Wolfgang Brenner Aber Mutter weinet sehr

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Inhaltsangabe zu „Aber Mutter weinet sehr“ von Wolfgang Brenner

Es ist der Alptraum aller Eltern: Der kleine Johann kommt eines Abends vom Spielen nicht nach Hause. Der Vater verständigt die Polizei, die Mutter fühlt sich wie gelähmt. Und hegt schon bald den Verdacht, dass das Leben ihres Jungen für die Polizei nicht oberste Priorität hat. Doch einer Mutter geht es nur um ihr Kind, eine Mutter tut alles, um es zurückzubekommen. Dafür trifft sie sich sogar heimlich mit dem Entführer. Ein fatales Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf.

Hat mir nicht gefallen. Die Protagonistin wurde mir immer unsympathischer und ihre Handlungen sind für mich nicht nachvollziehbar gewesen.

— ClaraOswald

Ich bin ziemlich enttäuscht von diesem Buch. Mit ein wenig mehr Emotionen hätte es ein Knüller werden können! Schade!

— Textverliebt

Fazit: Ein zwar schon oft gelesene, aber mal etwas anders erzählte Geschichte. Allerdings fehlt für einen Psychothriller hier eindeutig die Hochspannung.

— Bellexr

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  • Aber Mutter weinet sehr

    Aber Mutter weinet sehr

    mamenu

    19. June 2017 um 23:07

    KlapptextAls der kleine Johann spurlos verschwindet,ändert das Leben seiner Eltern radikal.Robert,der Vater,verlässt sich auf die Polizei,Marie,die Mutter,hat Angst,dass es den Kriminalbeamten mehr um die Ergreifung des Entführers als um das Leben ihres Kindes geht.Und dann hängt eines Tages eine Tüte an ihrem Fahrrad.Darin das Handy ihres Sohnes.Marie beginnt,sich heimlich mit dem Entführer zu treffen.Sie fleht ihn an.Er lässt sie zappeln.Dann bricht der Kontakt ab.Bis Marie durch Zufall die Identität des Täters herausfindet.Das Spiel beginnt von vorne.Meine MeinungDen Klapptext fand ich sehr interessant und habe gedacht, das muss doch spannend werden. So eine Kindesentführung ist immer sehr aufwühlend für die beteiligten und als Mutter denke ich, tut man alles, um sein Kind wieder zu bekommen.Was bei Marie auch der Fall war, was ich dann auch gut nachvollziehen konnte. Aber, um so mehr ich im Buch gelesen habe, desto mehr plätscherte alles nur so dahin. Alles wurde etwas langatmig dargestellt, wobei man doch mehr aus dieser Geschichte hätte machen können.Für mich war alles nur so Gefühlskalt erzählt, sodass ich zu keiner Charaktere den Zugang finden konnte. Die meisten Charakteren waren nicht von großer Bedeutung, denn es wurde garnicht erst richtig darauf eingegangen und das fand ich echt schade.Da so alles nur da hin plätscherte war auch kaum Spannung vorhanden. Für mich wurde das Buch einfach nur so runter geschrieben.Die Geschichte und die Charakteren wurden einfach nur blass dargestellt.Nicht richtig ausgearbeitet oder einfach nur schlecht Überdacht.Schade, denn ich hätte mir von diesem Buch mehr versprochen.Das Buch konnte mich nicht besonders überzeugen. Ich habe die letzten Seiten nur noch gelesen um zum Ende zu kommen. Einfach nur schade.

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  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    kubine

