Wolfgang Haupt Die dunkle Talion

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Inhaltsangabe zu „Die dunkle Talion“ von Wolfgang Haupt

Pierre Larut wird zu einem Tatort gerufen, weil der hiesige Kommissar in Ratlosigkeit ertrinkt.
Ein Toter liegt in einer Baugrube, auf dieselbe Weise hingerichtet wie ein anderes Opfer einst. Doch der Mörder sitzt seit zwölf Jahren in Haft. Der ehemalige Polizeichef begibt sich auf die Suche nach einer Vergangenheit, die ihm besser verborgen geblieben wäre. Denn er ist nicht der Einzige, der von Schuld getrieben ist.

Thriller der Meisterklasse

— SaintGermain

Spannend inszeniert und verdammt gut gelungen ist "die dunkle Talion". Dieser Roman hat nicht enttäuscht und bereitet großes Lesevergnügen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

aktuell, packend, geheimnisvoll, spannend

— dieFlo

Packend, düster, eigenwillig

— Jashrin

Und die Moral von der Geschicht', vergelte Gleichem mit Gleichem nicht! Ein Thriller zum Nachdenken.

— Kerstin_KeJasBlog

zwölf Jahre nach "Der algerische Hirte", habe mit der ersten Hälfte sehr gekämpft, interessante Auflösung ohne politische Korrektheit...

— Leseratz_8

Ein Buch, welches Aufmerksamkeit möchte, einen dafür aber mit einer tollen Geschichte belohnt!

— Stelze74

Ein Thriller der besonderen Art, schonungslos kritisch, mit interessanten Hintergrundinfos und beeindruckenden "Aha-Effekten"

— Patno

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Das Original

Spannender Anfang, dann lange lähmend, hintenraus wieder spannend, das Ende enttäuschend.

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Spannender Thriller, von dem ich etwas anderes erwartet hätte und der mich am Ende nicht komplett Über zeugen konnte.

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  • Thriller der Meisterklasse

    Die dunkle Talion

    SaintGermain

    05. August 2016 um 12:09

    Das Cover ist einfach und trotzdem auffällig.
    Durch den Schreibstil werden die Figuren lebendig, sodass man sie sich nicht nur sehr gut vorstellen kann, sondern auch mit ihnen mitfühlen. Der Spannungsbogen zieht sich über das gesamte Buch. Das Ende war für mich sehr überraschend, das ganze Buch wirkt sehr logisch konstruiert.
    Fazit: Toll erzählter Thriller. Absolute Leseempfehlung

  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931

    kubine

    01. August 2016 um 19:44
  • Alte Seilschaften

    Die dunkle Talion

    Arun

    Die dunkle Talion von Wolfgang Haupt Ein Thriller mit Handlungsort Frankreich, genauer gesagt Marseille und Umgebung im Jahre 1996. Handlung.Ein Leichenfund zeigt Parallelen zu einem Mordfall auf welcher zwölf Jahre zuvor geschah. Damals wurde Kommissar Ranfort als Täter vorgeschoben und verurteilt. Sein damaliger Vorgesetzter Pierre Larut, inzwischen in Rente, wittert Zusammenhänge wird aber von der zuständigen Dienststelle abgeblockt. Er ermittelt nun auf eigene Faust und sticht dabei in ein Wespennest. Meine Meinung.Es werden einige Handlungsstränge aufgebaut die fast alle einen politischen Hintergrund haben der teilweise bis zum Algerienkrieg (1954-1962) zurückreicht. Die Palette der Handlungsträger reicht von Polizeiorganen, Geheimdiensten, Bauernopfern, ehemaligen OAS – Mitgliedern, einem instrumentalisierten Attentäter und einem pensionierten Kommissar. Die Geschichte bietet einiges an Attentaten, Verfolgungsjagden, Folterungen, Ermittlungsarbeiten bis hin zu persönlichen Differenzen und Problemen der Handlungsträger. Doch irgendwie hat mich die Story nicht richtig mitgenommen, keine der Hauptfiguren hat mich begeistert oder besonders angesprochen. Fazit.Eine ambitionierte Geschichte, die mich vielleicht auf dem falschen Fuß erwischt hat. Meine positivste Erinnerung dürfte das unerwartete Finale sein.

