Wolfgang Brosche

 3.7 Sterne bei 11 Bewertungen

Lebenslauf von Wolfgang Brosche

Wolfgang Brosche, freier Hörfunk- und Fernsehautor (WDR, DeutschlandRadioKultur), beschäftigt sich als Kolumnist (u.a. bei der Internetplatform TheEuropean) und Blogger (https://wolfgangbrosche.wordpress.com/) besonders mit dem fanatischen Kampf gegen Homosexuelle, den Gruppen wie die „besorgten Eltern“ und andere, zumeist christlich geprägte Organisationen führen. Für seine literarischen Arbeiten über Homosexuelle im KZ und prägende Jugenderlebnisse des Filmregisseurs F.W. Murnau erhielt er den Literaturpreis der Stadt Düsseldorf und den Nordhessischen Literaturpreis.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wolfgang Brosche

Cover des Buches Tödlicher Rosenkranz (ISBN:9783863615215)

Tödlicher Rosenkranz

 (11)
Erschienen am 26.02.2016
Cover des Buches Panoptikum des Grauens (ISBN:9783946193258)

Panoptikum des Grauens

 (0)
Erschienen am 17.06.2019

Neue Rezensionen zu Wolfgang Brosche

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J

Rezension zu "Tödlicher Rosenkranz" von Wolfgang Brosche

Tödlicher Rosenkranz
Jusvor 2 Monaten

Der Hauptcharakter, Thomas Grund, arbeitet bei der Mordkommission.
Das erste Opfer: einer seiner ehemaligen Klassenkameraden.
Als würde es nicht reichen, dass seine Vergangenheit ihm mehr und mehr zu schaffen macht,
fühlt er sich durch den Fall nur noch mehr in diese fürchterliche Zeit versetzt.
In dieser Zeit wurden er und einige seiner Mitschüler im Internat missbraucht.
Der Pater hatte sich gezielt Burschen ausgesucht, die keinen Vater hatten, um über die Vaterrolle Vertrauen aufzubauen.
Die Jungen konnten aus Scham und Demütigung ihren Müttern, die noch dazu hart für das Leben ihrer Söhne arbeiteten, nicht die Wahrheit sagen.
Was wäre denn aus ihnen geworden? Und der Pater hatte doch noch gedroht, dass ihnen sowieso niemand glauben würde.
Und nun ermordete jemand genau diese Burschen. Doch wer hätte einen Grund dazu?
Der Pater? Aber das Gesetz und die Verjährung schützen ihn. Das macht doch keinen Sinn?
Aber warum dann die Rosenkränze bei den Leichen?
Zwischen den Morden macht Thomas Grund eine Verwandlung durch, die ihm ermöglichen wird, die Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Die Änderung der Verhaltensweise kam in meinen Augen etwas schnell, hat aber der Spannung keinen Abbruch getan.
Bis zum Ende war ich was den Mörder angeht, genau wie der Kommissar, auf der falschen Fährte.

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Rezension zu "Tödlicher Rosenkranz" von Wolfgang Brosche

Ein Roman, der unter die Haut geht
lielo99vor 9 Monaten

Der Autor des Romans Tödlicher Rosenkranz weiß, worüber er schreibt. Das erkennt der Leser bereits auf den ersten Seiten und das wiederum macht diesen Roman so authentisch.


In dem Buch geht es um Missbrauch in einem Internat, welches von katholischen Priestern geleitet wird. Die Handlung spielt in Paderborn, einer Stadt, die bereits vor vielen Jahren als äußerst „schwarz“ angesehen wurde. Thomas Grund hat das Internat besucht und ist mittlerweile als Kommissar in Paderborn tätig. Er muss einen Serienmörder dingfest machen und dieser Fall bringt ihm die Traumen der Vergangenheit hautnah zurück. Es werde Männer getötet, die er kannte, das sie gemeinsam mit ihm das Internat, den „Kasten“ besuchten. Auffallend ist die Kennzeichnung der Toten nach dem Mord. Bei allen sind die Fußsohlen verbrannt und Sand wurde in die Wunde gestreut. Was das zu bedeuten hat und in welcher Weise der Kasten eine Rolle spielt, wird von dem Autor spannend und ausführlich erklärt.


Wer denkt, dass hier die Phantasie mit einem jungen Autor durchging und er eigentlich doch übertrieben hat, der irrt gewaltig. Tödlicher Rosenkranz ist mehr als „nur“ ein Kriminalroman. Er beschreibt die Zerrissenheit der misshandelten Kinder und erklärt gleichzeitig, mit welcher Arroganz die Täter den Alltag durchlebten. Die waren sich keiner Schuld bewusst und wurden teilweise sogar von den Eltern der Jungen gedeckt. „Glaube ohne Liebe ist Fanatismus“, dieser Spruch passt sehr gut zu diesem Buch. Was Pastoren, Eltern und fromme Leute ihren Schützlingen antaten kommt in dem Buch sehr deutlich zum Ausdruck. Die misshandelten Kinder sind mittlerweile erwachsen und kommen mit ihrem Leben nicht klar. Alle haben Probleme unterschiedlicher Art, von denen ein überhöhter Alkoholkonsum noch das geringste ist.


