Wolfgang Herrndorf

 4 Sterne bei 3.245 Bewertungen
Autor von Tschick - Das Buch zum Film, Sand und weiteren Büchern.
Wolfgang Herrndorf

Lebenslauf von Wolfgang Herrndorf

Er hinterlässt der Welt einen literarischen Schatz: Der deutsche Schriftsteller, Maler und Illustrator Wolfgang Herrndorf wurde am 12.06.1965 in Hamburg geboren und lebte später in Berlin. Nach langer Krankheit verstarb der Autor am 26. August 2013 in Berlin. Er studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, arbeitete anschließend unter anderem als Illustrator für den schweizer Haffmanns Verlag und die Zeitschrift Titanic. Im Jahr 2002 erschien sein Debütroman "In Plüschgewittern", auch malte er die Cover zu Frank Schulz' "Hagener Trilogie" und wurde außerdem als Mitarbeiter bei der Zentralen Intelligenz Agentur um Sascha Lobo geführt. Er nahm 2004 am Ingeborg-Bachmann-Preis teil, wo er mit dem "Kelag-Publikumspreis" ausgezeichnet wurde, 2008 erhielt er den neugestifteten und erstmals vergebenen Deutschen Erzählerpreis. Im September 2010 veröffentlichte Herrndorf nach einer Hirntumor-OP sein Tagebuch. Nachdem bereits "Tschick" für den Preis der Leipziger Buchmesse 2011 nominiert gewesen war, erhielt Herrndorf diesen Preis schließlich 2012 für seinen aktuellen Roman "Sand". "Sand" schaffte ebenfalls den Sprung auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2012. Post mortem erschien mit "Arbeit und Struktur" im Dezember 2013 sein berühmter Blog in Buchform, der eine Biografie seiner letzten Lebensjahre darstellt und die Krebserkrankung eingehend schildert. Ebenfalls post mortem erschien im Herbst 2014 sein unvollendeter Roman "Bilder deiner großen Liebe". 2018 wurden in dem Band "Stimmen" mehrere Texte aus dem Nachlass Herrndorfs veröffentlicht.

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Werke

Erscheint am 27.02.2019 als Hörbuch bei Argon.

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Tschick - Das Buch zum Film

Tschick - Das Buch zum Film

 (2.567)
Erschienen am 26.08.2016
Arbeit und Struktur

Arbeit und Struktur

 (119)
Erschienen am 27.03.2015
Sand

Sand

 (141)
Erschienen am 02.05.2013
Bilder deiner großen Liebe

Bilder deiner großen Liebe

 (125)
Erschienen am 27.11.2015
In Plüschgewittern

In Plüschgewittern

 (139)
Erschienen am 01.03.2012
Diesseits des Van-Allen-Gürtels

Diesseits des Van-Allen-Gürtels

 (32)
Erschienen am 02.02.2009
Die Rosenbaum-Doktrin

Die Rosenbaum-Doktrin

 (12)
Erschienen am 22.04.2017
Stimmen

Stimmen

 (7)
Erschienen am 25.09.2018

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Neue Rezensionen zu Wolfgang Herrndorf

Neu
J

Rezension zu "Tschick - Das Buch zum Film" von Wolfgang Herrndorf

Tschick - Wolfgang Herrndorf
jana0511vor 11 Tagen

Spannende Geschichte und guter Schreibstil. 

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Rezension zu "Tschick" von Wolfgang Herrndorf

Achtsamkeit mit Tschick
FrauSchafskivor 21 Tagen

Das ist eines dieser Bücher, bei dem man sich nach der Lektüre fragt, warum zum Henker es so lange auf dem SuB rumgedümpelt ist, denn es ist absolut lesenswert. „Tschick“ ist ein abgefahrener und urkomischer Roadtrip durch ein Deutschland, das wie das absolute Niemandsland anmutet. Was kein Wunder ist, immerhin ist das Ziel der beiden Protagonisten die Walachei. Seine Bewohner sind verschroben, eigensinnig und manchmal engstirnig, aber immer hilfsbereit. Warum Mike und Tschick diesen Trip machen, ist einfach zu erklären: Weil sie es können! Und so werden die beiden Sinnbild des Ausbruchs aus einer Gesellschaft, die so sehr an Regeln, Vorgaben, Termin- und Zeitplänen orientiert ist, dass sie vergessen habt, etwas einfach zu tun.

 

Vor dem Hintergrund des Achtsamkeitshype, der in den vergangenen Jahren insbesondere über die Sozialen Medien in aller Munde ist, ist dieser Roman eine wunderbare Leseempfehlung: Achtsamkeit mit Mike und Tschick. Denn blendet man die Tatsache aus, dass die beiden gegen diverse Gesetze verstoßen und einigen Mist veranstalten, kann man vor allem eines beobachten: Wie sehr sie im Moment leben und dies genießen, ohne dass es überhaupt infrage gestellt wird. Ohne Plan, ohne Karte loszufahren erfordert Mut, aber darüber machen sich die Jungs keine Gedanken. Sie fahren einfach los, schlafen und essen, wie und wann es gerade passt, lösen Probleme erst, wenn sie auftreten, mit einer Ruhe und einem Einfallsreichtum, der seinesgleichen sucht. Davon können wir lernen - einfach mal loslassen und alles auf sich zukommen lassen, den Moment leben und genießen, wie er gerade ist.

