Wolfgang Held

 4.2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Alles ist Zahl, Im Netz der weißen Spinne und weiteren Büchern.

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Sternkalender Ostern 2019 bis Ostern 2020

Neu erschienen am 22.10.2018 als Taschenbuch bei Verlag am Goetheanum.

Alle Bücher von Wolfgang Held

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Im Netz der weißen Spinne

Im Netz der weißen Spinne

 (2)
Erschienen am 13.02.2013
Alles ist Zahl

Alles ist Zahl

 (2)
Erschienen am 01.09.2017
Im Netz der weissen Spinne

Im Netz der weissen Spinne

 (1)
Erschienen am 01.01.1982
Ich erinnere mich.

Ich erinnere mich.

 (1)
Erschienen am 23.06.2014
...wie eine Schwalbe im Schnee

...wie eine Schwalbe im Schnee

 (1)
Erschienen am 01.11.2004
Uns hat Gott vergessen

Uns hat Gott vergessen

 (1)
Erschienen am 01.01.2000
Aras und die Kaktusbande

Aras und die Kaktusbande

 (1)
Erschienen am 17.03.2008

Neue Rezensionen zu Wolfgang Held

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pardens avatar

Rezension zu "Im Netz der weißen Spinne" von Wolfgang Held

Erstaunlich kritisch...
pardenvor einem Jahr

ERSTAUNLICH KRITISCH...

Manchmal stoße ich auf Bücher, bei denen sich mir erst auf den zweiten oder dritten Blick erschließt, um was es sich eigentlich dabei handelt. Dieses hier ist so ein Buch. Das Cover machte mich neugierig, und der Klappentext versprach eine spannende Lektüre:


Sieben Jungen und Mädchen finden im Fluss einen Behälter. Er bringt höchste Gefahr. Gift ist in den Strom geraten. Wer produziert solch gefährliche Giftstoffe? Und wozu?


Ein wenig Abenteuer à la Enid Blyton versprach ich mir von dem Buch, hatte im Geist schon die Überschrift der Rezension gewählt: Sieben Freunde auf der Rheininsel, in Anlehnung an einen Titel der berühmten Kinderbuchautorin. Doch beim Lesen staunte ich dann immer mehr...

Tatsächlich beginnt das Buch recht abenteuerlastig. Sieben Schulfreunde verbringen die Sommerwochenenden auf einer Insel im Rhein, die einer der Schüler von seinem Vater zum Geburtstag erhalten hat. Fische fangen, ein Einboot bauen, Unterhaltungen am Lagerfeuer - und all das ohne die Aufsicht eines Erwachsenen. Eine herrliche Vorstellung.

Doch dann entdecken die sieben ein geheimnisvolles Fass, das sich in der Uferregion ihrer Insel unter Wasser verkeilt hat. Mühsam wird es geborgen, nicht ohne dass die sieben Freunde wild spekulieren, was es wohl beinhalten könnte. Gold, Teer, Rum - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Zu ihrer Enttäuschung enthält das Fass jedoch nur ein langweiliges weißes Pulver - noch nicht einmal Zucker, wie sie nach einer kleinen Geschmacksprobe feststellen.

Das Fass selbst ist vielleicht noch zu gebrauchen - eine Regenwasserdusche wäre schön. Und so kippen die sieben Jugendlichen den Inhalt des Fasses in den Rhein und hieven das Fass in einen Baum. Doch schon bald wird den Schulfreunden speiübel, einige verlieren das Bewusstsein, und allmählich dämmert es ihnen: sie haben sich vergiftet!

Spätestens hier war mir dann klar, dass es sich bei dieser Geschichte nicht um eines der Abenteuer handelt, bei denen die Kinder den Fall lösen und dann alle zufrieden sind. Mit dem Gift im Rheinwasser geschehen auch noch allerlei andere fatale Unglücke: ein Massensterben der Fische, verendete Enten, Kühe, die nach heftigen Krämpfen auf ihren Rheinwiesen elendig sterben - der Katastrophenalarm wird ausgelöst. Die Spur führt schließlich in ein Chemiewerk, wo auch einer der Väter der sieben Schulfreunde als Biochemiker arbeitet...

