Wolfgang Hilbig Der Schlaf der Gerechten

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Inhaltsangabe zu „Der Schlaf der Gerechten“ von Wolfgang Hilbig

Ein Mann geht zum Briefkasten und gerät in seiner Erinnerung auf den täglichen Weg zur Arbeit im unheimlichen Heizkraftwerk einer Fabrik. Ein anderer entdeckt eine abgelegene Insel in einem See, auf der die Natur ein wucherndes, magisches Regiment entfaltet, und betritt noch einmal die Wildnis einer Nachkriegskindheit. Ein dritter kehrt in seine Heimatstadt zurück und fühlt sich verfolgt - nicht nur der Stadt, auch sich selbst entkommt er nicht.

Wolfgang Hilbigs Figuren folgen einer verwischten Spur ins Unbewußte und Vergangene, die sich durch dunkle Erinnerungslandschaften zieht. Den Leser führt diese suggestive und musikalische Prosa in die unausgeloteten Tiefen der 50er und 60er Jahre.

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  • Rezension zu "Der Schlaf der Gerechten" von Wolfgang Hilbig

    Der Schlaf der Gerechten

    NoirDésir

    10. May 2009 um 13:43

    Als Wolfgang Hilbig im Juni 2007 starb, erschienen ein Nachruf in einer Zeitung, der ein Gedicht von ihm enthielt. Dieses schöne Gedicht trug ich über ein Jahr mit mir herum ohne weiter daran zu denken. Und plötzlich stehe ich in unserer Buchhandlung vor "Der Schlaf der Gerechten". Da musste ich doch auf jedenfall mal reinlesen. Aus dem "Reinlesen" wurde eher ein "Verschlingen", "Aufsaugen" oder "Einatmen". Diese kurzen Erzählungen spielen alle in Meuselwitz, einem kleinen Ort südlich von Leipzig. Dort ist Hilbig aufgewachsen und dort hat er viele Jahre gelebt bis er 1985 in den Westen zog. Aber er hat Meuselwitz nie wirklich verlassen oder, wie er selbst feststellt, Meuselwitz hat ihn nie wirklich verlassen. Wie der Kohlestaub an einem kleben bleibt, der jeden Tag unter die Erde fährt und sich noch so sehr danach waschen kann. Meuselwitz ist ein Ort, der jahrelang von Bergbau lebte, der mit der Wende zusammenbrach. Detailreich erzählt Hilbig von den verschiedenen Zeiten, die dieses Nest und seine Bewohner mitgemacht haben. Von den schwierigen Anfängen einer Kindheit in der Nachkriegszeit. Das Erwachsenwerden mit Alkoholproblemen. Die Zeit der harten Arbeit im Kraftwerk, die Ausreise in den Westen, die Rückkehr nach der Wende. Wie die Zeit scheinbar stehen geblieben ist und doch der Verfall beginnt. Das alles wird aus der Sicht verschiedener Erzähler beschrieben. Dennoch weisen die Erzählungen leicht autobiographische Züge auf. Ein schönes Schlusswort, dem nichts mehr hinzuzufügen ist, ist ein Zitat aus der Berliner Zeitung auf der Rückseite des Buches. "Wolfgang Hilbig beschreibt Gerüche, Staub und Hitze so, dass der Leser riecht, schnieft, schwitzt und die letzten Seite mit rußgeschwärzten Fingern umblättert."

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