Wolfgang Herrndorf Sand

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Inhaltsangabe zu „Sand“ von Wolfgang Herrndorf

'Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goss den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen.'

Spannend! Gerade die Identitätskonstruktion ist wirklich super gemacht!

— Jennifer081991

Traumhaft!

— KerstinHerzog

Da treffen sich Genie und Wahnsinn!

— Ann_E_Hacker

Noch nie hat mir ein Buch, das ich nicht verstanden habe, so unglaublich gut gefallen. Und wie immer bei Herrndorf: sprachlich erste Sahne!

— imsprachgewand

Inhaltlich gefällt mir die Geschichte irgendwie gar nicht, viel zu verwirrend..

— katha_strophe

Sprachlich intelligent. Aber sehr hektisch und verworren. Konnte nicht mein Freund werden, abgesehen von einigen Gedanken.

— AnMich_09

Strange durch und durch, aber irgendwie auch ganz cool

— Bibliomania

Was für eine Geschichte!! Bin sprachlos. Unbedingt empfehlenswert.

— Hallorin

Wahnsinnig rasante Geschichte - abstrus und spannend zugleich

— hurenkind

Atemlos erzählt, genial verstrickt. Ein Meisterwerk!

— loveisfriendship

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    Sand

    Jennifer081991

    13. August 2017 um 15:21

    1972. Eine Wüste in Nordafrika. Ein mysteriöser Mehrfachmord in einer Kommune, ein Verdächtiger, ein Polizist. Dann der Sandsturm: Der Protagonist erwacht in einer alten Schnapsbrennerei. Er wird verfolgt von mehreren Kriminellen, sie wollen eine Mine, deren Aufenthaltsort nur er kennt. Er flieht in die Wüste, vergräbt sich im Sand und entkommt. Nach dem Schildchen in seinem Hemd nennt er sich Carl. Carl hat ein Problem: Er weiß nicht, wer er ist. Er weiß nicht, was er getan hat. Er weiß nicht, warum er gejagt wird. Er weiß nur; er muss herausfinden, wer er ist. Schnellstmöglich! An einer Tankstelle trifft er auf die geheimnisvolle Helen. Helen, die als schön, aber dumm eingeführt wird und die dennoch so viel tiefschichtiger ist alszunächst vermutet. Sie nimmt ihn mit und will ihm helfen, seine Erinnerungen wiederzuerlangen. Der hübschen Kosmetik-Vertreterin aus Amerika wird er ja wohl unbedacht trauen können? "Anspielungen, in dem Buch sind Anspielungen", dachte ich, "ich will sofort mein Geld zurück." Sand, Viertes Buch: Die Oase, Kap. 38, vorangestelltes Zitat Herrndorf schreibt wirklich unglaublich komplex. Fäden werden miteinander verknüpft, kaum ein loses Ende bleibt offen und bereits auf den ersten paar Seiten wird das Ende vorweggenommen. Dabei werden große wie kleine Dinge, Figuren, Handlungen miteinander verknüpft. Nach und nach entsteht ein vielschichtiges Gewebe, dessen Auflösung nach und nach erfolgt. Doch sind die Zeichen zur Auflösung so simpel und zugleich so gut versteckt, das wohl viele sie beim ersten Lesen schlicht überlesen. Die Amnesie des Protagonisten, der Sandsturm, der alle Erinnerungen an das zuvor Geschilderte tilgt, scheint sich auch auf den Leser auszuwirken. Vollständige Rezension auf www.leseninleipzigblog.wordpress.com

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  • Wie durch einen Sandsturm

    Sand

    Neil Jung

    15. October 2016 um 21:24

    Eine Art Krimi aus der nordafrikanischen Wüste - aber alles andere als gradlinig. Gemeinsam mit der Hauptfigur Carl, die ihr Gedächtnis und so ihre Identität verloren hat, taumeln wir desorientiert von einem Tiefschlag zum nächsten, ohne je eine Ahnung zu haben, worum es eigentlich geht. Originell, hart, aber zum Glück auch mit Humor.