Ein erstaunlich kritisches Kinderbuch hat Wolfgang Held hier geschrieben, eines, das sich nicht mit einfachen Problem-Lösung-Strategien zufrieden gibt, sondern komplexe Sachverhalte darlegt und ganz eindeutig zum Nachdenken anregt. Was ist richtig, was ist falsch? Gibt es immer eine schwarz-weiß-Lösung? Die Verantwortung des Biochemikers beispielsweise, der weiß, dass sein Produkt nicht nur wie von ihm beabsichtigt in der Landwirtschaft gegen Schädlinge eingesetzt wird, sondern ebenfalls gegen Menschen in Kriegsgebieten. Oder der Interessenskonflikt eines Zeitungsredakteurs zwischen der kritischen Berichterstattung einerseits und dem bedrohten Erhalt der Zeitung andererseits.

Viele der Formulierungen hatten mich beim Lesen schon stutzig gemacht (fast alle Schulfreunde waren beispielsweise dafür, dass die Mädchen fürs Kochen und Spülen auf der Insel zuständig waren). Auch die Ereignisse, auf die der Autor sich berief (z.B. der Einsatz von Agent Orange im Vietnamkrieg) und dass in dem Buch noch mit 'Mark' bezahlt wird, deuteten darauf hin, dass die Erzählung schon älteren Datums sein muss. Und tatsächlich: das Ebook stammt zwar aus dem Jahr 2013, die Erstausgabe der Printausgabe jedoch aus dem Jahr 1973! Das doch recht polemische Ende verblüffte mich dann wirklich, und ein Blick in die Annalen verriet dann auch ganz richtig: das Original erschien im Kinderbuchverlag der DDR.

Doch trotz dieser Färbung ist das Alter des Buches kein Problem. Diese Themen verlieren leider nie an Aktualität, doch die Aufmerksamkeit für solche Themen, die kritische Auseinandersetzungen damit, verlieren leider zunehmend an Dynamik. Niemals regte man sich weniger auf über Missstände als heute. Insofern war es eine angenehme Überraschung, auf ein derart kritisches Kinderbuch zu stoßen, dass zu allem anregt, nur nicht zum Wegschauen...


© Parden

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HelmuthSantlers avatar

Rezension zu "Alles ist Zahl" von Wolfgang Held

Rezension zu "Alles ist Zahl" von Wolfgang Held
HelmuthSantlervor 6 Jahren

Numerologisch-esoterisches findet sich am Büchermarkt zuhauf, dieses kleine Büchlein geht die Geschichte von der anderen Seite an: Statt Erklärungen zu bestimmten Zahlenkombinationen abzuliefern, unternimmt der Mathematiker, Pädagoge und Kolumnist Wolfgang Held den Versuch, dem Wesen der Zahlen selbst auf die Spur zu kommen. Seine “Betrachtungsmenge” umfasst die “humanistischen” Zahlen 1–31, entsprechend der Anzahl der Tage pro Monat.
Stoff genug für eine ganze Monografie mag es für jede der ersten 31 Zahlen geben, das kann und will dieses Bändchen aber nicht leisten. Die 31 Artikel sind eher hingetupfte Miniaturen, die den drei Annäherungswegen an die Zahlenpersönlichkeiten (mathematisch, naturentsprechend, kulturell-religiös) nur ein Stück weit folgen. Hübsch finde ich daran, was uns Held damit an die Hand gibt: die Grundbausteine eines Zahlenorakels. Jedes Geburtsdatum ergibt eine Kombination aus zweien dieser Bausteine, das könnte ähnlich wie z.B. Sternzeichen und Aszendent miteinander in Beziehung gebracht werden.

