Armageddon

von Wolfgang Hohlbein 
2,5 Sterne bei18 Bewertungen
Armageddon
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Ein typischer Hohlbein - nur ohne Tentakel. Ein gelungener Reihenauftakt mit leichten Schwächen. Für Fans ein Pflichtkauf.

Kritisch (9):

Leider abgebrochen, da mir der Schreibstil überhaupt nicht zugesagt hat.

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Inhaltsangabe zu "Armageddon"

Auf dem Flug nach Tel Aviv begegnet Beka dem geheimnisvollen Luke, einem Mann, der ebenso faszinierend wie furchteinflößend ist. Doch bevor Beka herausfindet, was es mit Luke auf sich hat, zerreißt eine gewaltige Druckwelle das Flugzeug. Das Undenkbare ist geschehen: Eine Atombombenexplosion vernichtet weite Teile Israels und bringt unvorstellbares Grauen. Doch Beka und Luke überleben. Sie finden sich in einem unterirdischen, verlassenen Tempel wieder, der von geheimnisvollen Zeichen und Symbolen übersät ist. Sie erfahren, dass sie auserwählt wurden. Und alles deutet darauf hin, dass Armageddon begonnen hat – die letzte Schlacht ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492704410
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:02.10.2017

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Rezensionen und Bewertungen

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    Romanfressers avatar
    Romanfresservor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein typischer Hohlbein - nur ohne Tentakel. Ein gelungener Reihenauftakt mit leichten Schwächen. Für Fans ein Pflichtkauf.
    Im heiligen Land ist die Hölle los

    Im Durchschnitt der letzten Jahre schreibt Hohlbein durchschnittlich 1500 Seiten jedes Jahr. Gönnt man ihm einige Tage Wochenende und Urlaub im Jahr, sind das fünf Seiten, die der inzwischen nicht mehr ganz jugendliche Fantasy-Autor jeden Tag zu Papier bringt. Pünktlich zu den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt erscheinen so mindestens zwei Bücher pro Jahr. Im Oktober 2017 erschien also Armageddon, ein recht umfangreicher Roman (~600 Seiten), beim Piper-Verlag, der mir auch das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte – vielen Dank dafür!

    Alles dreht sich um Beka, eine junge Frau auf dem Weg nach Tel Aviv. Im Flugzeug noch von kleinen Kindern ziemlich genervt, kommt es bei der Landung zu Schwierigkeiten. Schwierigkeiten in Form einer Atombombe, die unmittelbar neben dem Flugzeug explodiert. Warum Beka nicht gestorben ist, erschließt sich ihr nicht, aber sie wacht in einem seltsamen Tempel ihrer Kleider beraubt auf. Sie trifft auf Lukas, den perfekten Mann, der im Flugzeug hinter ihr saß. Doch kaum verlassen sie den Tempel, wird Lukas schon erschossen und Beka festgenommen und soll verbrannt werden. Ein Engel rettet sie und bestraft diejenigen, die sie verbrennen wollten. Sie findet nach kurzer Zeit heraus, dass sie sieben Jahre in der Zukunft und in Jerusalem ist, wo alles, was früher mal war, zerstört ist und nur der Engel seine schützende Hand über einen kleinen Stamm an Kindern hält, die von ihm mit nicht verstrahlter Nahrung versorgt werden. Doch auch diese Welt droht zu zerbrechen, als ein Ausflug von Beka und einem der Kinder aus dem Flugzeug zu ebenjener Absturzstelle zu einer großen Schlacht führt, die in eine Flucht aus dieser Stadt und vor den Engeln mündet. Hier stellt sich dann die Frage nach Freund und Feind noch einmal völlig neu.

    Über das Ende des Buches werde ich mal nicht so viel verraten – wer jedoch darauf hofft, dass am Ende mal alles aufgeklärt hat, wird enttäuscht, denn es endet nicht nur mit einem Cliffhanger, sondern es ist bereits ein zweiter Band für Oktober 2018 angekündigt – der mit knapp 700 Seiten sogar nochmal etwas umfangreicher ist. Also wer einfach nur eine abgeschlossene Geschichte lesen möchte, ist mit diesem Buch vermutlich nicht besonders gut bedient.

