Wolfgang Hohlbein Der Ruf der Tiefen

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Inhaltsangabe zu „Der Ruf der Tiefen“ von Wolfgang Hohlbein

Das Geräusch hämmernder Fäuste dringt aus dem Boiler, als Janice nackt in die Wanne steigt. Da wird auch schon die Wohnungstür zertrümmert ... Die Suche nach ihrem verschwundenen Geliebten wird für Janice zum Albtraum. In einem alten Schmugglernest, das eigentlich gar nicht existieren dürfte, wird sie von gesichtslosen Feinden verfolgt. Da spaltet plötzlich ein greller Blitz den Himmel. Im peitschenden Orkan taucht die bedrohliche Silhouette eines Schiffes aus den Fluten auf und hält direkt auf sie zu. Von den Flanken des mächtigen Seglers lösen sich Schemen, die nichts Menschliches an sich haben. Und Janice muss erkennen, dass sie etwas geweckt hat, das für alle Zeiten hätte verborgen bleiben sollen ...

Gute Story aber manchmal etwas langatmig.

— Feuersternchen

Spannende Grusel-Abenteuer-Odyssee aus dem Hause Hohlbein

— Soeren

Ein Hohlbein, den es zu lesen lohnt. Man sollte sich einfach die Zeit nehmen und es genießen.

— Webbee

Ganz okay, leider hielt sich die Spannung in Grenzen und ein paar weniger Seiten hätten auch gereicht.

— anra1993

Kann leider nicht mit den bisherigen Hohlbein-Werken mithalten.

— Kaisu

Nur Altbekanntes - und daher langweilig

— Huschdegutzel

Gut und spannend - aber kein Meisterwerk.

— Der-Lesefuchs

OK

— danik

Fanf ich nich so berauschend. Um das Eigentliche wird lange herumgesprochen. Das Buch könnte 100 Seiten weniger haben.

— Manfred_SH

Der Ruf der Tiefen konnte mich zwar nicht vollends überzeugen, bleibt aber dennoch ein ganz nettes Buch für gemütliche Herbststunden.

— Romanfresser

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  • Mysteriöse Odyssee durch Neuengland

    Der Ruf der Tiefen

    Soeren

    30. August 2015 um 15:56

    Die Grundhandlung erinnert ein wenig an Hohlbeins inzwischen beinahe zum Klassiker mutierten „Hexer von Salem“-Geschichten, in denen der Protagonist bzw. in dem Fall die Protagonistin durch kleine verschlafene Küstenstädte reist und versucht, einem dunklen Geheimnis (über die Großen Alten) auf die Spur zu kommen. Über Magie, wie Robert Craven sie nutzt, verfügt die Heldin Janice zwar nicht, dafür aber um eine Zähigkeit, die viele anderen vor Neid erblassen lässt. Deshalb macht es auch Spaß, sie bei ihrem Erlebnissen zu begleiten.  Zäh und hartnäckig sind allerdings auch ihre Verfolger. Keine fünfzig Seiten vergehen, in denen Janice nicht von einem von ihnen aufgespürt und meist auch gefangen genommen wird. Was meiner Meinung auch der einzige Schwachpunkt des ansonsten 558 Seiten langen Romans. Ein bisschen weniger derartige Verwicklungen wären nicht schlecht gewesen. Ansonsten möchte ich nur noch anmerken, dass ich recht positiv davon überrascht war, dass „Der Ruf der Tiefen“ quasi eine direkte Fortsetzung von Hohlbeins 1998 erschienen Horror-Romans „Wyrm“. Im zuerst erschienen Buch drehte sich alles um Landvermesser Joffrey Coppelstone, im neuen Werk begleiten wir seine Verlobte Janice, die sich auf die Suche nach ihm macht. Um „Der Ruf der Tiefen“ zu verstehen, muss man „Wyrm“ zwar nicht gelesen haben, dennoch schadet es für das Verständnis nicht.  

