob vielleicht ein falscher Ton später irgendwann auf mein Kind zurückfallen könnte. Auch die Reaktion des Vaters, als er Fahrrad und Mütze gefunden hat, um angeblich die Mutter zu schützen, ist für mich schlecht zurechtgebastelt. Und dass die Ermittler dann einfach so darüber hinweggehen, erst recht.

    Dass Beziehungen nach einem solch schlimmen Verlust nicht mehr funktionieren, ist wiederum sehr nachvollziehbar für mich. Nicht aber, dass es der Mutter ohne jegliche Konsequenz gelingt, die Polizeiarbeit zu behindern.

    Bei den Ereignissen ein Jahr später, fand ich den konstruierten Ost-West-Konflikt äußerst unpassend und die beschriebenen Verhaltensweisen definitiv nicht mehr zeitgemäß. So hat der Autor sich für die Herkunft der Protagonistin Lore und ihren Sohn Kevin ausgerechnet meine Heimatstadt Chemnitz ausgesucht. Die für Lore dargestellten Verhältnisse sind für mich absolut nicht nachvollziehbar. Weder ihre Aussagen zur Arbeitsmarktsituation, noch zu den Kontakten des Sohnes. Entweder müssen diese Frau und ihr Sohn schon immer unter Kontaktarmut gelitten haben - solche Menschen gibt es leider überall - oder die beiden kommen nicht aus Chemnitz. Punkt.

    Ich persönlich habe jedenfalls einen sehr großen Freundes- und Bekanntenkreis. Und wenn ich zu Freunden in die gebrauchten Bundesländer fahre, muss ich mich auch nicht verkleiden. Ich kann kaum fassen, mit welchen Ost-West Klischees der Autor hier 23 Jahre nach dem Mauerfall so um sich wirft.

    Maries erneutes eigenständiges Handeln wirkte auf mich genauso unrealistisch wie vorhersehbar. Lore kann ich leider nicht ernst nehmen und die beschriebenen Zustände in Chemnitz und auf Rügen scheinen 20 Jahre her zu sein. Spannung kam bei mir jedenfalls bis zum Ende nicht auf. Alles in allem hat mich dieses Buch mehr als enttäuscht. Ich kann es leider nicht weiter empfehlen und werde wohl in der Zukunft um Werke des Autors einen großen Bogen machen.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 6 Jahren
    Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    'Sie hatte vor nichts mehr Angst. Sie spürte keinen Schmerz mehr.'

    Inhalt:
    Eines Abends kehrt der 11-jährige Johann nicht mehr nach Hause zurück. Seine Eltern Marie und Robert schalten unverzüglich die Polizei ein, doch Johann wird trotz intensiver Suche nicht gefunden. Bald wird von einer Entführung ausgegangen, und der Entführer tritt mit Marie in Kontakt. Diese verheimlicht die Anrufe von und die Treffen mit dem Entführer vor ihrem Mann und der Polizei und versucht auf eigene Faust, den Entführer zur Übergabe ihres Kindes zu bewegen.

    Mein Eindruck:
    'Aber Mutter weinet sehr' ist sprachlich sehr einfach und liest sich aus diesem Grunde sehr schnell. Die Protagonisten bleiben allesamt blass, ihr Verhalten und ihre Intentionen erscheinen bisweilen kaum oder gar nicht nachvollziehbar. Auch die Schlüsse, die die Polizei zieht, sind bisweilen völlig unverständlich (Aus welchem Grunde geht man plötzlich nicht mehr von einem Sexualverbrechen, sondern von einer Entführung aus? Was macht die Polizei so sicher, obwohl sich kein Entführer gemeldet hat und man eigentlich keinerlei Indizien hat?). Auch der Kontakt zwischen dem Entführer und der Mutter und die Beziehung zwischen Marie und Robert ist unlogisch und konstruiert.

    Wo bei der Charakterisierung der Protagonisten und bei der glaubhaften Beschreibung des Verbrechens, der Aufklärung, der Beweggründe und Gedanken der Figuren eindeutig Details fehlen, wurden bei anderen Gelegenheiten Dinge bis in die kleinste Kleinigkeit dargelegt: Einkaufsmöglichkeiten, Verhalten im Geschäft, Situation an der Kasse etc.

