Wolfgang Hohlbein Infinity

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Inhaltsangabe zu „Infinity“ von Wolfgang Hohlbein

In seinem Schatten entstehen Städte, so groß wie Kontinente: der Turm. Er ist allwissend, übermächtig und bedrohlich – sogar für Arion, die Herrscherin über all jene Geschöpfe, die im Turm Zuflucht gefunden haben. Denn von außen droht Gefahr: Die Rebellen um den ungestümen Clanführer Craiden versuchen, die Macht des Turms zu brechen – und damit auch Arions Herrschaft zu stürzen. Wird der Turm fallen und damit den ganzen Planeten in den Abgrund reißen? '›Der Turm‹, einer der besten, weil faszinierendsten Hohlbein-Romane der letzten Jahre, spielt in ferner Zukunft. Verfasst in einer eindringlichen, bildhaften Sprache, denkt der Plot die Menschheitsgeschichte zu Ende.' Neue Westfälische

Klingt vielversprechend, beginnt durchwachsen...

— Alathaya
Alathaya

Der Roman, den Hohlbein schon immer schreiben wollte. Ich finde, er hat schon bessere geschrieben.

— Lua23
Lua23

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    Infinity
    Alathaya

    Alathaya

    23. April 2014 um 17:28

    Mit Infinity hat Hohlbein sicherlich den Auftakt zu einer neuen Reihe mit sehr viel Potenzial geschaffen. Leider hat dieser mich bisher aber noch nicht vollends überzeugt. Denn der Anfang dieser düsteren Zukunftsdystopie um den Turm und die Stadt „Belagerung“ in seinem Schatten ist eher schleppend und verwirrend. Die Charaktere sind nicht sehr detailliert und verraten nur wenig über sich selbst, dadurch fiel es mir schwer mit ihnen warm zu werden. Außerdem gibt es viele verschiedene Erzählstränge (vielleicht zu viele?), die sich mit den unterschiedlichen Schicksalen befassen. Das Buch wirft viele Fragen auf und auf jeder Seite erwartet man Antworten zu finden, aber leider werden diese am Ende offen gelassen. Ich erwarte natürlich nicht, dass alles aufgelöst wird, dass wäre für eine Reihe eher schlecht ;) Aber so vollkommen im Dunkeln zu tappen... Plötzlich zieht dann auch das Tempo zum Ende des Buches hin sehr an und alles passiert Schlag auf Schlag und schon ist man am Ende angekommen... Hier hätte man es für meinen Geschmack dann doch etwas ruhiger angehen lassen können. ;) Doch ich will gar nicht die ganze Zeit meckern. Auch wenn ich mich am Anfang erstmal sehr bemühen musste das Buch nicht wieder zur Seite zu legen, so konnte es mich zum Ende hin doch noch fesseln und ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird.

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    sky_and_sand

    sky_and_sand

    15. May 2012 um 21:15

    "Infinity - Der Turm" hat sich sehr interessant angehört, war dann aber leider eher nicht so mein Fall. Die Geschichte wird meiner Meinung nach aus zu vielen verschiedenen Perspektiven erzählt.

  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. August 2011 um 20:56

    Diese Saga führt ans Ende der Zeiten: Der Turm, ein gewaltiges, äonenaltes Bauwerk, ist die letzte Bastion auf einer sterbenden Welt. Niemand kann mehr sagen, wer den Turm erbaut hat und welches Schicksal er für seine Bewohner bereithält. Der Turm ist allwissend, übermächtig und bedrohlich - auch für Prinzessin Arion, die Herrscherin über die Menschen und seltsamen Geschöpfe, die im Turm Zuflucht gefunden haben. Doch von außen droht Gefahr. Denn die Rebellen um den ungestümen Anführer Craiden, die abseits des Turms in einer archaischen Welt ihr Dasein fristen müssen, sind im Besitz einer Superwaffe. Mit deren Hilfe könnte nicht nur Arions Herrschaft gestürzt werden, sondern auch der Turm fallen. Leider konnte ich mich nur schwer in die Story hineinfinden. Die Geschichte selber klang zu Beginn noch sehr gut, während ich aber mit den diversen charakteren, obwohl die Geschichte aus deren Sicht erzählt wurde, nicht warm werden konnte. Leider konnte man das in keiner Weise erwarten kennt man doch die großen Klassiker des Fantasy/Science Fiction Genre aus dem Hause Hohlbein. Die Charaktere blieben mir da ich nicht mit Ihnen warm werden konnte auch zu oberflächlich um die teil sehr in die Länge gezogene Story bereichern zu können. Sicherlich zeigten die ein oder anderen ihre Facetten aber wirklich beeindrucken konnte mich keiner der Charaktere. Ebenso konnte mich die Geschichte weder beeindrucken noch faszinieren. Ich hatte eher den Eindruck das hier wahllos Fragmente zusammengeschustert worden sind, die hinterher irgendwie eine zusammenhängende Story ergeben sollten. Im Gegensatz zu seinem Vorgängerwerk „Der Greif“ konnte selbst hier der Turm nichts mehr herausreißen. Vieles wirkte auf mich unschlüssig und mehr als einmal blieben beim Lesen der Passagen offene Fragen. FAZIT: Ich hoffe nur das die Reihe nicht fortgesetzt wird, weil zu diesem Preis ist das Buch schon fast eine Unverschämtheit verglichen mit den Vorgängerwerken.

