Wolfgang Hengstmann

 2.7 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Wolfgang Hengstmann

Sommerliebe

Sommerliebe

 (1)
Erschienen am 01.07.2010
Liebeszeichen: Haiku

Liebeszeichen: Haiku

 (1)
Erschienen am 08.08.2013
Unser italienischer Sommer

Unser italienischer Sommer

 (0)
Erschienen am 08.02.2018

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Rezension zu "Liebeszeichen: Haiku" von Wolfgang Hengstmann

Der Schein ist nicht das Sein
hegevor 4 Jahren

Eine Rezension zu diesem "Werk" geht fix, denn die zwölf "Haiku", von denen jeweils drei auf vier Seiten geboten werden, sind in fünf Minuten gegessen und hinterlassen nichts. 

Da gibt es keinen Nachhall oder Nachklang der Texte [sprich: das Haiku-Moment], denn diese zwölf Texte sind lediglich Dreizeiler oder Kurzgedichte [eine andere Bezeichnung verdienen sie nicht].
 
Die Form 5/7/5 (Silben; eigentlich Moren!) allein macht noch lange kein Haiku. 

Ich gebe einen Stern für das gelungene Cover.

Kommentare: 2
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Rezension zu "Sommerliebe" von Wolfgang Hengstmann

Rezension zu "Sommerliebe" von Wolfgang Hengstmann
scrittorevor 8 Jahren

ein kleiner Ausschnitt:
Paola und Bruno waren schon in aller Herrgottsfrühe abgereist und wir anderen saßen um den rustikalen, großen alten Eichenholztisch herum, der mitten in der Küche stand.
„Ich liebe diesen Orangensaft“ schwärmte ich und goss mir ein weiteres Glas davon ein.
„Probier einmal die Salami“ Maria war hellauf begeistert und schob Hannes ein Scheibchen davon in seinen Mund.
„Mögt ihr noch einen Kaffee?“ Benedetta ging mit der Kanne um den Tisch herum und schenkte uns nach. Ich streichelte mit einer Hand Evas Knie während ich mit der Anderen meinen Kaffeebecher heranzog.
Mario kam herein, zog Benedetta an sich und gab ihr einen dicken Kuss auf den Mund. Mit seinem Dreitagebart sah er verwegen aus und war sich seiner Wirkung auf die anwesenden Frauen bewusst.
„Habt ihr gut geschlafen?“ Er zwinkerte uns zu „und seid ihr ausgeruht? Heute laufen wir viel herum. Siena wartet auf uns.“
„Siena ist eine wundervolle Stadt, mehr noch als Florenz. Ihr werdet sehen“ warf Benedetta ein.
„Kein Wunder, dass Benedetta von Siena schwärmt. Schließlich ist sie dort geboren und aufgewachsen.“ Mario lachte und drückte seine Frau an sich.
„Aber die Stadt ist wirklich wunderschön. So macht euch fertig. Bruno kommt in einer knappen Stunde und lädt euch ein.“
Eva stopfte sich noch schnell ein Stückchen der köstlichen Salami in den Mund, dann griff sie nach meiner Hand und wir liefen die Treppe hinauf.
„Was soll ich anziehen?“ Eva stand grübelnd vor dem Schrank und studierte mit gerunzelter Stirn das Angebot.
„Wie wäre es mit den weißen Shorts? Es wird warm werden und du kannst deine schönen Beine zeigen.“
Eva grinste, nickte dann und zog die Shorts heraus. „Was meinst du Peterl, ganz in weiß, oder soll ich die rostfarbene Bluse nehmen?“
„Willst du dich nicht umziehen?“ Lachte sie dann, gab mir einen Klaps auf den Hintern und verschwand in der Dusche.
Ich entschied mich für die schwarzen, dünnen Bermudas und ein schwarzes Shirt mit Gianna Nanninis Konterfei darauf. Wenn wir schon in Siena waren, war es gerade recht.
Ich ging zum Bad, streckte meinen Kopf durch die Tür und sah, dass Eva sich stirnrunzelnd gerade die Lippen nachzog. Die Haare waren kunstvoll zerzaust.
„Finger weg“ Ich zog meine Hand, die ihr über den Kopf streichen sollte schnell wieder zurück.
„Hm, dreh dich mal um Peterl.“ Ich tat ihr den Gefallen und brachte beinahe eine kunstvolle Pirouette zustande.
„Genehmigt. Geh schon mal nach unten, ich bin gleich fertig.“ Eva zwickte mich in den Po und schob mich dann aus dem Bad.
Bruno war mit dem Wagen schon eingetroffen und unterhielt sich angeregt mit seiner Schwester. Das malvenfarbene Seidenkleid stand ihr ausgezeichnet und betonte ihre weibliche Ausstrahlung. Maria sah ebenfalls sehr beeindruckend aus. Sie hatte lindgrüne Bermudas an und trug dazu eine gelbe dünne Bluse. Hannes hatte sich für eine khakifarbene Hose und ein weißes Shirt entschlossen.
Wir hatten uns für das Erlebnis Siena landfein gemacht.
„Habt ihr gewartet?“ Eva grinste und griff nach meiner Hand. Ein wunderbarer Kontrast zwischen ihrer braunen Haut und den weißen Shorts.
„Ich liebe dich“ flüsterte ich meiner Schönen ins Ohr.
Dann stiegen wir ins Auto ein und Bruno fuhr los.
„Mario muss noch ein paar Dinge regeln. Wir treffen ihn dann in Siena.“ Benedetta hatte sich vom Beifahrersitz zu uns herumgedreht. Sie sah sehr glücklich aus.
Nach kurzer Zeit erreichten wir Siena. Bruno lenkte den Wagen die Steigung zur Festung hoch und suchte uns einen schattigen Platz.
„Zuerst schauen wir uns San Domenico an. Ganz im Gegensatz zum Dom lebt sie von ihrer imposanten gotischen Architektur. Innen ist sie sehr beeindruckend.“
Langsam schlenderten wir an der hohen Mauer der Festung entlang und schon lag die Basilika vor uns.
Vom Vorplatz der Kirche bot sich ein beeindruckend schöner Blick auf die Altstadt.
Innen war es angenehm kühl. Die hohe Decke bestand aus Holzbalken, die ein schwach geneigtes Spitzdach bildeten. Wir wanderten durch das Kirchenschiff, bewunderten die Banner, die die einzelnen Stadtbezirke repräsentierten und nahmen mit allen Sinnen die Atmosphäre in uns auf.
„So schaut noch einmal auf Siena hinunter. Ich finde, das ist der schönste Blick auf meine Heimatstadt.“ Benedetta lächelte versonnen.

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