  • Traurige und bewegende Geschichte

    Sand

    EmmaZecka

    29. March 2016 um 18:25

    In der Schule haben wir Wolfgang Herrndorfs berühmten Roman "tschick" gelesen. Von den Deutschlehrern, bis hin zu den Literaturkritikern schwärmten alle von diesem Buch. Ich fand die Geschichte nett, war aber nicht so begeistert. (Allerdings war "tschick" das einzige Buch, dass slebst von meinen nicht literaturbegeisterten Klassenkameraden gelesen wurde).Im Buchladen stach mir dann das Cover von "Sand" ins Auge. Es ist eine Wüste darauf zu sehen Der Sand wird von der grellen Sonne beleuchtet. Es steht keine Wolke am Himmel. Der Einband sprach mich an und machte trotz des grellen Flairs einen traurigen Eindruck auf mich. Kurzerhand hatte ich den Klappentext gelesen und war von der Geschichte angetan. (Allerdings brauchte es trotzdem zwei weitere Male und einen Thalia Gutschein, bis ich mir das Buch zulegte).Auf den ersten Seiten von "Sand" wird der Leser gleich in verschiedene Handlungsstränge eingeführt. Lange war ich mir nicht sicher, welcher der verschiedene Charaktere jetzt der wesentliche, der Protagonist der Geschichte war. Doch schließlich kristallisierte sich folgende Rahmenhandlung heraus:Ein Mann kommt mit einer Platzwunde am Kopf und einem Spielzeuggewehr auf den Rücken geschnallt, in einer Scheune zu sich und kann sich nicht daran erinnern, wer er ist, oder wie er in diese Scheune gekommen ist. Er trifft schließlich eine Frau, die ihn bei sich aufnimmt und ihm den provisorischen Namen Carl verpasst.Carl ist auf der Suche nach seiner Identität und entdeckt dabei erstaunliche Dinge: Schnell wird er von seiner Vergangenheit wieder eingeholt.Als der Handlungsstrang rund um Carl und dessen Gedächtnisverlust eingeführt wird, beginnen sich die Stränge miteinander zu verknoten. Nach und nach wurde mir klar, wer mit wem in welcher Verbindung steht. Allerdings hatte ich keine Ahnung wer Carl wirklich war, obwohl so viele Personen eingeführt wurden.In diesem Roman gab es mir teilweise zu viele Handlungsstränge. Ab und an verlor ich den Überblick und fragte mich dann ob bereits alle Personen miteinander "vernetzt" waren. Hervorragend gelöst fand ich die Geschichte um Carls Identität. Erst auf den letzten Seiten des Romans wurde mir klar, wer er wirklich war und alles schien einen traurigen Sinn zu ergeben.Die Charaktere waren sehr gut dargestellt. Von ängstlichen, nervösen Persönlichkeiten, über drogensüchtige Mädchen, bis hin zu selbstverliebten Menschen war in diesem Buch alles vertreten. Allerdings konnte ich manche Reaktionen von Carl nicht ganz nachvollziehen. An manchen Stellen machte er Fehler, die fatale Folgen für die Geschichte haben. (Ich habe wirklich mit ihm gelitten).Der größte Teil des Romanes ist in indirekter Rede geschrieben. Einerseits ist dieses Stilmittel gut gelungen, weil die wesentlichen Informationen so nicht in den Dialogen auftauchen, andererseits fand ich den Schreibstil an der ein oder anderen Stelle auch ermüdend. Daher habe ich die Altersbegrenzung festgelegt.Sehr bewegt hat mich nicht nur das traurige Ende der Geschichte, sondern auch der Selbstmord des Autors. Ich hatte das Gefühl, dass es Parallelen zwischen Carl und Herrndorf gibt. Der eine möchte seinem Schicksal entkommen, weil er weiß, was ihm blüht, der andere gerät immer tiefer in einen Sumpf von Gewalt und Intrigen, weil er eben auf unglückliche Weise der Unwissende ist. Keiner von beiden schafft es, seinem Schicksal zu entkommen, egal wie gut oder schlecht die Chancen stehen.Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, "Sand" zu lesen. Während man bei "tschick" in die Welt eines Jugendlichen eintaucht, konnte ich mich hier davon überzeugen, dass Herrndorf sich sehr wohl darauf versteht spannende Geschichten zu spinnen und sie miteinander zu verknüpfen. In dem Fall hat es meine Erwartungen erfüllt. Vielleicht findet das Buch ja den Weg in den ein oder anderen Deutsch LK.