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  • Der Ruf der Tiefen

    Der Ruf der Tiefen

    Webbee

    22. August 2015 um 13:32

    Janice’s Verlobter Joffrey verschwand vor gut einem Jahr spurlos irgendwo in Neuengland. Gemeinsam mit dessen guten Freund und Kollegen Steve, versucht Janice, ihn aufzuspüren, denn im Gegensatz zu seinen Vorgesetzten glaubt sie nicht, dass Joffrey in unlautere Geschäfte verwickelt war und deshalb auf Nimmerwiedersehen untergetaucht war – und das so kurz vor ihrer Hochzeit. Es ist ein Ort namens Magotty von dem Joffrey in seinem letzten Brief schrieb und diesen versuchen Janice und Steve zu finden. Doch so sehr sie sich auch bemühen – einen solchen Ort gibt es nicht, hat es nie gegeben. Auf Nachfragen begegnet man ihnen mit offener Ablehnung und vor allem mit Warnungen. Doch Janice gibt nicht auf und bringt sich durch ihre hartnäckigen Ermittlungen in höchste Gefahr. Plötzlich wird sie in ihren eigenen vier Wänden angegriffen – nicht von einem Menschen, sondern von Etwas! Etwas das aus dem Boiler in ihrem Badezimmer zu kommen scheint und es fast schafft, sie in ihrer eigenen Badewanne zu ertränken. In Ihrer Wohnung ist sie nicht mehr sicher. Also macht sie sich auf den Weg an die Küste, um den geheimnisvollen Ort zu finden, an dem ihr Verlobter verschwand. An der Küste angekommen, spürt sie die Bedrohung und eine unerklärliche Fremdartigkeit. Sie sieht Dinge, die es nicht geben kann und ist sich der Gesundheit ihres eigenen Geistes nicht mehr sicher. Eine unheimliche Macht aus den Tiefen des Meeres scheint immer mehr an Präsenz zu gewinnen. Je mehr Janice nachforscht, desto schlimmer wird es. Janice bringt nicht nur sich selbst, sondern die ganze Welt in höchste Gefahr. Wer schon mal einen Hohlbein gelesen hat, wird wissen, dass extrem detaillierte Umgebungs- oder Gemüts-Beschreibungen (die sich durchaus seitenlang hinziehen können) bei ihm einfach dazu gehören. Der eine mag genau das – der andere nicht. Wenn man sich ein Buch von ihm zulegt, weil das Thema einfach spannend und interessant klingt, muss man sich dessen jedenfalls bewusst sein und darf nicht erwarten, dass Herr Hohlbein plötzlich kurze Sätze und Actionszenen wie ein Maschinengewehr herunter rattert. Ich bin kein Fan ausufernder Beschreibungen, finde aber die Ideen von Hohlbein immer wieder großartig, sodass ich es ab und zu wage, mir ein Buch von ihm zu genehmigen. Der Ruf der Tiefen war so eines und ich habe es nicht bereut. Es wird nicht konkret darauf eingegangen, in welcher Zeit die Geschichte um Janice, ihren Verlobten und die monströse Bedrohung spielt – ich vermute um das Jahr 1900 oder früher – aber hier passt Hohlbeins Stil einhundertprozentig. Die damalige Zeit erscheint dem heutigen Leser extrem langsam. Nichts und Niemand war vernetzt, selbst ein Telefonat war etwas Außergewöhnliches, von schnellem Reisen ganz zu schweigen. Dafür waren den Menschen viel mehr gesellschaftliche Zwänge auferlegt, an die man sich auch in der ausweglosesten Situation noch hielt, um nicht irgendwann in Schande leben zu müssen. Genau das (und auch den Gemütszustand einer jungen Frau aus gutem Hause, die gerade den absoluten Horror erlebt) kann Hohlbein durch seine äußerst feinsinnigen Beschreibungen sehr gut vermitteln. Einige Szenen in dem Buch bringen den Leser zum Schaudern und dürften sogar eingefleischte Horror-Fans erfreuen – doch plumpe Beschreibungen von Gemetzel, Blut und fliegenden Körperteilen sind dafür gar nicht nötig. Der Nervenkitzel ist eher subtiler Natur. Aufgrund der vom Autor kontinuierlich aufgebauten Atmosphäre einer düsteren Bedrohung, reichen manchmal schon ein paar gluckernde Geräusche in der Dunkelheit aus, um dem Leser eine Gänsehaut zu bescheren. Nichtsdestotrotz hatte das Buch auch genau das zu bieten, was ich mir erhofft hatte: monströse Gestalten, ein dunkles Geheimnis, Action und Spannung und jede Menge Tragik. Fazit: Ein Hohlbein, den es zu lesen lohnt. Man sollte sich einfach die Zeit nehmen und es genießen. 

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  • Der Ruf der Tiefen

    Der Ruf der Tiefen

    anra1993

    04. February 2015 um 14:18

    Klappentext Seit  Uhrzeiten lebt sie in den Tiefen der Ozeane - eine Macht, so bösartig und gewaltig, dass der Mensch sie um jeden Preis meiden muss, will er nicht seinen eigenen Untergang heraufbeschwören. Doch die junge Janice stößt auf der Suche nach ihrem verschwunden Geliebten das Tor zu der verbotenen Welt auf - und erweckt den uralten Feind.. Und ein Jahrtausende alter Schrecken. Meine Meinung Das Cover finde ich interessant, wenn auch kein wahrer Hingucker. Das Düster passt ziemlich gut zu der Handlung und auch das Schiff darauf spielt eine wichtige Rolle. Ebenso die Krake, die man darauf vorfindet.Den Klappentext finde ich gut getroffen. Er verrät nicht zu viel und lässt die Neugierde hochschnallen.Die Charaktere waren mir persönlich zu oberflächlich beschrieben. Über Janice weiß ich einen Teil und über Steve fast gar nichts, obwohl sie mich fast das ganze Buch über begleitet haben. Zu dem hat mich der ein oder andere Charakter auch etwas genervt.Die Spannung schwankte, wie oben schon genannt, zwischen langatmig und spannend. Ich persönlich hätte einige Seiten weggelassen. Dort ist mir aufgefallen, dass der Autor einfach viel zu viel ausgeholt hatte und dadurch die Handlung unnötig in Länge gezogen. Ich hatte oft das Gefühl, dass dadurch Seiten gefüllt worden sind, ohne das sie wirklich nötig waren. Ich habe zwar das Buch bis zum Ende gelesen, hätte aber auch mühelos einige überspringen können und trotzdem bestimmt noch der Handlung folgen können.  Aber natürlich gab es auch spannende Situationen. Vor allem dann, wenn Janice auf etwas trifft, was undefinierbar ist und ich hier nicht weiter erläutern kann. Aber im Großen und Ganzen war ich ziemlich enttäuscht von dem Buch. Ich hatte wesentlich mehr erwartet.  