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    • 9
  • Leserunde zu "Die dunkle Talion" von Wolfgang Haupt

    Die dunkle Talion

    WolfgangHaupt

    Liebe Gemeinde, im Jänner erscheint mein drittes Buch "Die dunkle Talion". Hierzu verlose ich 25 E-books. Worum gehts? Um Flucht,  Frankreich und fiese Typen. Algerien, Terrorismus, verdrängte Vergangenheit und die Auswirkungen auf die Gegenwart. Es ist weniger politisch als man denkt, bleibt es doch im Kern ein Thriller. Derb und düster, wenn man den Testlesern Glauben schenken darf. Es ist eine Fortsetzung meines Debuts, Kenntnis über den algerischen Hirten sind nicht vonnöten. Wenn ihr dabei sein wollt, schreibt einfach, dass ihr es wollt. Sprich: Ein Ja genügt im Wesentlichen. Teilnahmebedingung ist selbstredend die aktive Beteiligung an der Leserunde und das Verfassen einer Rezension. Ich freu mich auf euch. Wolfgang Zur Leseprobe geht es hier.

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    • 275

    Jashrin

    25. January 2016 um 23:38
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    werderaner schreibt Muss schon sehr genau lesen um alles zu erfassen dennoch erschliesst sich mir noch nicht alles. Hoffe das sich die verwirrung noch auflöst.

    Also zumindest bei mir kam immer mehr Licht ins Dunkel ;-)

  • Einsame Kämpfer auf Irrwegen

    Die dunkle Talion

    Patno

    Hingerichtet, mit zwei Schüssen in den Kopf! Ein Toter liegt in einer Baugrube. Gleiches Szenario wie damals, gleicher Täter? Unwahrscheinlich, denn der sitzt seit 12 Jahren im Gefängnis. So beginnt "Die dunkle Talion" vom österreichischen Autor Wolfgang Haupt. Wer will hier Gleiches mit Gleichem vergelten? Ex Polizeichef Pierre Larut ermittelt auf eigene Faust. Er wird vom Zweifel getragen, ob der vor 12 Jahren verurteilte Kommissar François Ranford zu Unrecht im Gefängnis sitzt. Karim, ein junger Araber kommt in die Story und irgendwann kreuzen sich die Wege der beiden. Nichts ist, wie es scheint! Im Hintergrund agieren mächtige Kräfte, die längst die Jagd eröffnet haben. Wolfgang Haupt zeichnet sich durch seinen außergewöhnlichen Schreibstil aus. Ich würde ihn als exzentrisch beschreiben, seine Wortspiele sind Programm und die bildlichen Darstellungen bemerkenswert. Bisweilen mischt auch eine Spur Sarkasmus mit. Kurze, abgehackte Sätze bringen Spannung und trotzdem muss man gewaltig aufpassen, die kleinen versteckten Hinweise nicht zu überlesen. Wolfgang Haupt sucht definitiv den anspruchsvollen Leser, der mit und querdenkt. Doch dürfte er auch die Leserschaft spalten, nach dem Prinzip "Hopp oder Top". Für mich ist er "Top", denn ich mag seine direkte Sprache, die mich auch schon in seinem Thriller "Salziges Blut" beeindruckte. Die Charaktere sind mitunter skurril und psychotisch, keine Sympatieträger schlechthin, aber immer ausdrucksstark inszeniert. Zwei Erzählstränge ziehen sich durch das Buch und vereinigen sich in einem überraschenden Finale. Ungeahnte Wendungen bringen zusätzlichen Schwung ins Geschehen. Am Schluß war ich einfach nur sprachlos. Ein gelungener Aha-Effekt! Interessante zeitgeschichtlich Aspekte umrahmen die fiktive Handlung, verleihen ihr Authentizität, sind informativ. "Die dunkle Talion" ist eine Herausforderung an die Leserschaft, kein leichter Lesestoff, hart und gesellschaftskritisch. Ein intelligentes Buch, welches mich zu fesseln wußte und bestens unterhalten hat!