    Was ist von dem Buch hielt? Yeah, keine Tentakel! Hohlbein hat ja eine Affinität zum Cthullu-Mythos, sodass in vielen seiner Werke geheimnisvolle Wesen mit Tentakeln aus der Tiefsee auftauchen und in irgendeiner Form eine ganze Menge Unheil anrichten. Hier ist das nicht der Fall, sondern er bedient sich vage der christlichen Offenbarungsgeschichte, eben dem Armageddon, was ja vom Titel durchaus nahegelegt wird. Das ist nicht das erste Mal, dass sich Hohlbein dieses Motivs bedient, spontan fällt mir da Krieg der Engel ein, aber ich meine, es gäbe noch weitere Titel, in denen das Motiv wieder auftaucht. Das ist jetzt zunächst auch gar nicht verwerflich, aber es ist eben nicht wirklich eine neue Idee.

    Neu ist allerdings das Setting. Eigentlich gab es schon so eine Art Apokalypse und nun haben die Engel sozusagen Schutzzonen im heiligen Land eingerichtet. Beka wird in diese Welt hineingeworfen und erkundet diese Welt zunächst. Scheinbar hat sie aber eine Schlüsselrolle inne, weil sie irgendwie seltsam behandelt wird. Und in dieser Welt ist alles erstmal erklärungsbedürftig, die Folgen der Radioaktivität sind omnipräsent und alles ist anders. Insofern ist es auch zu verzeihen, dass in der Handlung verhältnismäßig wenig passiert. Wie es für Hohlbein typisch ist, gibt es im Durchschnitt alle 20-40 Seiten irgendein Spannungsmoment mit potenziell tödlichen Gefahren für zumindest einen Protagonisten. Der Fokus der Handlung liegt auch nahezu ausschließlich auf Beka, es gibt also keine großen Nebenschauplätze, in denen etwas passiert. Beka ist eine recht interessante Figur, wenngleich sie nicht so wirklich eine Entwicklung durchläuft. Leider sind viele Nebenfiguren sehr statisch – allerdings sterben auch einige, sodass sie auch nur als Statisten, die eine Funktion in der Handlung erfüllen, angelegt waren.

    Insgesamt fand ich Armageddon durchaus lesenswert. Es ist nicht der beste Hohlbein, den ich je gelesen habe, gerade die etwas lahme Handlung mit manchen Spannungsmomenten, die ziemlich konstruiert wirken und dann eigentlich auch nur die Handlung stören stieß mir ein wenig sauer auf. Ansonsten hat mich das Thema des Romans absolut positiv überrascht, das Setting ist spannend gestaltet, die Welt ist relativ komplex und eigentlich erst am Ende dieses Bandes halbwegs abschätzbar. Ich hatte ob des Klappentextes kurz Angst, dass Hohlbein sich hier an einem politischen Thriller oder ähnlichem versucht – das hat er tatsächlich nicht, es ist ein phantastisches Werk durch und durch. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und gebe für diesen Band gerne 4/5 Sternen.

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor 6 Monaten
    Mysteriös und packend

    Meine Meinung
    Da Hohlbein einer meiner liebsten Autoren ist, durfte ich mir sein neuestes Werk natürlich nicht entgehen lassen. Mich hat sowohl der Klappentext als auch das unheimliche Cover angesprochen.

    Das Cover wirkt sehr bedrohlich und wenn man das Buch nicht gelesen hat, kann man wohl nicht viel damit anfangen. Doch sobald man im Buch ist, wird einem klar, das so viel mehr dahinter streckt. Etwas schade finde ich, das die Figur auf dem Cover nur 2 Flügel besitzt, denn im Buch wird es anders beschrieben.

    Die Protagonistin Beka ist eine typische Jugendliche und ich finde ihre Handlungen wurden sehr gut dargestellt. Ich mochte sie eigentlich ganz gerne, sie ist zwar ab und an etwas nervig, da sie ein ziemlicher Sturkopf ist, aber dennoch konnte ich sie die meiste Zeit gut verstehen. Das sie nicht an dem Ort bleiben will, an dem sie aufgewacht ist kann ich gut verstehen, ich würde auch so schnell wie möglich zurück in meine Heimat wollen. Hier hat sie auch wieder Biss bewiesen und direkt klar gemacht, was sie will. Ob sie das jedoch bekommt, ist eine andere Sache...