    Hänschen klein, ging allein, in die weite Welt hinein, Stock und Hut stehen ihm gut, ist gar wohlgemut, aber Mutter weinet sehr Hänschen kommt zurück nicht mehr... Es ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann: Das eigene Kind kommt vom Spielen nicht mehr nach Hause. Marie und Robert müssen diese Erfahrung machen. Ihr Sohn Johann ist spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt, doch je mehr Zeit vergeht, desto mehr schwinden die Hoffnungen, Johann zu finden. Plötzlich meldet sich der Entführer bei Marie – und sie beschließt, mit dem Fremden zu kooperieren, ohne das Wissen ihres Mannes und der Polizei. Als der Kontakt abrupt endet, bricht für Marie eine Welt zusammen. Als sie dem Entführer nach einem Jahr durch Zufall wieder begegnet, beschließest Marie, die Wahrheit über das Verschwinden ihres Sohnes herauszufinden. Mit allen Mitteln... Wolfgang Brenner hat sich eines immer wieder aktuellen Themas angenommen. Jeden Tag verschwinden Kinder. Die meisten sind Ausreißer, manche fallen Verbrechen zum Opfer. Es gibt viele Romane, die sich dieses Themas annehmen, meist aus Sicht der Entführungsopfer und/oder der Ermittler, die sich auf die Suche nach dem Täter konzentrieren. „Aber Mutter weinet sehr“ beleuchtet hingegen die Situation der Eltern. Allerdings hält der Roman nicht, was der Titel verspricht. Johanns Mutter Marie ist der Dreh-und Angelpunkt im Roman. Als Johann verschwindet, misstraut sie von Anfang an der Arbeit der Polizei. Sie hat, wie wohl viele Eltern in einer solchen Situation, das Gefühl, dass nicht genug getan wird. Deshalb beschließt sie, selbst nach ihrem Sohn zu suchen. Erleichtert wird ihr das, nachdem der Entführer Kontakt zu ihr aufnimmt. Heimlich trifft sie sich mit ihm, verschweigt das der Polizei und ihrem Mann. Dadurch kommt es zu einem verhängnisvollen Vorfall – der Kontakt bricht abrupt ab. Ein Jahr später macht sie den selben Fehler, als sie durch Zufall auf den Entführer trifft. Sie lässt die Polizei außen vor und sagt auch ihrem Mann nichts. Kann man beim ersten Mal dieses naive Verhalten noch einigermaßen gut nachvollziehen, fasst man sich als Leser beim zweiten Mal nur noch an den Kopf. Ihr Verhalten hat schon einmal dafür gesorgt, das der Täter entwischte – und dann macht sie den gleichen Fehler noch einmal? Das ist einfach nur dumm. Kein Wort verliert der Autor hingegen, wie es den Eltern in dem einen Jahr gegangen ist. Im Gegenteil. Marie wirkt den ganzen Roman über kalt, emotionslos, distanziert. Ihr Marie-Programm läuft. Es hilft ihr, nicht verrückt zu werden, so die Erklärung im Buch. Sicher reagiert jeder anders auf einen solchen Schicksalsschlag, aber hier wirkt es zu gezwungen. Die Höhen und vorallen die Tiefen, durch die man geht, werden nicht weiter skizziert. Das wirkt auf den Leser unnahbar und wenig glaubwürdig. Unterstrichen wird dies außerdem durch den Schreibstil. Der Autor verwendet überwiegend kurze einfache Sätze. Oft versucht man dadurch, etwas besonders hervorzuheben. Da das ganze Buch aber vorwiegend so geschrieben ist, erinnert es an den Aufsatz eines Grundschülers. Desweiteren störte mich ein wenig, dass hier, wenn vielleicht auch unabsichtlich, mit Klischees von Ossis und Wessis gespielt wird. Nötig für den Roman war das sicher nicht. Nichtsdestotrotz vermag der Autor ein subtile Spannung aufzubauen. Man möchte schon wissen, was mit Johann passiert ist und ob Marie Rache üben kann oder nicht. Durch relativ kurze Kapitel ist es dann auch schnell durchgelesen. Sicher kein Meisterwerk, aber für einen kuscheligen Leseabend im Herbst genügt es.

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    • 2
  • Aber Mutter weinet sehr

    Aber Mutter weinet sehr

    Themistokeles

    19. August 2013 um 11:17

    Ich war auf diesen Thriller ehrlich gespannt, denn ich stelle mir die Erfahrung extrem schrecklich vor, dass das eigene Kind entführt wird, man Opfer einer Erpressung ist und einfach nicht wissen kann, ob vielleicht noch mal alles wieder halbwegs gut wird, denn man weiß doch nie wirklich, hält der Erpresser seine Versprechen, wenn man ihm entgegen kommt?! Also, viele Erwartungen, die ich an das Buch stellte, da ich ehrlich davon überzeugt war, das mich hier wirklich etwas Spannendes erwartet, weil die Ausgangssituation einfach nur super war. Dann kam aber das böse Erwachen, denn das Buch hatte mit meiner Vorstellung so gut wie gar nichts gemein. Es fing schon allein damit an, dass ich die Erzählung viel zu distanziert finde. Von Beginn an und das ändert sich im Lauf des Romans nur sehr geringfügig, besteht der Roman aus vielen sehr abgehackten und kurzen Sätzen, die meist nur aus den Grundbausteinen für einen Satz bestehen: Subjekt, Prädikat, Objekt. Ganz grausam, denn so macht das Lesen einfach keinen Spaß, da kein Fluss entsteht. Zudem ist man einfach enorm weit weg von den Charakteren und Emotionen werden eigentlich gar nicht transportiert. Und nicht nur, das die Emotionen einfach vollkommen fehlen, auch die Charaktere sind einfach komisch. Der Vater des entführten Kindes kommt irgendwie kaum zum Tragen in der Geschichte, so dass er eine ziemlich blasse Randfigur abgibt. Der Kommissar wirkt vollkommen inkompetent und macht so viele komische Fehler und am schlimmsten ist eindeutig die Mutter. So viele ihrer Aktionen sind einfach nur sinnlos und man muss sich manchmal ehrlich fragen, wie man so doof sein kann, dass man trotz vieler so offensichtlicher Dinge weiter in sein Unglück rennt und dabei noch das Leben des eigenen Kindes in Gefahr bringt, sollte das Kind denn wirklich noch leben, was nie wirklich klar wurde, bis zum Ende. Schon ein Grund mehr für mich die Mutter für vollkommen dämlich zu halten. Zumal sie einfach auch von ihrer Art her nur unsympathisch wirkt. Außerdem fand ich es ganz schlimm, dass im ganzen Roman der Erpresser bzw. Entführer die ganze Zeit »Der Freund« genannt wird. Das hat mich irgendwann echt rasend gemacht, weil es mich so genervt hat. Und abgesehen davon, dass alle Charaktere einfach nur dämlich sind, strotz der Roman nur so vor logischen Fehlern. Vor allen Dingen in technischen Bereichen ist der Roman fernab der Realität, egal ob es sich um die Ortung von Handys handelt oder ihre technischen Fähigkeiten, wie senden von SMS mit Nummerunterdrückung, was unmöglich ist. Auch viele andere Dinge machen einfach keinen Sinn und führen so einiges in der Handlung ad absurdum. Ein Buch, das sich eindeutig nicht lohnt gelesen zu werden, außer man ist neugierig, etwas zu lesen, das seltsam geschrieben, unlogisch und mit unsympathischen Charakteren durchsetzt ist. Mein Fall war das Buch beim besten Willen so gar nicht und dabei war die Idee dahinter ehrlich richtig gut.

