Wolfgang Hochbruck

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Cover des Buches Die tristen Tage von Coney Island (ISBN: 9783865327628)

Die tristen Tage von Coney Island

 (18)
Erschienen am 15.09.2021

Neue Rezensionen zu Wolfgang Hochbruck

Cover des Buches Die tristen Tage von Coney Island (ISBN: 9783865327628)H

Rezension zu "Die tristen Tage von Coney Island" von Stephen Crane

Männer und ihre Probleme …
Herbstrosevor 18 Stunden

Stephen Crane, der amerikanische Autor der dreizehn Kurzgeschichten, die der Pendragon Verlag 2021 unter dem Titel „Die tristen Tage von Coney Island“ herausgebracht hat, wurde 1871 in Newark, New Jersey, geboren. Seine schriftstellerische Laufbahn begann er als Journalist in New York, lebte einige Zeit in Sussex, England, wo er die dortigen Literaturgrößen kennen lernte, war Kriegsberichterstatter im Türkisch-Griechischen Krieg 1897 und ein Jahr später im Spanisch-Amerikanischen Krieg. Auf einer Reise nach Kuba, wo er über die dortige Rebellion berichten sollte, erlitt er Anfang 1897 Schiffbruch. Er trieb mehrere Tage im offenen Boot, wodurch sich seine Tuberkulose deutlich verschlechterte. Heilung erhoffte er sich in Badenweiler in Deutschland, wo er jedoch im Juni 1900 im Alter von nur 28 Jahren verstarb. 

Seine vielfältigen Erlebnisse in Extremsituationen sind es, die der Autor hier in seinen Kurzgeschichten verarbeitet. Schiffbruch, Feuersbrunst, Schneesturm oder Kriegshandlungen sind für ihn der Anlass für seine höchst dramatischen Stories, in denen Frauen, wenn überhaupt, nur eine unbedeutende Nebenrolle spielen. Der Schreibstil erinnert sehr an Reportagen eines Abenteurers im ausgehenden 19. Jahrhundert, was der Autor auch zweifellos war. Er schuf in seinem kurzen Leben eine erstaunliche Anzahl an Romanen, Gedichtbänden, Essays und Berichten und wird in den USA gerne mit Edgar Allen Poe verglichen. Mich konnten seine Geschichten leider nicht begeistern, auch wenn sie teilweise sehr poetisch und voller Dramatik geschrieben sind. 

Fazit: Wer diesen Schriftsteller näher kennen lernen möchte und ein Fan von Kurzgeschichten ist, für den ist es das ideale Buch.

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Rezension zu "Die tristen Tage von Coney Island" von Stephen Crane

Männer, Western und mehr
DiegelbeKatzevor 4 Tagen

Aus der Zeit gefallen. Mir suggerierte das Cover eine völlig andere Richtung. Statt Freude auf dem Rummel sind diese short stories eher düster und traurig.
Und immer stehen Männer im Fokus. Und Western und Krieg und das Meer. Also ehrlich gesagt habe ich keinen wirklichen Zugang gefunden. War aber trotzdem immer neugierig auf die nächste Geschichte.
Toll ist das Nachwort indem man einiges erfährt, der Autor ist nur 28 Jahre alt geworden und verstarb 1900 an den Folgen seiner Tuberkoloseerkrankung.
Für das Alter und diese Zeit war Stephen Crane definitiv seiner Zeit voraus. Die Texte sind gespickt mit kreativen Metaphern und man spürt die Experimentierfreude am Schreiben zwischen den Zeilen. Außerdem verfügte er über eine ordentliche Portion Humor, gepaart mit einigen skurillen Situationen wirkt das manchmal sehr erhellend. Für mich war das blaue Hotel die beste Geschichte.
Schade, dass ihm nicht weitere Lebensjahre gegönnt waren.

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Rezension zu "Die tristen Tage von Coney Island" von Stephen Crane

Zu reizlos
Flaventusvor 5 Tagen

Die Kurzgeschichten und Novellen von Stephen Crane gelten als „Meisterwerke der Weltliteratur“, wer auch immer festlegt, wer dazugehört und wer nicht. Zum ersten Mal wurden 13 seiner hochgelobten Werke in einem Sammelband in deutscher Sprache veröffentlicht. Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch auf Anhieb nicht angesprochen hat und ich nicht zugegriffen hätte, wäre es nicht Teil des Netgalley-Adventskalenders gewesen. So wurde ich aber auf dieses Buch neugierig gemacht und musste feststellen, dass mich Literatur von Autoren zu Beginn des 20. Jahrhunderts irgendwie nicht zu erreichen vermag.

Der junge us-amerikanische Autor verstarb im Alter von nur 28 Jahren am 05. Juni 1900 im deutschen Kurbad Badenweiler, wo er gegen die Folgen einer (fortgeschrittenen) Tuberkuloseerkrankung (erfolglos) behandelt wurde. Entsprechend sind seine Texte stilistisch im Zeichen der Zeit zu betrachten, wobei seinen Texten Experimentierfreude und eine impressionistische Bildersprache nachgesagt wird.