    Die anderen Protagonisten die wir im Buch kennen lernen, waren mir allesamt suspekt. Ich hatte das Gefühl ihre Art ändert sich von Tag zu Tag. Einmal sind sie die besten Freunde, dann wird wieder gezickt und gehasst. Ich habe das Verhalten nicht wirklich verstanden und konnte mich deswegen auch sehr schlecht in die anderen Charaktere hineinversetzen. Das hat der Geschichte auch einen kleinen Dämpfer verpasst, da es mich immer etwas genervt hat, wenn ein Charakter wieder mal komplett anders geworden ist.

    Der Schreibstil war typisch Hohlbein. Sehr Flüssig, man kommt gut in die Geschichte und findet sich durch die detailreiche Wortwahl sehr schnell im Buch zurecht. An sich hätte ich durch den Klappentext etwas anderes erwartet, aber dennoch konnte mich die Geschichte überzeugen. Vor allem das Ende war wirklich Spannend, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich wusste vorher nicht, das das Buch kein Einzelband ist und freue mich nun aber, auf den nächsten Band der Geschichte.

    Autor
    Wolfgang Hohlbein, Jahrgang 1953, war Industriekaufmann, bevor er 1982 mit seinem Debüt »Märchenmond« einen Autorenwettbewerb gewann. Seitdem schreibt er einen Erfolgsroman nach dem anderen und gilt als der Großmeister der deutschen Phantastik. Titel wie »Die Tochter der Himmelsscheibe«, »Das Avalon-Projekt« sowie der »Enwor«-Zyklus wurden bei Piper zu Bestsellern. Zuletzt erschienen »Die Kriegerin der Himmelsscheibe« sowie sein Schlüsselwerk »Infinity. Der Turm«. Wolfgang Hohlbein lebt mit seiner Familie und vielen Haustieren in der Nähe von Düsseldorf.

    Einzelbewertungen
    Cover 4/5
    Charaktere 3/5
    Schreibstil 5/5
    Spannung 4/5
    Ende 4/5

    Fazit
    Das Buch konnte mich zwar nicht komplett überzeugen, dennoch freue ich mich auf den nächsten Band der Geschichte

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    anke3006s avatar
    anke3006vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Konnte mich nicht überzeugen
    Die letzte Schlacht

    Auf dem Flug nach Tel Aviv begegnet Beka dem geheimnisvollen Luke, einem Mann, der ebenso faszinierend wie furchteinflößend ist. Doch bevor Beka herausfindet, was es mit Luke auf sich hat, zerreißt eine gewaltige Druckwelle das Flugzeug. Das Undenkbare ist geschehen: Eine Atombombenexplosion vernichtet weite Teile Israels und bringt unvorstellbares Grauen. Doch Beka und Luke überleben. Sie finden sich in einem unterirdischen, verlassenen Tempel wieder, der von geheimnisvollen Zeichen und Symbolen übersät ist. Sie erfahren, dass sie auserwählt wurden. Und alles deutet darauf hin, dass Armageddon begonnen hat – die letzte Schlacht ... Armageddon und Hohlbein, das alleine ist für mich schon ein Grund nach diesem Buch zugreifen. Trotzdem oder gerade deshalb war ich doch etwas enttäuscht. Vielleicht habe ich zu viele Erwartungen gehegt. Die Geschichte hat mich hier einfach nicht mitgenommen. Hohlbein schreibt sehr detailliert und die Schlachten sind sehr ausführlich. Ich bin diesmal leider nicht überzeugt und werde die Reihe auch nicht weiterverfolgt.

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 10 Monaten
    Armageddon

    Lesegrund: 

    Ich wollte schon lange Zeit mal ein Werk von Wolfgang Hohlbein lesen und sein neues Buch klang für mich nach einer spannenden Geschichte, weshalb es auch direkt zur Hand genommen wurde.