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  • Enttäuscht

    Aber Mutter weinet sehr

    ben85

    Ich habe mich echt gefreut auf das Buch aber dann nach einigen Seiten war ich echt enttäuscht leider....
    Habe es bis zur Hälfte durchgelesen und musste mich echt da durch quälen....
    Also ich bin enttäuscht von dem Buch ...

    • 3
  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    Jetztkochtsie

    15. March 2013 um 19:03

    Dieses Buch war nicht nur schlecht, es war eines der schlechtesten Bücher die ich beendet habe und ich habe es nur beendet, weil ich Dank eines Bandscheibenvorfalls unheimliche Schmerzen beim Aufstehen habe und der Weg zum Buchregal mich abschreckte, ich aber nicht den ganzen Tag stumpf an die Decke starren mußte. Keine Ahnung, wo das Lektorat war, aber in diesem Buch sind so viele logische Fehler, daß es gerade für mich keine Freude war es zu lesen. Zum Beispiel liegt eine Kinderleiche monatelang in einem Tümpel den ein erwachsener locker durchwaten kann, ohne daß sie auftreibt oder entdeckt wird. Der kleine Junge ist mit dem Fahrrad in den Tümpel gefahren, dort gestürzt und einfach an Ort und Stelle liegen geblieben. Oder der Täter schreibt mit der Mutter des Opfers SMS mit unterdrückter Nummer. Man kann keine SMS mit unterdrückter Nummer schreiben, sie wird automatisch mit übermittelt. Auch das Orten eines Handys oder die Möglichkeiten einer Fangschaltung, werden fern ab der Realität beschrieben, um nur die offensichtlichsten Fehler zu nennen. Dazu kommt eine so schrecklich dümmliche und unsympathische Hauptfigur, für deren Gedankengänge mir schlicht das Verständnis fehlte und deren Handlungen und Taten mit viel gutem Willen vielleicht noch freundlich als etwas konfus beschrieben werden können. Die Geschichte ist auch so an den Haaren herbeigezogen, daß es mir beim Lesen fast schon körperliche Schmerzen verursacht hat. Nein, keine Leseempfehlungen, das war nicht spannend, das war nicht unterhaltsam, das war einfach nur ein Ärgernis!

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  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    goldstaub

    26. January 2013 um 11:56

    meine meinung: das buch ist sehr gut geschrieben, man kann sich richtig in die familie hineinversetzten was sie gerade durchmacht. zum autor: wolfgang brenner ist 1954 in Quierschied an der Saar geboren. er lebt als journalist und autor in berlin und im hunsrück. zum buch: aber mutter weinet sehr marie führt mit ihrem mann robert und ihrem 11 jahre alten sohn ein leben auf dem land. johann wächst mit liebe und geborgenheit auf. eines abends warten die eltern mit dem abendessen auf johann, doch er kommt vom spielen mit seinem freund nicht nachhause. marie setzt sich ans telefon und ruft jeden auf den schülerliste an, es war schon der dritte anruf der marie gewissheit bescherte. er war um kurz vor 19 uhr von seinem freund mit dem fahrad aufgebrochen. doch jetzt war es schon fast 21 uhr!! robert macht sich mit dem auto auf die suche nach seinem sohn, nur das einzige was er fand war das fahrad im strassengraben. die eltern schalteten die polizei ein,nicht immer waren sich marie und robert über bestimmte entscheidungen einig. so war es auch mit der fangschaltung fürs telefon, marie wollte es auf keinen fall und robert war sofort dafür. dann kam der erlösende anruf, der entführer meldet sich und als ihm marie gesteht das es eine fangschaltung gibt, legt er auf. für alle war es klar, der wird nicht mehr anrufen und wer weiß was er johann jetzt antut. eines tages ist marie im supermarkt einkaufen, als sie zu ihrem fahrad geht hängt dort eine tüte und darin war das handy ihres sohnes!! endlich dachte marie, endlich wird sich der entführer nochmal melden. der entführer meldet sich bei marie und vereinbart ein treffen und so stand sie entlich dem entführer gegenüber. er redete sehr ruhig auf marie ein, er sagte ihr das es johann gut geht und sie sich keine sorgen machen sollte. marie versuchte sich so viel wie möglich einzuprägen, welche schuhe er an hat, wie groß seine stimme, nur sein gesicht konnte sie nicht sehen es war hinter einer maske versteckt. er versprach ihr, ihren sohn zurück zubringen. doch sie bekam ihren sohn nicht mehr!! marie hat weder ihrem mann noch der polizei von den treffen erzählt. denn ihrer meinung tat die polizei zu wenig und robert hat sich hinter ihrem rücken gegen sie verschworen. ein jahr ist nun vergangen ohne ein lebenszeichen ihres sohnes, für marie war klar ihr alles geliebter junge ist tot. doch dann kam alles anders, durch zufall entdeckte marie die wahre identität des entführers. jetzt war ihre zeit gekommen, sie hatte jetzt die trümpfe in der hand. marie erschlich sich das vertrauen der frau des täters und beim gemeinsamen kaffee trinken wurde auch tom klar wer vor ihm am tisch sitzt. es war marie die mutter von johann hallte es in seinem kopf. marie musste einen weg finden ihn zum reden zubringen, sie wollte wissen was er ihrem sohn angetahn hat. oder vieleicht lebt er auch noch!!??