 

Fazit: Mein Lesehighlight zum Jahresabschluss und ich habe hier nur eine Facette des Romans hervorgehoben, denn da ist noch so viel mehr zu finden. Ganz nebenbei ist er auch noch urkomisch und irgendwie herzerwärmend. Ohne Zweifel 5 Sterne.

 

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Rezension zu "Stimmen" von Wolfgang Herrndorf

Starke Lyrik
NeriFeevor einem Monat

Im Jahr 2013 starb der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf mit nur achtundvierzig Jahren. Seine größten Werke haben Marcus Gärtner und Cornelius Reiber nun herausegeben und ihm zu Ehren im Herbst 2018 über den Rowohlt-Verlag veröffentlicht. Der Sammelband Stimmen- Texte die bleiben sollten beinhaltet ausgewählte und bedeutsame Geschichten des verstorbenen Autoren. Vor seinem Tod hat Herrndorf ihm ungenügende Texte vernichtet. Die im Buch befindlichen nicht, weshalb davon auszugehen ist, dass diese seinen Ansprüchen genügt haben.

Stimmen – Texte die bleiben sollten, ist eine bunte Mischung aus autofiktionalen Rückblicken des Autoren in Kindheit und Jugend. Wolfgang Herrndorf war neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller auch als Maler tätig. In seinen Texten werden sein Sinn für Witz und seine authentische Darstellung von den Gedanken, Überforderungen, Wünschen und Gefühlen eines Jugendlichen deutlich. Häufig scheint er von sich selbst als jungem Mann zu erzählen. Grundsätzlich glaubt man beim Lesen oft, Herrndorf selbst zu begegnen.

Ich habe hier und da Erzählungen von Wolfgang Herrndorf in Zeitungen gelesen, die Texte von ihm einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machten. Spätestens seit seinem Erfolg mit dem Roman Tschick ist seine Person in der Literaturszene weitläufig bekannt. Die Sprache ist oft lyrisch, in gereimter Form gehalten und behandelt inhaltlich neben der Jugend auch die Phase der schweren und unheilbaren Krankheit Herrndorfs, weswegen sich dieser 2013 das Leben nahm. Sentimental, mal tiefsinnig und melancholich berühren die Texte seine Leser. Ich habe etwas schwer in seine Art zu schreiben hineingefunden, mich aber dann doch mit dieser anfreunden können.

Im Gegensatz zu vielen anderen Literaturbegeisterten habe ich Tschick bisher nicht gelesen und mich bei Herrndorfs Werken direkt diesem Erzählband gewidmet und wurde nicht enttäuscht. Die Texte haben eine angenehme Länge, driften nicht in Nebensächlichkeiten ab und und sind eine beeindruckende Erinnerung an Herrndorfs Schreibkunst.


Ich danke dem Rowohlt-Verlag.

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Gespräche aus der Community

Neu
Aus meiner eigenen Sammlung möchte ich hier das Buch Tschick von Wolfgang Herrndorf verlosen. 

Ich finde es ist ein tolles Buch, das ich gerne an interessierte Leser weitergeben möchte :) 

Bei mehreren Interessenten los ich aus. 
B
Letzter Beitrag von  Buchliebhaberinvor 3 Jahren
Hallo! Danke und gern geschehen! Liebe Grüße Buchliebhaberin
Zur Buchverlosung

«Auch in fünfzig Jahren wird dies noch ein Roman sein, den wir lesen wollen. Aber besser, man fängt gleich damit an.»

Dieses Buch ist mir schon viele Male begegnet und trotzdem hat sich nie die Gelegenheit ergeben, dass ich es gelesen habe. Nachdem die Woche die Todesnachricht von Wolfgang Herrndorf bekannt wurde, habe ich den ganzen Abend in seinem Blog gelesen und beschlossen, dass es jetzt endlich an der Zeit ist, sein wohl bekanntestes Buch "Tschick" zu lesen. Da ich mit diesem Gedanken nicht allein war, haben wir uns dazu entschlossen, eine Leserunde zu eröffnen. Es sind alle herzlich eingeladen, die das Buch lesen wollen oder es auch schon gelesen haben oder es nochmal lesen mögen!

Zum Inhalt des Buches:
Zwei Jungs. Ein geknackter Lada. Eine Reise voller Umwege durch ein unbekanntes Deutschland.
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine unvergessliche Reise ohne Karte und Kompass durch die sommer- glühende deutsche Provinz. Leseprobe


Der Autor Wolfgang Herrndorf: 
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels» und 2010 der Roman «Tschick», der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte. Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2011), dem Hans-Fallada-Preis und dem Leipziger Buchpreis (2012) ausgezeichnet. Wolfgang Herrndorf starb am 26. August 2013.

Der Blog von Wolfgang Herrndorf
Zur Leserunde
Da sehr viele Interesse an einer Leserunde und am Austausch über das Buch "Tschick" bekundet hatten, starte ich hier mal direkt eine Runde. Jeder, der das Buch schon kennt oder noch kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen sich zu beteiligen. Es lohnt sich wirklich dieses Buch zu entdecken! Hier noch die Inhaltsbeschreibung: "Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. ‹Ah›, sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. ‹Macht das Spaß?›" Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn. Los geht's :-)
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Wolfgang Herrndorf wurde am 12. Juni 1965 in Hamburg (Deutschland) geboren.

Wolfgang Herrndorf im Netz:

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