Falls Sie nicht homophob sind und einen gut geschriebenen Krimi mögen, sollten Sie das Buch Tödlicher Rosenkranz lesen. Es ist spannend geschrieben und die Spannung hält sich bis zum Schluss. Es gibt einige Wendungen und es ist keineswegs nach wenigen Seiten klar, wer der Täter ist. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Sie dürfen allerdings nicht zart besaitet sein und sich nicht wundern, dass eine klare Sprache die Grundlage des Romans bildet.


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Rezension zu "Tödlicher Rosenkranz" von Wolfgang Brosche

Rosenkranz, Vogelsand und Falschheit
Yuuravor 9 Monaten

Ein Buch was sich ernsthaft mit dem Thema Missbrauch in der katholischen Kirche auseinandersetzt und gleichzeitig ein doch mitreißender Krimi ist.


In Paderborn ereignen sich grauenhafte Morde, in denen die Opfer einen Schuss in den Kopf bekommen und Sand auf die nackten Füße gestreut und eingeätzt bekommen. Thomas Grund ein alkoholkranker Kommissar nimmt sich dieser Fälle an und wird mit seiner grauenhaften Vergangenheit konfrontiert.


Gleich vorweg sei gesagt, dieses Buch ist nichts für schwache Gemüter. Der Autor hat sich hier ausgiebig und genauestens mit dem Thema Missbrauch in der katholischen Kirche auseinander gesetzt. Der Kriminalfall ist in dieser Geschichte eventuell etwas leicht durchschaubar, doch im Bezug auf den Missbrauch hat sich der Autor sehr gut mit dem Thema auseinander gesetzt und was dieses heuchlerische Getue der Pater mit den Kindern angerichtet hat. In dem Buch werden einem die Hasstiraden der katholischen Fanatiker gegen die Homosexuelle an den Kopf geschleudert, was schon schwer zu verdauen ist. Doch auch die Morde und der Kindesmissbrauch sind detailliert beschrieben, sodass man sich zweimal überlegen sollte, ob man dieses Buch lesen möchte. Es hat aber ein so gesehenes Happy End.

Mir hat das Buch recht gut gefallen, weil es mal nicht alles Friede Freude Eierkuchen ist und weil der Autor sich wirklich ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Es gab auch unerwartete Überraschungen, für den einen mag es direkt offensichtlich sein, wer der Mörder ist, für den anderen vielleicht auch nicht. Nicht immer deutet alles darauf hin und gerade zum Ende hin, schlug bei mir eine Überraschung regelrecht ein. Dieses Buch zeigt, was es für abartige Denkweisen gibt und dass man sich davor schützen sollte und was es mit unschuldigen Menschen anrichten kann. Denn durch Missbrauch, Verleumdung, Verdrängung, Ignoranz und Missachtung wurden in jeglicher Hinsicht Monster geschaffen.

Ich möchte aber gleichzeitig sagen, nicht jeder Gläubige denkt so, das finde ich auch wichtig zu sagen, aber leider gibt es genügend Fanatiker die so ein krankhaftes Gedankengut besitzen.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Tödlicher Rosenkranz (ISBN:undefined)

Zum Krimi: Kommissar Thomas Grund trinkt zu viel, schläft kaum – und wenn hat er Alpträume. Alpträume, in denen es um Missbrauch geht. Eigentlich ist er in seine Heimatstadt Paderborn zurückgekehrt, um diese Probleme anzugehen. Doch schon der erste Mordfall, den er in Paderborn lösen muss, bringt ihn aus dem Gleichgewicht. Das Opfer war ein Schulfreund: Ein Schuss in den Hinterkopf, der Schädel gesprengt, die Füße grausam verstümmelt und daneben ein Rosenkranz vom Mörder bei der Leiche zurückgelassen.

Die Spuren führen den Kommissar zurück in seine Schulzeit auf einem katholischen Knabeninternat. Was er eigentlich vergessen wollte und was doch sein ganzes Leben geprägt hat, der Missbrauch durch einen Pater, spielt bald eine wesentliche Rolle bei der Aufklärung des Falles.

Grund war nicht das einzige Opfer des Paters. Offenbar hat der Mörder es noch auf andere ehemalige Schüler des Internates abgesehen und so wird die Aufklärung zu einem Wettlauf mit der Zeit.
Seine Untersuchungen führen den Kommissar ausgerechnet in seine alte Schule, jetzt ein Tagungshaus, in dem ein katholischer Kongress „besorgter Eltern“ stattfindet. Hier erfährt er, wie nicht nur der Missbrauch, sondern auch Doppelmoral und Frömmelei das Leben junger Menschen zerstörte. Er begegnet ehemaligen Peinigern und einer prominenten Reihe von ewig Gestrigen, deren homophober Hass die eigentliche Ursache für die Morde und das Lebensunglück vieler Schüler des Internates waren. Schüler, die Opfer des Missbrauch-Paters waren.

Grund muss mit Erschrecken erkennen, dass die Vertuschung von Missbrauch und fanatischer Schwulenhass Mörder und Opfer in ein auswegloses Netz seelischer Verwirrung verstrickten. Der Kommissar stellt sich nicht nur seiner eigenen Geschichte, sondern kann am Ende den Mörder und auch den Verursacher der Leiden so vieler junger Männer identifizieren!


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