Wolfgang Ebert Die erste Frau

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Inhaltsangabe zu „Die erste Frau“ von Wolfgang Ebert

Sie ist die einzige Frau unter 114 stinkenden, fluchenden, onanierenden und leidenden Männern an Bord des Dreimasters Ètoile. 1767 wagt Jeanne Baret die Reise ins Ungewisse und umsegelt als erste Frau die Welt. Sie erlebt das Abenteuer ihres Lebens und ist dabei ständig in Gefahr, entdeckt zu werden: denn sie verkleidet sich als Mann. Zwei Jahre fährt sie durch die Hölle und landet im Paradies. Der historische Roman Die erste Frau (456 Seiten, 19,95 €) von Wolfgang Ebert entführt in die Zeit der großen Entdeckungen. Die Tochter von Leibeigenen arbeitet sich mit großer Zähigkeit hoch. Sie wird Gärtnerin, darauf Assistentin und Geliebte des Naturforschers Philibert Commerson, durch den sie mit den führenden Köpfen der Aufklärung zusammenkommt. Sie nimmt schließlich mit ihm unter dem Pseudonym Jean Bonnefoy an einer wissenschaftlichen Expedition teil. Unter dem Kommando von Louis-Antoine de Bougainville macht sich eine französische Flotte auf die Suche nach dem legendären Südland und erforscht nach der Höllenfahrt um Kap Horn die Südsee. Jeanne übersteht Stürme, brutale Überfälle, Hungersnöte und begegnet dem »Edlen Wilden«, - dabei entdeckt sie auch die Exotik und Faszination einer neuen Welt. Die Botanikerin verlässt das absolutistisch regierte Königreich des ancien régime. Als sie zurückkommt, gerät sie in den Sog der Französischen Revolution und folgt dem Demagogen Camille Desmoulins, dessen Ruf »Zu den Waffen« das Volk aufputscht. Am Ende ihres Lebens vor die Frage gestellt, ob sie all die Gefahren noch einmal auf sich nehmen würde, antwortet Jeanne: „Gewiss doch! Meine Welt war so eng, nun ist sie unendlich weit geworden.“

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  • Leserunde zu "Die erste Frau" von Wolfgang Ebert

    Die erste Frau

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe Bücherwürmer, mit Freude lade ich Euch zur Leserunde meines historischen Romans "Die erste Frau" ein. Erzählt wird die ungewöhnliche Lebensgeschichte der Botanikerin Jeanne Baret, die im ausgehenden 18. Jh. - als Mann getarnt - an Bord des Forschungsschiffs Ètoile an der ersten französischen Weltumsegelung teilnimmt und somit die erste Frau ist, die den Globus umrundete. Jeanne, die zur Zeit des ancien régime als Kind von Leibeigenen unter ärmlichsten Bedingungen auf dem Land aufwächst, gelingt der Aufstieg zur Gärtnerin in einem Adelsanwesen und schließlich zur Assistentin des Botanikers Commerson, der sie mit bekannten Aufklärern zusammenbringt. Während der Weltumsegelung teilt Jeanne Baret - alias Jean Bonnefoy - mit Commerson eine winzige Kabine, die zum heimlichen Liebesnest wird. Bei Landgängen geht Jeanne auf naturkundliche Exkursionen, begegnet den "Edlen Wilden" Rousseaus, überlebt Stürme und Hungersnöte, erkundet in der Südsee die "Glückseligen Inseln" und wird schließlich in Paris Zeuge der Erstürmung der Bastille. Die spannende Frage bleibt: wie gelingt es der wagemutigen Baret unter 114 rohen, stinkenden und leidenden Männern ihre wahre Identität zu verbergen? Wird sie ihr Inkognito bewahren können? Der Verlag Komplett-Media stellt 10 Exemplare des Buches zur Verlosung bereit. Beantwortet folgende Frage, um Euch zu bewerben: Welche bekannte Pflanze entdecken Jeanne und Commerson in Brasilien, der sie den Namen des Expeditionsleiters geben? Kleiner Tipp: östlich von Papua Neu Guinea gibt es eine Insel, die den gleichen Namen trägt. Ich freue mich auf zahlreiche Mitleser und Eure Fragen, die ich in regelmäßigen Abständen beantworten werde! Wenn Ihr mehr über mich erfahren wollt, empfehle ich meine Website www.wolfgangebert.de. Viel Spaß auf der Höllenfahrt. Euer Wolfgang Ebert