Der Autor ist dem Tod nur drei Jahr zuvor von der Schippe gesprungen, als er an Bord des Schmugglerschiffs Commodore war, das vor der Küste Floridas sank. Dieses Ereignis verarbeitete er in gleich zwei Geschichten. „Aus der See – Stephen Cranes eigene Geschichte“ erzählt von den Ereignissen im Stile einer nüchternen Reportage, die Folgegeschichte „Das offene Boot“ von den Ereignissen, die sich zutrugen, als vier Überlebende in einem kleinen Boot auf Rettung warteten.
Im Nachwort von Wolfgang Hochbruck steht dann auch das markanteste Ereignis dieser Geschichte: Es passiert nichts. Vor allem diese Geschichte (die in den 50ern schon unter dem Titel „Im Rettungsboot“ auf Deutsch erschienen ist) erntet viel Lob und macht doch auch deutlich, weshalb mir diese Geschichten nicht gefallen: Es passiert nichts.

Im Nachwort vergleicht Hochbruck den Autor mit Edgar Allen Poe, mir selbst wurden aber eher Parallelen zu Lovecraft deutlich. Nicht inhaltlich, sondern mehr vom Erzählstil. Die Figuren in den Kurzgeschichten reagieren oftmals sehr merkwürdig und gehen auch sehr sonderbar mit ihrer Umwelt um. Gleich in mehreren Geschichten ist mir immer wieder aufgefallen, wie sehr diese Geschichten dadurch den Zugang für mich versperrten, was aber offenbar das wesentliche Merkmal darstellt, weshalb die Geschichten hochgelobt werden.

Fazit

Literaturgeschichtlich vermag diese Sammlung diverser Geschichten von Stephen Crane eine Rolle spielen, aber ich beurteile Geschichten nach ihrem Unterhaltungswert. Und dieser fehlt mir bei diesen Geschichten. Sie mögen im Zeichen der Zeit experimentell gewesen sein, aber eine Kurzgeschichte ohne Pointe ist mir schon immer ein wenig aufgestoßen. Deshalb kann ich diese Sammlung nur jenen empfehlen, die Freude an älteren Erzählungen haben, in denen Autoren ein wenig experimentiert haben.

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Gespräche aus der Community

Humorvoll und mit feinsinniger Beobachtungsgabe: 13 von ­Stephen Cranes wichtigsten Erzählungen sind in ­diesem Band versammelt. Hier entfaltet er seine ganze Schaffensfreude, beschreibt spannende, ­tragische, teils auch absurde Situationen wie in Seefahrer wider Willen.

Wir verlosung 15 Printexemplare.

Liebe Leser*innen

die nächste Leserunde beginnt und zwar zu unserem Erzählungsband von Stephen Crane: Die tristen Tage von Coney Island! Das Buch erscheint offiziell heute, am 15.09.2021.

Verlost werden 15 Exemplare. Um teilzunehmen, beantwortet einfach die Frage: Lest ihr häufiger Erzählungs-/Kurzgeschichten-Bände?
Die Bewerbungsfrist endet am 21.09.2021 und danach losen wir bei mehr als 15 Bewerber*innen aus.


Zu Buch + Autor:

Humorvoll und mit feinsinniger Beobachtungsgabe:
13 von ­Stephen Cranes wichtigsten Erzählungen sind in ­diesem Band versammelt. Hier entfaltet er seine ganze Schaffensfreude, beschreibt spannende, ­tragische, teils auch absurde Situationen wie in Seefahrer wider Willen.

Stephen Crane gilt als einer der Wegbereiter der modernen amerikanischen Literatur. Seine Geschichten sind gerade ­deshalb so authentisch und mitreißend, weil er als ­Abenteurer und Reporter vieles davon selbst erlebt hat. Die ­großartige Darstellung eines Schiffbruchs in Das ­offene Boot und die in Nebraska angesiedelte Geschichte Das blaue Hotel ­zählen zu den Meisterwerken der Weltliteratur..

Herausgegeben und mit einem Nachwort
von Wolfgang Hochbruck
Übersetzt von Bernd Gockel

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Stephen Crane wurde 1871 in Newark geboren. Als Journalist und Kriegsberichterstatter erlebte er zwei Kriege in Griechenland und Kuba. Er schuf in seinem kurzen Leben ein enormes Werk: Lyrik, Erzählungen und Romane. 1898 siedelte Crane nach England über und freundete sich mit Joseph Conrad, H.G. Wells und Henry James an. Anfang Juni 1900 starb Stephen Crane mit nur 28 Jahren in Badenweiler an den Folgen einer Tuberkuloseerkrankung.


 

Ich freue mich auf eine tolle Leserunde mit euch und bin gespannt auf eure Meinungen und Kommentare.

Viel Glück für die Bewerbungen! 

 
Herzlich
Jessica

241 BeiträgeVerlosung beendet
L
Letzter Beitrag von  leliicupcakevor 2 Monaten

Geht mir ebenso.

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