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  • Leserunde zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    WolfgangBrenner

    Liebe Freunde von Lovelybooks, ich würde Sie gerne dazu einladen, an einer Leserunde teilzunehmen. Es geht um mein neuestes Buch: „Aber Mutter weinet sehr“ ist ein Psychothriller und im September im Knaus Verlag erschienen. Angeregt zu der Geschichte wurde ich durch einen realen Entführungsfall, der sich vor ein paar Jahren in Deutschland ereignete. Ein kleiner Junge war verschwunden und die Eltern kämpften wochenlang darum, ihr Kind lebend wiederzubekommen. Als ihre Hoffnung immer weiter schwand, richtete die verzweifelte Mutter einen Aufruf an den Entführer. Vor laufender Kamera sprach sie ihn persönlich an. Sie appellierte an sein Mitgefühl und bat ihn sogar, doch wenigstens mitzuteilen, wo sie die Leiche ihres Kindes finden könnte, wenn er den Jungen inzwischen ermordet haben sollte. Mich hat das Bild der Mutter, die den Entführer händeringend bittet, sich angesichts ihres Leidens doch noch als Mensch zu erweisen, nicht mehr losgelassen. Ich bin selbst Vater und weiß, dass die Angst, ein Kind zu verlieren, bei Eltern immer unterschwellig präsent ist. Man macht sich eben Gedanken über diese extreme Situation – wenn auch nur heimlich, denn reden möchte darüber niemand. Wozu wäre eine Mutter in einem solchen Fall fähig, habe ich mich gefragt. Würde sie sich  mit dem Entführer zusammentun? Auch gegen die Polizei – zumal die oft andere Ziele verfolgt als die Eltern. Das war die Keimzelle meines Romans. Als ich diese Frage positiv zu beantworten wagte, begann die Sache sich mehr oder weniger von selbst zu entwickeln. Ich durchlebte mit Marie, der Mutter des kleinen Johann, die ganze Geschichte – bis zum bitteren Ende. Daraus ist ein Thriller entstanden, über den ich gerne mit Ihnen sprechen würde. Es würde mich sehr freuen, wenn sie sich an diesem Austausch beteiligen würden. Mein Verlag hat zehn Exemplare von „Aber Mutter weinet sehr“ zur Verfügung gestellt, die unter Ihnen verlost werden. Dazu sollten Sie zwei Fragen beantworten. Die Antwort zu einer der beiden Fragen finden Sie in der Leseprobe. Hier also meine Fragen: 1. Was würden Sie tun, wenn ein Mensch, der Ihnen sehr nahesteht, ein Familienmitglied etwa, Opfer einer Entführung werden würde? Können Sie sich vorstellen, mit dem Entführer in Kontakt zu treten, ohne der Polizei etwas davon zu sagen? Auch nicht, wenn der Täter sie dazu auffordert und verspricht, sein Opfer am Leben zu lassen? 2. Die Ermittlungen im Fall Johann führt kein cooler, junger Beamter mit Schnellschussholster und messerscharfem Verstand (den gibt es auch, der spielt aber eine eher negative Rolle), sondern ein müder, alter Kommissar, der Hosenträger trägt und oft einfach nicht mehr weiter weiß. Dennoch versteht er mehr von den Menschen und kann das, was Johanns Eltern durchstehen müssen, besser nachvollziehen als sein perfekt ausgebildeter, junger Kollege. Wie heißt dieser ausgebrannte, aber lebenskluge Polizist? Bitte antworten Sie bis zum 30. November. Die Gewinner bekommen die zehn Bücher, können dann an der Leserunde teilnehmen und Rezensionen zu „Aber Mutter weinet sehr“ verfassen. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Reaktionen. Natürlich freue ich mich, wenn sich auch Leser an der Leserunde beteiligen, die das Buch schon kennen oder es sich einfach gekauft haben. Ich wünsche Ihnen eine spannende und anregende Lektüre. Bis bald. Ihr Wolfgang Brenner     

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  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    chaosprinzessin

    21. January 2013 um 01:54

    Inhalt: Robert und Marie sind verheiratet, leben in ihrem Häuschen in einer ruhigen Gegend auf dem Land und haben einen 11-jährigen Sohn. Und dann passiert das wohl Schlimmste was Eltern passieren kann: Ihr Sohn kommt eines Abends nicht nachhause und ist ab da an spurlos verschwunden. Meine Meinung: Wolfgang Brenner behandelt hier ein äußerst spannendes (und erschreckendes) Thema. Dabei bleibt sein Schreibstil allerdings sehr nüchtern, zum großen Teil werden nur sehr kurze (auch unvollständige) Sätze verwendet die sich aneinanderreihen. Zwar wird man dadurch in die Handlung „mitgerissen“ – richtig in die Protagonisten einfühlen kann man sich leider nicht. Ich habe das Buch größtenteils damit verbracht mich zu fragen wie ich in diesem oder jenem Moment reagiert hätte (meistens komplett anders, als Marie das tut, vieles erscheint mir da leider etwas unlogisch). Die Spannung wird aber konstant gehalten und auch das Ende ist keinesfalls vorherzusehen. Brenner ist wohl ein großer Freund von Verwirrungen für den Leser, mit Ausnahme von ein, zwei zu vorhersehbaren „Überraschungen“ gelingt ihm das sehr gut. Ein paar Situationen fand ich unrealistisch – aber na ja, es ist eine fiktive Geschichte, nicht wahr? Auch im wahren Leben könnten (eventuell) solche Zufälle passieren, auch wenn das ein bisschen unwahrscheinlich ist. Der „Psychothriller“ (dazu später mehr) wird in der personalen Erzählsituation geschildert – und zwar aus Maries Sicht. Leider ist auch ebendiese die einzige Figur, die man etwas kennen lernt. Ihr Mann, der ermittelnde Kommissar und alle anderen bleiben blasse Gestalten, die man als Leser kaum zu fassen bekommt. Das hat einige Vorteile (man setzt sich sehr intensiv mit Marie, ihrem Verhalten und ihrer Gefühlswelt auseinander) aber mir persönlich gefällt das nicht sonderlich gut. Man hat das Gefühl, als ob etwas fehlt. Als einen Psychothriller empfinde ich das Buch nicht (dazu fehlt einfach etwas, sehr hohe Spannung, „verrückter“ Mörder / Entführer) aber als einen Krimi der zum Nachdenken anregt und noch lange im Gedächtnis bleibt, empfehle ich ihn weiter – wenn man sich mit dem Schreibstil und den „blassen“ Figuren anfreunden kann und Maries Verhalten als Anregung nimmt sich zu fragen, inwiefern die Polizeiarbeit bei einem Entführungsfall nicht vielleicht doch die bessere Lösung wäre.

