Wolfgang Brenner Alleingang

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Inhaltsangabe zu „Alleingang“ von Wolfgang Brenner

Marie Blau lebt mit ihrem kleinen Sohn Felix am Rande von Koserow auf Usedom. Ihr Mann Karl ist Berufssoldat und derzeit in Kundus stationiert. Eines Tages erreicht Marie die Nachricht, dass ihr Mann bei einem Selbstmordanschlag der Taliban ums Leben gekommen ist. Sie reist mit dem Jungen zur Trauerfeier nach Berlin. Dort weigert man sich jedoch, ihr den Leichnam ihres Mannes zu zeigen. Angeblich ist er entstellt. Und dann erhält Marie einen Anruf ihres totgesagten Gatten …

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  • Spannender, sehr bewegender Krimi

    Alleingang
    trollchen

    trollchen

    22. June 2013 um 22:29

    Alleingang Kurzinhalt: Marie Blau lebt mit ihrem kleinen Sohn Felix am Rande von Koserow auf Usedom. Ihr Mann Karl ist Berufssoldat und derzeit in Kundus stationiert. Eines Tages erreicht Marie die Nachricht, dass ihr Mann bei einem Selbstmordanschlag der Taliban ums Leben gekommen ist. Sie reist mit dem Jungen zur Trauerfeier nach Berlin. Dort weigert man sich jedoch, ihr den Leichnam ihres Mannes zu zeigen. Angeblich ist er entstellt. Und dann erhält Marie einen Anruf ihres totgesagten Gatten. Mein Fazit: Das Buch ist nicht reißerisch geschrieben, aber doch sehr sensibel und sehr facettenreich und von Anfang an sehr spannend. Eigentlich steh ich nicht so auf Afganisthanstorys, aber hier lag der Fakt anders. Es war wirklich nicht übertrieben nur an den Machenschaften des Krieges appelliert worden, sondern im Vordergrund stand die Ehefrau des Soldaten und ihren Sohn, die mir der Situation umgehen müssen, dass er im Krieg gestorben ist. Aber als er sich am Telefon meldet, wird die Ehefrau aufgeschreckt und auf einmal stellt sie vieles in Frage und das ist auch richtig so, denn so, wie es die Regierung hinstellen will, so ist es nicht gewesen. Und die Wahrheit ist viel schlimmer, als man es sich eigentlich vorgestellt hat. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und das Buch liest sich sehr schnell und ist auch nicht übertrieben schwierig zum lesen. Es ist spannungsgeladen von der ersten Seite an  und man muss einfach weiterlesen, weil man wissen will, wie es weitergeht. Es ist nicht so ein effekthaschendes Kriegsepos, sondern hier geht es mehr um Gefühle, Liebe, Trauer und die Angst um das Kind und den Mann und wie es weitergehen soll. Das Ende ist ebenso wie das ganze Buch, eher spektakulär und hinterlässt bei dem Leser eine Achterbahn der Gefühle und bei mir auch sehr viele Fragen. Ich kann das Buch jeden empfehlen, es ist einfach top. Die Protagonisten werden so warmherzig und sympathisch beschrieben, man fiebert richtig mit.

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  • Rezension zu "Alleingang" von Wolfgang Brenner

    Alleingang
    linax3

    linax3

    01. September 2012 um 17:27

    Kriminalromane sind meist von Geschichten über Polizeiarbeit geprägt, doch dieser Kriminalroman stellt eine spannende und mitreißende Geschichte über die Bundeswehr da. Der Berufssoldat Karl ist im Kundus stationiert und deshalb von seiner Familie getrennt. Seine Frau Marie und sein Sohn Felix leben auf Usedom und warten darauf das der Einsatz ihres geliebten Menschen zu ende ist. Doch dann stellt die unerwartete Nachricht von Karls Tod das Leben der beiden auf den Kopf. Marie merkt gefühlsmessig sofort, dass etwas nicht stimmt. Sie versucht nachdem sie eine Nachricht ihres Mannes erhalten hat, die Wahrheit über sein Verschwinden heraus zu bekommen. Es beginnen Intrigen und eine gefühlsvolle Karussellfahrt der Charaktere. Die Ereignisse überschlagen sich und viele verwirrende Wenden stellen das Leben von Marie vollkommen auf den Kopf. Marie steht vor der Entscheidung wem sie vertrauen sollte.. Mit einem gefühlsvollen Schreibstil reißt der Autor seine Leser mit in das Geschehen. Die Geschichte liest sich verständlich und spannend. Der Autor bleibt realitätnah und baut mit seinem Schreibstil eine geheimnisvolle Stimmung auf. Die Charaktere und ihre Gefühlswelten im Roman sind sehr gut ausgebaut. Der Roman dreht sich hauptsächlich um Marie und ihren Sohn Felix, der mit dem Verlust seines Vaters nicht klar kommt. Es handelt sich hier um einen spannenden und gefühlsreichen Roman, der für einige turbulente Lesestunden sorgt.