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  • "Der Ruf der Tiefen"

    Der Ruf der Tiefen

    Kaisu

    25. January 2015 um 14:40

    Das letzte Buch, was ich von Wolfgang Hohlbein gelesen habe, war "Infinity - Der Turm". Ein gewaltiger Fantasy-Epos, in dem sich alles um einen mystischen Turm dreht, der bei weitem nicht so normal ist, wie man im ersten Moment glauben mag. Doch gerade diese Entführung in eine andere Welt, die so glaubhaft dargestellt ist, dass man sich perfekt reinfühlen kann, fasziniert mich an dem Schreibstil von dem deutschen Autor aus Weimar. Somit hatte ich natürlich gewisse Erwartungen und Hoffnungen an sein neustes Werk "Der Ruf der Tiefen". Das Cover sagt schon einiges über den Inhalt des Buches aus. So sieht man einen riesigen Kraken, der ein Schiff in Beschlag nimmt. Die Grafik erinnert an H.P.Lovecraft und seinen Cthulhu-Mythos. Eine Welt, in die Hohlbein sehr gerne eintaucht. So hat er dies bereits in "Der Hexer von Salem" getan. Eine Reihe, die ich jedem Horror-Liebhaber nur ans Herz legen kann. Somit möchte er die Leser nun wohl erneut in diese schaurige Welt eintauchen lassen, die durchaus für schlaflose Nächte und der Angst vor Dunkelheit sorgen kann. Der Inhalt ist schnell erzählt. So geht es um die junge Dame Janice Land, die ihren Verlobten Joffrey Coppelstone vermisst. In einem letzten Brief berichtet er von seiner Arbeit und dem seltsamen Ort namens Magotty, an dem er gelandet ist um einen Auftrag seiner Firma zu erledigen. Bereits seit einem Jahr ist er nun schon verschwunden und während Joffrey's bester Freund Steve Waiden sich mit dessen Tod abgefunden hat, will Janice die Hoffnung nicht aufgeben, solange sie keine Leiche vor sich liegen hat. Entsprechend reagiert sie recht ungestüm, als man ihr erklären will, dass es keinen Ort namens Magotty in Neuengland gibt. Nachdem sie dann auch noch eine seltsame Begegnung in ihrem heimischen Bad macht, der ihr ganz und gar nicht geheuer ist, beschließt sie, sich selbst auf die suche nach der Stadt zu machen. Schließlich war Joffrey nicht krank im Kopf. Warum sollte er ihr Lügen erzählen? Sie wollten heiraten! Steve versucht vergeblich ihr diese Reise auszureden und so begleitet er Janice, bei ihrer Suche nach der Wahrheit. Dabei stolpern sie desöfteren über Ungereimtheiten und Begegnungen, die vor allem Janice an sich zweifeln lassen. Keiner außer ihr will die wabbeligen Wesen gesehen haben, die aus dem Boiler im Bad kamen. Keiner will das riesige eiserne Schiff gesehen haben, was draußen im Sturm unheimlich auf der unruhigen See drohnte. Keiner sieht ihre nächtlichen Besucher oder gar die krakenähnlichen Wesen, die ihr am Strand aufgelauert haben.  "Aber sie hatte es gesehen! Sie war doch nicht verrückt!"  (S. 105) Eine Krankheit wird ihr angedichtet und so ist Janice nahe dran, es selbst zu glauben. Doch dann ereignet sich ein Zwischenfall, der sie nur in ihrem Gesehenen bestätigt und auch den Glauben darin stärkt, dass ihr Verlobter noch am Leben ist. Ein harter Kampf um Hoffnung und Vertrauen ins sich selbst beginnt. Janice ist eine Figur, wie ich so noch nicht erlebt habe. Einerseits ist sie sehr selbstbewusst und von sich überzeugt. Für eine junge Frau, die zur Zeit der Industrialisierung auf sich selbst gestellt ist, ist das nicht selbstverständlich. Andererseits wirkt sie sehr arrogant und ungestüm. So hat man zeitweise das Gefühl, dass ihr vollkommen egal ist, wie ihr Umfeld sie wahr nimmt. Dankbarkeit scheint ihr meistens ein Fremdwort zu sein. Janice glaubt das sagen zu haben, doch immer wieder wird sie des besseren belehrt, wenn ihr Steine in den Weg gestellt werden. In solchen Momenten reagiert sie sehr undamenhaft und lässt ihrer Wut freien Lauf. Besonders in Form von Worten. Ihr treuer Begleiter Steve, der von ihr oft als "dumm" dargestellt wird, wirkt eher tollpatschig und verwirrt. Obwohl nicht er diese schaurigen Begegnungen erlebt, sondern Janice. Doch gegen Ende des Buches zeigt er dem Leser, was wirklich in ihm steckt. Die Rollen werden hier quasi vertauscht, wenn es zum Showdown kommt. Zum Schreibstil könnte man jetzt sagen: Er ist so wie immer bei Hohlbein. Doch das klingt für meinen Geschmack zu fad und einseitig. Natürlich bekommt man den typischen Schreibstil mit langen Sätzen und Beschreibungen präsentiert. Dennoch finde ich nicht, dass man alles über einen Kamm scheren kann, gemäß dem Motto: "Kennst du ein Buch, kennst du alle." Jedes Buch von ihm hat seinen eigenen Stellenwert. So ist das eine besser, das andere schlechter verpackt. In "Der Ruf der Tiefe" merkt man deutlich Hohlbeins Liebe zu den H.P.Lovecraft Erzählungen. Schließlich kommt nicht nur "Neuengland" darin vor, sondern auch die "Tiefen Wesen". Amphibienartige feuchte Geschöpfe, die für Ekel und eine verständliche Wasserscheuheit bei Janice sorgen. Trotz der guten Erklärungen und Beschreibungen der Szenen in denen die Tiefen Wesen zu Wort kommen, will kein richtiger Schauer beim Lesen aufkommen. Man nimmt es auf, kann es sich wunderbar vorstellen, verspürt die gleiche Abneigung wie Janice und dennoch schockiert es einen nicht so wie erhofft. Mir fehlte hier einfach der Horror-Touch, wie ich ihn aus anderen Büchern von Hohlbein kenne. Auch der Spannungsaufbau, flacht mit zunehmender Seitenzahl ab. Ist man anfangs total geflasht von der Idee und der wilden ungestümen Miss Lands, lässt dieser Eifer zunehmend ab. Man hat das Gefühl man kommt zeitweise nicht vom Fleck. Als ob man sich die ganze Zeit im Kreis dreht. Im Grunde genommen macht man das auch. Schließlich kann auch Janice lange nichts handfestes beweisen und fängt an, an sich zu zweifeln. Dennoch sollte man dem Leser hier und an, etwas zum Beißen geben, damit der Wille am lesen nicht nachlässt. Da ich am Ausgang der Story interessiert war, habe ich das komplette Werk gelesen und nicht abgebrochen. Das Ende war dann okay, aber nicht so überwältigend wie erhofft. Ich hätte mir mehr Spannungselemente, ein rasanteres Tempo und viel mehr beantwortende Fragen gewünscht. Man schwebt zeitweise sehr in der Luft. Was natürlich das fehlende Wissen von Janice unterstützt. Aber wenn nach der Hälfte der Buches immer noch nichts richtig passiert ist, wird man ungeduldig. Alles in allem muss ich leider sagen, dass man dieses Buch lesen kann, aber nicht muss. Einsteigern in den Hohlbein-Mythos würde ich dieses Werk nicht empfehlen. Zu groß wäre hier die "Gefahr", dass sie kein Buch mehr von dem Autor anrühren werden. Die Idee hinter allem ist super. Die Umsetzung an sich auch. Allerdings hapert es an den oben genannten Punkten und somit rutscht es auch in der Gesamtbewertung nach unten. Das ist sehr schade! 6 von 10 Punkten