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  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    Blaustern

    18. January 2013 um 19:03

    Johann ist 11 Jahre alt, als er eines Abends vom Spielen nicht mehr nach Hause kommt. Aber auf Johann war sonst immer Verlass; er kam nie zu spät und meldete sich immer. Nun ist aber auch noch sein Handy ausgeschaltet, und seine Eltern landen mitten im Alptraum. Der Vater ruft die Polizei und verlässt sich auf deren Handeln. Die Mutter aber hat den Verdacht, sie tun einfach nicht genug, um ihren Jungen zu finden. Damit gibt sie sich nicht zufrieden und macht sich selbst auf die Suche. Sie findet eine Tüte an ihrem Fahrrad, worin sich das Handy ihres Sohnes befindet. Heimlich beginnt Marie, sich mit dem Entführer ihres Sohnes zu treffen. Das Buch ist in zwei Abschnitte geteilt, was ich gut gemacht finde. Der erste Abschnitt, indem es um die Entführung ging, war gut nachvollziehbar. Man konnte die Mutter mitsamt ihren Ängsten, Hoffen und Handeln gut verstehen. Es war einfühlsam und ergreifend beschrieben. Eine sehr schwere Situation für die Eltern, die sich dann leider auch immer mehr entzweiten. Der zweite Abschnitt spielte ein Jahr nach der Entführung und war für mich wirklich sehr unrealistisch. Das ganze Handeln der Mutter war inzwischen unbegreiflich. Wie kann ich außerdem den Entführer meines Sohnes mit „FREUND“ bezeichnen. Es reihte sich ein Zufall an den nächsten, sodass es doch ziemlich unglaubwürdig wurde. Von Johanns Vater und seinem Innenleben erfährt man kaum noch etwas im Laufe der Geschichte. Trotzdem war der Roman spannend geschrieben und mit seinen kurzen Sätzen einfach zu lesen.

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  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    tintenmaedchen

    17. January 2013 um 16:38

    “Marie nahm sich vor, hart zu sein und sehr genau zu beobachten, was um sie herum geschah. Sie kämpfte nun an zwei Fronten. Gegen den Mann mit der Mickie-Mouse-Maske und gegen die, die glaubten, ohne sie besser zum Ziel zu kommen.” (Seite 61) Eines Abends kommt Maries Sohn Johann nicht vom Spielen nach Hause. Ihr Mann informiert die Polizei. Doch Marie selbst bekommt immer mehr das Gefühl dass es der polizei nicht vorrangig darum geht das Leben ihres Kindes zu retten und so beschließt sie selbst etwas zu unternehmen und nimmt dafür sogar heimlich Kontakt mit dem Entführer auf und lässt sich auf ein unheimliches Katz-und-Maus-Spiel mit ihm ein. Der Alptraum aller Eltern wird für Marie bittere Realität. Man sollte eigentlich meinen Mutter und Vater halten in der Zeit zusammen, geben sich gegenseitig Halt und stützen einander. Hier ist das nicht der Fall da Marie und ihr Mann sich immer mehr entzweien. Während ihr Mann die ganze Zeit mit der Polizei zusammen arbeitet sondert Marie sich immer mehr ab, misstraut zunehmend allen und ist davon überzeugt dass die ganze Polizeiarbeit ihren Sohn nur noch mehr gefährdet. Ansich ist das auch alles nachvollziehbar, hat doch jeder Mensch seine eigene Art mit Extremsituationen umzugehen und welche Mutter würde wohl seelenruhig alles verfolgen wenn ihr eigenes Kind entführt wurde? Doch Marie scheint über allem zu verdrängen wie sehr sie selber immer wieder das Leben ihres Kindes gefährdet. Mit ihren Alleingängen stört sie immer wieder die Arbeit der Polizei und behindert so die Ermittlungen. Obwohl die Entführung eines Kindes natürlich etwas sehr grauenvolles ist konnte mir das Buch diese Sache nicht wirklich näher bringen. Marie als Protagonistin hat mich mit der Zeit immer mehr genervt damit dass sie alles und jenen zurückstößt und immer wieder auf eigene Faust handelt ohne dabei wahrzunehmen dass sie vieles nur verschlimmert. Beim großen Showdown konnte ich schließlich nur noch den Kopf schütteln denn spätestens da erschien mir die ganze Geschichte nur noch absurd und fernab jeder Realität. Richtige Spannung kommt leider gar nicht erst auf und man schleppt sich eher durch die Geschichte. Die Geschichte zieht sich irgendwann wie Kaugummi, obwohl das Buch nicht einmal sehr viele seiten besitzt. Ein Buch mit einer tollen Grundidee aber leider schlechter Umsetzung die immer weiter von der Realität abweicht. Nett gemeint aber leider nicht gelungen.