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  • Was in der Wüste alles passieren kann

    Sand

    Bibliomania

    31. July 2015 um 22:13

    Ein Mann sucht seine eigene Identität. Er trifft auf eine blonde Amerikanerin, die ihm scheinbar helfen will herauszufinden, wer er wirklich ist. Immer wieder entdeckt er Hinweise, bekommt es aber nicht heraus.  Er erwacht nach einem Schlag auf den Kopf auf einem Dachboden in der Wüste. Ohne Orientierung läuft er durch Dünen voller Sand und kommt an einer Tankstelle vorbei. Immer wieder trifft er gefährliche Menschen. Menschen, die scheinbar alle genau wissen, wer er ist, nur er selbst weiß es nicht. So jagt das Buch hinter einer Identität her, die es vielleicht gar nicht gibt und am Ende bleibt der Leser dennoch ein wenig ratlos zurück. Ein absolut verrücktes Buch!

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    Sand

    LeonoraVonToffiefee

    Sahara 1972: Ein Mann wacht benommen in einer einsamen Scheune, irgendwo in der Wüste, auf, nachdem man ihm einen Schlag auf den Kopf verpasst hat. Er kann sich an nichts mehr erinnern, auch nicht an seinen eigenen Namen. Wenig später wird er von der platinblonden Amerikanerin Helen Gliese aufgelesen. Sie nimmt ihn mit in ihr Bungalow, das sie für einige Tage in der nahe gelegenen Hafenstadt Targat gemietet hat. Sie versuchen zusammen das Geheimnis seiner Identität und seines Gedächnisverlusts zu lösen. Dabei passieren ein Haufen merkwürdiger und absurder Dinge, die nicht selten gewaltsam für den Mann ohne Namen enden. Gleichzeitig werden in einer Kommune vier Menschen erschossen und ein Geldkoffer gestohlen. Der Täter streitet alles ab, und die Kommissare stehen vor mehreren Rätseln. Ein Mann wird tot aufgefunden und von den Bewohnern der Stadt nach kurzem Interesse vergessen. Ein alter Mann vermisst seine beiden Söhne. Absonderlichkeiten und Skurillitäten reihen sich aneinander. Es gibt viele Wendungen und Irrungen, die sich zwar auch aufklären, aber den Leser zwischendurch sehr verwirren können und an Absurdität kaum zu übertreffen sind. Immer wieder fragt man sich, wie die vielen einzelnen Handlungsstränge, die scheinbar zusammenhangslos zusammengewürfelt sind, zueinander passen und was eigentlich hinter all dem Wirrwarr steckt. Die Charaktere sind genauso abgedreht wie die Geschichte und die Handlungen selbst. Besonders der Mann ohne Gedächnis - im weiteren Verlauf wird ihm der Name Carl gegeben - gerät in einen riesigen Komplott hinein und erlebt viele gefährliche, abenteuerliche und besonders total bescheuerte Dinge, ohne dass er das Geschehen selbst steuern oder ansatzweise beeinflussen kann. Auch die Amerikanerin Helen wirkt anfangs sehr klischeehaft, doch verbirgt sich weitaus mehr hinter ihrer Fassade. Es ist eine wunderbare Reise in die Vergangenheit, die vor Ironie, Witz und Skurilität nur so sprüht. Man wird immer tiefer in den Bann der Figuren und ihrer Schicksale gezogen, dass man irgendwann nicht mehr aufhören kann zu lesen. Mit jeder Seite erscheint die Geschichte verworrener, unglaubwürdiger und bescheuerter, doch man kann nicht aufhören, denn sie ist auch ungeheuer komisch und fesselnd. Zu der einzigartigen Handlung kommt auch noch der wunderbar unkonventionelle, leicht ironische und unbeschwerte Schreibstil, der mich auch schon bei seinem Buch "Tschick" so begeistert hat. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Der Anfang ist zugegeben nicht ganz einfach und ich hatte mit den ersten Seiten meine Probleme, weil man die verschiedenen Handlungen und Personen nur schwer in einen Zusammenhang bringen kann und alles sehr absurd wirk. Doch wenn man sich in das Buch "eingelesen" hat ist es wunderbar. Ich musste immer wieder sehr lachen und staunen über die verrückten Einfälle des Autors. Man wird mit "Sand" auf eine abenteuerliche Reise mitgenommen, die man nicht so schnell wieder vergisst. Wer sein Buch "Tschick" gelesen hat und es genauso liebt wie ich (also sehr!), sollte dieses auch auf jeden Fall lesen, denn es ebenfalls genial. Lasst euch verzaubern und genießt es!