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  • Nur Altbekanntes - und daher langweilig

    Der Ruf der Tiefen

    Huschdegutzel

    Seit Urzeiten lebt sie unter dem Antlitz unserer Welt - eine Macht, so abgrundtief böse und gewaltig, dass die Menschheit sie um jeden Preis meiden muss, will sie nicht ihren eigenen Untergang einläuten. Doch die junge Janice stößt auf der Suche nach ihrem verschwundenen Mann das Tor zur Hölle auf - und lässt ein unvorstellbares Grauen an die Oberfläche gelangen ...§Das Geräusch hämmernder Fäuste dringt aus dem Boiler, als Janice nackt in die Wanne steigt. Da wird auch schon die Wohnungstür zertrümmert ... Die Suche nach ihrem verschwundenen Geliebten wird für Janice zum Albtraum. In einem alten Schmugglernest, das eigentlich gar nicht existieren dürfte, wird sie von gesichtslosen Feinden verfolgt. Da spaltet plötzlich ein greller Blitz den Himmel. Im peitschenden Orkan taucht die bedrohliche Silhouette eines Schiffes aus den Fluten auf und hält direkt auf sie zu. Von den Flanken des mächtigen Seglers lösen sich Schemen, die nichts Menschliches an sich haben. Und Janice muss erkennen, dass sie etwas geweckt hat, das für alle Zeiten hätte verborgen bleiben sollen .. Als großer Hohlbein-Fan kam ich da natürlich nicht drumrum - schon allein obiger Klappentext machte mich neugierig, ob da nicht mal wieder ein gutes Stück Horror auf mich wartet. Leider findet der Autor hier wirklich zu seinen Anfängen zurück - die Story gleicht Wyrm wie ein böser Zwilling und genau wie dort lässt Lovecraft herzlich grüßen. Da ich den und seinen Cthulhu-Mythos allerdings noch nie leiden konnte, war ich auch hier bald völlig entnervt. Dazu zieht sich das Geschehen entsetzlich in die Länge - das Buch hat 558 Seiten und wenn ich ganz ehrlich bin, wäre das als Kurzgeschichte wohl wirklich gelungen. Allerdings auch nur als Kurzgeschichte...! Ich begann ungefähr ab Seite 150 quer zu lesen und kam auch nach Sprüngen von gut 20 - 40 Seiten immer ohne Probleme mit der Story mit. Die letzten 30 reichten mir dann, um das Geschehen zu verstehen. Dazu ist die Handlung gespickt mit den immer gleichen quälenden Phrasen - wahrlich nicht empfehlenswert!

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    • 3
  • Wolfgang Hohlbein auf der Jagd nach den "Tiefen Alten"