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  • Die erste Weltumseglerin Jeanne Baret

    Die erste Frau

    Dreamworx

    17. December 2013 um 11:44

    Im 18. Jahrhundert wächst die spätere Naturforscherin Jeanne Baret als Waise in sehr bescheidenen Verhältnissen in Frankreich zur Zeit der Revolution auf. Ein Gärtnerehepaar hat sie aufgenommen und aufgezogen. Jeanne unterstützt ihre Zieheltern in der Gärtnerei. Als sie den Botaniker und Arzt Philibert Commerson kennenlernt, schließt sie sich ihm an und wird fortan seine Assistentin und auch Lebensgefährtin. Beide begleiten sie den Seefahrer Louis Antoine de Bougainville auf seinem Schiff L‘Étoile in südpazifische Gefilde. Für die Reise auf dem Schiff verkleidet sich Jeanne als Mann, nennt sich fortan Jean Bonnefoy und unterstützt Philibert als wissenschaftlicher Assistent bei einer sehr abenteuerlichen Reise in unbekanntes Terrain und gilt bis heute als die erste Frau, die die Welt umsegelt hat. Wolfgang Ebert hat mit seinem historisch-sachlichen Roman „Die erste Frau“ eine interessante Geschichte vorgelegt. Der Schreibstil ist eher nüchtern und sachlich, als Leser fällt es einem daher etwas schwer, eine persönlichere Verbindung zu den Protagonisten herzustellen. Der wechselnde Einsatz von Vor- und Rückblenden vermitteln dem Leser einen guten Überblick über das Leben von Jeanne. Der historische Hintergrund wurde vom Autor sehr gründlich recherchiert und in seine Geschichte eingefügt. Die detailliert beschriebenen Reisen des Herrn Bourgainville sind zwar nicht uninteressant, haben aber im eigentlichen Sinn mit dem Leben der Hauptperson Jeanne Baret nur als Begleiterscheinung zu tun und lassen die Geschichte deshalb leider etwas langatmig wirken. Hier wird dem Leser einiges an Konzentration abverlangt. Die Person Jeanne Baret bleibt allerdings innerhalb des ganzen Romans leider nicht greifbar, dazu wurde ihrem Wesen zu wenig Leben eingehaucht. Dabei ist sie eigentlich eine schillernde Persönlichkeit und hat doch einiges gewagt, um ihre Ziele zu erreichen. Dies hätte mehr herausgearbeitet und die Person Jeanne lebendig machen können. Für alle Leser von historischen Romanen, die eher ihr geschichtliches Wissen erweitern oder auffrischen wollen, ist dieses Buch besonders zu empfehlen, da es im Anhang auch noch ein Literaturverzeichnis, ein Personenverzeichnis und ein Glossar zum Nachschlagen bereit hält. Ungeeignet für alle, die eher ein Buch zum hineinträumen erwarten.

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  • die erste Frau, die die Welt umsegelt hat

    Die erste Frau

    irismaria

    09. December 2013 um 11:56

    "Die erste Frau" von Wolfgang Ebert erzählt das Leben der Jeanne Baret, einer französischen Naturforscherin, die zur Zeit der französischen Revolution lebte und die erste Frau war, die die Welt umsegelt hat. Jeannes Geschichte ist nicht streng chronologisch aufgebaut. Nach der ersten Szene kurz vor der Besteigung des Schiffes kommen verschiedene Rückblicke in die Kindheit und Jugendzeit. Hier erfährt man von Jeannes Aufwachsen in ärmlichen Verhältnissen und der Chance, als Helferin eines Gärtners einen neuen Lebenssinn zu bekommen. Durch die Arbeit als Assistentin des begeisterten Botanikers Philibert (Phile) Commerson wird ihre Liebe zur Natur noch vertieft und so fasst sie den Entschluss, als Mann verkleidet an der wissenschaftlichen Expedition teil zu nehmen, die sie rund um die Welt führt. Mir hat "Die erste Frau" gut gefallen. Jeannes Leben und ihre Zeit wurden sehr ausführlich und mit vielen Hintergrundinformationen dargestellt. Im Vergleich zu anderen historischen Romanen lag der Schwerpunkt eindeutig auf der Historie als auf der Erzählung einer schönen Geschichte mit Gefühlen und liebevollen kleinen Szenen. Mein Fazit: eine interessante Geschichte, aber kein Schmöker zum Abtauchen.