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  • Die Antworten im Sand verborgen

    Sand

    loveisfriendship

    27. July 2014 um 14:42

    Die Antworten im Sand verborgen Sand handelt von der Suche eines Mannes nach seiner Identität und handelt noch von so viel mehr. Während in München Palästinenser des „Schwarzen September“ das olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbelichteter Kommissar versucht sich an der Aufklärung des Falles. Ein verwirrter Atomspion, eine platinblonde Amerikanerin, ein Mann ohne Gedächtnis – Nordafrika 1972. Wie meine Überschrift schon erahnen lässt, ist die Geschichte nicht leicht zu durchschauen – aber sie ist zu durchschauen. Die Handlung fordert eine gewisse Aufmerksamkeit und Genauigkeit beim Lesen, da der Autor nicht erklärt „Das ist jetzt so und so“, sondern der Leser die einzelnen Hinweise selbst zusammenfügen und kombinieren muss. Alle Antworten sind vorhanden. Also nicht verzweifeln, wenn einem die Geschichte während des Lesens undurchsichtig, unübersichtlich, wirr und verwirrend vorkommt – sondern möglicherweise einige Passagen erneut und konzentriert lesen. Weiterhin schreibt Wolfgang Herrndorf genial. Er hat ein Gespür für Wendungen und Pointen. Sein Erzähltalent ist enorm und er hat mit Sand eine hervorragende Mischung geschaffen – skurril, intelligent geschrieben, tragikomisch – aber auch bitterböse. Besonders am Ende ist das Buch heftig, drastisch und brutal, weshalb ich es nicht uneingeschränkt empfehlen würde, denn wer Tschick mag, mag nicht automatisch diesen Roman. Sand handelt neben der Bosheit der Menschen auch von der Dummheit dieser. Diverse Verwirrungen, Missverständnisse, Verwechslungen und Fehleinschätzungen der agierenden Personen treiben diesen turbulenten Roman voran. Fazit: Sand ist ein Meisterwerk – atemlos erzählt, genial verstrickt. Wolfgang Herrndorf hat mich nach Tschick erneut überzeugt und hat gezeigt, dass er in den unterschiedlichsten Genres – Jugendbuch, Road-Movie, Agententhriller und Abenteuerroman – mehr als nur bewandert ist.