    Der Ruf der Tiefen

    Der-Lesefuchs

    22. January 2015 um 10:38

    Einer meiner Lieblingsautoren hat wieder zugeschlagen! In dem Roman geht es in erster Linie um die junge Janice, die auf der Suche nach ihrem verschollenen Verlobten Joffrey ist. Dieser hat ihr einen Brief geschrieben, ist dann aber scheinbar spurlos verschwunden. Es zeigt sich sogar, dass Joffrey in seinem Job nicht ganz so zuverlässig war und dass er in betrügerische Aktivitäten verstrickt zu sein schien. Alle Anhaltspunkte, die Janice hat, scheinen im Sande zu verlaufen, so dass sie sich selbst auf die Suche nach ihm macht. Dabei hilft ihr zum einen Joffreys guter Freund Steve, der in Janice verliebt ist (aber immer wieder von ihr abgewiesen wird), und eine geheimnisvolle Karte. Nur scheint es, dass diesen Ort auf der Karte niemand kennt. Auf der Suche nach Joffrey begegnet sie immer wieder merkwürdigen Zufällen und auch ein riesiges Schiff, die IRONCLAD, taucht immer wieder auf. Dies kann aber nicht sein, da die IRONCLAD bereits vor langer Zeit gesunken ist. Auch hat sie immer wieder Visionen von grünen Tentakeln, die aus dem Wasser kommen sowie von entstellten Wesen mit Tentakeln (oder sind es etwa keine Visionen...?).Alle um sie herum scheinen es gut mit ihr zu meinen, aber es scheint, dass sie etwas verbergen. Nachdem ein Arzt auch noch Tollwut bei ihr diagnostiziert und sie weg sperren möchte, flüchtet sie.  Am Ende kommt es zum großen Finale, bei dem alles aufgeklärt wird, jedoch möchte ich dies natürlich nicht verraten. Da ich fast alle Bücher von Wolfgang Hohlbein gelesen habe, konnte ich schnell Parallelen zu H.P. Lovecraft ziehen. Aber auch Wyrm habe ich ein wenig wieder gefunden. Relativ schnell konnte ich erkennen, wer es gut mit Janice meint und wer versucht, sie beeinflussen. Der Ruf der Tiefen ist bestimmt nicht mein Lieblingsbuch von Wolfgang Hohlbein. Zu oft habe ich den Einfluss vom "Hexer" gespürt. Janice besitzt eine gewisse Hartnäckigkeit, von der ich nicht weiß, ob dies in der Zeit in der die Geschichte spielt und aus der Gesellschaft aus der sie kommt, so richtig war. Es ist nicht wirklich etwas Neues. Die Story hinter der Story ist aber nicht schlecht. Es geht um Vertrauen, Liebe, Zurückweisung und das Bewahren von Geheimnissen. Mir gefällt die Art und Weise wie Wolfgang Hohlbein schreibt und somit ist das Buch (egal ob für Kenner von Lovecraft oder nicht), unterhaltsam zu lesen. Speziell das Ende hat das Buch aus meiner Sicht noch einmal etwas nach oben gerissen, da dies vieles offenbart hat - das hat mir gefallen. Fazit: Ich fand das Buch "durchschnittlich". Es hat mich nicht völlig vom Hocker gerissen, aber es war auch nicht so, dass ich mich gelangweilt hätte oder abgebrochen hätte. Da ich gerne abends lese, wurde ich gut unterhalten. Leider kam mir vieles von anderen Büchern Hohlbeins "bekannt" vor - ich habe "das Neue" vermisst. Aus diesem Grund gibt es von mir 3 von möglichen 5 Punkten.

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  • Tiefe Enttäuschung

    Der Ruf der Tiefen

    kalanthia

    07. December 2014 um 18:05

    Janice sucht nach ihrem spurlos verschwundenen Verlobten und erhält dabei Hilfe von dessem Kollegen. Auf der Suche erlebt sie seltsame Begegnungen und sobald sie mit Wasser in Kontakt kommt, scheint sich dieses gegen sie zu verschwören. *** Leider das schlechteste  Hohlbein-Buch, das mir je untergekommen ist. Ansonsten bin ich ein großer Fan seiner Bücher, umso größer war also die Enttäuschung über die flache Handlung, die flachen Charaktere, die nichtssagenden Wasser-Angriffe auf Janice. Bis zum Schluss habe ich vergeblich auf eine Wendung gehofft, die dem Ganzen noch eine spannende neue Richtung gibt - vergebens. Warum die Handlung in den USA spielt, wo sie doch ebensogut an der deutschen Meeresküste hätte stattfinden können, ist mir rätselhaft geblieben.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Buchverlosung zu "Der Ruf der Tiefen" von Wolfgang Hohlbein

    Der Ruf der Tiefen

    DieSchwarzeKathatze

    Horror Deluxe vom Großmeister der deutschen Fantasy! Seit nun mehr als 30 Jahren beschert uns Wolfgang Hohlbein Lesevergnügen vom Feinsten in so verschiedenen Genres wie Fantasy, Science-Fiction- und Horror oder dem historischen Roman. Mit seinem neuesten Horrorroman "Der Ruf der Tiefen" führt er uns in ein schauderhaftes Dunkel an den Meeresgrund – und an den Rand der Hölle. Mehr zum Buch: Das Geräusch hämmernder Fäuste dringt aus dem Boiler, als Janice nackt in die Wanne steigt. Da wird auch schon die Wohnungstür zertrümmert... Die Suche nach ihrem verschwundenen Geliebten wird für Janice zum Albtraum. In einem alten Schmugglernest, das eigentlich gar nicht existieren dürfte, wird sie von gesichtslosen Feinden verfolgt. Da spaltet plötzlich ein greller Blitz den Himmel. Im peitschenden Orkan taucht die bedrohliche Silhouette eines Schiffes aus den Fluten auf und hält direkt auf sie zu. Von den Flanken des mächtigen Seglers lösen sich Schemen, die nichts Menschliches an sich haben. Und Janice muss erkennen, dass sie etwas geweckt hat, das für alle Zeiten hätte verborgen bleiben sollen... Hier geht's zur Leseprobe! Mehr zum Autor: Wolfgang Hohlbein, Jahrgang 1953, war Industriekaufmann, bevor er 1982 mit seinem Debüt "Märchenmond" einen Autorenwettbewerb gewann. Seitdem schreibt er einen Erfolgsroman nach dem anderen und gilt als der Großmeister der deutschen Fantasy. Wolfgang Hohlbein lebt mit seiner Familie und zahlreichen Haustieren in der Nähe von Düsseldorf. Welches schlafende Unheil hat Janice bloß mit ihrer Entdeckung geweckt? Findet es heraus und macht mit bei der Buchverlosung! Gemeinsam mit dem Piper Verlag verlosen wir zehn Exemplare von "Der Ruf der Tiefen"! Wenn ihr teilnehmen möchtet, beantwortet hier einfach folgende Frage: Hattet ihr auch schon einmal ein Erlebnis, bei dem ihr dachtet, dass es dabei "nicht mit rechten Dingen zugehen" kann? Bewerbt euch jetzt bis zum 28. September 2014!

