Wolfgang Brenner Bollinger und die Barbaren

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Inhaltsangabe zu „Bollinger und die Barbaren“ von Wolfgang Brenner

Ein Erhängter in einer Brandruine sorgt für Aufruhr im idyllischen Grenzort Schauren. Auf dem abgebrannten Areal wollen Investoren ein Musicaltheater errichten. Und die Hagenaus, eine verwahrloste Problemfamilie mit kriminellem Hintergrund, wollen das mit allen Mitteln verhindern. Wie hängt das alles nur zusammen? Felix Bollinger folgt einer Spur, die in die Zeit der Kollaboration zurückzureichen scheint. Neben seinen Ermittlungen führen auch die Frauen in Bollingers Privatleben zu Verwirrungen.

Wie aus dem Leben gegriffen, spannend und witzig erzählt. Klasse

— Bellexr

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  • Rezension zu "Bollinger und die Friseuse" von Wolfgang Brenner

    Bollinger und die Barbaren

    Bellexr

    10. July 2009 um 13:42

    Nach einer tödlichen Panne wird der Großstadtpolizist Felix Bollinger als europäischer Polizeichef in das kleine und beschauliche Städtchen Schauren, nahe der deutsch/französischen Grenze, strafversetzt. Die Umstellung fällt ihm anfangs etwas schwer und nicht nur seine zwei Dorfpolizisten müssen sich darauf einstellen, dass halblegale Machenschaften nicht mehr so ohne weiteres umsetzbar sind. Als Bollinger sich in den Kopf setzt, den Fall des Friseurs Georges Niederbronn noch einmal aufzurollen, sind nicht unbedingt alle Dorfbewohner davon begeistert. . Wolfgang Brenner stellt die Einwohner des kleinen Grenzstädtchens sehr originell und lebensnah dar. Sie empfangen Bollinger anfangs mit offenen Armen und gehen davon aus, dass ihr Leben in den gewohnten Bahnen weitergehen und ihre kleinen illegalen Geschäftchen vom neuen Polizeichef akzeptiert werden. Hier finden einige herrlich beschriebene Reibereien statt. Auch ist es für die beiden Dorfpolizisten nicht so ganz einfach, plötzlich einen Chef vor die Nase gesetzt zu bekommen, der tatsächlich etwas arbeiten und sogar noch in dem eigenen Städtchen ermitteln will. . Auf den Grund der Versetzung nach Schauren wird in dem Krimi nur am Rande eingegangen, mehr steht hier das Einleben von Bollinger in Schauren im Vordergrund. Die fast stets optimistisch ausgelegte Stimmung der Ich-Erzählung bringt den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln, vor allem wenn der Autor deutsch-französische Querelen beschreibt. Der Charakter von Bollinger ist sehr sympathisch, lebendig und facettenreich angelegt, sodass man sich eigentlich sofort mit ihm verbunden fühlt. Genauso geht es einem bei den weiteren mitwirkenden Personen. Es sind Figuren wie aus dem Leben gegriffen, sodass man sie sofort bildlich vor Augen hat. . Die Geschichte bietet einige Wendungen an und alles ist nicht unbedingt so wie es scheint, was der Spannung zugute kommt. Die Geschichte ist stimmig umgesetzt und der flüssige, lebendige Schreibstil von Wolfgang Brenner sorgt dafür, dass es nicht langweilig wird.

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  • Rezension zu "Bollinger und die Barbaren" von Wolfgang Brenner

    Bollinger und die Barbaren

    Bellexr

    10. July 2009 um 11:26

    Es ist ein beschaulicher Ort, dieses Städtchen Schauren an der französischen Grenze. Umso verständlicher ist der Aufruhr, als auf einem abgebrannten Areal eine Leiche gefunden wird. Genau auf diesem Areal ist ein Musicaltheater geplant und es gibt in dem Ort eine Familie, die genau dies unbedingt verhindern will. Bollinger beginnt mit den Ermittlungen und schnell hat er eine Spur, die in die Zeit des 2. Weltkriegs zurückreicht. . In seinem 2. Fall hat sich Felix Bollinger mittlerweile etwas in Schauren eingelebt und gewöhnt sich langsam aber stetig an die Gewohnheiten und Macken seiner Mitbewohner. Auch dieses Mal kommen zwischenmenschliche Verwicklungen und deutsch-französische Vorurteile nicht zu kurz und werden von dem saarländischen Autor wieder einmal äußerst amüsant umgesetzt. . Seinen Protagonisten Felix Bollinger beschreibt Wolfgang Brenner als jungen, etwas behäbigen Polizisten, der nach wie vor sein Verhältnis zur Gattin des Bürgermeisters pflegt und dies nicht wirklich als Problem ansieht. Dies ist sehr charmant, witzig und facettenreich angelegt. Auch die übrigen Mitwirkenden sind sehr detailreich und teilweise herrlich schrullig beschrieben, sodass man sich sehr schnell ein Bild von ihnen machen kann. . Die Geschichte ist von Anfang an schlüssig umgesetzt und die Spannung baut sich mühelos auf; der flüssige, lebendige Schreibstil von Wolfgang Brenner tut sein übriges, damit bei dem Krimi keine Langeweile aufkommt.

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