     

    Handlung: 

    In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Beka. Beka lebt in einer Welt die nach der Zerstörung unserer jetzigen Welt, in der postapokalyptischen Zukunft spielt. Die Protagonistin trifft während eines Flugs nach Tel Aviv auf den geheimnisvollen Luke und möchte zu gerne mehr über ihn erfahren. Doch kurz nach ihrem Kennenlernen zerreißt eine Druckwelle das Flugzeug. Diese Druckwelle ist die Folge einer unfassbaren Atombombenexplosion, die weite Teile Israels zerstört hat. Beka und Luke überleben die Katastrophe und finden sich schließlich in einem verlassenen, mit geheimnisvollen Symbolen beschriebenen, Tempel wieder. Schon bald ist beiden klar, dass alles darauf hindeutet, dass Armageddon wirklich begonnen hat ...

     

    Schreibstil: 

    Der Schreibstil von Wolfgang Hohlbein besticht durch seine bildhaften und detaillierten Beschreibungen, die dem Leser/der Leserin sein ganz persönliches Kopfkino erleichtern. Zeitgleich wird es aber nicht langatmig, was ich toll fand und die Geschichte so immer flüssig zu lesen war. 

    Charaktere: 

    Die Ausarbeitung der Charaktere war durchaus solide, aber ich hatte mir, gerade auch bei der Seitenanzahl des Buches doch mehr Facetten und Tiefgang bei den Protagonisten erwartet. Besonders Beka konnte mich nicht überzeugen, was vorwiegend an ihren sich oft wiederholenden Überlegungen lag. Das machte sie in meinen Augen leider ab und an ein bisschen zu anstrengend. Die Nebencharaktere gefielen mir etwas besser, aber aufwiegen konnten sie die Mängel der Protagonisten leider nicht.

     

    Spannung: 

    Den Spannungsbogen hat Wolfgang Hohlbein recht gut gehalten. Die Geschichte ist interessant und, besonders durch die fantastischen Elemente, auch oftmals sehr actionreich. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, wenn es etwas weniger Flucht - und Kampfanteile gewesen wären und die Spannung nicht nur durch die Action hochgehalten worden wäre.

     

    Emotionen: 

    Dadurch, dass mich die Charaktere leider nicht gänzlich überzeugen konnten, wirkte sich das auch auf das Thema der Emotionen aus. Ich fand einiges nicht sehr glaubhaft und besonders bei den Protagonisten fehlte mir auch einfach die Authentizität, die mir geholfen hätte, ihnen ihre Gefühle wirklich abzunehmen. Das fand ich ziemlich schade.


    "Armageddon" weckte meine Neugier durch die vielversprechende Idee. Leider konnte mich die Umsetzung, vorallem was die Charaktere und die Spannung anging, nicht richtig begeistern.

     

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    Buchfeelings avatar
    Buchfeelingvor 10 Monaten
    sinnloses Abschlachten ohne roten Faden

    Mein erster Eindruck vom Buch war… bizarr… und da ging es mir wie der Protagonistin im Buch. Beka kann es kaum glauben, als sie in unterirdischen Gängen erwacht und sich daran erinnert, was geschehen ist. Hat sie wirklich gesehen, wie eine Atombombe explodiert ist? Existiert die Welt, die sie kennt, überhaupt noch? Doch als sie die Gänge verlässt und die Erde erblickt, als sie die ersten Menschen trifft und die Ereignisse sich überschlagen, wird alles nur noch bizarrer. Beka glaubt, in einem bösen Traum gefangen zu sein und so ergeht es auch dem Leser. Es geschehen so unglaubliche Dinge, Beka erlebt ihren schlimmsten Albtraum und sieht dann… einen Engel!

    Das Geschehen artet in einem wahren Endzeit-Schlachten-Getümmel aus… es wird gemetzelt und gemeuchelt und verstümmelt.. Der Umgangston ist rauh und herzlos und die vollkommen verwahrloste Kindergang, die Beka gefangen hält, tut ihr übriges, um die Story in Dreck und Chaos versinken zu lassen..

    Ganz ehrlich? Bei der Hälfte des Buches wollte ich abbrechen. Mir war das sinnlose Gemetzel und die archaischen Methoden einfach too much. Es fehlte mir die Story hinter all dem Abschlachten. Aber ich war neugierig, wie der Autor hier die Kurve bekommt und auf das WARUM! Also las ich weiter.. und hätte mir die Zeit sparen können.

