Wolfgang Eicher Die Insel

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Inhaltsangabe zu „Die Insel“ von Wolfgang Eicher

Da liegt einer. Es ist ein Krankenhaus. Er weiß etwas. Darum ist er hier. Die Insel hat ihn entwurzelt. Ich mag ihn küssen. Ich habe mich verliebt.
Er ist vom Meer gekommen. Ich war noch nie am Meer. Ich werde ihm meine Geschichte erzählen, und er mir die seine. Dann werden wir aus unseren Geschichten ausbrechen. Wir werden ein Abenteuer wagen. Das Abenteuer trägt die Namen Liebe und Leben.
Noch glaubt er daran nicht. Er ist neu hier. Er muss noch schlafen. Er muss sich erholen. Ich lausche seinen Atemzügen.
Wenn er mir das Meer zeigt, werde ich ihn heiraten. Er wird mir ganz sicher das Meer zeigen. Das Meer ist nämlich schön, wunderschön.
Ob ich mich ein wenig zu ihm legen kann?
Achtung, da kommt die Schwester!

Zwei Menschen in tiefster Verzweiflung auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und der Liebe ... nicht einfach zu lesen, aber toll!

— 19angelika63

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    Die Insel

    19angelika63

    Rückentext Da liegt einer. Es ist ein Krankenhaus. Er weiß etwas. Darum ist er hier. Die Insel hat ihn entwurzelt. Ich mag ihn küssen. Ich hab mich verliebt. Er ist vom Meer gekommen. Ich war noch nie am Meer. Ich werde ihm meine Geschichte erzählen, und er mir die seine. Dann werden wir aus unseren Geschichten ausbrechen. Wir werden Abenteuer wagen. Das Abenteuer trägt den Namen Liebe und Leben. Noch glaubt er daran nicht. Er ist neu hier. Er muss noch schlafen. Er muss sich erholen. Ich lausche seinen Atemzügen. Wenn er mir das Meer zeigt, werde ich ihn heiraten. Er wird mir ganz sicher das Meer zeigen. Das Meer ist nämlich schön, wunderschön. Ob ich mich ein wenig zu ihm legen kann? Achtung, da kommt die Schwester! „Stellt euch vor: In all diesen Fabriken scheinbar hirnkranker Idioten lagert nichts anderes als die Wahrheit, die im Stande ist, die ganze Welt in die Luft zu sprengen! Und das nur, weil sie sich nicht das Leben nehmen konnten und keinen anderen Weg mehr wussten als hierher! Genau wie ich!“ (Seite 13) Ein junger Mann wird in eine Klinik eingeliefert. Es kann nicht mehr. Seine einzigen Gedanken sind, dass er sich umbringen muss, um die Wahrheit zu schützen. Doch er kann sich nicht umbringen. Er schafft es nicht den letzten Schritt zu tun. Und doch muss er es tun, um die Wahrheit zu schützen, denn er ist der Besitzer der Wahrheit. In Gesprächen versucht der Arzt herauszubekommen was passiert ist. Doch der junge Mann verschließt sich dem Arzt gegenüber. Einzig einer jungen Frau, die ebenfalls in der Klinik ist erzählt er Fragmente aus seinem Leben, aber nicht, warum er sich umbringen muss, aber nicht kann. Bis vor kurzem war er auf den Meeren unterwegs und hat den Traum seines verstorbenen Vaters gelebt … die Meere zu besegeln. Auf seinem letzten Törn hat er sie dann gefunden die Wahrheit, die niemand erfahren darf. „Liebe ist die Unmöglichkeit, das Leben mit sich selbst zu führen.“ (Seite 22) Da ist die junge Frau, Sabine. Sie ist in der Klinik, weil sie schon mehrfach versucht hat sich umzubringen. Sie hört sich die Geschichte des jungen Mannes an und erzählt ihm irgendwann ihr. Ihr Vater ist ein berühmter Anwalt und hatte nie Zeit für sie. Die Mutter das Gegenteil ... überfürsorglich. Sabine versucht dem zu entfliehen, in dem sie mehrere Selbstmordversuche unternimmt. Er hat die Meere besegelt, sie war noch nie am Meer. Eines Tages brechen die beiden auf, weil er ihr das Meer zeigen möchte. „Es gibt viele magische Plätze auf dieser Welt. Das sind Orte, die Kraft geben. Das vorher mühsame Leben wird wieder einfacher. Jede Stadt, jedes Dorf, jeder Ort, wo Menschen wohnen, besitzt solche Plätze. Man muss sie nur suchen, und wird sie finden.“ (Seite 158) Dieser Roman von Wolfgang Eicher ist nicht leicht zu lesen, er hat mich echt gefordert. Ich war an manchen Stellen soweit, dass ich abbrechen wollte. Doch ich habe nicht und bin auch froh darüber. Warum war es nicht einfach ... Am Anfang habe ich gedacht, was ist das für ein Spinner ... hat der seinen Verstand verloren, weil er zu lange auf dem Meer und der Sonne ausgesetzt war? Hat er Wahnvorstellungen? Was hat er erlebt, was so "furchtbar" war, dass er dieses "Wahrheit" für sich behalten muss, weil es die Menschheit sonst in den Abgrund stürzen würde? Für mich war nie so richtig klar, ist es Wahrheit oder Wahn, was der Protagonist erlebt und/ oder erzählt. Im weiteren Verlauf erfahre ich natürlich was passiert ist und bin selbst sprachlos. Wolfgang Eicher hat sich an diesem Punkt der Geschichte unter anderem mit einem Thema beschäftigt, was im Moment sehr aktuell ist ... die Religionen und ihr Ausmaß in unserer Welt. Aber das ist nicht das einzige Thema des Buches. Hier sind zwei Menschen, die ein wenig unserer Gesellschaft widerspiegeln. Im Überangebot und dem ständigen alles machen und haben zu wollen, scheinen die beiden überfordert zu sein. Sind somit auf der Suche nach dem Sinn ihres des Lebens. Und dann passiert etwas, das mir persönlich sehr gut gefallen hat ... die, die sich mehrfach umbringen wollte holt ihn zurück ins Leben, macht ihm Mut sich der "Wahrheit" zu stellen. "Die Insel" von Wolfgang Eicher ist ein Appell an das Leben und die Liebe ... das jedes Leben seine eigene Wahrheit um den Sinn des Lebens hat ... „Unser Ziel, die Tiefen des Schwarzen Meeres. Mit an Bord, die Wahrheit um den Sinn des Lebens. Sie hat sich nicht verändert. Sie wird immer da sein. Sie wird Krisen verursachen. Immer wieder. Sie wird mich erzittern lassen. Es ist eine schreckliche Geschichte. Dennoch werde ich leben können. Weil es eine Liebesgeschichte ist.“ (Seite 234)

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