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  • Die außergewöhnliche Lebensgeschichte der Botanikerin Jeanne Baret

    Die erste Frau

    Rezistern

    07. December 2013 um 21:56

    ZITAT „Ich unterhalte keinen geschlechtlichen Verkehr mit Monsieur Commerson. Ich bin sein Assistent und sonst nichts. Dieser Mann hat mich aus dem Dreck geholt, in dem ich einst so tief steckte, wie ihr in eurer Kindheit. Dafür werde ich ihm mein Leben lang dankbar sein und treu anhängen.“ [Jean] INHALT Frankreich, ausgehendes 18. Jahrhundert: Als Kind von Leibeigenen wächst die junge Jeanne Baret unter ärmlichsten Bedingungen auf dem Land auf. Als Waisenkind gelangt sie zu einem kinderlosen Gärtnerehepaar auf einem Adelsanwesen, wo sie in der Gärtnerei mit arbeiten darf. Durch Zufall lernt sie den Arzt und Botaniker Philibert Commerson kennen und wird schließlich zu seiner Assistentin und Gefährtin. Als Commerson erfährt, dass er den berühmten Seefahrer Louis Antoine de Bougainville als Naturkundler auf eine Expedition in den Südpazifik begleiten darf, beschließt sie kurzerhand mitzusegeln. Als Jean Bonnefoy verkleidet will Jeanne ihren Phile auf der Weltumsegelung begleiten und begibt sie sich als sein wissenschaftlicher Assistent an Bord des Forschungsschiffs Étoile. Eine abenteuerliche Expedition voller Gefahren und mit äußerst ungewissem Ausgang beginnt! MEINE MEINUNG Sehr gespannt war ich auf den historischen Roman "Die erste Frau" von Wolfgang Ebert, in dem die ungewöhnliche Lebensgeschichte der französischen Botanikerin Jeanne Baret nachgezeichnet werden sollte, eine mutige Pionierin, die lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Sehr faszinierend an ihrer Biographie ist vor allem, dass sie im ausgehenden 18. Jahrhundert als verkleideter Mann an der Seite des Naturkundlers Philibert Commerson an einer Expedition mit dem Forschungsschiffs Étoile teilnahm, wodurch sie zugleich die erste Frau war, die bei der ersten französischen Weltumsegelung den Globus umrundete. Erst kürzlich wurde eine neu entdeckte Pflanzenart ihr zu Ehren Solanum baretiae genannt. Der Autor erzählt recht interessant und abwechslungsreich in Vor- und Rückblenden von den Ereignissen auf der Étoile, aus Jeannes Kindheit und Jugend sowie ihrer Anfangszeit bei Commerson in Paris. Sehr anschaulich fand ich Jeannes steiniger Lebensweg nachgezeichnet, wie sie als Kind von Leibeigenen unter ärmlichsten Bedingungen auf dem Land aufwächst, zufällig die Botanik kennenlernt und schließlich durch eine glückliche Fügung dem Arzt und Naturkundler Commerson begegnet und seine Assistentin wird. In den Paris–Rückblicken erfahren wir sehr viel Informatives über die gesellschaftlichen Zustände dieser Großstadt zu Zeiten den Ancien Regime. Sehr spannend wurden auch realen politischen Hintergründe und Strömungen jener Zeit eingebunden, die geprägt waren vom Geist der Aufklärung. Sehr realistisch und glaubhaft sind auch die Atmosphäre und Geschehnisse an Bord des Segelschiffs eingefangen. So konnte ich mir sehr gut die beengten Platzverhältnisse, die entstehenden Spannungen der Seeleute durch die unterschiedlichen Hackordnungen, die widrigen Wetterverhältnisse und auch die gesundheitlichen Probleme vorstellen. Man kann sehr gut nachvollziehen, wie belastend es unter diesen rauen Bedingungen für Jeanne gewesen sein muss, ihre Tarnung aufrecht zuerhalten. Leider bedient