Wolfgang Herles

 3,8 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Die Dirigentin, Bücher, die Geschichte machten und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Wolfgang Herles wurde am 08.05.1950 in Tittling (Niederbayern) geboren und verbrachte seine Kindheit in Lindau am Bodensee. Herles studierte an der Deutschen Journalistenschule in München. Über zehn Jahre arbeitete er als Redaktionsleiter und Moderator für das ZDF-Kulturmagazin »aspekte«. Bis 1991 leitete er das ZDF-Studio in Bonn. Dies musste er nach einer Kritik an Helmut Kohl verlassen. Zu seinen Referenzen lassen sich zahlreiche Porträtfilme, Entwicklung der Sendung »Bonn direkt« heute als »Berlin direkt« bekannt, Moderation diverser Talkshows und Autor verschiedener politischer Sachbücher zählen. Ab Sommer 2011 leitet Herles die neue ZDF-Literatursendung. Seit 1981 ist Wolfgang Herles mit der Journalistin Barbara Lippsmeier verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder.

Neue Bücher

Cover des Buches Poseidons Zorn (ISBN: 9783784438139)

Poseidons Zorn

Erscheint am 22.06.2026 als Gebundenes Buch bei Langen-Müller.

Alle Bücher von Wolfgang Herles

Cover des Buches Die Dirigentin (ISBN: 9783596188437)

Die Dirigentin

(6)
Erschienen am 09.10.2012
Cover des Buches Bücher, die Geschichte machten (ISBN: 9783570133620)

Bücher, die Geschichte machten

(4)
Erschienen am 05.11.2007
Cover des Buches Felsen in der Brandung (ISBN: 9783710901492)

Felsen in der Brandung

(2)
Erschienen am 18.10.2022
Cover des Buches Gemütlich war es nie (ISBN: 9783784437385)

Gemütlich war es nie

(1)
Erschienen am 17.03.2025
Cover des Buches Susanna im Bade (ISBN: 9783100331885)

Susanna im Bade

(1)
Erschienen am 20.02.2014
Cover des Buches Mehr Anarchie, die Herrschaften! (ISBN: 9783784436852)

Mehr Anarchie, die Herrschaften!

(0)
Erschienen am 20.09.2023
Cover des Buches Poseidons Zorn (ISBN: 9783784438139)

Poseidons Zorn

(0)
Erscheint am 22.06.2026

Neue Rezensionen zu Wolfgang Herles

Cover des Buches Gemütlich war es nie (ISBN: 9783784437385)
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Rezension zu "Gemütlich war es nie" von Wolfgang Herles

VolkerM
Die links-grüne Machtergreifung

In seinem Buch blickt Wolfgang Herles (geb. 1950) auf sein Leben als Journalist zurück und schildert die Veränderungen in Medien, Politik und Gesellschaft. Er erzählt von Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Helmut Kohl, Bill Gates und Steve Jobs und reflektiert kritisch über Globalisierung und gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei beschreibt er unter anderem seine Erfahrungen als Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios und seine Rolle als unbequemer Skeptiker, der Themen auch gegen den Mainstream kritisch hinterfragt. Dadurch eckte er häufig bei seinen Vorgesetzten und den von ihm interviewten Personen an, was ihn nicht selten an den Rand eines Rausschmisses brachte. Er war ein Querdenker im alten, positiv besetzten Sinn.

Herles fokussiert weniger auf dem, was ihm in seinem beruflichen Werdegang gelungen ist, als auf dem, was ihm misslang. Seine Kommentare und Schilderungen der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen zeigen, dass es auch früher unruhige Zeiten gab, die Veränderungen heute jedoch eine viel höhere Geschwindigkeit erreicht haben. Besonders gut hat mir seine pointierte Sprache gefallen, wo er deutliche Kritik übt, beispielsweise gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, seinen Kollegen und Vorgesetzten (bis hin zum Intendanten), Politikern oder gesellschaftlichen und politischen Veränderungen. Kritisch sieht er z. B. die Berichterstattung über die Folgen des Mauerfalls, Merkels Migrationspolitik, faktisches Zwangsgendern, die postkoloniale Identitätspolitik, Wokeness, die unübersehbare Cancel Culture sowie die überdetaillierte Geschlechteridentifikation, um nur einige zu nennen.

Der Autor verachtet Haltungsjournalismus jeder Art, womit er Hanns Joachim Friedrichs folgt, der sinngemäß sagte: „Es ist die Pflicht aller Journalisten, sich mit keiner Sache gemein zu machen, auch nicht mit einer guten.“ Über das ZDF urteilt Herles hart, da sich der Sender in Bezug auf die Berichterstattung häufig als „Staatssender“ versteht, kritischer Journalismus dort nicht erwünscht ist. Damit ist die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien hinfällig. Herles zufolge ist es die Aufgabe von Journalisten, die Legitimation des Staates und seiner Amtsträger infrage zu stellen, statt nach deren Mund zu reden. Sein Fazit ist somit auch ernüchternd: „Ich bin ebenso ein Auslaufmodell wie der Bildungsauftrag des Senders.“

Herles ist ein Meister darin, Sachverhalte pointiert auszudrücken. Mir werden viele seiner Aussagen in Erinnerung bleiben: „Ein Staat soll funktionieren, nicht seine Bürger erziehen. Heute regieren Gesinnungstäter. Moral sollte in der Politik niemals Rationalität ersetzen.“ oder „Der Gleichschritt der Medien hat Gleichschaltung nicht nötig. Sie geschieht wie von selbst.“, „Heute käme eine Sendung, die auf grünen Haltungsjournalismus verzichtet, gar nicht mehr ins Programm.“, „Emotionalisieren geht vor Reflektieren, die ‚richtige‘ Haltung zählt mehr als Distanz.“, „Gesellschaftliche Konflikte werden in Deutschland mit Geld erstickt.“ Das ist Deutschlands traurige Wahrheit auf den Punkt gebracht. 