    Auch in forensischer Sicht wurden hier ungenügende oder sogar falsche Infos gegeben, z.B. was die Gründe für eine Einweisung in eine Psychiatrie versus Inhaftierung in einem Gefängnis angeht.

    Mein Resümee:
    'Aber Mutter weinet sehr' könnte eine einfache und unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch sein, wenn die Geschichte nicht so abwegig und die Protagonisten nicht so einfältig wären. Schade!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    WolfgangBrenners avatar
    Liebe Freunde von Lovelybooks,

    ich würde Sie gerne dazu einladen, an einer Leserunde teilzunehmen. Es geht um mein neuestes Buch: „Aber Mutter weinet sehr“ ist ein Psychothriller und im September im Knaus Verlag erschienen.

    Angeregt zu der Geschichte wurde ich durch einen realen Entführungsfall, der sich vor ein paar Jahren in Deutschland ereignete. Ein kleiner Junge war verschwunden und die Eltern kämpften wochenlang darum, ihr Kind lebend wiederzubekommen. Als ihre Hoffnung immer weiter schwand, richtete die verzweifelte Mutter einen Aufruf an den Entführer. Vor laufender Kamera sprach sie ihn persönlich an. Sie appellierte an sein Mitgefühl und bat ihn sogar, doch wenigstens mitzuteilen, wo sie die Leiche ihres Kindes finden könnte, wenn er den Jungen inzwischen ermordet haben sollte.
    Mich hat das Bild der Mutter, die den Entführer händeringend bittet, sich angesichts ihres Leidens doch noch als Mensch zu erweisen, nicht mehr losgelassen. Ich bin selbst Vater und weiß, dass die Angst, ein Kind zu verlieren, bei Eltern immer unterschwellig präsent ist. Man macht sich eben Gedanken über diese extreme Situation – wenn auch nur heimlich, denn reden möchte darüber niemand.
    Wozu wäre eine Mutter in einem solchen Fall fähig, habe ich mich gefragt. Würde sie sich  mit dem Entführer zusammentun? Auch gegen die Polizei – zumal die oft andere Ziele verfolgt als die Eltern.
    Das war die Keimzelle meines Romans. Als ich diese Frage positiv zu beantworten wagte, begann die Sache sich mehr oder weniger von selbst zu entwickeln. Ich durchlebte mit Marie, der Mutter des kleinen Johann, die ganze Geschichte – bis zum bitteren Ende. Daraus ist ein Thriller entstanden, über den ich gerne mit Ihnen sprechen würde. Es würde mich sehr freuen, wenn sie sich an diesem Austausch beteiligen würden.

    Mein Verlag hat zehn Exemplare von „Aber Mutter weinet sehr“ zur Verfügung gestellt, die unter Ihnen verlost werden. Dazu sollten Sie zwei Fragen beantworten. Die Antwort zu einer der beiden Fragen finden Sie in der Leseprobe.

    Hier also meine Fragen:

    1. Was würden Sie tun, wenn ein Mensch, der Ihnen sehr nahesteht, ein Familienmitglied etwa, Opfer einer Entführung werden würde? Können Sie sich vorstellen, mit dem Entführer in Kontakt zu treten, ohne der Polizei etwas davon zu sagen? Auch nicht, wenn der Täter sie dazu auffordert und verspricht, sein Opfer am Leben zu lassen?
    2. Die Ermittlungen im Fall Johann führt kein cooler, junger Beamter mit Schnellschussholster und messerscharfem Verstand (den gibt es auch, der spielt aber eine eher negative Rolle), sondern ein müder, alter Kommissar, der Hosenträger trägt und oft einfach nicht mehr weiter weiß. Dennoch versteht er mehr von den Menschen und kann das, was Johanns Eltern durchstehen müssen, besser nachvollziehen als sein perfekt ausgebildeter, junger Kollege. Wie heißt dieser ausgebrannte, aber lebenskluge Polizist?


    Bitte antworten Sie bis zum 30. November. Die Gewinner bekommen die zehn Bücher, können dann an der Leserunde teilnehmen und Rezensionen zu „Aber Mutter weinet sehr“ verfassen. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Reaktionen. Natürlich freue ich mich, wenn sich auch Leser an der Leserunde beteiligen, die das Buch schon kennen oder es sich einfach gekauft haben.

    Ich wünsche Ihnen eine spannende und anregende Lektüre. Bis bald.
    Ihr Wolfgang Brenner     
    Zur Leserunde

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