sich der Autor eines sehr sachlichen und nüchternen Schreibstils, der es dem Leser schwer macht, sich in die Figuren hineinzuversetzen und die Distanz zu ihnen abzubauen. Da von Jeanne und auch Commerson keine Originalaufzeichnungen existieren, konnte der Autor seine Schilderungen nur auf äußerst dürftige Überlieferungen stützen und musste das meiste verständlicherweise hinzudichten, um uns ihre Charaktere nahe zu bringen. Sicherlich eine Gradwanderung, aber mir sind die Figuren und ihre Beziehung zueinander einfach zu blass und leblos geblieben. Man merkt, dass der Autor während seiner umfangreichen Recherchearbeiten unglaublich viele spannende historische Details aus jener Zeit zusammengetragen hat, die er aber dem Leser mit all ihrer Fülle vermitteln möchte. Während mir die Verbindung von Fiktion und historischen Hintergründen im ersten Drittel sehr gut gefallen hatte, bekam ich allerdings bei der weiten Lektüre den Eindruck, keinen historischen Roman zu Jeanne Baret in Händen zu halten, sondern eher den recht langatmigen, faktenorientierten Reisebericht des Seefahrers Bourgainville. So verlieren sich die geschilderten Ereignisse viel zu sehr in Details und Nebenschauplätze, die unsere Protagonistin Jeanne kaum noch richtig einbeziehen oder zwar geschichtlich interessant und relevant, aber für die Handlung völlig unbedeutend sind, und mich nicht mehr richtig fesseln konnten. Sehr enttäuschend war für mich, dass die naturkundlichen Exkursionen und ihre botanischen Entdeckungen in der Pflanzenwelt, die eigentlich Ziel und Mittelpunkt ihrer ganzen Reise hätten sein sollen, nur sehr beiläufig erwähnt wurden. Keine Beschreibung ihre Entdeckerfreude, das Staunen über die enorme Artenvielfalt, selbst Informationen über ihre systematische Arbeit und Vorgehensweise fehlt völlig. Die letzten Etappen von Jeannes Leben werden nur noch im Zeitraffer wiedergegeben. Die 3 Jahre nach Jeannes Enttarnung auf Mauritius füllen gerade mal ein paar Seiten, obwohl dies für beide Botaniker noch eine wichtige Etappe war, bei der sie viele neue Arten entdeckt haben. Das Buch hat mir leider die bemerkenswerte Frau Jeanne Baret und ihre wissenschaftlichen Leistungen nicht sehr viel näher gebracht und mich mit vielen Fragen zurückgelassen. Vor allem der Aspekt, was Jeanne Baret wissenschaftlich zu Commersons Arbeit beigetragen hat und warum sie posthum noch große Anerkennung erfahren hat, als 2010 eine neuentdeckte Pflanzenart nach ihr benannt wurde, bleibt für mich ungeklärt. So werde ich auf eigene Faust noch ein wenig mehr Hintergrundinformationen über diese außergewöhnliche Wissenschaftlerin sammeln müssen. Schade! Herauszuheben ist am Ende des Buchs vorzufindende, umfangreiche Personenregister, Glossar und Quellenverzeichnis sowie ein interessantes Nachwort des Autors. Schade finde ich allerdings, dass dem Buch keine Übersichtskarte zur Route der Weltumseglung beigefügt wurde. FAZIT Ein sehr sachlich geschriebener, faktenorientierter historischer Roman über die Lebensgeschichte der französischen Botanikerin Jeanne Baret und die erste französische Weltumsegelung des legendären Entdeckungsreisenden Bougainville mit den Schiffen „Boudeuse“ und „Etoile“. Mit seinen fundierten geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergrundinformationen zum ausgehenden 18. Jahrhundert besonders empfehlenswert für historisch besonders interessierte Leser.