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  • eBook Kommentar zu Sand von Wolfgang Herrndorf

    Sand

    Carlos L. Vogt

    via eBook 'Sand'

    Ein schwieriger Roman. Alles, was uns während des Lesens der verworren und in etliche Nebenhandlungen ausufernden Geschichte als so schwer nachvollziehbar erscheint, fügt sich am Ende zu einem stimmigen Ganzen, indem es das nicht tut. Das ist gleichzeitig die große Stärke des Romans, dass seine originelle Erzählweise sich zu keinem Zeitpunkt untreu wird, um zugunsten einer das Publikum befriedigenden Logik zu verflachen und es dem Autor trotzdem gelingt, Spannung aufzubauen. Der Leser begibt sich mit dem vermeintlichen Protagonisten auf die Suche nach dessen Identität, um, nachdem er sich ihr endlich angenähert hat, zu erfahren wie sinnlos letztlich die Suche danach war. Das kann zunächst verstörend wirken, ist aber nach längerer Betrachtung wunderbar anregend und schließlich durchaus beruhigend. Ein Meisterwerk!

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    • 3
  • Sound and Fury

    Sand

    paroles

    26. February 2014 um 19:46

    Ich habe das Buch auch mit ambivalenten Gefühlen gelesen: Einerseits der Sog, der durch die verrätselnde Konstruktion entsteht, das sich mit Fortschreiten der Erzählung immer dichter knüpfende Netz von Bezügen, die Kommentarfunktion der Überschriften und Zitate, das Verstehen von rückwärts. Großartig. Andererseits Kälte, Menschenverachtung, Gewalt in postkolonialen Gesellschaften und in den Beziehungen zwischen den Protagonisten, Ausgeliefertsein an den Zufall, Verweigerung von Identifikation und Rettung - für mich oft schwer auszuhalten. Aber wahnsinnig gut geschrieben und konstruiert, nicht zuletzt das Burleske, Slapstickhafte. Viel genauer und treffender hat das Michael Maar in seinem Text "'Er hat's mir gestanden' - Überlegungen zu WHs Sand" in der Zeitschrift 'Merkur' analysiert. Empfehle ich allen, die keinen Zugang zum Roman gefunden haben. http://www.merkur-blog.de/2013/08/zum-tod-von-wolfgang-herrndorf/

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  • Rezension zu "Sand" von Wolfgang Herrndorf

    Sand

    chulabohne

    01. October 2013 um 12:42

    Ich weiß nicht genau, was ich von dem Buch halten soll. Am Anfang hat es mich eher gelangweilt, ab dem "2. Buch" wurde es dann richtig gut und spannend und am Ende saß ich da, mit dem Gedanken "Aha?". Ich habe das Gefühl, die Botschaft dieses Buches ist keine und dass das genau die Absicht des Buches war, das zu vermitteln. Das hört sich verwirrend an, aber jetzt nach dem Tod von Wolfgang Herrndorf kann ich nicht aufhören zu denken, dass das Buch und die Botschaft dahinter ein Teil des Autors ist und seine Krankheit widerspiegelt/e. Das ist kein "einfacher" Roman zu lesen, man muss viel mitdenken, zurückblättern, Theorien aufstellen. Denn "Carl", die Hauptperson des Romans, hat ihr Gedächtnis verloren. Wer ist "Carl" wirklich? Wer aufmerksam liest, wird es erfahren. Es gibt viele komische Zufälle in diesem Buch, die es aber wirklich lesenswert machen. Wer hier aber was locker-flockig-lustiges wie "tschick" sucht, ist fehl am Platz. "Sand" ist ganz, ganz anders.

