Wolfgang Haupt Der algerische Hirte

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Inhaltsangabe zu „Der algerische Hirte“ von Wolfgang Haupt

Juni 1984. Ein ermordeter Säufer hinterlässt Ratlosigkeit. Keine Anhaltspunkte, kein Motiv. Sein einziger Freund, ein Kommissar aus Saint-Lemis, einer kleinen Stadt in Südfrankreich, gerät unter Verdacht. Ein Verdacht, den er nicht entkräften kann, weil er jedwede Erinnerung an diese Nacht verloren hat. Zeitgleich tauchen immer mehr Männer in Anzügen auf. Sie suchen einen Gegenstand, den der Kommissar zu benötigen glaubt, um seine Unschuld zu beweisen. Es entbrennt eine Hetzjagd, die ihn über Korsika nach Algerien führt und ihn immer tiefer in die dunkle Vergangenheit seines Freundes blicken lässt. Die Geschichte eines Soldaten, Doppelagenten und vor allem: eines Terroristen.

In einem Rutsch durch, eine grausam-schöne Geschichte

— Kerstin_KeJasBlog
Kerstin_KeJasBlog

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    Der algerische Hirte
    Kerstin_KeJasBlog

    Kerstin_KeJasBlog

    20. February 2016 um 13:43

    Dieses als Kriminalroman gekennzeichnete Buch würde ich eher in die Kategorie der anspruchsvollen Literatur einordnen. "Der algerische Hirte" von Autor Wolfgang Haupt, ist alles andere als leichte Kost. Dafür lässt der Autor zu sehr die grausame Vergangenheit des Algerienkrieges Revue passieren. Seine Beschreibungen der Gräueltaten gegenüber den Männern, Frauen und Kindern sind kurz und knapp gehalten und doch weiß man als LeserIn genau was geschah. Aber erstmal zur Story: Kommissar François Ranfort hat ein Problem, nein, eigentlich hat er Dutzende Probleme. Als vermeindlicher Mörder seines Freundes Auguste abgestempelt bleibt ihm nichts anderes übrig als in Eigenregie auf Spurensuche zu gehen. Herauszufinden wer der wirkliche Mörder ist und warum diese Tat begangen wurde. 2 gezielte Schüsse in den Hinterkopf zeugen von einer professionellen Tat und so sieht sich François schnell konfrontiert mit üblen Zeitgenossen, die irgendetwas suchen, was sie bei dem Ermordeten nicht fanden. Es wird gefährlich für den geschassten Kommissar, zu viele Tote innerhalb kürzester Zeit um ihn herum und keiner der ihm helfen kann oder will. So macht er sich auf die Reise nach Algerien, denn dort scheint der Ursprung allen Übels zu liegen. Eine gefährliche Reise, die François die Augen öffent, über sich selbst und seinen Freund. Der Schreibstil des Autors fand ich in 'Salziges Blut' schon außergewöhnlich und sehr gelungen. Er schreibt in kurzen knappen Sätzen, als wollte er allen Ballast umgehen und trifft doch immer genau den richtigen Ton. Mal schleicht er zart und geschmeidig durch die Seiten, nur um dann mit voller Wucht und genau bemessen zuzuschlagen und den Leser zurückzuholen in dieses Kriegsland. Er öffnet Augen die gar nicht hinsehen wollen angesichts all dieser furchtbaren Greueltaten seitens der französischen Legion, der Geheimdienste und militärischen Organistationen. Zu viele die ihre Finger im Spiel hatten und haben und mittendrin immer wieder die Geschichte um François, fast 25 Jahre später, wie er unbewusst einer alten Spur folgt, zu diesem einen Mann der beschrieben wird und der sich Pedro nennt. Ein Mörder, Folterer, Terrorist, der aber doch irgendwann auch einmal ein junger, gewöhnlicher Mann war und dessen Entwicklung zu dieser Bestie so eindringlich beschrieben ist, dass man es fast gar nicht glauben kann. "Eine einzige Narbe deiner dunklen Vergangenheit", dieses Zitat aus dem Buch trifft es perfekt. Die Sprünge zwischen diesen 2 Hauptprotagonisten François und Pedro sind konstant im Wechsel und in übersichtlichen Kapiteln unterteilt. Es ist spannend ihnen zu folgen und dabei in der Geschichte abzutauchen. Das Buch musste ich in einem Stück lesen, wollte ich doch unbedingt erfahren wie diese zwei Geschichten zu einer zusammenfinden und wurde dabei nicht enttäuscht. Ein Buch das nachdenklich stimmt, ein Ende das so unerwartet erwartet wurde. Ich empfehle den Folgeband "Die dunkle Talion" des Autoren Wolfgang Haupt direkt im Anschluss lesen. Auch eine in sich abgeschlossene Geschichte, die mir genauso gut gefiel und Band 1 in nichts nachsteht. Gerne vergeben ich 5 von 5 Sternen. c) K.B. 02/2016

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