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  • Eine andere Art von Biographie...

    Die erste Frau

    Lisabeth

    07. December 2013 um 09:27

    "Die einzige Frau" von Wolfgang Ebert ist ein historischer Roman, der sich vor allen Dingen durch seine Informationsfülle auszeichnet. Aber gerade diese Informationsfülle geht dann doch des Öfteren zu Lasten der Emotionalität, die dann in diesem Roman doch ein wenig in den Hintergrund gerät. Worum es laut Klappentext geht: " Die Tochter von Leibeigenen arbeitet sich mit großer Zähigkeit hoch. Sie wird Gärtnerin, darauf Assistentin und Geliebte des Naturforschers Philibert Commerson, durch den sie mit den führenden Köpfen der Aufklärung zusammenkommt. Sie nimmt schließlich mit ihm unter dem Pseudonym Jean Bonnefoy an einer wissenschaftlichen Expedition teil. Sie ist die einzige Frau unter 114 stinkenden, fluchenden, onanierenden und leidenden Männern an Bord des Dreimasters Ètoile. 1767 wagt Jeanne Baret die Reise ins Ungewisse und umsegelt als erste Frau die Welt. Sie erlebt das Abenteuer ihres Lebens und ist dabei ständig in Gefahr, entdeckt zu werden: denn sie verkleidet sich als Mann. Zwei Jahre fährt sie durch die Hölle und landet im Paradies. Unter dem Kommando von Louis-Antoine de Bougainville macht sich eine französische Flotte auf die Suche nach dem legendären Südland und erforscht nach der Höllenfahrt um Kap Horn die Südsee. Jeanne übersteht Stürme, brutale Überfälle, Hungersnöte und begegnet dem »Edlen Wilden«, - dabei entdeckt sie auch die Exotik und Faszination einer neuen Welt."  Wohl ganz bewusst hat sich der Autor gegen ein streng chronologisches Vorgehen entschieden. Immer wieder werden Rückblicke und Vorausdeutungen in den Roman eingebaut, der aber stets verständlich bleibt. Die Protagonisten selbst, können als Querschnitt der damaligen (französischen) Gesellschaft angesehen werden. So finden sich vielfältige Ansichten und Meinungen, traditionelle und revolutionäre. Inwiefern diese einem sympathisch sind, ist eine andere Frage. Welch immenses Wissen und welch ein Rechercheaufwand hinter diesem Roman stehen, darüber gibt ein wenig das ausführliche Literaturverzeichnis Auskunft. Um den Leser das inhaltliche Verstehen zu erleichtern finden sich am Ende des Romans sowohl ein Glossar als auch ein Personenverzeichnis, denn bei der Lektüre trifft man die ein oder andere bekannte historische Persönlichkeit. Insgesamt ein Roman der viel Wissen interessant vermittelt...

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  • *+* Mehr Sachbuch als Roman *+*