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  • Rezension zu "Alleingang" von Wolfgang Brenner

    Alleingang
    RalfderPreusse

    RalfderPreusse

    07. July 2012 um 13:12

    Achtung: Es handelt sich hier um einen Roman, der die Zerstörungen, die der Krieg auch in der Psyche enes Menschen anrichten kann, aus der Sicht der daheimgebliebenen Ehefrau schildert. Die Vermarktung als Krimi ist schlicht Etikettenschwindel. Als Antikriegsroman aber vermutlich aus der Sicht vieler Verlage zu dünn. Wieder einmal muss ich an Erich Kästner denken. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

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  • Rezension zu "Alleingang" von Wolfgang Brenner

    Alleingang
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    09. June 2012 um 16:38

    Deutschland befindet sich im Krieg, auch wenn die offizielle Sprachregelung das verschleiert. Und wie das in einem Krieg so ist, sterben Soldaten im Einsatz. Marie Blau lebt mit ihrem achtjährigen Sohn Felix in Koserow auf Usedom. Ihr Mann Kurt ist als Berufssoldat in Kundus stationiert. Eines Tages erhält Marie die Nachricht, dass ihr Mann bei einem Einsatz in Kundus getötet wurde. Sehen darf sie ihn nicht, weil er stark entstellt sei. Ihr Sohn verkraftet diese Nachricht überhaupt nicht und spricht nicht mehr. Die Bundeswehr bietet Marie Unterstützung an, aber warum soll sie dafür nach Berlin kommen? Und was hat es mit dem Mann auf sich, der vor ihrer Tür in seinem Auto campiert? Außerdem taucht auch noch eine rätselhafte Schwedin auf, und Marie merkt, dass sie von der Bundeswehr beobachtet wird. Und dann erhält sie einen Anruf ihres tot geglaubten Mannes! Was ist wirklich in Kundus passiert? Dieses Buch geht über einen Regionalkrimi weit hinaus; es ist ein ruhiger, aber beklemmender Thriller. Die Situation der Soldatenfrauen und die Realität des Krieges fand ich sehr überzeugend geschildert. Lediglich eine Stelle im Buch hat mich gestört, nämlich die äußerst positive, fast schon sinnliche Beschreibung einer Waffe. Auch ist mir das Verhalten Maries streckenweise zu unglaubwürdig, zum Beispiel, wenn sie wildfremde Menschen bei sich im Bett übernachten lässt. Davon abgesehen wünsche ich diesem außergewöhnlichen Thriller mit seinem verstörenden Ende viele Leser.

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  • Rezension zu "Alleingang" von Wolfgang Brenner

    Alleingang
    Sonja_Ullrich

    Sonja_Ullrich

    07. May 2012 um 13:55

    Ein unglaublicher Krimi. Nicht kurzweilig, aber trotzdem mag man ihn nicht zur Seite legen. Die Emotionen der Frau gekonnt inszeniert, ohne ins Melodramatische abzudriften. Das Ende hingegen kam abrupt und unerwartet und ließ mich völlig perplex zurück. Aber es lohnt sich, dieses Buch in die Hand zu nehmen.

  • Rezension zu "Alleingang" von Wolfgang Brenner

    Alleingang
    Eka

    Eka

    12. March 2012 um 16:42

    Der kleine Felix Blau lebt mit seiner Mutter Marie auf Usedom. Sein Vater ist Berufssoldat, in Afghanistan stationiert und befindet sich zur Zeit in Kundus. Marie ist zufrieden mit ihrem Leben, obwohl sie mit ihrem Mann Karl ja nur brieflichen und ab und zu telefonischen Kontakt hat. Sie kümmert sich liebevoll um den gemeinsamen Sohn Felix, der natürlich immer wieder fragt, wann sein Vater endlich nach Hause kommt. Er liebt ihn sehr und ist glücklich über jeden Brief und jedes Telefonat. Eines Tages steht plötzlich ein Auto der Bundeswehr vor dem Haus und zwei dunkel gekleidete Männer bitten um Einlaß. Marie ahnt nichts Gutes und schickt zunächst Felix auf sein Zimmer. Dann kommt die schreckliche Nachricht, "Ihr Mann. Er ist bei einem Anschlag der Taliban ums Leben gekommen". Als sie Felix die Nachricht überbringt reagiert dieser völlig verstört und spricht seit dem kein einziges Wort. Bei der Trauerfeier in Berlin bittet Marie darum, ihren toten Mann noch einmal sehen zu dürfen. Dies wird ihr strikt verweigert mit dem Hinweis, daß man von ihrem Mann kaum noch etwas erkennen könne. Doch Marie hat keine Ruhe und öffnet heimlich bei der Beerdigung den Sarg. In diesem liegt nicht etwa ihr verstorbener Ehemann, sondern der Inhalt besteht lediglich aus Sandsäcken.Und einige Tage später bekommt sie einen abgehetzten und verstörten Anruf von Karl, in dem er mitteilt, daß er noch lebt! Nun erkennt Marie, daß hier vieles nicht stimmt und wendet sich an die Bundeswehr in Berlin mit der Bitte um Aufklärung. Mehr möchte ich hier über den Inhalt nicht erzählen, sonst ist die Spannung nicht mehr da. Wer nun einen üblichen Kriminalroman mit Kommissaren, Polizei und Ermittlern erwartet, der wartet vergeblich. Der Autor hat einen besonderen Kriminalroman verfasst über ein brisantes und aktuelles Thema: Afghanistan und die Bundeswehrsoldaten im Krisengebiet, aber auch um die Machenschaften der Bundeswehr. Die Geschichte regt sehr zum Nachdenken an, lässt den Leser aber schwer los, weil man wissen möchte, was die Bundeswehr verbergen wollte, als sie Karl als tot gemeldet hat und vor allen Dingen, was aus Karl geworden ist. Aber raffinierterweise lässt der Autor das Ende offen und gibt dem Leser Gelegenheit, über das Thema nachzudenken. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, es liest sich alles flüssig, die Charaktere aller Personen werden sehr gut dargestellt und die Spannung, die am Anfang aufgebaut wird, bleibt bis zum Ende.