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    • 303
  • Der Ruf der Tiefen

    Der Ruf der Tiefen

    SuSa

    03. November 2014 um 10:20

    Ein kurzer Einblick New England irgendwann Anfang des 20. Jahrhunderts: Joffrey Coppelstone, der Verlobte der jungen Janice Land, ist seit gut einem Jahr spurlos verschwunden. Jeder, der sie kennt, will Janice davon überzeugen, Joffrey zu vergessen und ihr Leben weiterzuleben. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, recherchiert auf eigene Faust und stößt auf ihrer Reise auf beängstigende Wesen und Dinge, die nicht gefunden werden sollten… Bewertung Die Geschichte fängt sehr vielversprechend und Hohlbein-typisch an und jeder, der wie ich mit Hohlbeins Büchern aufgewachsen ist, wird mir wohl Recht geben, dass es gerade sein Schreibstil ist, der einen in den Bann ziehen kann. Leider musste ich beim Lesen immer mehr feststellen, dass dieses Buch nicht gerade sein bestes ist. Da ist zum einen die Protagonistin Janice. Ich bin beim besten Willen nicht warm mit ihr geworden: Ihre ganze Handlungsweise ist für mich widersprüchlich und unglaubwürdig. So benimmt sie sich einerseits als Dame ihrer familiären/finanziellen und zeitgemäßen Situation entsprechend und andererseits wiederum nicht, wenn sie zum Beispiel ohne Schuhe in ein Hotelrestaurant geht oder ihrem Bekannten Steve gegenüber abwiegelt, dass es gar nicht so schlimm war, als er sie nackt gesehen hat. Während die einzelnen Personen, denen Janice auf ihrer Suche begegnet, zwar als sehr klischeehaft, aber dennoch glaubwürdig rüberkommen, fand ich besagten Steve Waiden einfach nur nervig, wie er einerseits ständig tollpatschig nebenherläuft und andererseits den großen und starken Aufpasser spielt. Schreiberisches Geschick hat Hohlbein auch in den Gesprächen vermissen lassen – sei es zwischen Janice und Steve oder Ellen Connor und Janice. Manche lasen sich nahezu grotesk, z. B. wenn besagte Connor Janice zu verstehen gibt, dass „Steve viel daran gelegen zu sein [scheint]… sie ruhigzustellen“ (Seite 302) und Janice diese Vorstellung vehement abstreitet, obwohl sie vor nicht einmal einer Minute diesen Verdacht selbst geäußert hat. Solche Widersprüchlichkeiten fand ich in nahezu jedem Dialog und irgendwann ist es einfach nur noch zäh und macht keinen Spaß. Dazu kommt, dass sich die Handlung lange Zeit wie Kaugummi zieht und solche Dialoge haben das Gefühl, ständig auf der Stelle zu treten, nur noch verstärkt. Weiterhin wird von Anfang an eine dunkle und bedrohliche Atmosphäre aufgebaut, die über die gesamte Geschichte konstant gehalten wird und somit keine Höhe- oder Tiefpunkte zulässt, was mich beim Lesen immer wieder schnell hat ermüden lassen. Und ernsthaft? Wenn gewisse Wesen nicht gefunden werden wollen/sollen/dürfen, dann ist es für mich wahrlich unverständlich, wieso die Protagonistin, welche bis dato von der ganzen Sache keine Ahnung hatte, von expliziten Visionen und Schleim tropfenden Wasserhähnen heimgesucht wird. Das schreit ja geradezu eine Einladung heraus… Fazit Die Lovecraft’sche Idee hat durchaus Potenzial, auch heute noch von Autoren aufgegriffen und genial umgesetzt zu werden, doch die Umsetzung bei „Der Ruf der Tiefen“ lässt in meinen Augen sehr zu wünschen übrig. Bei diesen extremen Schachtelsätzen, sinnlosen Dialogen, zähem Plot und Figuren, mit denen man einfach nicht warm wird, muss ich leider sagen, dass dies bisher das schlechteste Buch ist, das ich von Wolfgang Hohlbein gelesen habe. Ich danke dem Piper Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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  • Ein durchschnittlicher Hohlbein