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  • Der Sand der Sahara

    Sand

    Leseratte87

    26. May 2013 um 14:40

    Nordafrika, 1972. Wir befinden uns in der Sahara, genauer in einer kleinen Oase namens Targat. Dort tummeln sich einige mysteriöse Charaktere, wie Polidorio, der sich als Polizist von Frankreich in die Oase versetzen lies und diese Entscheidung seitdem bereut. Der sich während der "Nacht der Akten" einen sinnfreien Ausweis ausstellte, der ihn als Mitglied des Tugendkommitees identifizierte. Oder Edgar Fowler III und Jean Bekurtz, die an diesem Ort eine Komune gründen, die sich selbst finanzieren soll. Und dann ist da noch Helen, die gutaussehnde Amerikanerin, die sich als Kosmetikvertreterin ausgibt, die aber viel mehr zu sein scheint. Und mittendrin Carl, der eines Tages ohne Erinnerung in einer Scheune erwacht, verfolgt wird, und seitdem mehr über seine Identität herauszufinden sucht. Und dazwischen jede Menge mehr seltsame, zum Teil skurile Personen. Der Roman besteht aus fünf Büchern. Im ersten werden die Charaktere vorgestellt. Und schon da saß ich mitunter da und überlegt mir, was das alles soll. Man weiß noch so überhaupt nicht, wohin Herrndorf mit all dem will. Und auch später fragte ich mich das immer wieder. Trotzdem zog das Buch mich in seinen Bann, weil es einfach unglaublich gut erzählt ist. Man fiebert mit Carl mit und ist erpicht darauf zu erfahren, was es nun mit ihm auf sich hat und warum er in der Wüste ist. Mitunter sind die Geschehnisse so seltsam und skuril, das man einfach nur lachen kann. Wer sich darauf einlässt, erwartet eine unterhaltsame Lektüre bis zur letzten Seite. 

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  • Rezension zu "Sand" von Wolfgang Herrndorf

    Sand

    Dubhe

    12. January 2013 um 21:33

    Dieses Buch soll neben "Tschick", einem anderen Buch des Autors, die neue Literatur sein, so heißt es. Doch meine Zustimmung hat dieses "Gerücht" nicht, denn schon Tschick hat mir nicht gefallen und dieses Buch gefällt mir noch weniger. Denn allein schon der Stil des Autors ist etwas primitiv, zusammen mit seiner Idee. Wahrscheinlich wollte er einfach auf den Hype aufspringen, der geherrscht hat, als er begonnen hatte, das Buch zu schreiben. Doch mittlerweile ist dieser Hype schon längst vergangen und nicht sehr modern, was eigentlich nicht viel ausmachen würde, wäre das Buch besser. Und ehrlich gesagt finde ich, dass es einfach nur ein billiger Abklatsch mehrerer verschiedener Bücher ist, die mal modern und beliebt waren. Oder einfach beliebter Geschichten, sei es aus dem Filmbusiness oder anderen Branchen der Unterhaltungsindustrie. Ich hätte die Finger von diesem Buch lassen sollen, schon allein, weil mir Tschick schon nicht gefallen hat. Nun habe ich ein Buch mehr in meiner Leseliste, das mir überhaupt nicht gefallen hat. Es gibt genau zwei verschiedene Seiten, entweder man mag das Buch, oder man mag es eben nicht. Dazwischen gibt es eigentlicht fast keinen Spielraum.

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  • Rezension zu "Sand" von Wolfgang Herrndorf