    Das Schlachten geht mit unverminderter Härte weiter, es gibt Dämonen und dämonische Engel. Köpfe fliegen und Körper werden gespalten, das Blut fließt in Strömen, Menschen brennen… Armageddon ist noch zu harmlos ausgedrückt für das, was dort geschieht… und wer am Ende eine Erklärung erwartet… eine Klitzekleine.. wird enttäuscht… die Story endet nicht mit einem schnöden Cliffhanger… sondern mit einem gefühlten Schnitt mitten in der Handlung… aber dieser ist so haarsträubend.. dass ich froh war, jetzt endlich aufhören zu können.

    Mich reizt hier keine Fortsetzung. Hätte es am Ende des Buches eine kleine Aufklärung gegeben, einen winzigen Hinweis, Warum das Ganze… aber den konnte ich nicht entdecken…

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    jaylinns avatar
    jaylinnvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe Wolfgang Hohlbeins Bücher einmal geliebt, mit diesem Buch konnte er mich jedoch nicht überzeugen.
    Armageddon

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com.

    Allgemeines:

    Am 2.10.2017 ist das neue Buch von Wolfgang Hohlbein bei Piper Fantasy erschienen: Armageddon. Das gebundene Buch, das an die Zielgruppe Erwachsene gerichtet ist, hat 608 Seiten und ein Cover, das wahrhaftig zum Fürchten einlädt. Beinahe hätte mich dieses Cover tatsächlich davon abgehalten, das Buch zu lesen.

    Inhalt:

    „Das Ende der Welt ist erst der Anfang!

    Auf dem Flug nach Tel Aviv begegnet Beka dem gleichermaßen faszinierenden wie undurchschaubaren Luke. Doch bevor sie sein Geheimnis ergründen kann, zerreißt eine gewaltige Druckwelle das Flugzeug. Das Undenkbare ist geschehen: Eine Atombombenexplosion vernichtet weite Teile Israels. Aber Beka und Luke überleben. Sie finden sich in einem unterirdischen, verlassenen Tempel wieder, der von geheimnisvollen Symbolen übersät ist. Und alles deutet darauf hin, dass Armageddon begonnen hat – die letzte Schlacht …“ (Quelle: Piper Fantasy)

    Meine Meinung:

    Als ich eine Rezensionsanfrage zum neuen Buch von Wolfgang Hohlbein bekommen habe, war ich hellauf begeistert. Als Jugendliche habe ich viele Bücher von Wolfgang und Heike Hohlbein verschlungen und ich habe die Fantasybücher der beiden einfach geliebt. Mit dieser positiven Grundeinstellung bin ich also an Wolfgang Hohlbeins neuestes Werk Armageddon rangegangen. Perfekte Voraussetzungen würde ich sagen!

    Zu Beginn der Geschichte war ich auch immer noch begeistert. Doch nach und nach schlich sich bei mir das Gefühl ein, dass ich so etwas oder etwas sehr Ähnliches bereits gelesen hatte. Ich überlegte ein wenig und mir fiel ein, dass mich das Buch sehr an die Anders-Reihe erinnert. Diese Reihe habe ich in etwa als Zwölfjährige (gerne) gelesen und sie hat mich damals nachhaltig beeindruckt. Zunächst ist mir diese inhaltliche Parallele gar nicht so besonders oder bemerkenswert vorgekommen. Doch dann fiel mir auf, dass auch die Anders-Reihe aus Wolfgang Hohlbeins Feder stammt. Ich erzählte das meiner Mutter, von der ich wusste, dass sie früher auch gerne Bücher von Wolfgang Hohlbein gelesen hat. Daraufhin habe ich etwas sehr Interessantes erfahren: Sie war einmal bei einer Lesung Wolfgang Hohlbeins, auf der er erzählte, dass er nur noch wenig neu schreiben würde. Er sagte weiterhin, dass er vorwiegend mit Versatzstücken arbeiten würde. Das heißt, er nimmt etwas, dass er schon einmal geschrieben hat, und verpackt es neu. Genauso fühlte ich mich beim Lesen von Armageddon. Natürlich ist es ein anderes Szenario. Es ist kein Jugendbuch mehr, sondern ein Buch für Erwachsene. Aber dennoch bleibt bei mir das leicht bittere Gefühl, nichts vollständig Neues in Händen zu halten. Was haltet ihr von so einem Vorgehen?