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  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    antjemue

    15. January 2013 um 16:58

    Familiendrama mit schlechtem Kriminaleinschlag, aber kein Psychothriller! Thriller gehören durchaus noch immer zu meiner Lieblingslektüre. Auf den Roman von Wolfgang Brenner wurde ich wieder einmal durch das Amazon Vine Programm aufmerksam. Lange schlich ich drum herum, da andere Wunschbücher für mich Vorrang hatten. Als ich dann jedoch die Möglichkeit bekam, eines der letzten Rezensionsexemplare zu ordern, tat ich das. Die Kurzbeschreibung klang in jedem Fall spannend. Wenn es mit Kindern zu tun hat, fühle ich mich als Mutter von zwei (inzwischen glücklicherweise erwachsenen) Söhnen immer irgendwie mit betroffen. Da das Buch als Psychothriller der Extraklasse angepriesen wurde, waren meine Erwartungen auch sehr hoch. Vor allem, da der Autor kein Neuling ist, obwohl ich zugeben muss, vorher von ihm noch nichts gelesen zu haben. Wolfgang Brenner Der 1954 in Quierschied an der Saar geborene freie Schriftsteller und Journalist lebt in Berlin und im Hunsrück. Als Referenzen hat er bereits einige Romane, Artikel für große deutsche Zeitungen und Magazine, Satiren, Hörspiele, Radio-Features und Drehbücher für Fernsehserien (u.a. Tatort und Polizeiruf 110) vorzuweisen. (Quelle Wikipedia) Aber Mutter weinet sehr Der 11-jährige Johann kommt eines Abends vom Spielen nicht nach Hause und verschwindet spurlos. Da Mutter Marie irgendwann das Gefühl hat, dass die Polizei und auch ihr Ehemann Robert nicht genügend oder nicht das Richtige tun, nimmt sie die Suche nach dem Täter selbst in die Hand… Kalt, hölzern und künstlich konstruiert Leider schaffte es der Autor nicht, mich mit seinem Buch zu begeistern. Dieses konnte ich zwar zum Glück flüssig weg lesen, aber Charaktere und Handlung wirkten auf mich, trotz vieler künstlicher Umschreibungen, eher kalt, hölzern und konstruiert als fesselnd und mitreißend. Und die letzteren beiden Punkte sind das, was zumindest ich von einem Psychothriller erwarte. Natürlich ging mir das Verschwinden des Jungen am Anfang sehr nahe. Eine ähnliche Situation, die sich dann glücklicherweise als „Einfach nur zu spät kommen und nicht Bescheid gesagt wo er ist“ herausstellte, habe ich mit meinem jüngsten Sohn einmal durchgemacht und das waren die schlimmsten 2 1/2 Stunden meines Lebens. Doch schon in der Phase der Geschichte, als die Hoffnung auf eine Heimkehr des Jungen noch am Größten war, empfinde ich viele Reaktionen der Eltern künstlich konstruiert. Zum Beispiel konnte ich die kühlen Überlegungen der Mutter bei den Anrufen einfach nicht nachvollziehen, zumindest habe ich damals einzig und allein im Sinn gehabt, mein Kind zu finden und nicht ob vielleicht ein falscher Ton später irgendwann auf mein Kind zurückfallen könnte. Auch die Reaktion des Vaters, als er Fahrrad und Mütze gefunden hat, um angeblich die Mutter zu schützen, ist für mich schlecht zurechtgebastelt. Und dass die Ermittler dann einfach so darüber hinweggehen, erst recht. Dass Beziehungen nach einem solch schlimmen Verlust nicht mehr funktionieren, ist wiederum sehr nachvollziehbar für mich. Nicht aber, dass es der Mutter ohne jegliche Konsequenz gelingt, die Polizeiarbeit zu behindern. Bei den Ereignissen ein Jahr später, fand ich den konstruierten Ost-West-Konflikt äußerst unpassend und die beschriebenen Verhaltensweisen definitiv nicht mehr zeitgemäß. So hat der Autor sich für die Herkunft der Protagonistin Lore und ihren Sohn Kevin ausgerechnet meine Heimatstadt Chemnitz ausgesucht. Die für Lore dargestellten Verhältnisse sind für mich absolut nicht nachvollziehbar. Weder ihre Aussagen zur Arbeitsmarktsituation, noch zu den Kontakten des Sohnes. Entweder müssen diese Frau und ihr Sohn schon immer unter Kontaktarmut gelitten haben - solche Menschen gibt es leider überall - oder die beiden kommen nicht aus Chemnitz. Punkt. Ich persönlich habe jedenfalls einen sehr großen Freundes- und Bekanntenkreis. Und wenn ich zu Freunden in die gebrauchten Bundesländer fahre, muss ich mich auch nicht verkleiden. Ich kann kaum fassen, mit welchen Ost-West Klischees der Autor hier 23 Jahre nach dem Mauerfall so um sich wirft. Maries erneutes eigenständiges Handeln wirkte auf mich genauso unrealistisch wie vorhersehbar. Lore kann ich leider nicht ernst nehmen und die beschriebenen Zustände in Chemnitz und auf Rügen scheinen 20 Jahre her zu sein. Spannung kam bei mir jedenfalls bis zum Ende nicht auf. Alles in allem hat mich dieses Buch mehr als enttäuscht. Ich kann es leider nicht weiter empfehlen und werde wohl in der Zukunft um Werke des Autors einen großen Bogen machen.