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    21. June 2011 um 18:50

    Zu viele Köche verderben den Brei, heißt es. Im Falle dieses Buches muss man sagen: zu viele Handlungsstränge verderben den Erzählfluss. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich dieses Buch immer noch nicht beendet habe. Vor über drei Monaten habe ich motiviert damit begonnen, doch zur Hälfte hin ging mir die Motivation flöten, nun lese ich alle paar Wochen mal ein paar Seiten und dann lege ich es auch schon wieder weg. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass die Handlung einfach nicht voranschreitet. Denn Hohlbein hat dieses Buch in mehrere Erzählstränge unterteilt, die sich regelmäßig abwechseln. Die Geschichte beginnt mit Prinzessin Arion, wechselt über zum Heerführer Mardu, geht über zur mysteriösen Gea, deren Rolle erst zum Ende hin klar wird und zwischendurch wird auch noch aus Sicht von diversen kleineren Nebencharakteren erzählt. Alle 40-50 Seiten oder öfter wurde die momentane Handlung rabiat unterbrochen und an ganz anderer Stelle fortgesetzt. Kein Wunder, dass die Geschichte nicht vorangeht und ich mich immer wieder fragte, auf was die Geschichte hinauslaufen soll. Mein Eindruck nach der Hälfte des Buches: es läuft auf eine Einführung in dieses Universum hinaus, mehr nicht, denn "Infinity - Der Turm" ist nur der erste Teil einer Serie. Der stockende Erzählfluss und die dadurch fehlende Spannung ist aber nicht das einzige Problem des Buches. Hohlbein gesteht den diversen Charakteren den Raum zu, sich langsam zu entwickeln und so dem Leser vertraut zu werden, was auch sehr lobenswert ist, aber leider geschieht dies auf Kosten der Handlung. Denn mal abgesehen davon, dass die Handlung an sich schon einfach nicht vorangeht, ist auch ein weiteres Problem, dass es kaum Handlung gibt. Arion und Craiden diskutieren über Friedensverhandlungen, Mardu schleicht auf der Suche nach Schutz vor den Truppen des Turms durch die Gegend, und Gea ... naja, die läuft eigentlich auch nur die ganze Zeit durch die Gegend. Wohin sie will? Keine Ahnung, scheinbar einfach nur die Gegend kennenlernen. Das Ergebnis ist ein langatmiges Buch, welches vor Charakteren nur so strotzt, aber ansonsten nicht viel bietet. Dazu kommen fürchterlich viele Wortwiederholungen und eine geradezu inflationäre Verwendung von Adjektiven und "...", um Aussagen zu betonen. Und jede noch so kleine Szene wird bis zur Schmerzensgrenze ausgewalzt und breitgelatscht, bis ich die Seiten nur noch entnervt überflogen habe. Und verpasst habe ich dabei trotzdem nichts. Ich empfinde das als wirklich schade, denn die Grundidee des Buches finde ich wirklich spannend und interessant. Ein allmächtiger, mit Bewusstsein versehener Turm, der die Reste einer zerstörten Welt zusammenhält und der von den Menschen, die außerhalb des Turmes leben, seit tausenden von Jahren angegriffen wird; daraus hätte man doch was machen können. Stattdessen 600 Seiten Langeweile. Mein Fazit: Schade, zu viele Erzählstränge, zu wenig Handlung. Ein ausgeglichener Mix hätte dieses Buch wirklich spannend machen können, aber so bleibt bei mir ein eher mauer Eindruck zurück. Den Nachfolger werde ich mir wohl verkneifen. Aber wer weiß, vielleicht hauen mich die letzten 250 Seiten ja noch richtig vom Hocker. Wenn ich sie irgendwann mal zuende gelesen habe. Wahrscheinlich ist das aber nicht...

