Während Greifenfurt weiterhin von den Orks belagert wird, entdecken der Inquisitor Marcian und die Amazone das Rätsel von Greifenfurt mit dem sie die Orks und deren wichtigsten Verbündeten, den Erzvampir, besiegen können. Die dynamische und detailreiche Handlung weist eine gelungene Atmosphäre auf, die düster und bedrohlich wirkt und wird aus verschiedenen und sich abwechselnden Perspektiven erzählt.
Bei den Protagonisten stehen sowohl der Inquisitor Marcian als auch die Amazone im Mittelpunkt der Handlung, die lebendig und glaubwürdig dargestellt werden. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. der Erzvampir Zerwas, bereichern die Handlung und treiben diese voran.
Wer atmosphärisch dichte und bildreiche Fantasy-Geschichten vor mittelalterlicher Kulisse mag, wird hier fündig.
Der Erzählstil ist bild- und detailreich und trägt wesentlich zur Atmosphäre der Geschichte bei.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.
Wolfgang Hohlbein

Lebenslauf
Erfolgreicher deutscher Fantasyautor: Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman "Märchenmond" veröffentlichte und damit den Durchbruch feierte, schrieb er mehr als 150 Romane. Teils schreibt er diese alleine, teils mit Unterstützung seiner Frau, seiner Tochter oder unter Pseudonymen. Er gilt als einer der produktivsten Autoren überhaupt.
Mit seinen in über 30 Sprachen übersetzten Romanen aus den verschiedensten Genres – Thriller, Horror, Science-Fiction, Kinderbücher und historische Romane – hat er sich eine große Fangemeinde erobert und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Seine Werke verkauften sich über 40 Millionen Mal.
Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von Düsseldorf.
Alle Bücher von Wolfgang Hohlbein
Dreizehn
Dunkel: Roman
Am Abgrund
Märchenmonds Kinder
Das Buch
Das Druidentor
Der Greif
Die Templerin
Videos
Neue Rezensionen zu Wolfgang Hohlbein
„Unheil“ fesselte mich von der ersten Seite an – etwas, das Wolfgang Hohlbein durch seinen einnehmenden Schreibstil gelingt. Die Eröffnungsszene in der Gothic-Disco war gleichermaßen atmosphärisch wie eine gelungene Einführung in die sarkastische Ader der Protagonistin Conny, den mysteriösen, schattenhaften Vlad und den Serienmörder, der von den Medien als „Vampir“ betitelt wurde.
Nach Connys waghalsiger Rettung von dessen jünstem Opfer wurden ihr Kollege Trausch sowie der Mini-Antagonist, sprich bissiger Vorgesetzte, Eichholz eingeführt. Beide fanden einen Platz in meinem, und – selbst, wenn sie es im Falle von Eichholz nicht zugeben wollte – Connys Herzen.
Der Plot entwickelte sich dynamisch, ohne mich irgendwann zu verlieren, obgleich ich es verstünde, wenn mancher bemängeln würde, dass sich die Dialoge mitunter zu sehr zogen oder immer wieder im Kreis drehten.
(SPOILER) Was Hohlbein genial machte, war neben dem vermeintlichen Vampir-Mörder, der zwischenzeitlich scheinbar von den Toten auferstand, noch einen echten Blutjäger in die Geschichte einzuweben, nämlich Vlad, beziehungsweise Connys Kollegen Trausch. Auch sie selbst entwickelte sich sukzessive zu einem Geschöpf der Nacht, wie recht offensichtliche Andeutungen bald klarmachten, auch wenn es erst auf den letzten Seiten in Trausch Herrenhaus enthüllt wurde – das im Übrigen ein grandioser Schauplatz war. (SPOILER ENDE)
Das Ende war gut umgesetzt, dem Roman fehlte davor bloß ein richtiger Höhepunkt, fand ich. Zudem waren die Kampfszenen, wie bei Hohlbein üblich, (zumindest für mich) ein wenig zu detailliert geschildert, wodurch die Spannung eher verlorenging denn befeuert wurde. Das machte Connys pfiffige Art im Rest der Geschichte indes locker wett!
Positiv anmerken muss ich ferner, dass das Hardcover auch unter dem Umschlag liebevoll in nietenbeschlagener Sargoptik gestaltet war.
Fazit: „Unheil“ war ein fesselnder Vampirroman, der eingefleischten Fans jener Gestalten der Finsternis allerdings zu wenig auf die Blutsauger eingehen könnte. Mir fehlte ein klarer Spannungshöhepunkt, dafür enttäuschte das Ende nicht.
Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 94 ist „ihnen“ bei „Haben Sie auch nur eine Vorstellung davon, was los ist, wenn ihnen irgendetwas passiert?“ klein-, „Zeit“ bei „Zeit ihres Lebens“ auf Seite 231 und 450 dagegen großgeschrieben. Auf Seite 319 steht „demonstrative“ statt „demonstrativ“ bei „[…] bevor sie sich demonstrative suchend umsah“, auf Seite 516 „Postkaste“ statt „Postkarte“ und auf Seite 589 stehen bei „Conny zog es vor, nicht darauf zu antworten..“ zwei Punkte. Auf Seite 590 ist „Sie“ bei „Er hat sie nicht ohne Grund Opa genannt, habe ich recht?“, auf Seite 606 „recht“ bei „Ich weiß, ich habe kein recht, sie um irgendetwas zu bitten“ kleingeschrieben und auf Seite 630 fehlt bei „Ohne Skrupel drückte sie die Klinke herunter und erbrach das Siegel“ ein Z.