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  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    sabatayn76

    06. January 2013 um 14:16

    'Sie hatte vor nichts mehr Angst. Sie spürte keinen Schmerz mehr.' Inhalt: Eines Abends kehrt der 11-jährige Johann nicht mehr nach Hause zurück. Seine Eltern Marie und Robert schalten unverzüglich die Polizei ein, doch Johann wird trotz intensiver Suche nicht gefunden. Bald wird von einer Entführung ausgegangen, und der Entführer tritt mit Marie in Kontakt. Diese verheimlicht die Anrufe von und die Treffen mit dem Entführer vor ihrem Mann und der Polizei und versucht auf eigene Faust, den Entführer zur Übergabe ihres Kindes zu bewegen. Mein Eindruck: 'Aber Mutter weinet sehr' ist sprachlich sehr einfach und liest sich aus diesem Grunde sehr schnell. Die Protagonisten bleiben allesamt blass, ihr Verhalten und ihre Intentionen erscheinen bisweilen kaum oder gar nicht nachvollziehbar. Auch die Schlüsse, die die Polizei zieht, sind bisweilen völlig unverständlich (Aus welchem Grunde geht man plötzlich nicht mehr von einem Sexualverbrechen, sondern von einer Entführung aus? Was macht die Polizei so sicher, obwohl sich kein Entführer gemeldet hat und man eigentlich keinerlei Indizien hat?). Auch der Kontakt zwischen dem Entführer und der Mutter und die Beziehung zwischen Marie und Robert ist unlogisch und konstruiert. Wo bei der Charakterisierung der Protagonisten und bei der glaubhaften Beschreibung des Verbrechens, der Aufklärung, der Beweggründe und Gedanken der Figuren eindeutig Details fehlen, wurden bei anderen Gelegenheiten Dinge bis in die kleinste Kleinigkeit dargelegt: Einkaufsmöglichkeiten, Verhalten im Geschäft, Situation an der Kasse etc. Auch in forensischer Sicht wurden hier ungenügende oder sogar falsche Infos gegeben, z.B. was die Gründe für eine Einweisung in eine Psychiatrie versus Inhaftierung in einem Gefängnis angeht. Mein Resümee: 'Aber Mutter weinet sehr' könnte eine einfache und unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch sein, wenn die Geschichte nicht so abwegig und die Protagonisten nicht so einfältig wären. Schade!

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    Aber Mutter weinet sehr

    Gospelsinger

    03. January 2013 um 00:14

    Es ist der Albtraum jeder Mutter: Das Kind kommt nicht nach Hause. Genau das passiert Marie. Ihr elfjähriger Sohn Johann ist um 19:00 nicht nach Hause gekommen. Bei seinem Freund ist er pünktlich losgefahren, er ist auch bei keinem anderen Freund, sein Handy ist ausgeschaltet. Später am Abend schalten Marie und ihr Mann Robert schließlich die Polizei ein. Damit beginnt das Ende ihrer Ehe. Denn Marie fühlt sich von Robert und der Polizei, die alle Entscheidungen über ihren Kopf hinweg treffen, entmündigt. Sie hat ihre eigene Herangehensweise, und es gelingt ihr, Kontakt zum Entführer aufzunehmen. Aber dann kommt ihr Mann ihr in die Quere und der Entführer meldet sich nicht mehr. Bis Marie den Entführer nach einem Jahr zufällig wieder trifft. Und er hat einen elfjährigen Jungen bei sich… Aus dieser Geschichte hätte ein sehr spannender Krimi werden können, aber ich bin mit dem Buch nicht so recht warm geworden. Ein Psychothriller ist das schon einmal nicht, dazu fehlt die entsprechende Spannung. Außerdem sind zwei für mich entscheidende Merkmale eines guten Buches hier einfach nicht vorhanden. Da ist zum einen der Schreibstil, der in diesem Buch sehr kurz und abgehackt daher kommt und dafür sorgt, dass es sich wie ein Bericht liest, nicht wie ein Roman. Zum anderen, und das ist das Entscheidende für mich, sind die Charaktere völlig blass und interagieren fast gar nicht miteinander. Die ganze Geschichte bleibt völlig an der Oberfläche, emotionslos und kalt. Mir stellte sich beim Lesen die Frage, ob das wirklich ein fertiges Buch sein soll oder ob aus Versehen eine etwas längere Fassung des Exposés gedruckt wurde. Schade, denn die Ausgangsidee fand ich wirklich gut.