    Die erste Frau

    Irve

    06. December 2013 um 22:06

    *+ Mehr Sachbuch als Roman +* Inhaltsangabe: Sie ist die einzige Frau unter 114 stinkenden, fluchenden, onanierenden und leidenden Männern an Bord des Dreimasters Ètoile. 1767 wagt Jeanne Baret die Reise ins Ungewisse und umsegelt als erste Frau die Welt. Sie erlebt das Abenteuer ihres Lebens und ist dabei ständig in Gefahr, entdeckt zu werden: denn sie verkleidet sich als Mann. Zwei Jahre fährt sie durch die Hölle und landet im Paradies. Der historische Roman Die erste Frau (456 Seiten, 19,95 €) von Wolfgang Ebert entführt in die Zeit der großen Entdeckungen. Die Tochter von Leibeigenen arbeitet sich mit großer Zähigkeit hoch. Sie wird Gärtnerin, darauf Assistentin und Geliebte des Naturforschers Philibert Commerson, durch den sie mit den führenden Köpfen der Aufklärung zusammenkommt. Sie nimmt schließlich mit ihm unter dem Pseudonym Jean Bonnefoy an einer wissenschaftlichen Expedition teil. Unter dem Kommando von Louis-Antoine de Bougainville macht sich eine französische Flotte auf die Suche nach dem legendären Südland und erforscht nach der Höllenfahrt um Kap Horn die Südsee. Jeanne übersteht Stürme, brutale Überfälle, Hungersnöte und begegnet dem »Edlen Wilden«, - dabei entdeckt sie auch die Exotik und Faszination einer neuen Welt. Die Botanikerin verlässt das absolutistisch regierte Königreich des ancien régime. Als sie zurückkommt, gerät sie in den Sog der Französischen Revolution und folgt dem Demagogen Camille Desmoulins, dessen Ruf »Zu den Waffen« das Volk aufputscht. Am Ende ihres Lebens vor die Frage gestellt, ob sie all die Gefahren noch einmal auf sich nehmen würde, antwortet Jeanne: „Gewiss doch! Meine Welt war so eng, nun ist sie unendlich weit geworden.“ (Quelle: lovelybooks.de) Das Cover: Ein in weißer Farbe skizziertes Schiff fährt auf dem Meer. Im Vordergrund sieht man den Zweig einer tropischen Pflanze. Meine Meinung: Zu Beginn war ich völlig begeistert von diesem Roman. Abwechselnd wird das Leben der Jeanne Baret aus ihren Kinder- und Jugendtagen und von ihrer Zeit auf dem Schiff Etoile geschildert. Die ersten Jahre der Frau waren alles andere als ein Zuckerschlecken. Als sie durch Zufall mit der Botanik in Berührung kam, begann ihr Leben erst wirklich. Diese Passagen waren ebenso wie die ersten Schilderungen über die Schiffsfahrt für meinen Geschmack sehr interessant geschildert. Ein wenig konnte ich mich mit der jungen Frau identifizieren und ich war sehr gespannt, was sie mit ihrem Begleiter Phile auf der langen Reise alles erleben würde. Da die beiden nur mitgefahren sind, um die fremden Pflanzenwelten zu erforschen und festzuhalten, freute ich mich sehr über ein botanisches Feuerwerk auf den nächsten vielen Seiten. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Der Erzählstrang aus Jeannes Leben vor der Schiffsfahrt endete ziemlich bald. Somit wurde ich dann überschüttet mit den Berichten über die Sitten und Gepflogenheiten an Deck eines Schiffes. Umgangston und Hackordnung hatte ich schon sehr schnell verstanden, sodass ich diesen Abschnitt schon bald nicht mehr sehr interessant fand. Also freute ich mich auf die Exkursionen von Phile und der zum Jean umgewandelten Jeanne. Leider wurden diese Ausflüge in die Pflanzenwelten sehr knapp gehalten, auch die Aufbereitung und Konservierung der Funde wurden sehr stiefmütterlich behandelt. Ausführlichst berichtet der Autor hingegen von der politischen Situation sowie den sozialen Gepflogenheiten der Anlege-Stellen der Etoile. Der anfängliche zarte und emotionale Schreibstil des Buches wich zunehmend einer Aneinanderreihung von Fakten. Ein gefundenes Fressen für alle historisch interessierten Leser, aber nicht für mich. Ich hatte bei dem Titel „Die erste Frau“ erwartet, dass der Roman, der eher ein Sachbuch ist, diese Frau und ihre Beiträge zur Botanik im Vordergrund stehen und nicht wie es zu dieser Zeit in Tahiti aussieht oder wie das Leben der „Edlen Wilden“ aussieht. Mein Fazit: Leider gab es recht schnell einen Stilbruch zu Ungunsten der Hauptperson und der Stimmung des Buches. Ich vergebe 2 Sterne. Infos zum Buch: „Die erste Frau“ von Wolfgang Ebert ist unter der ISBN-Nr. 9783831204014 im Komplett-Media-Verlag erschienen. Es umfasst 448 Seiten und ist auch als eBook verfügbar.

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  • Abenteuer, Entdeckung, Revolution