    Sand

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. August 2012 um 14:59

    Der Roman "Sand" von Wolfgang Herrndorf steht seit ein paar Tagen auf der Long List für den Deutschen Buchpreis 2012. Mit "Tschick" gelang Herrndorf vor ein paar Jahren ein absoluter Volltreffer: ein überaus witziges Jugend-Road-Movie mit kuriosen Aussenseiter-Gestalten. Entsprechend gespannt war ich auf sein neuestes Werk. "Sand" ist ein Buch ganz anderer Art und man tut sich schwer damit, es in eine Schublade zu packen: am ehesten ein Thriller, gewürzt mit politischen Motiven und zwielichtigen Akteuren. Herrndorf legt dem Leser Fäden in die Hand - vielschichtige - die lange Zeit nicht zusammen passen wollen. Da ist zum einen ein Massaker an vier Bewohnern einer Hippie-Kommune in der nordafrikanischen Wüste Anfang der 70er Jahre. Aufklären sollen dies zwei wenig motivierte Kommissare, die eigentlich selbst nicht wissen, worum sie gerade in diesen (nicht näher benannten Land) gelandet sind. Dann taucht eine blonde Amerikanerin auf, die zwar blond und ihrem Aussehen nach für wirklich dumm gehalten werden könnte, jedoch sich am Ende als eine Schlüsselfigur entpuppen soll. Angeblich ist sie im Land um für eine Kosmetikfirma vor Ort zu arbeiten. Zufälligerweise kennt sie aber aus Jugendtagen eine Bewohnerin der besagten Kommune. Und als dritter Faden wird ein Halb-Araber mit Gedächtnisverlust ins Rennen geschickt, der offensichtlich niedergeschlagen wurde und sich so gar nicht erinnern kann, wer er ist und warum er verfolgt wird. Lediglich ein alter Schuppen, wo er ein Gespräch seiner Verfolger belauschte und einen Toten findet, sind Anhaltspunkte. Auch im Laufe der Geschichte kommen weitere Indizien nur sehr spärlich hinzu. Die Amerikanerin Helen, die den Araber (genannt Carl) in der Wüste aufliest, versucht zu helfen, verhält sich aber selber höchst suspekt. So nimmt die Geschichte ordentlich Fahrt auf und es wird eine hohe Spannung aufgebaut, die am Ende den Leser aber unzufrieden und nur teilweise aufgeklärt zurück lässt. So ungewöhnlich, geradezu amüsant Herrndorf seine Figuren zeichnet und es versteht, den Leser in der Geschichte zu halten - einen Sog erzeugt, dem man sich bald nicht mehr entziehen kann, so enttäuscht ist man am Ende, wenn die Fäden immer noch nicht zusammenlaufen. Nach einigem Rückblättern und nochmaligem Nachlesen erklären sich mir ein paar Fakten: wer ist Carl wirklich? (Obwohl das nie explizit aufgelöst wird.) gibt es seinen Kumpan Cetrois überhaupt? welche Rolle spielt Helen in dem Ganzen? Jedoch gibt es noch viel mehr Fragen als Antworten am Ende. Herrndorf schafft es nicht, seine Fäden zu entwirren, vielmehr verheddert er sich mit zahlreichen Einzeleinfällen und vergisst die plausible Auflösung. Ich habe das Buch bis zur letzten Seite mit Hochspannung gelesen. Insofern kann ich es nicht schlecht bewerten. Und wenn ich es jetzt direkt noch einmal von vorn beginnen würde, vielleicht wäre mir dann Erleuchtung beschieden. Aber dennoch bin ich nicht überzeugt und hätte dem Buch einen couragierten Lektor gewünscht, der den hoch gefeierten Autor wieder auf den Weg bringt.

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  • Rezension zu "Sand" von Wolfgang Herrndorf

    Sand

    giulianna

    Dieses Buch hat mich fertig gemacht... anfangs dachte ich, wie soll ich um Himmels Willen 400 Seiten überstehen? Aber nach ca. 150 Seiten musste ich mir Zeit frei schaufeln um in rasend schnellem Tempo weiter zu lesen. Die Geschichte ist verworren. Wir befinden uns in der Wüste, seltsame Dinge geschehen und Menschen kommen ums Leben. Einer weiß nicht mehr, wer er ist. Um den geht es hauptsächlich, denn offenbar wusste er Dinge, die für einige andere von höchstem Interesse sind. Nur weiß er das selbst leider nicht mehr und rennt das halbe Buch um sein Leben. Bei all den Verletzungen, die er erleidet, wäre ich an seiner Stelle schon bei der Hälfte des Buches gestorben. Das Buch hat meine Nerven strapaziert, denn es ist voller Gewalt und Gräuel. Brieföffner werden einem durch die Hand gestoßen, schwere Gegenstände an den Kopf geknallt, legale und illegale Verhörmethoden angewandt. An vielen Stellen fand ich das Buch schwer zu ertragen und erst gegen Ende sieht man klarer. Man fühlt sich den Großteil des Buches genauso im Dunkeln tappen wie der identitätslose Protagonist. Ich war mit ihm auf der Flucht, habe mit ihm gelitten, bin am Ende aber zum Glück nicht mit ihm gestorben. Puh. Dieses Buch hat mir viel abverlangt und wenn es auch kein schönes Buch war, keines, aus dem Mann nette Sätze zitiert und in dem man zur Erinnerung noch mal schmökert, dieses Buch hat mich beeindruckt. Deshalb von mir 5 Sterne (was ich am Anfang niemals vermutet hätte).