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    • 2

    Krimiwurm

    21. January 2016 um 18:17
  • eine eigene düstere Welt

    Die dunkle Talion

    dieFlo

    20. January 2016 um 11:05

    "Die dunkle Talion" ein Titel der schon ein Geheimnis in sich birgt, eine Magie,d ie das Cover auslöst und eine Geschichte, die aktueller nicht sein kann. Ein Schreibstil, der deine Aufmerksamkeit erfordert, der deine Hirnzellen auf Wanderschaft sendet, sie völlig irritiert und fraglos dastehen lässt, du dich wie ein Kamel am Nordpol fühlst - alles das bietet Wolfgang Haupt sein Thriller. Klar ist er anders - es ist keine 0815 Story, aber genau damit hat er meinen Nerv getroffen, er hat  Protagonisten, die einen auf den Sack gehen und andere die Mann ins Herz schließt, er legt Spuren und dann stellt man fest: er hat einen getäuscht, er hat so link gespielt, dass es schon wieder rechts ist - dafür muss es fünf Sterne und einen Daumen hoch geben!  Die Geschichte klingt wie so ein bisschen der aktuelle Tageschausprecher aber nur im ersten Moment:    Eine Anschlagserie, ein Taschendieb, ein Ex-Polizist - irgendwie gehört alles zusammen oder doch nicht. Eine Hetzjagd - wer gegen wem? Wer ist wer? Wem soll man trauen? Nebenbei webt er geschichtliche Fakten ein - trifft genau meinen Nerv...  was soll ich noch erzählen? Lest - reist in seine Welt und seid hoffentlich genauso begeistert Fazit ein Thriller-Must-HAVE @dieflo

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  • Packend, düster und eigenwillig

    Die dunkle Talion

    Jashrin

    19. January 2016 um 23:54

    Als in einer Baugrube ein Toter gefunden wird, tauchen für Pierre Larut immer mehr Geister aus der Vergangenheit auf und mit ihnen das schlechte Gewissen. Denn vor Jahren gab es schon einmal eine Leiche an dieser Stelle, ebenfalls mit Schüssen in den Hinterkopf hingerichtet. Damals war Larut Polizeichef und obwohl Kommisar Ranfort sogar bis nach Algerien reiste, um seine Unschuld zu beweisen, wurde er für den Mord verurteilt. Noch immer quält Larut der Gedanke, dass Ranfort inzwischen seit zwölf Jahren unschuldig im Gefängnis sitzt und er damals nicht mehr für ihn getan hat. Inzwischen im Ruhestand, versucht Larut dennoch erneut im alten und neuen Fall zu ermitteln. Sein Weg führt ihn nach Marseille, wo alle Fäden zusammen zu laufen scheinen, und er sich bald in einem Strudel aus Intrigen, Gewalt und Machtkämpfen wiederfindet. Auch wenn ich den Vorgängerband („Der algerische Hirte“) nicht kenne, wurde ich sofort in die Geschichte hineingezogen und hatte keine größeren Verständnisschwierigkeiten. Die Atmosphäre ist über weite Teile düster und eher beklemmend und es dauert seine Zeit, bis sich das Dunkel lichtet. Geschickt hat Wolfgang Haupt einen Thriller konstruiert, der seine Fäden bis in den Algerienkrieg ausstreckt und mit heutigen Anschlägen verbindet. Historische Fakten und Fiktion werden miteinander verwoben und mitten drin steht Larut, den ich trotz seiner Eigenheiten mochte. Es ist spannend zu verfolgen, wie sich immer mehr Puzzleteile zusammenfügen und Laruts Hartnäckigkeit das Geschehen immer weiter vorantreibt. Die meisten Charaktere sind nicht gerade Sympathieträger und mehr als einmal habe ich mich gefragt, wem man eigentlich trauen kann und ob die vermeintlichen Opfer wirklich Opfer sind. Ein Thriller, den man bewusst lesen sollte, da er sehr vielschichtig ist. Wolfgang Haupts Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Weite Ausschweifungen sucht man vergebens, dafür gibt es kurze prägnante Sätze, die teils fast abgehackt wirken. Dadurch fühlte ich mich anfangs stellenweise regelrecht durch den Roman gehetzt. Doch nach wenigen Kapiteln hatte ich mich daran gewöhnt und konnte den Stil sogar genießen. Der Stil trägt dazu bei die einzigartige Atmosphäre des Thrillers zu erzeugen. Mein Fazit: Ein düsterer Thriller, der durch seinen eigenwilligen Stil und die schwer einzuschätzenden Charaktere besticht und der bis zur letzten Seite fesselt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die sich nicht scheuen, sich auf einen Thriller einzulassen, der irgendwie anders aber dennoch sehr spannend ist.

