Wolfgang Herrndorf Tschick

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Inhaltsangabe zu „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf

Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf „Geschäftsreise“ ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, stammt aus dem tiefsten Russland, kommt aus einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn – und hat einen geklauten Lada dabei. Damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende ostdeutsche Provinz.

Das Filmhörspiel mit den Originalstimmen der Darsteller. Erzählerpassagen gesprochen von Philipp Schepmann

Kurzweiliger und rebellischer Roman über einen spontanen Roadtrip und eine ungewöhnliche Freundschaft.

— daydreamin

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  • Eine positive Überraschung!

    Tschick

    missNaseweis

    04. March 2017 um 10:24

    Zum Inhalt: Für den 14-jährigen Maik starten die Sommerferien alles andere als optimal. Tatjana, in die er unglaublich verliebt ist, lädt ihn nicht zu ihrer Geburtstagsfeier ein, obwohl er bereits ein sehr aufwendiges Geschenk für sie angefertigt hat, und auch sonst kommt er sich wie ein totaler Langweiler vor. Bis sein neuer Mitschüler Tschick plötzlich mit einem geklauten Auto um die Ecke kommt und mit ihm einen Trip in die Walachei unternehmen möchte – ab da geraten die Dinge zunehmend außer Kontrolle.Als Tschick im vergangenen Jahr im Kino anlief, wurde ich überhaupt erst richtig auf den Inhalt der Buchvorlage aufmerksam. Mir ist der Jugendbuchroman zwar immer mal wieder begegnet, konnte mich allerdings nicht so wirklich ansprechen. Als ich dann nach dem Hörbuch von Haruki Murakami wieder mein Guthaben bei Audible einlösen konnte und nach einem etwas weniger anspruchsvollen Werk gesucht habe, fiel mir der Trailer irgendwie wieder ein. Das Buch hätte ich mir vermutlich nie gekauft, aber das Hörbuch schien mir eine gute Idee zu sein.Inhaltlich steht vor allem die Beziehung zwischen Maik und Tschick im Mittelpunkt. Beide sind mehr oder weniger Außenseiter, trotzdem ist Maik gar nicht erpicht darauf, seinen zeitweise stark alkoholisierten Mitschüler kennenzulernen, den er bereits als asozial abgestempelt und damit abgeschrieben hat. Tschick aber bleibt hartnäckig und als sich die beiden Jungs schließlich inmitten eines chaotischen Roadtrips befinden, muss er feststellen, dass der erste Eindruck nicht immer der richtige ist. Beide teilen ähnliche Probleme und hadern mit dem Erwachsenwerden. Auf ihrer Reise werden sie zudem immer wieder vor Herausforderungen gestellt, die Teamarbeit und Vertrauen erfordern und sie weiter zusammenschweißen.Die gesamte Handlung wird dabei aus Maiks Perspektive geschildert, was sehr unterhaltsam war, denn der Berliner hat bei mir sofort den richtigen Nerv getroffen. Mit der für sein Alter typischen Bissigkeit und einer großen Portion Humor nimmt er den Leser mit auf eine einzigartige Reise, angesichts der man einfach nur sprachlos den Kopf schütteln kann. Ein Harry Potter Quiz zum Dessert, eine überspannte Sprachtherapeutin und Unmengen an Magnum Eis – nichts ist unmöglich. Mir hat auch einfach die Stimme von Marius Clarén unheimlich gut gefallen! Das macht bei mir so viel aus und sorgt gleich für ein noch eingängigeres Erlebnis.Bis die Geschichte an sich allerdings ins Rollen kommt, braucht es seine Zeit. Am Anfang erfährt man vor allem viel über Maik im Allgemeinen: über seine Schule inklusive Lehrer und Klassenkameraden, seine zerstrittenen Eltern und seine Sorgen als Einzelgänger und Teenager. Dadurch, dass Wolfgang Herrndorf die Gedanken von Maik Klingenberg aber wie gesagt schnörkellos und direkt aufs Papier bringt, ist der langsame Einstieg völlig in Ordnung und ich wurde gut unterhalten. Gerade zum Ende des Buches wir der Ton allerdings auch mal ernster, denn die Situation spitzt sich zu und gerät an mancher Stelle sogar außer Kontrolle.Alles in allem wurde ich wirklich positiv überrascht und habe wirklich gerne zu dem Hörbuch gegriffen. Es ist eine tolle Geschichte über Freundschaft, die einen viel zum Lachen bringt und den Wunsch nach Freiheit weckt. 

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  • Rebellisch und rasant

    Tschick

    daydreamin

    06. February 2017 um 16:47

    Maik ist durchschnittlich und langweilig. Zumindest beschreibt er sich selbst so. Er hat keine besonderen Freunde oder Hobbys, er ist nicht besonders beliebt oder verhasst in der Klasse und bei Tatjana, in die er schon ewig verliebt ist, hat er sowieso keine Chance. Seine Eltern sind zwar noch zusammen, doch während seine Mutter immer mal wieder in einer Entzugsklinik abtaucht, nutzt sein Vater die Gelegenheit, um mit seiner "Sekretärin" auf "Dienstreisen" zu fahren. Die Sommerferien versprechen also alles zu werden, nur nicht aufregend.    Doch dann steht Tschick vor der Tür, eigentlich Andrej Tschichatschow. Der Junge russischer Abstammung ist neu in Maiks Klasse und überredet ihn nicht nur Tatjanas Geburtstagsparty zu crashen, sondern auch zu einem spontanen Roadtrip in einem geklauten Auto aufzubrechen. Maik hat nichts zu verlieren, kommt mit und gewinnt letztendlich sogar ziemlich viel.    Die Geschichte rund um die beiden Teenager ist frech, witzig, rebellisch und rasant. Selten kommen die beiden zur Ruhe, meistens finden sie sich in wirklich absurden Situationen wieder. Ganz legal geht es dabei natürlich nicht zu, doch allzu realitätsfern ist das Buch dann doch nicht. Positiv fand ich, dass Maik und Tschick sich auch den Konsequenzen ihres Handelns stellen müssen.  Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren all die Menschen, mit denen Maik und Tschick im Laufe ihrer Reise zu tun haben. Sie sind wirklich interessant und einzigartig und setzen sich über jegliche Vorurteile und Grenzen hinweg. Besonders gut können sie mit diesem Zitat beschrieben werden:      " Seit ich klein war, hatte mein Vater mir beigebracht, dass die Welt schlecht ist. Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem, geh nicht mit Fremden und so weiter. Das hatten mir meine Eltern erzählt, das hatten mir meine Lehrer erzählt, und das Fernsehen erzählte es auch. Wenn man Nachrichten guckt: Der Mensch ist schlecht. Wenn man Spiegel TV guckt: Der Mensch ist schlecht. Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht. Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war." Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die "russische" Aussprache des Lesers, wenn er die wörtliche Rede von Tschick gelesen hat. Auf Dauer war mir der Akzent ein bisschen zu viel und ich konnte leider nicht mehr als eine halbe Stunde am Stück zuhören.  Fazit Ein kurzweiliger Roman über einen spontanen Roadtrip, eine ungewöhnliche Freundschaft und viele interessante Charakter, der sich über Konventionen und Grenzen hinwegsetzt. Vor dem Lesen sollte man sich aber darüber im Klaren sein, dass "Tschick" ein Jugendbuch ist und der Schreibstil dementsprechend jugendlich und simpel ist. 

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