    Zu meinem bereits leicht bitteren Gefühl kommt hinzu, dass Armageddon ein sehr, sehr brutales Buch ist. Protagonistin Beka schliddert von einem Unglück ins nächste. Sobald man denkt, dass es jetzt nicht mehr schlimmer kommen kann, kommt es schlimmer. Keines dieser Erlebnisse kann sie nach rein logischen Gegebenheiten überleben. Aber sie tut es. Und es geht weiter. Und sie überlebt wieder. Die Grundstory ist dabei dennoch interessant. Sie hat mich fasziniert und ich wollte gerne wissen, wie das Buch enden wird. Doch auch in dieser Hinsicht hat Armageddon mich leider unbefriedigt zurückgelassen, da es nur der Auftaktband zu einer Reihe ist. Das wusste ich im Vorfeld leider nicht. Manchmal finde ich es schöner, Einzelbände zu lesen und nicht schon wieder eine neue Reihe anzufangen. Wie geht es euch in der Hinsicht?

    Fazit:

    Ich werde die Reihe um Armageddon nicht weiterverfolgen. Sie ist mir nicht innovativ genug und leider viel zu brutal. Ich habe Wolfgang Hohlbeins Bücher einmal geliebt, mit diesem Buch konnte er mich jedoch nicht überzeugen.

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    Flaventuss avatar
    Flaventusvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unausgereifter Schreibstil, wenig überzeugende Charaktere und das offene Ende lassen bei diesem Buch überhaupt keine Freude aufkommen.
    Hohlbeins Muse hatte wohl einen sehr schlechten Tag gehabt

    Alles deutet darauf hin, dass Armageddon begonnen hat.“ Das klingt nach einer spannenden Geschichte. Wer sich durch die ersten Seiten des Buchs liest, wird schnell feststellen, dass die Geschichte zwar gut beginnt, dann aber stark nachlässt.


    Unausgereifter Schreibstil

    Wäre das Buch von einem Selfpublisher, der sein erstes Werk veröffentlicht hat, würde ich sagen, dass der Schreibstil noch ein wenig reifen muss. Aber wir reden hier von Wolfang Hohlbein. Einem äußerst produktiven Autor, der mittlerweile über 200 Bücher veröffentlicht hat. Und dieses Buch ist mitnichten mein erster Hohlbein. Die Sprache ist nicht äußerst einfach gehalten, so als handelte es sich um ein Jugendbuch.

    Für ein Jugendbuch ist es aber viel zu gewaltsam, enthält es etliche explizite Beschreibungen von Gewalt und Verstümmelungen.

     

    Unausgereifte Charaktere

    Die Hauptprotagonistin hat sich dem Sprachstil angepasst. Sie redet nicht nur äußerst merkwürdig, sondern verhält sich zuweilen doch recht befremdlich, wenn man bedenkt, dass sie „gerade“ mit einem Flugzeug abgestürzt ist und irgendwo im Nirgendwo erwacht. Zudem ist das Buch voll von pubertären Sarkasmus, der irgendwann einfach nur nervig wird.

    Ich glaube grundsätzlich an das Gute im Autor und habe das Buch zu Ende gelesen, auch wenn die unlogischen Aktionen der Akteure es mir damit nicht leicht gemacht haben. Aber leider wurde ich es im Laufe der Geschichte nicht besser.

     

    Ein bisschen Story

    Der Grundgedanke der Geschichte ist noch gut. Die Umsetzung hingegen nicht. Die unterschiedlichen Parteien werden einfach nicht beschrieben und viele Fragen, die sich im Leser im Laufe des Buchs bilden, einfach nicht beantwortet. Immerhin habe ich mich deshalb durch das Buch gehangelt, um wenigstens von einem schönen oder erfüllten Ende erfreut zu werden.

    Aber leider Fehlanzeige, denn das Buch endet offen. Wenn Hohlbein mit dem Gedanken spielt, eine Fortsetzung zu schreiben, so kann ich nur sagen: „Nein, bitte nicht!“ Und so ist ein Satz von den letzten Seiten symptomatisch: „Ich werde alle deine Fragen beantworten, das verspreche ich dir, aber nicht jetzt und nicht hier.“ Und ich vermute ganz stark, dass diese Fragen niemals beantwortet werden.