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shaos avatar

Rezension zu "Alles ist Zahl" von Wolfgang Held

Rezension zu "Alles ist Zahl" von Wolfgang Held
shaovor 7 Jahren

Zahlen bestimmen unser Leben, manchmal offensichtlich, oftmals aber eher im Hintergrund. Es ist an der Zeit, sich näher mit ihnen zu beschäftigen und ihrer Struktur und Bedeutung auf den Grund zu gehen.
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Der Autor analysiert in diesem Büchlein die Zahlen von 1 bis 31, erklärt, was hinter der Ziffer steht. Die Eingrenzung auf 31 Zahlen mag im ersten Augenblick willkürlich erscheinen, sie ist es aber nicht. Jeder Mensch hat mit seinem Geburtstag einen ganz persönlichen Bezug zu Zahlen und diese reichen eben bis zur 31. Und hierauf basierend sind dann auch jedem Kapitel die Namen von berühmten Personen voran gestellt, die an einem entsprechenden Monatstag geboren wurden.
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Insgesamt sind die einzelnen Abschnitte optisch sehr schön hervorgehoben, denn jedes Kapitel beginnt mit einer Aufzählung der Personen auf einer Seite, auf der anderen Seite befindet sich, immer in verschiedenen Schriften die Zahl, sowie ihr Beiname. Auf der nächsten Seite folgt ein zur Zahl passendes Zitat, bevor der eigentliche Text kommt.
Eine Besonderheit bilden hier auch die Seitenzahlen, aber davon kann sich am Besten jeder selber ein Bild machen.
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In den Kapiteln selber geht der Autor dann auf all das ein, was wir allgemein hin mit der jeweiligen Zahl assoziieren, welche Bedeutung ihr in welchem Gebiet und aus welchem Grund zugeschrieben wird und bringt dem Leser so, ganz nebenbei, noch einige interessante mathematische Fakten bei.
Und so ist es auch größtenteils überaus interessant, was der Mensch für eine Beziehung zu den verschiedenen Zahlen hat und welche Eigenheiten sie mit sich bringen.
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Allerdings sind die Beiträge in einen sehr starren Rahmen gepresst, was verständlich ist, da viele von ihnen in einer Zeitschrift veröffentlicht wurden und dementsprechend sicherlich Vorgaben an die Länge erfüllen mussten. Allerdings führt das dann auch dazu, dass bei einzelnen Zahlen, für die sehr viele Fakten genannt werden, über die es sehr viel zu erzählen gibt, dieses Wissen auf drei Seiten heruntergebrochen wird. Dadurch werden viele interessante Inhalte nur kurz angerissen, die ich mir in einer längeren Ausführung gewünscht hätte. Hier hätte man die zugrunde liegenden Beiträge ja im Rahmen des Buches etwas näher ausführen können – der Rahmen wäre ja gegeben.
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Auf der anderen Seite führt die offensichtliche Vorgabe von 3 Seiten pro Zahl dazu, dass teilweise völlig irrelevante Geschichten in ermüdender Länge besprochen werden, ohne dabei näher auf das Wesen der Zahl einzugehen. Scheinbar nur, um die Seiten auch füllen zu können. Bestes Beispiel hierfür ist die Zahl 31, zu der sicherlich mehr zu sagen gewesen wäre, als auf 2,5 von 3 Seiten Teile der menschlichen Anatomie zu beschreiben und auf den letzten Zeilen noch kurz eine mathematische Besonderheit zu erwähnen.
Es wäre da insgesamt einfach schöner gewesen, wenn weniger auf Vorgaben und mehr auf Inhalte geachtet worden wäre.
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Insgesamt ein sehr interessantes Büchlein, das trotz Schwächen im Aufbau und relativ wenig Text vor allen jeden zu empfehlen ist, die Interesse an Zahlenspielen und Mathematik haben.

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