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    • 2

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. July 2012 um 11:28
  • Rezension zu "Sand" von Wolfgang Herrndorf

    Sand

    KingDom

    26. May 2012 um 13:13

    Irgendwo in der Wüste Nordafrikas im Jahre 1972: Ein unbekannter Namenloser - im weiteren Verlauf der Einfachheit halber Carl genannt - erwacht, mit pochendem Schädel und ohne Erinnerung an seine Identität oder wie er in diese Lage geraten ist, in einem Schuppen. Das erste was er durch ein Fenster sieht: Vier streitende Männer, die - ihrer lauten Unterhaltung nach zu urteilen - für Carls Zustand verantwortlich und auf der Suche nach seinem Komplizen (ein gewisser Cetrois) sind. Doch auch dieser Name sagt ihm nichts... Carl, schwach und taumelnd, schleppt sich mühsam bis zu einer Tankstelle, an der ihn eine hübsche Ausländerin (Helen) aufsammelt und in ihrem Hotelzimmer aufpäppelt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Carls Identität und einer nicht genauer definierten "Mine", die er angeblich besitzt und die so viel Wert zu sein scheint, dass einige mächtige Leute ihm nach seinem Leben trachten... Derweil geschieht im selben Wüstengebiet ein schreckliches Verbrechen: Vier Bewohner einer örtlichen "Hippie-Kommune" wurden kaltblütig erschossen, der Verdacht fällt aufgrund erdrückender Beweislast schnell auf einen Einheimischen. Polizist Canisadas, dem das Ganze zu einfach erscheint, geht der Sache nach... "Sand" ist definitiv anders als alle Krimis/Thriller, die ich vorher gelesen habe. Der Einstieg in das Buch ist zäh und verwirrend, sowohl von der Sprache her als auch was die vielen losen Enden angeht, die man als Leser in der Hand hält. Verschiedene Handlungsstränge verlaufen parallel zueinander und kommen anfangs nicht zusammen. Überhaupt fragt man sich auch nach hundert Seiten noch: Wo soll das Ganze hinführen und was will mir der Autor eigentlich damit sagen? Lange Zeit ist man genauso unwissend wie der unter Gedächtnisverlust leidende Carl. Das ist einerseits nervig und mühsam, andererseits steigert es natürlich die Spannung - wobei man hier Einschränkungen machen muss: Ich habe "Sand" nicht als absolut packenden Roman empfunden, der einen nicht zu Atem kommen lässt. Teilweise plätschert die Story doch so ein bißchen vor sich hin und mehr oder weniger überflüssige Szenen rauben dem Buch den absoluten Nervenkitzel. Wenn man die ersten hundert, hundertfünfzig Seiten hinter sich gelassen hat, beginnt das Buch so langsam Spaß zu machen. Man lernt die interessanten Charaktere besser kennen, erahnt die ersten Zusammenhänge und erfreut sich an der besonderen Atmosphäre der Wüste Nordafrikas. Geschickt führt der Autor den Leser immer wieder aufs Glatteis und streut Körner zu vermeintlichen Spuren aus, die sich im Endeffekt oft als Trugschluß entpuppen. Bis zum Ende, das ich als spannend und unerwartet, allerdings nicht als absolut befriedigend erlebt habe, tappt man im Dunkeln. Für mich ist "Sand" kein Meisterwerk, das man besonders feiern müsste. Es handelt sich um einen recht spannenden und verzwickten Roman, der sich zwar von der großen Masse an "gewöhnlichen" Krimis abhebt, aber irgendwie den letzten Funken Spannung und Überzeugung vermissen lässt. Gerade die ersten Seiten sind doch sehr abschreckend und anstrengend...

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