     

    Fazit

    Hohlbeins Muse hatte wohl einen sehr schlechten Tag gehabt, als sie ihm diese Geschichte eingeflüstert hat. Ein unausgereifter Schreibstil, wenig überzeugende Charaktere und das offene Ende lassen bei diesem Buch überhaupt keine Freude aufkommen. Auch der über alle Maßen überzogene kindliche Sarkasmus verdirbt jegliches Lesevergnügen, so dass ich dieses Buch keinem so recht empfehlen kann.



    Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

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    Faltines avatar
    Faltinevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für Fans ALLER Bücher und der Thematik ein MUSS! Für mich leider nichts.
    Mir leider etwas zu Fantastisch

    Inhalt:

    Beka, eigentlich Rebekka, sitzt in einem Flugzeug nach Tel Aviv und das, obwohl sie panische Flugangst hat. Sie will allerdings ihrer Mutter beistehen, denn ihr Vater ist gerade mit einer jüngeren durch gebrannt. Unter den Fluggästen ist auch eine Familie mit Zwillingsmädchen, die anscheinend antiautoritär erzogen werden, denn sie nehmen fast das Flugzeug auseinander und treiben alle anderen Fluggäste in den Wahnsinn. Nach einer Attacke auf Beka entdeckt diese einen anderen Passagier. Er fällt ihr direkt auf, weil er 1. sehr gut aussieht und 2. interessante Augen hat. Beka kann nämlich nicht erkennen welche Farbe sie haben. Nachdem sie sich wieder auf sich selbst konzentriert denkt sie darüber nach wie es wäre, den beiden Mädchen ein Bein zu stellen – traut sich aber nicht. Ganz im Gegensatz zu dem heißen Typen hinter ihr, den streckt plötzlich ein Bein aus und beide Mädchen fallen. Eins bricht sich dabei den Kiefer und wird bewusstlos und dann setzt sich der Übeltäter plötzlich auf den freien Sitz neben Beka. Er stellt sich als Luke alias Lukas vor. Beka ist fassungslos über seine Tat, sie kommen aber dennoch ins Gespräch und Unterhalten sich über Gott und die Welt (wortwörtlich). Dann wird es unruhig im Flugzeug: Anstatt zu landen beschleunigen sie plötzlich wieder, Lukas versucht Beka zu beruhigen, alle schreien und plötzlich gibt es eine gewaltige Explosion – dann wird für Beka alles schwarz.

    Sie erwacht in einer dunklen Höhle, nackt. Kurze Zeit später findet sie Lukas in einer Art Tempel, ebenfalls nackt...und dann wird es noch richtig verrückt...


    Meine Meinung:

    Das Cover finde ich passend zum Buch. Es ist grob und roh und spiegelt die Stimmung der Geschichte wieder. Die Kapitel hatten für mich die richtige Länge, allerdings hat sich die Story teilweise ziemlich gezogen für mich.

    Der Schreibstil ist, wie immer bei Wolfgang Hohlbein, auf einem sehr hohen Niveau. Alles wird sehr detailliert beschrieben, aber auch wenn mir der Klappentext sehr gut gefallen hat, konnte mich die Story am Ende einfach nicht überzeugen. Es war mir teilweise einfach etwas zu fantastisch und ich hatte einfach etwas ganz anderes erwartet.

    Die Charaktere sind alle sehr interessant, aber das wars dann auch schon für mich. Ich konnte keinerlei Verbindung aufbauen und sympathisch waren mir die meisten auch nicht. Das Buch war für leider ein totaler Fehlgriff und ich werde die Reihe wahrscheinlich nicht weiter verfolgen, denn nicht mal das Ende hat mich überrascht.

    Für die Fans von Wolfgang Hohlbein, die wirklich all seine Bücher lieben oder die Thematik rund um Armageddon und Engel usw. gerne lesen. Eins der ersten Bücher die ich überhaupt je gelesen habe war von diesem Autor: Dunkel zählt auch heute noch zu meinen liebsten Büchern. Schade, dass mich dieses leider nicht überzeugen konnte.

    Danke an den Piper Verlag für das Zusenden des Buches ♥



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    Ferastellavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: ein bisschen zuviel actionbehaftet... dadurch auch etwas anstrengend zu lesen
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Leider abgebrochen, da mir der Schreibstil überhaupt nicht zugesagt hat.
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