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  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    irismaria

    26. December 2012 um 14:54

    Der Klappentext von „Aber Mutter weinet sehr“ von Wolfgang Brenner führt gelungen ins Buch ein: „Es ist der Alptraum aller Eltern: Der kleine Johann kommt eines Abends vom Spielen nicht nach Hause. Der Vater verständigt die Polizei, die Mutter fühlt sich wie gelähmt. Und hegt schon bald den Verdacht, dass das Leben ihres Jungen für die Polizei nicht oberste Priorität hat. Doch einer Mutter geht es nur um ihr Kind, eine Mutter tut alles, um es zurückzubekommen. Dafür trifft sie sich sogar heimlich mit dem Entführer. Ein fatales Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf.“ Die Geschichte dreht sich um die Entführung und wie die Eltern mit der Situation umgehen. Wolfgang Brenner schreibt gut lesbar und hält den Spannungsbogen durchweg oben. Auch wenn einige Szenen mir Gänsehaut machten, wurde erfreulicherweise auf grausame Details verzichtet. Das Verhalten der Mutter, die eindeutig im Mittelpunkt der Geschichte steht, konnte ich oft nicht nachvollziehen und es gab etwas zu viele Zufälle, die die Handlung entwickelten. Davon abgesehen ist „Aber Mutter weinet sehr“ von Wolfgang Brenner ein spannender Krimi zu einem immer wieder beklemmenden Thema.

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  • Rezension zu "Aber Mutter weinet sehr" von Wolfgang Brenner

    Aber Mutter weinet sehr

    lillicat

    17. December 2012 um 16:36

    Das Cover: Das Cover hat auf mich einen Verloren-wirkenden Eindruck, der teils von dem Nebel, dem Rot und dem Bach hervorgerufen wird. Ich finde das beschreibt die Situation um die es im Buch geht recht gut. Das Kind welches im Bach steht passt auch ganz gut, da es ja um eine Kindesentführung geht. Im Ganzen betrachtet wirkt das Cover wie eine Art Traum und das Kind wie eine Geistererscheinung. Meine Meinung: Ich muss sagen, dass Buch regt wirklich zum nachdenken an. Der Schreibstil ist recht einfach und oft nicht länger als eine Zeile, dass lässt die Sätze abgehackt wirken und nicht schön ausgeschmückt, wobei man sich nach einer Zeit daran gewöhnt und wenn man dies erst einmal hat passt der Schreibstil unglaublich gut zu dem Inhalt. Genau dieser Schreibstil macht die Handlung erst zu dem was sie ist. Oft beschränkt sich die Handlung nicht nur auf die Grundhandlungen sondern es wird weiter ausgeholt, so lockern Stellen in denen kurz alltägliche Sachen dazwischen geschoben werden die angespannte Stimmung in dem Buch unheimlich auf. Genau durch solche alltäglichen Sachen, die jeder Mensch macht, wirkt das Buch realistischer. Die Charaktere waren wirklich sehr gut umgesetzt. Der Hauptcharakter ist Marie, die Mutter von Johann. Ich fand sie wirklich sehr sympathisch, obwohl sie nach einer Zeit komisch wurde. Egal wie er sich selbst nennt, ich würde den Entführer meines Kindes NIE "Freund" nennen... Anfangs war sie wirklich gut nachvollziehbar. Man hat so wunderbar verstanden was in ihr vorging! Die Sorge, die Angst und die Hoffnung, ob ihr Kind noch lebt und wenn ja, ob sie es wiedersieht. Das Buch war an diesen Stellen wirklich sehr ergreifend. Dann greift das Buch die Handlung ein Jahr nach der Entführung auf, was ich sehr gut gelungen finde, da man sieht, wie es Marie ein Jahr danach geht und wie langsam wieder aufgezwungene Normalität eingekehrt ist. Zudem leidet die Ehe ziemlich darunter, dass der einzigste Sohn entführt wurde. Ich finde dies wirklich tragisch zu lesen, wie die Ehe an dem Verlust zerbricht und wie die beiden in ihrer Hilflosigkeit gefangen sind und damit nicht mehr in der Lage sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Leider finde ich wird Marie zum Ende des Buches hinregelrecht Gehirnlos! Ich habe sie nicht mehr wirklich verstanden und ihr Handeln war wirklich ziemlich dumm. Man sollte meinen auch Buchcharaktere lernen aus Fehlern... Die Seite von Robert wurde jedoch ganz weggelassen. Man erfahrt bis ins kleinste Detail, was in Marie vorgeht, doch auf Robert wird nicht viel Rücksicht genommen. Das finde ich doch recht schade, da man so die ganze Situation nur einseitig mitbekommt und nicht aus verschiedenen Sichten. Immerhin ist es ja auch Roberts Kind, dass verschwunden ist, nicht nur Maries... Die Handlung ist in 2 Abschnitte aufgeteilt. Einmal zu dem Zeitpunkt an dem sich die Entführung abspielt und einmal ein Jahr später. Ich finde diese Einteilung sehr gut gelungen, da man so mitbekommt, wie das Leben Maries später weiterverläuft. Leider wurde das Buch in dem 1-Jahr-später-Abschnitt recht unrealistisch. Es erfolgt eine große Anhäufung von Zufällen die doch etwas weit hergeholt sind. Beim Lesen direkt fand ich sie nicht so schlimm, aber als ich später darüber nachgedacht habe ist es dann doch etwas zu viel des Guten. Der Autor brauchte zwar einen guten Fortlauf der Handlung, aber das ist dann doch etwas unrealistisch. Das Ende hat mich jedoch positiv überrascht, damit hätte ich nie gerechnet, wobei es eigentlich gerechtfertigt ist... Emotional hatte das Buch wirklich einiges auf dem Kasten. Besonders die ersten Seiten fand ich hoch ergreifend. Toll geschrieben und wirklich zutiefst bewegend. Man konnte sich richtig gut vorstellen, dass es genau so einer Person geht, die ihr Kind verloren hat. Fazit: Ein wirklich sehr ergreifendes Buch mit Charakteren die sehr sympathisch sind. Leider gegen Ende ziemlich unrealistisch. Dennoch reißt die Handlung einen einfach mit.

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