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  • Die dunkle Talion

    Die dunkle Talion

    Alex1309

    19. January 2016 um 19:05

    Ich habe etwas gebraucht um mich in der Handlung zurecht zu finden und mich mit den Figuren des Buches vertraut zu machen. Aber nach den ersten Kapiteln fand ich das Buch richtig klasse. Ich finde es liest sich nicht mal so kurz zwischendurch, sondern man muss es aufmerksam lesen, um alle Zusammenhänge zu verstehen und in die Geschichte hineinzukommen. Wer das schafft, wird mit einer tollen Geschichte und einem tollen Buch belohnt. Ich fand es gerade auch deshalb so gut, weil es so anspruchsvoll geschrieben ist und dadurch eine ganz eigene und individuelle Spannung aufbaut.

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  • Auge um Auge, Zahn um Zahn

    Die dunkle Talion

    Kerstin_KeJasBlog

    17. January 2016 um 23:04

    Der Schreibstil von Autor Wolfgang Haupt hatte mich schon bei "Salziges Blut" fasziniert und mitgerissen. Er braucht keine detaillierten Ausführungen, sondern kommt mit wenigen Worten auf den Punkt. Seine Sätze sind oft genug kurz und knapp und haben doch eine sehr starke Ausdruckskraft. Zwischen den Zeilen steht so vieles dass mitgelesen werden muss. Durchaus anspruchsvoll und dabei gleichermaßen spannend, unterhaltsam und berührend. Aber erstmal zur Story :  Pierre Larut ist im Ruhestand und doch wird er bei einem Mordfall hinzugezogen. In einer Baugrube liegt ein Unbekannter mit 2 Kugeln im Kopf. Larut sieht sofort die Parallelen zu einem Fall der 12 Jahre zurück liegt. Der damalige Verdächtige, François Ranfort, ebenfalls Kommissar, wurde in einem Indizienprozess verurteilt und sitzt seit diesen 12 Jahren in Haft. Larut beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und gerät in einen Strudel aus Macht und Terror und wird dabei selbst zur Zielscheibe. Talion - eine Art der Vergeltung - Auge um Auge, Zahn um Zahn.  Ein uraltes "Rechtsempfinden" das in diesem Thriler auf eigene Weise interpretiert wird. Rache, bitterböse sogar, doch wer rächt, warum und für wen? Bei dieser Geschichte sollte man mitdenken, auch um Ecken herum und dabei dieses ruhige, fast schon bedächtige Vorgehen Laruts wirken lassen. Ein alter Mann, ein Schicksalsschlag, Freunde, Feinde, mächtige Männer und Frauen, Geheimdienste, Verschwörungen und was mir besonders gefiel - die Geschichte eines Mannes, der seine Vergangenheit mit sich trägt, sie nicht loslassen kann. Diese furchtbaren Erfahrungen und die damit verbundenden Erinnerungen.  Stückchenweise wIrd immer mehr und mehr preisgegeben und offenbarte mir einen Zwiespalt.  Wann ist eine Täter Opfer und wann ein Opfer Täter? "Die dunkle Talion" empfand ich als ruhiges Buch, trotz der Gewalttaten. Verschiedene Blickwinkel sind genauso vorhanden wie Gedanken, Emotionen, Handeln und Unterlassen. Informativ sehr in Sachen Beendigung des Algerischen Bürgerkrieges und die damit verbundenen Folgen für Männer, Frauen und Kinder. Ein Stück dunkler Zeitgeschichte. Empfehlenswert für alle LeserInnen, die mehr über die Schicksale der Menschen/Protagonisten im Buch, als über die Taten an sich, wissen wollen. Ein sehr untypischer Thriller und dennoch war ich begeistert. "Der algerische Hirte" ist der Vorband zu "Die dunkle Talion", aber die Geschichten sind in sich abgeschlossen. Wer aber die Protas etwas näher kennenlernen möchte sollte der Reihenfolge nach lesen. Gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen. c) K.B. 01/2016