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  • Rezension zu "Alleingang" von Wolfgang Brenner

    Alleingang
    sarahsbuecherwelt

    sarahsbuecherwelt

    23. February 2012 um 16:36

    Wolfgang Brenner ist mit seinem Krimi „Alleingang“ ein besonderer Kriminalroman gelungen. Ermittlungen seitens Kriminalpolizei oder Detektei wird der Leser hier nicht vorfinden. Stattdessen greift der Autor für seine Lektüre ein höchst brisantes Thema auf, dass in dieser Umsetzung für Gesprächsstoff sorgen wird. Temporeich lässt Brenner sein Buch beginnen. In präzisen, aber plastischen Sätzen lässt er die Protagonisten zum Leben erwecken. Emotionen, Handlungen und Gedankengänge sind sofort greif- und nachvollziehbar. Seine Figuren beschreibt er wie Freunde, Nachbarn – einfach wie du und ich. Ohne lange zu fackeln geht er gleich zu der heiklen Thematik über. Diese ist dem Leser schon durch den Klappentext vertraut, und trotzdem beginnt Brenner an diesem Punkt ausführlicher in seinen Schilderungen zu werden. Sachlich und nichtsdestotrotz spannend geht er auf die Bundeswehrsoldaten im Krisengebiet ein. In diesem Fall ist sein Protagonist in Kundus, um dort die Zivilisten vor den Taliban zu beschützen. Ein Thema, welches oft in den Medien präsent ist. Zahlreiche zivile Opfer, die von beiden Seiten gefordert werden. Unnötige Todesopfer insbesondere bei Kindern. Dazu kommen Opferzahlen bei den Soldaten, die ebenfalls hätten vermieden werden können, wenn die Regierung eine andere Politik fahren würde. Genau dies versucht Brenner seinen Lesern zu vermitteln. Spannend mit zahlreichen Höhepunkten, die einen auf bodenständige Art sogar einschüchtern und ängstigen, zeigt er mögliche Machenschaften bei der Bundeswehr auf. Es sind Einblicke, die einen zum Nachdenken anregen, neue Perspektiven aufzeigen und Fragen aufwerfen. Gerade letzteres ist unvermeidbar, denn man möchte wissen, ob es Fiktion oder doch Realität ist. Man möchte wissen wie es weitergeht, was hinter den Aktionen und der Kontrolle der Bundeswehr steckt, und was Karl zu der Sache zu sagen hat. Am Meisten wollte ich jedoch wissen, wie er aus dieser Situation wieder herauskommt. Wanzen, falsche Identitäten oder die ständige Überwachung sorgen für eine trockene Spannung, die nicht auf Brutalität setzt. In Kombination mit dem dynamischen, wortgewandten und doch einfachen Stil, wirkte es nie langatmig oder trocken. Die Seiten rasen nur so dahin, und man rätselt auf seine Art und Weise mit, was die Bundeswehr versucht zu verbergen, aber auch, wie der Autor versuchen wird seine Geschichte zum Abschluss zu bringen. Und genau dieser Punkt stößt mir negativ auf. Die letzten Seiten sind ein grandioser Höhepunkt, der mich den Atem anhalten ließ, um dann festzustellen, dass der Autor sich für eine diplomatische Lösung entschieden hat. Er lässt das Ende offen. Einige Fragen werden dem Leser beantwortet, aber andere Punkte nicht. Für ein so explosives und aktuelles Thema, sicherlich nicht schlecht, aber ich hatte etwas anderes erwartet, und muss sagen, dass ich das Buch leicht enttäuscht zur Seite legte. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn jede weitere detaillierte Erklärung, würde zu viel verraten. Ich fühlte mich mit meinen Gedanken alleingelassen. Auf der anderen Seite ist dem Autor ein dramatischer Krimi gelungen, den ich persönlich für sehr wichtig und auf seine Art und Weise spannend finde. Aus diesem Grund kann ich ihn trotz gewöhnungsbedürftigen Finale empfehlen.

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