    Der Ruf der Tiefen

    Romanfresser

    12. October 2014 um 10:26

    Einer meiner Lieblingsautoren hat wieder zugeschlagen und Pressetext und Cover legen nahe, dass sich hier wieder Ideen von Lovecraft geholt wurden – was Hohlbein ja gerne macht und auch gut zur Neuauflage der Hexer-Romane passt. Ich habe den neuen Hohlbein als Rezensionsexemplar vom Piper-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen, vielen Dank dafür. Wir begegnen einer jungen Frau, Janice, die ihren Mann verloren hat. Er ist spurlos verschwunden und es scheint finanzielle Unregelmäßigkeiten zu geben, die nahelegen, dass er verbrecherischen Tätigkeiten nachgegangen ist. Um das zu widerlegen und hinter das Rätsel, dass das Verschwinden ihres Mannes umgibt, auf die Spur zu kommen, macht sich Janice – mehr oder weniger unfreiwillig begleitet von Steve – auf, um das Geheimnis zu ergründen. Aus den Unterlagen hat sie eine mysteriöse Karte entwendet, die scheinbar einen bestimmten Ort zeigt, den sie verzweifelt sucht, doch keiner scheint diesen zu kennen. Beim Marsch durch die Küstenstädte begegnet sie immer wieder dem Trugbild eines riesigen Schiffes. Richtig Fahrt nimmt die Geschichte auf, als ein Arzt ihr die Tollwut diagnostiziert und sie sich nun als Opfer einer Verschwörung sieht und sich auf eine wilde Flucht begibt. Das Ende mag ich nicht verraten, aber dass ihre Flucht nicht grundlos ist, ist wohl offensichtlich. Dabei nimmt sie immer wieder seltsame Sachen in Zusammenhang mit Wasser war. Grüne tentakelartige Stränge scheinen aus dem Wasser zu kommen und in traumartigen Visionen sieht sie entstellte Menschen und Wesen mit riesigen Tentakeln, denen sie dann auch noch begegnen soll. Das eben beschriebene ist wohl der Lovecraft’sche Einfluss. Auch wenn ich immer noch kein Lovecraft gelesen habe, kommt mir das doch alles ein wenig bekannt vor, es wird aber nicht wirklich viel dazu erklärt. Man erfährt am Ende so ein bisschen was darüber, aber generell werden diese Visionen recht lange nicht erklärt und man tappt ein wenig im Dunkeln. Ich muss ganz zu Beginn sagen, dass der Ruf der Tiefen sicherlich nicht mein Lieblingsbuch wird. Wie sooft schreibt Hohlbein ziemlich langatmig und umständlich, es wiederholen sich einzelne Szenen und Passagen fast wörtlich und Janice scheint es wirklich nicht mit Vertrauen und Dankbarkeit zu haben, was man aber auch ein bisschen verstehen kann – mitunter nervt es dennoch. Die Geschichte selbst ist eigentlich ziemlich gut gelungen, es geht ein bisschen um das Verschwinden, weil man sich mit etwas eingelassen hat, es geht um die Hüter eines Geheimnisses und Möglichkeiten, das Geheimnis zu bewahren, es hat so ein bisschen etwas von einer Verschwörung, an der Geschichte mag ich kaum etwas bemängeln, das ist zwar weniger neu noch innovativ, aber schön gemacht und eine spannende Sache. Und, was besonders schön ist: Das Ende ist gut. Ich glaube, das war das erste Mal, dass ich ein Buch von Hohlbein weggelegt habe und mir das Ende gefallen hat. Es heißt ja, Der Ruf der Tiefen sei so eine Art Nachfolger von Wyrm. Ich habe Wyrm zwar mal vor Ewigkeiten gelesen und meine mich ganz grob zu erinnern, dass da mal was war – aber mir ist es während des Lesens nicht so wirklich aufgefallen. Vielleicht muss ich Wyrm einfach nochmal lesen. Dennoch: So ganz begeistern konnte mich das Buch leider nicht. Ich habe es zwar ganz gerne gelesen und fühlte mich auch nicht schlecht unterhalten, aber bisweilen dachte ich schon, dass es irgendwie mal genug sein könnte mit dem ewigen Kampf von Steve um das Vertrauen von Janice und ihrer ewigen Zurückweisung. Ein bisschen weniger davon und mehr schöne Sequenzen mit den Großen Alten hätten dem Buch recht gut getan. Alles in allem ist es ein recht durchschnittliches Buch. Kein Totalausfall, auch nicht „unlesbar langweilig“, wie man es Hohlbein gerne nachsagt, aber auch nichts Besonderes. Ich würde mal gerne 3/5 Sternen vergeben und bleibe dann einfach mal gespannt auf das nächste Output des Schriftstellers und beschäftige mich derweil mal mit den diversen älteren Büchern und Serien, die ich hier rumliegen habe.

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  • Versprüht keinen hohlbeinschen Zauber

