Wolfgang Brunner Die weiße Frau

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Inhaltsangabe zu „Die weiße Frau“ von Wolfgang Brunner

Ein junger Student bekommt ein Kunststipendium am niederrheinischen Schloss Ringenberg. Bereits wenige Tage nach seiner Ankunft trifft er in seinen Träumen auf den ruhelosen Geist einer Nonne, der ihm sein Leben erzählen will.Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um die legendäre "Weiße Frau" handelt, die seit mehreren hundert Jahren im Ringenberger Schloss umherspukt. Eine alte Legende erwacht zu neuem Leben und der junge Mann erfährt von einer Begebenheit, von der niemand glaubte, dass sie tatsächlich geschah. Vor über vierhundert Jahren endete eine Liebe mit dem Tod. Jede Stadt hat ein Geheimnis ..., Hamminkeln hat "Die Weiße Frau"!

Großartiges Buch, besonders da es in meiner Heimatstadt spielt.

— leeloo1103
leeloo1103

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  • Rezension zu "Die weiße Frau" von Wolfgang Brunner

    Die weiße Frau
    FOP

    FOP

    01. February 2012 um 12:11

    Rezension zu Wolfgang Brunner „Die weiße Frau – Eine Legende vom Schloss Ringenberg aus Hamminkeln“ Wolfgang Brunner, der sich als Schriftsteller nicht auf ein Genre eingrenzen lässt, hat sich nach seinen beiden Fantasy-Büchern („Cryptanus I & II“), einem Kinderbuch („Kim Schepper und die Kinder von Marubor“) und dem Horror-Roman „Nachtzug“, in seinem neuen Roman einer alten Legende aus seiner Wahlheimat Hamminkeln am Niederrhein zugewandt. Im dortigen Schloss Ringenberg wird von einer mysteriösen weißen Frau berichtet, die seit mehreren hundert Jahren in dem alten Gebäude spuken soll. Nun wäre dies ja nichts Ungewöhnliches; jede Burg, jedes Schloss hat ja bekanntlich ihr Gespenst. Aber was Wolfgang Brunner aus dieser einfachen Geschichte macht, ist fantastisch. Ein junger Student hat ein Kunststipendium im Schloss Ringenberg bekommen. Dem jungen Maler dient vor allem Edgar Ende als Vorbild. - (Im Roman wird öfter das Bild „Die Letzten“ des surrealistischen deutschen Malers erwähnt. Das Bild ist meines Erachtens wirklich toll, und es lohnt sich auf jeden Fall, während des Lesens das Gemälde einmal im Internet anzuschauen.) - Schon nach wenigen Tagen erscheint dem Studenten mit dem Namen Dirk Friedemann die mysteriöse „weiße Frau“ im Traum. In weiteren Träumen erfährt er mehr über die Hintergründe der Geschichte, und ich muss zugeben, es fiel mir manchmal schon ziemlich schwer, nicht weiter hinten im Buch zu „kiebitzen“. Aber die Gefahr war schnell vorüber, denn Wolfgang Brunner hält den Spannungsbogen so hoch, dass es schade gewesen wäre, etwas zu versäumen. Eine zarte Liebesgeschichte zwischen Dirk Friedemann und einer Mitstudentin fließt ebenfalls in die Geschichte ein und setzt in gewisser Weise auch einen Bogen zwischen Vergangenheit und Neuzeit. Beim Lesen habe ich mich in Schloss Ringenberg gleich wohlgefühlt. Brunner hat die Atmosphäre so geschickt eingefangen, dass ich manchmal das Gefühl hatte, die alten Treppen knarren zu hören oder den besonderen Geruch, den Burgen und Schlösser haben zu spüren. In den Traumsequenzen des Romans fühlte ich mich in eine ferne Vergangenheit zurückversetzt, die dank des Könnens des Autors vor meinem geistigen Auge entstand. Ich fand es toll mit Dirk Friedemann in die Geschichte einzutauchen, denn Wolfgang Brunner hat in die spannende Handlung immer wieder auch geschichtliche Hintergründe des 16. Jahrhunderts (die Geschichte des Schlosses geht bis in das frühe 13. Jahrhundert zurück) am Niederrhein eingewoben, und zwar so geschickt, dass der Leser weder den Spannungsfaden des Romans verliert, noch sich durch eine allzu trockene Geschichtsstunde gelangweilt fühlen würde. Als kleines Kuriosum (?) taucht in dem Roman übrigens in einer winzigen Nebenepisode der Protagonist des Romans „Nachtzug“ Thomas Kassner mit seiner neuen Lebensgefährtin auf; eine Art „Alter ego“ des Autors? Seit dem ersten „Cryptanus“-Roman, bin ich ein begeisterter Leser der Bücher Wolfgang Brunners. Dieses Buch aber hat mich ganz besonders begeistert. Als jemand, der sich sehr oft und sehr intensiv mit Geschichte beschäftigt, war es ein Erlebnis mehr über die Geschichte des Niederrheins zu erfahren (eine Gegend, die für mich eher ein weißer Fleck war und der ich mich nun, dank Wolfgang Brunner, ein bisschen mehr widmen werde), und gleichzeitig auf das Vorzüglichste und Spannendste unterhalten zu werden. In welches Genre würde ich den Roman einordnen? Er beinhaltet sowohl Geschichte, ein bisschen wohliges Gruseln und viel Spannung. Das Buch ist auch eine Liebeserklärung an seine Wahlheimat Hamminkeln. Aber eigentlich ist es ein Lied auf die Liebe, eine Liebe, die sich durch den ganzen Roman zieht, eine Liebe die stärker als der Tod ist. Diese Liebe wird von von Brunner sehr romantisch geschildert, ohne dabei je kitschig zu wirken. Das Buch aus dem Verlag P&B aus Wangen ist sehr schön gestaltet. Das ansprechende Cover mit einer Illustration von Schloss Ringenberg hat mich sofort begeistert. Matthias V. Beckmann hat in dieser Zeichnung eine idyllische und gleichzeitig geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen, die beim Betrachten Appetit darauf macht, das Buch aufzuschlagen und gleich mit dem Lesen anzufangen. Sowohl die spannende und gut geschriebene Geschichte und auch die attraktive Aufmachung des Buches bekommen von mir aus Überzeugung 5 Sterne. Ich freue mich schon auf die nächste Geschichte aus der „Feder“ Wolfgang Brunners.

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