Zudem gab es mehrere Kontinuitätsfehler: Erst hatte man Conny im Goth-Schuppen kein Kärtchen für die Getränke an der Bar gegeben, weshalb Tom für sie bezahlte, auf Seite 24 fand sie es in ihrer Tasche und drei Seiten weiter musste ihr wieder Tom aushelfen, weil sie keines erhalten habe. Er verfügte über zwei Kärtchen, weshalb Conny eines von ihm bekam, obgleich sie es darauf nicht mehr benötigte.
Ähnliches passierte später im Buch: Auf Seite 512 hieß es, bei Trauschs Badezimmer sei kein Schlüssel vorhanden, wodurch Conny ihm vertrauen müsse, dass er nicht hereinkomme, auf Seite 555 sperrte sie plötzlich ab und auf Seite 557 entriegelte sie die Tür zwar wieder, noch auf der gleichen Seite war diese allerdings wieder verschlossen.
Ferner – ein kleinerer Fehler – sagte Trausch auf Seite 532 zu Conny „Wer spielt jetzt den Advocatus Diaboli?“, er war es jedoch selbst gewesen, der den Ausdruck zuvor auf Seite 527 gebraucht hatte, nicht seine Kollegin.
Während das befreite Greifenfurt weiterhin von den Orks belagert wird, hält eine geheimnisvolle Krankheit die Stadtbevölkerung in Atem. Als unter der Stadt ein versiegelter Tunneleingang zu der von den Orks gesuchten Kultstätte entdeckt wird, machen sich der Zwerg Arthag, die Waldelfe Nyrilla und Oberst von Blautann auf den Weg einen Ausweg aus der misslichen Lage zu finden. Die dynamische und detailreiche Handlung weist eine gelungene Atmosphäre auf, die düster, mysteriös und bedrohlich wirkt und wird aus verschiedenen und sich abwechselnden Perspektiven erzählt.
Bei den Protagonisten stehen sowohl der Inquisitor Marcian als auch die Gefährten Arthag, Nyrilla und Blautann im Mittelpunkt der Handlung, die lebendig und glaubwürdig dargestellt werden. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. der Erzvampir Zerwas, bereichern die Handlung und treiben diese voran.
Wer atmosphärisch dichte und bildreiche Fantasy-Geschichten vor mittelalterlicher Kulisse mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bild-, detailreich und trägt wesentlich zur Atmosphäre der Geschichte bei.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Für mich der stärkste Teil der Trilogie.
Gespräche aus der Community
Wir möchten gemeinsam ab 20.2.2024 "Der Greif" von Wolfgang Hohlbein lesen. Dies ist keine Verlosung, sondern alle nehmen mit ihrem eigenen Exemplar teil - wer gerne daran teilnehmen möchte, sei herzlich dazu eingeladen :-).
Generell finde ich, dass Vertrauen / Misstrauen und auch die Frage, was ist real und was nicht, im Fokus der Geschichte standen und das hat mir auch sehr gut gefallen.
Ja, genau. Ich hätte mir tatsächlich vorstellen können, dass am Ende alles nur ein Traum oder Wahnvorstellungen von Mark waren.
Das Buch selbst ist ein wirklich gutes Jugendbuch und wenn man bedenkt, wie alt es inzwischen ist, habe ich es auch immer noch ähnlich spannend empfunden wie vor ca. 30 Jahren.
Ja, das ist schon erstaunlich. Es hat was zeitloses. Und doch bin ich mir nicht sicher, ob es die heutige Jugend ansprechen würde.
Tut mir leid, dass ich nicht sehr aktiv in der Leserunde war, aber ich war mal wieder gesundheitlich eingeschränkt und komme gerade erst wieder zu Kräften
Manchmal kommt einfach das Leben dazwischen. Ich kenn das. Ich hoffe sehr, dass es dir zumindest jetzt wieder halbwegs gut geht und du weiter auf dem Weg der Besserung bist!
Lest ihr auch gern Bücher, in denen es um antike Bücher und Bibliotheken geht? Vor vielen Jahren hat mich die Tintenherztrilogie in ihren Bann gezogen, aber beim erneuten lesen konnte es mich nicht mehr fesseln.
Dagegen fand ich Der Name der Rose gut. Der Schatten des Windes war mir zu langatmig, ich habe das Buch damals abgebrochen.
Die Bücherdiebin war auch nicht unbedingt meins.
Jetzt würde ich gern wieder ein Buch über Bücher lesen. Ich bin bei meiner Suche auf die folgenden Büchtitel gestoßen. Welche könnt ihr empfehlen? Besonders interessiert mich dabei die Staubchronik und Strange the Dreamer. Wären die Titel etwas für mich?
Bei Das sternenlose Meer bin ich unschlüssig, weil mir Der Nachtizirkus nicht gefallen hat. Ich fand dort keinen Bezug zu den Personen und die Story hat mich nicht mitgenommen.
Bei Die Seiten der Welt und Das Labyrinth der Träumenden Bücher habe ich die Befürchtung, dass sie zu jugendlich geschrieben sind, also eher für eine jüngere Zielgruppe.
Von Bücherstadt, Die unsichtbare Bibliothek und Das Buch kann ich mir gar kein Bild machen, da ich keinen der Autoren kenne.
BookElements - Figuren aus Büchern werden herausgelesen, wenn die Leser für die schwärmen. Bin gespannt wie die Umsetzung ist, denn "Der Verbotene Wunsch" von Stefanie Hasse hat mir gefallen.
Es sollte eine Traumreise sein – und wird der schlimmste Albtraum …
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Hier kommt verspätet meine Rezension des Buches. ivh hatte total vergessen sie hochzuladen. Entschuldigung.
Diese lade ich ebenfalls bei Hugendubel, Thalia, Amazon hoch.
Zusätzliche Informationen
Wolfgang Hohlbein wurde am 15. August 1953 in Weimar (Deutschland) geboren.
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