    Der Ruf der Tiefen

    ForeverAngel

    30. September 2014 um 20:20

    Früher habe ich Hohlbeins Bücher geliebt und es gab Zeiten, da habe ich keinen anderen Autor angerührt. Irgendwann ließ diese Phase nach und jetzt, viele Jahre später, bin ich zufällig über Der Ruf der Tiefen gestolpert und dachte: Warum nicht?  Besonders gemocht habe ich immer Hohlbeins Schreibstil, der es schon mit wenigen Sätzen geschafft hat, mich zu packen und zu verzaubern. Doch irgendwie blieb dieses Gefühl dieses Mal aus. Im Gegenteil, ich fand die Bandwurmsätze sogar furchtbar anstrengend. Es las sich nicht flüssig und natürlich, sondern sehr gewollt. Noch ein Nebensatz und noch einer und noch einer, um möglichst viele Informationen zwischen zwei Punkte zu quetschen. Es las sich syntaktisch extrem konstruiert und hat einfach keinen Spaß gemacht. Und die Vorliebe für das Wörtchen "bizarr", das teilweise drei- bis viermal pro Seite auftaucht, ist schon fast ... naja, bizarr. Manchmal liest man auch innerhalb von zwei oder drei Absätzen zweimal einen fast wortwörtlich gleich geschrieben Satz, wo ich mir dachte: "Aha, ja, das hast du uns eine Seite vorher schon ganz genauso erklärt".  Abgesehen von dem einen oder anderen sprachlichen Manko konnte mich Der Ruf der Tiefen auch inhaltlich in keinster Weise begeistern. Der Plot zieht sich und nachdem ich mich durch die ersten zweihundert Seiten gequält hatte, wollte ich abbrechen, habe aber weitergelesen, in der Hoffnung, dass da doch noch mehr kommt. Die Protagonisten waren mir durchweg unsympathisch, man hat das Gefühl, auf der Stelle zu treten und nach der x-ten Erwähnung, wie unglaublich alt dieses formlose Ding ist, konnte ich nur noch gähnen.  Der Ruf der Tiefen versprüht nichts mehr von dem Zauber, den hohlbein'sche Bücher früher auf mich hatten. Langweilig, vorhersehbar und durch die verschachtelte Satzkonstruktion auf Dauer anstrengend.  1,5 von 5 Punkten Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 0 Punkte, Sprache 0 Punkte, Figuren 0 Punkte ~*~ Piper ~*~ 560 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-492-28005-1 ~*~ Kartoniert ~*~ 14,99€ ~*~ 15. September 2014 ~*~

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  • Rezension zu "Der Ruf der Tiefen" von Wolfgang Hohlbein

    Der Ruf der Tiefen

    Ines_Mueller

    29. September 2014 um 12:45

    "Janice riss sich mit einer einzigen Bewegung los und wollte abermals zur Tür stürzen, doch wieder waren Hände da, die sie festhielten und zurückzerrten. Janice schüttelte sie ab, wurde erneut gepackt und begann in schierer Verzweiflung um sich zu schlagen. Sie traf, riss sich ein letztes Mal los und stürzte zur Tür, und irgendetwas klatschte mit solcher Wucht von Außen dagegen, dass das ganze Haus erbebte und Staub aus den Ritzen der Tür explodierte; ein Laut wie eine riesige weiche Faust, die das Haus traf und in seinen Grundfesten erschütterte." Wolfgang Hohlbeins neuester Roman "Der Ruf der Tiefen" steht ganz in der Tradition der Kurzgeschichten von H. P. Lovecraft, der das moderne Horrorgenre begründete. Und dies merkt man dem Buch meiner Meinung nach auch in jeder Zeile und jedem Wort an.  Der Autor bedient sich einer komplexen und anspruchsvollen Sprache, die der aus dem letzten Jahrhundert zum Verwechseln ähnlich ist. Der Leser wird geradezu in diese Zeit katapultiert, wofür es von mir ein sehr großes Lob gibt. Allerdings bietet dieser Schreibstil nicht nur Vorteile, denn durch seine Komplexibilität und Altertümlichkeit ermüdet der Leser mit der Zeit, sodass häufige Pausen fast Pflicht sind. Tatsächlich kam ich während des Lesens an einen Punkt, an dem ich "Der Ruf der Tiefen" zur Seite legen und unterbrechen musste, da ich das Gefühl hatte, mein Kopf müsse jeden Augenblick platzen. Die Geschichte selbst erinnert ebenso sehr an H. P. Lovecrafts Kurzgeschichten wie der Schreibstil. Wolfgang Hohlbein scheint sich diesen bewusst als Vorbild auserkoren zu haben, sodass nicht nur die obligatorische Nicht-Beschreibung der Schrecken vorhanden ist, sondern auch ein unentwirrbares Gefüge von überirdisch schrecklichen Ereignissen. Vor dem Auge des Lesers entfaltet sich eine Schnitzeljagd des Übernatürlichen, die nicht nur die Protagonistin an den Rande ihres Verstandes bringt. Bis zuletzt bleibt die Geschichte und das zu entlüftende Geheimnis undurchdringlich, auch wenn mich das eigentliche Ergebnis nicht ganz zufrieden stellen konnte. Charakterlich begegnen wir speziellen Figuren, denen es meiner Meinung nach etwas an Tiefgang fehlte. Selbst die Protagonistin fällt vorallem durch ihre Vornehmheit auf, während Nebencharaktere ab einem bestimmten Zeitpunkt die Nerven der Leser attakieren. Ein weiterer Punkt, warum ich "Der Ruf der Tiefen" irgendwann zur Seite legen musste.  Während ich anfangs noch sehr begeistert von Wolfgang Hohlbeins neuestem Roman war, verlief die Geschichte sich irgendwann im Sand. Irgendwie war die Luft draußen, sodass ich mich zwar nicht durch die restlichen Seiten quälen musste, aber schon spürbar an Interesse eingebüßt hatte. Vielleicht, weil sich die Geschichte immerzu im Kreis drehte und keine nennenswerten Fortschritte machte. Vielleicht, weil die Schreibstil irgendwann zu anstrengend wurde, sodass ich mehr Zeit auf ihn verwendete als auf die Geschichte. Vielleicht aber auch, weil die Protagonistin Janice spürbar an meinen Nerven nagte. Ich kann es nicht genau benennen. Fazit: "Der Ruf der Tiefen" ist ein Roman ganz in der Tradition der Kurzgeschichten von H. P. Lovecraft und konnte mich als ebensolcher überzeugen. Doch irgendwann war leider die Luft draußen, sodass ich spürbar das Interesse verlor. 

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