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  • Düster

    Die dunkle Talion

    Leseratz_8

    17. January 2016 um 14:50

    Talion - "Unter Talion,...Talionsprinzip, versteht man eine Rechtsfigur, nach der zwischen dem Schaden, der einem Opfer zugefügt wurde, und dem Schaden, der dem Täter zugefügt werden soll, ein Gleichgewicht angestrebt wird."  wikipedia 1984 wird Kommisar Ranfort, für eine Mord in Saint-Lemis verurteilt, den er nicht begangen hat. Um seine Unschuld zu beweisen, flüchtet er nach Algerien (beschrieben im Vorgänger "Der algerische Hirte"). 1996 sitzt Ranfort immer noch im Knast, als an gleicher Stelle ein Mann mit derselben Waffe hingerichtet wird. Larut, ehemaliger Polizeichef und damaliger Vorgesetzte von Ranfort, hat sich nie mit der Verurteilung abfinden können und auch dass er dem Kollegen nicht geholfen hat, lastet schwer auf seinem Gewissen. Und deshalb begibt er sich jetzt auf eine Suche nach Zusammenhängen. Fakten und Ereignisse die weit in die Vergangenheit des Algerienkrieges reichen. Ehrlich gesagt habe ich mich sehr durch die erste Hälfte gequält, denn obwohl ich den Vorgänger kenne, hatte ich keine Ahnung wohin mich alles führen wird. Was ist wichtig, was unwichtig. Dazu kommt, dass der Autor sehr intensiv beschreibt. Das führt zwar zu einer dunklen, beklemmenden Atmosphäre, aber ich hatte das Gefühl, dadurch wichtige Informationen zu überlesen. Ein Gefühl, dass ich schon im ersten Band hatte. In der zweiten Hälfte wird es angenehmer, denn hier wird die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben und damit die Zusammenhänge klarer und eindeutig. Und dann war auch die Spannung da, die ich von einem Thriller erwarte. Aber bis hier her wären es nur drei Sterne gewesen, aber das Ende, abrupt und gnadenlos, absolut passend zum Buch, hat mich versöhnt und die Bewertung nach oben korrigiert. Das Sujet ist etwas besonderes, das Marseille der Ganoven, die Ghettos der Araber und immer wieder dunkle Kneipen und ein Pastis und noch einer und einer... Die Protagonisten sind nicht unbedingt sympathisch und im Ganzen erinnert mich dieses Buch an einen Film Noir aus den Fünfziger Jahren. Fazit: Ich tue mich mit einer Empfehlung sehr schwer. Es ist ein Buch, auf welches man sich einlassen muss, das Zeit und Nachdenken verlangt. Meiner Meinung nach sollte man beide Bücher in Reihenfolge und mit wenig Abstand lesen. Das erleichtert das Verständnis sicher sehr.

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  • Lesenswert!

    Die dunkle Talion

    Stelze74

    16. January 2016 um 11:06

    Gibt es einen Trittbrettfahrer oder hat man den Falschen verurteilt?  Nach 12 Jahren wird eine Leiche gefunden,  die auf die gleiche Art ermordet wurde wie die, dessen Mörder im Gefängnis sitzt. Der pensionierte Kommissar Larut wittert einen Fehler bei der Verurteilung und stellt schnell Zusammenhänge her. Auf eigene Faust beginnt er zu ermitteln und beißt sich an diesem Fall fest. Schnell merkt er, welche politischen Kräfte und Mächte am Werk sind. Wolfgang Haupt präsentiert ein Buch, welches nicht zwischen Tür und Angel gelesen werden möchte, sondern Aufmerksamkeit fordert. Man bekommt dafür eine tolle Geschichte,  einen Kommissar,  den man einfach mögen muss, Spannung und unerwartete Wendungen.  Ich gebe diesem Buch 5 Sterne, weil es mich toll unterhalten hat und absolut lesenswert ist!

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  • Packend, aktuell und gleichzeitig historisch

    Die dunkle Talion

    yesterday

    12. January 2016 um 16:46

    Wer gerne mitreißende Thriller liest, die historischen und (immer noch) aktuellen Bezug haben und noch so ganz nebenbei eindringlich Gesellschaftskritik über, ist hier genau richtig. Die Geschichte springt zwischen Pierre Larut und Karim, den zwei Hauptakteuren, hin und her. Beide, der Polizist im Ruhestand und der Algerier, der sich als Taschendieb durchschlägt, werden von höheren Mächten getrieben und ausgenutzt. Welche Verbindungen es gibt und wem sie vertrauen können und wer sie hinters Licht führt, merken sie erst nach und nach. Eine Hetzjagd beginnt. Hat die Anschlagsserie in Marseille etwas zu tun mit dem toten Anwalt, der hingerichtet in einer Grube im Dorf Saint-Lemis gefunden wird? Ausgerechnet dort, wo Pierre Larut bis vor einiger Zeit noch hauptberuflich ermittelt hat. Er stellt schnell einen Zusammenhang zu einem sehr ähnlichen Fall vor zwölf Jahren her. Wurden beide Männer mit der selben Waffe ermordet? Eigentlich unmöglich, doch Larut lässt nicht locker und stöbert in Marseille Unterstützung in Form von Émile Revian, ebenfalls Polizist, auf. Die beide decken auf, wie sehr Frankreich immer noch an den Folgen des Algerienkriegs zu knabbern hat und suchen nach einer ominösen Liste, auf der Personen des OAS (Organisation de l’Armée Secrète) notiert sein sollen. Nur diese können ihnen helfen, den Fall von vor zwölf Jahren zu lösen, soll diese Liste doch damals für den Ermordeten das Todesurteil und für Laruts Ex-Kollegen Ranfort das Gefängnis bedeutet haben. Revian und Larut entknoten die Zusammenhänge langsam und kommen damit nicht nur dem Attentäter, sondern auch einem gefährlichen Ende immer näher. Mit seinem klaren, eindringlichen Schreibstil schafft der Autor eine Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Er verbindet Fiktion und historisch gewachsene Probleme so gekonnt, dass sich jegliche Ereignisse echt und beklemmend anfühlen. Und um diesen Thriller zu genießen, muss man kein Historiker sein, einen kleinen Überblick erhält man im Laufe der Lektüre und am Ende des Buches findet sich ein Register mit den wichtigsten Begriffen und Abkürzungen.