    Die erste Frau

    LimaKatze

    05. December 2013 um 19:44

    Jeanne Baret war eine französische Naturforscherin. Sie war Mitglied der zwischen 1766 und 1769 stattfindenden Expedition von Louis Antoine de Bougainville mit den Schiffen La Boudeuse und L’Étoile in den Südpazifik. Sie ist vermutlich die erste Frau, die die Welt umsegelt hat; mit Sicherheit ist sie die erste Frau, die als Mann verkleidet um die Welt segelte. (Auszug aus Wikipedia) Zum Inhalt des Buches: Die Lebensgeschichte dieser beeindruckenden und mutigen Frau, sowie die Expedition, sind der Hintergrund zu dem historischen Roman „Die erste Frau“ des Autors Wolfgang Ebert. Jeanne Baret durchlebt nach dem Tod ihrer Eltern bei der Familie ihres Onkels eine sehr schwere Kindheit unter härtesten Bedingungen. Sie wird geschlagen, muß auf dem Hof bis zur Erschöpfung arbeiten und lebt und übernachtet in einem Stall. Die Kuh Marie schenkt dem Mädchen in den kalten Wintern nicht nur Wärme, sondern bei ihr schüttet Jeanne auch ihr Herz aus. In dieser schweren Zeit sind Marie und die Puppe Bébé der einzige Halt für das bedauernswerte kleine Mädchen. Diese harte Lebensschule ist Jeanne Baret eine große Hilfe bei der abenteuerlichen Expedition, an der sie später als einzige Frau teilnimmt. Unter dem Pseudonym „Jean Bonnefoy“ gilt sie auf der Étoile als Assistent des Botanikers Philibert (Phile) Commerson, der in Wahrheit ihr Lebensgefährte ist. Die Expedition ist für die wissbegierige junge Frau nicht nur ein Abenteuer, sondern sie will lernen, helfen, arbeiten und leistet dadurch einen ganz erheblichen Beitrag auf dieser langen Seereise voller Eindrücke und Gefahren. Sie ist seit ihrer Kindheit der Pflanzenwelt sehr zugetan und liebt deshalb ganz besonders die Erkundungen an Land, wenn sie endlich mit Phile Commerson botanisieren kann. Allerdings muss Jeanne bei dieser Seefahrt ständig darauf bedacht sein, dass niemand ihre wahre Identität entdeckt. Sie erkennt bald, dass dies nicht nur ein schwieriges Unterfangen ist, sondern mit der Zeit leidet sie auch physisch und psychisch unter dem anstrengenden Versteckspiel. Wie lange kann das gutgehen??? .... *** Mein Fazit: Wolfgang Ebert hat mit seinem Romandebüt nicht nur eine sehr interessante und abwechslungsreiche Geschichte geschrieben, sondern auch viele historische Sachverhalte eingearbeitet. Auf diese Art und Weise werden Zeitalter, Gesellschaftsstruktur und Lebensbedingungen in der Erzählung sehr gut veranschaulicht. Der angenehme Schreibstil ist gut und flüssig lesbar. Die Kombination im Roman aus Erzählung und geschichtlichen Hintergründen hat mir sehr gut gefallen. Nur in der Mitte des Buches nehmen in meinen Augen die historischen Fakten und Ereignisse etwas überhand, das störte dann mitunter doch den Lesefluss und lenkte von der eigentlichen Handlung ab. Auch der Erzählstil wurde mir hier teilweise etwas zu sachlich. Sehr positiv fand ich den großzügigen und informativen Anhang mit Nachwort, Personenregister, Glossar und Quellenverzeichnis. Spätestens hier wird deutlich, dass hinter dem Buch viel Recherchearbeit steckt. Das sehr ansprechende Cover gibt dem Roman den passenden Rahmen. Abenteuer, Entdeckung und Revolution werden auf dem Cover angekündigt und diese Ansage wird mit dem Buch erfüllt. Der historische Roman ist vor allem eine Leseempfehlung für Leserinnen und Leser, die nicht nur die Unterhaltung wünschen, sondern auch gerne etwas Sachkenntnis vermittelt bekommen. Ganz nach einem Zitat von Richard de Bury: „Wer gern liest und Belehrung liebt, und wer gern Weisheiten hört, der gewinnt Wissen.“ Gerne vergebe ich hier 4 Sterne.

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  • Die erste Frau

    Die erste Frau

    Gelinde

    05. December 2013 um 12:48

    Die erste Frau (Abenteuer, Entdeckung, Revolution) ein historischer Roman von Wolfgang Ebert Am 1. Februar 1767 stach der Dreimaster „Etoile“ von Rochefort aus in See und nahm als Verpflegungsschiff an der ersten französischen Weltumseglung unter Kommandant Louis-Antonie der Bougainville teil. Sein Auftrag lautete: Suche nach Terra Australis Incognita, dem legendären Südland. Heimlich an Bord : Jeanne Baret! Sie ist die erste Frau, die als Mann verkleidet die Welt umsegelt. So beginnt der Klapptext des Romans, der mich sehr neugierig gemacht hat. Leider hat mich das Buch dann sehr enttäuscht. ES ist, in meinen Augen, eine Erzählung über eine Weltumseglung bei der viel zu viele historische Fakten einfach aneinandergereiht wurden. Dann springt der Erzähler in der Zeit auch immer wieder hin und her, was für mich den Lesefluss eindeutig unterbrochen hat. Zu den Protagonisten, nicht einmal zu der Frau, Jeanne Baret, konnte ich absolut keine Beziehung aufbauen, es waren für mich alles Gesichtslose Personen. Das Buch hat so gar nicht meine Erwartungen erfüllt.

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