Herles Erinnerungen sind ein scharf gezeichnetes Porträt seiner und unserer Zeit, voller persönlicher Einblicke und politischer Brisanz. Das Buch verbindet persönliche Erinnerungen mit politischen Analysen und bietet einen kritischen Blick auf die deutsche Medienlandschaft. Wer eine Mischung aus Autobiografie und scharfem gesellschaftlichen Kommentar sucht, wird hier fündig.

Cover des Buches Felsen in der Brandung (ISBN: 9783710901492)
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Rezension zu "Felsen in der Brandung" von Wolfgang Herles

annlu
interessante Familiengeschichte

Die Familie Braunfels-Hildebrand hat über fünf Generationen bedeutende Künstler hervorgebracht. Bisher gibt es nur Monografien und Biografien über jeden einzelnen von ihnen. Es eint sie aber nicht nur die gemeinsame Familie, sondern auch Werte wie Schönheit und Trotz. Nicht wenige von ihnen stellen sich gegen den Zeitgeist – selbst wenn es für sie zum Nachteil ist. Der Mut zur Unabhängigkeit und Eigensinn, aber auch das Schönheitsempfinden der Künstler zieht sich durch die Generationen und bildet den roten Faden in dieser Familiengeschichte. 


Das Buch ist nicht die erste Familienbiografie, die ich lese. Mich fasziniert, wie einzelne Mitglieder sich beeinflussen – oft im positiven Sinn, mitunter auch im negativen Sinn. Hier startet die Geschichte mit zwei Unternehmern, die Söhne der Achtundvierziger sind. Einer von ihnen legt den Grundstein für seinen Sohn, den Bildhauer Adolf von Hildebrand. Dessen Tochter heiratet Walter Braunfels – sodass die Verbindung der beiden Familien hergestellt wird. Sowohl sie selbst – und ihre Ambitionen als Musikerin – wie auch Walter, der sich als Komponist gegen das Naziregime stellt, werden beschrieben. Die nächsten in der Reihe der Biografien sind der Philosoph Dietrich von Hildebrand, der Pianist Michael Braunfels, der Kunsthistoriker Wolfgang von Braunfels. Den Abschluss macht der Architekt Stephan Braunfels. 


Die Familiengeschichte wird in ganz unterschiedlicher Manier erzählt. Wenn es um die Kunst geht wirkt der Stil schon fast ausschweifend. Mit lobenden Adjektiven wird um sich geworfen – nur um dann in einen sehr sachlichen Stil zu verfallen, wenn es darum geht, das Leben und den Werdegang der Familienmitglieder zu beschreiben. Nicht immer hat mir das das Lesen einfach gemacht. Und dennoch war ich von der Familiengeschichte fasziniert und habe eine Biografie nach der anderen gelesen. Besonders interessant fand ich es immer dann, wenn sich der Betreffende gegen den Zeitgeist gestellt hat und eben nicht einfach nachgegeben hat – obwohl das öfters sein Leben leichter gemacht hätte. 


Fazit: Hier wird eine Familie beleuchtet, die viele herausragende Persönlichkeiten hervorgebracht hat. 


Cover des Buches Felsen in der Brandung (ISBN: 9783710901492)
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Rezension zu "Felsen in der Brandung" von Wolfgang Herles

HEIDIZ
Die Braunfels-Hildebrands


Ein Buch über fünf Generationen - so könnte man es nennen, diese Geschichte einer Künstlerfamilie. Es geht um die Brandfelds-Hildebrands, die über fünf Generationen bedeutende Künstler hervor gebracht hat. Sie sind angesiedelt in der Literatur, Architektur, Musik und Kunst. Ihnen sind die Ideale der Schönheit wichtig. Außerdem lassen und ließen sie sich nicht vom Zeitgeist beugen. Das Leben dieser Menschen und ihr Werk wird lebendig und informativ dargestellt. Sachbuch und doch nicht trocken geschrieben, hier hat der Autor einen sehr guten Spagat geschafft. Gefällt mir vom Lesen sehr gut und ist extrem informativ in jeder Hinsicht, bezüglich der einzelnen Biografien und im Zusammenhang gesehen auf die Künste bezogen.
Einführend gibt es doppelseitig im inneren Umschlag einen Stammbaum der Familie. So hat man schon einmal eine gute Einführung, die auch während des Lesens hilft, um den Überblick nicht zu verlieren. Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen. Das Buch ist in 8 Kapitel gegliedert. Abschließend gibt es ein Fazit mit dem Titel "Das Schöne und der Trotz" - Das Buch ist mit schwarz-weiß-Fotografien versehen. Ich fand es extrem lesenswert und vor allem inhaltlich hochwertig. Ich bin vom Buch zu 100 Prozent überzeugt. 


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Zusätzliche Informationen

Wolfgang Herles wurde am 08. Mai 1950 in Tittling (Deutschland) geboren.

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