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  • Das Schicksal verzeiht begangene Fehler nicht - ein politischer Agententhriller

    Die dunkle Talion

    AngiF

    12. January 2016 um 10:59

    In einer Baugrube, an dem Platz, wo einst Auguste Petrus' Haus stand und in dem dieser ermordet wurde, findet die Polizei erneut ein Opfer. Der Mann, dessen Identität zunächst nicht klar ist, wurde ebenfalls mit Schüssen in den Hinterkopf hingerichtet, genau wie Auguste. Wohl nicht bloß eine Duplizität der Ereignisse, jemand kopiert die Morde von 1984 und trachtet nun auch dem damaligen, inzwischen pensioniertem, principal Larut nach dem Leben. Der, von seinem schlechten Gewissen geplagt, zu der damaligen Zeit nicht genügend zur vollständigen Aufklärung des Falles beigetragen zu haben, beginnt, eigenmächtig zu ermitteln. Was dem jetzigen principal Kommissar Complatier alles andere als Recht ist. Schon beginnen die Schergen erneut Zeugen zu beeinflussen und die Ermittlungsarbeit zu sabotieren. Wem kann Larut trauen, wo kann er mit seiner Arbeit ansetzen? Larut ist sich inzwischen sicher, dass der als Mörder von Auguste Petrus verurteilte ehemalige Kommissar Ranfort unschuldig ist, doch der sitzt in einem der schlimmsten Gefängnisse Frankreichs ein und verweigert Larut seine Mithilfe, zu sehr verbittert ist er über sein Schicksal. In einem zweiten Erzählstrang wird von dem Algerier Karim berichtet, dessen Geschichte verstrickt zu sein scheint, in kriminelle Machenschaften und der nicht nur von den Geheimdiensten gejagt wird. Meisterhaft haucht Wolfgang Haupt seinen Charakteren Leben ein, lässt uns Leser die Abgründe, den Schmerz und die Trauer der einzelnen Figuren regelrecht fühlen, doch vor allem, er nimmt uns stellenweise den Atem, so nerven-zerreißend spannend ist ihm mit „Die dunkle Talion“ ein weiterer Thriller geglückt. Der Autor fügt seine beiden Erzählstränge perfekt zueinander und schafft es, über den gesamten Zeitraum den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten; bis zu einem unerwarteten Schluss. Wer „Der algerische Hirte“ bereits kennt, wird einige der Charaktere in diesem nun vorliegenden Thriller wieder finden, und doch steht „Die dunkle Talion“ für sich allein. Wolfgang Haupts Schreibstil bietet erneut dramatische Unterhaltung sowie eine Thriller-Lektüre auf ganz hohem Niveau, die mir für ein sensibles Nervenkostüm fast schon ungeeignet erscheint; getreu dem Motto: „sind sie zu … bist du zu ...“ Der Autor Wolfgang Haupt konnte mit diesem Buch voll bei mir punkten, weshalb ich dem Thriller gerne seine verdienten fünf von den fünf möglichen Sternen vergebe und ihn uneingeschränkt und liebend gerne weiter empfehle an alle Leser, die Hochspannung und tiefgründige, anspruchsvolle Lektüre mit außergewöhnlich interessanten, dunklen Charakteren lieben. http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/01/die-dunkle-talion-von-wolfgang-haupt.html

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