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    Nerada

    Nerada

    12. June 2011 um 20:41

    sehr gute Story, wirklich mitreissend und bringt zum nachdenken, aber das Ende ist einfach schlecht. zu abrupt, lässt alle wichtigen Fragen offen.. bei fast 700 Seiten hätte man sich da noch etwas Mühe geben können. extrem Schade :(

  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    Elwe

    Elwe

    12. June 2011 um 17:11

    Ich habe mich durch die ersten 150 Seiten des Buches gequält und breche hiermit nun ab, da mich die Handlung bislang nicht nennenswert zu fesseln wusste. In einer fernen, dystopischen Zukunfstwelt steht ein gewaltiger Turm, der R'Acheron, der von Prinzessin Aion, ihrem Hofstaat und Charakteren wie ihrem Berater Plixx, einem Mausling, bewohnt wird. Der Turm hat eine eigene Intelligenz, verfügt über unendliches Wissen und unendliche Macht und kann seine Räume beliebig und auf Fingerschnippen umformen. Eine gewaltige unsichtbare Wand beschützt ihn vor der Außenwelt, insbesondere den Bewohnern der riesigen Stadt Belagerung, die rund um ihn errichtet wurde. Die Bewohner der Stadt werden angeführt von einem Kriegsherr namens Craiden, der ein Heer gegen den Turm führt - und zur Bekräftigung seiner 'Ich-mache-keine-Witze'-Mentalität erstmal eine Planetenbombe zündet, die R'Acheron nur mit größter Mühe eindämmen kann. Nun müssen Craiden und Aion miteinander verhandeln ... Daneben gibt es noch weitere Handlungsstränge - eine um das geheimnisvolle Mädchen Gea, die sich in den Slums von Belagerung herumtreibt und dort von Straßenräubern gejagt wird. Und einen um den General Mardu, der besagte Bombe in Craidens Auftrag zündete und nun durch eine nuklear verseuchte Stadtruine irrt. . Der Autor bezeichnet dieses Buch selbst als sein 'Schlüsselwerk', doch ich hoffe sehr, das meint er nicht ernst, denn aus seiner Feder sind zahlreiche Romane geflossen, die sich beim Lesen besser anließen. Alles in allem liest sich INFINITY wahnsinnig zäh und langatmig, die mangelnden Informationen über die Welt, in der man sich eigentlich bewegt, schaffen nicht Spannung, sondern fördern die Langeweile. Und vor allem will einfach keine Sympathie, ja nicht einmal Interesse für die Hauptfiguren aufkommen. Prinzessin Aion präsentiert sich als oberflächliche Göre, ihr Berater Plixx als Neunmalklug, der dennoch alles für sich behält, General Mardu ist einfach nur langweilig, Craiden farblos und einzig Gea weiß Sympathiepunkte zu ergattern. Aber die scheint ja eher eine Nebenfigur zu sein, und was sie genau treibt oder will, ist auch nach 150 Seiten noch nicht klar. . Ich vertrete nun die Auffassung, dass ein Buch es nach 150 Seiten wirklich geschafft haben sollte, den Leser in die Handlung zu ziehen. Wenn das nicht der Fall ist, reduziert sich meine Erwartungshaltung, die restlichen 500 Seiten betreffend, leider auf Null - und ich empfinde das weitere Lesen als Qual, ja sogar als Zeitverschwendung. . Sehr schade.

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    melanie_reichert

    melanie_reichert

    Das Buch „Infinity – Der Turm“ von Wolfgang Hohlbein, bekommt von mir leider nur eine eher schlechte Kritik. Zum Inhalt: Arion, die Prinzessin des R´Achernon (Der Turm), lebt in einer behüteten Atmosphäre und soll in wenigen Tagen zur Königin gekrönt werden. Craiden, der Clansherr von Belagerung (der Stadt um den Turm herum), wird zu einem rituellen Bankett eingeladen. Während der Zeremonie kommt es zu einem Zwischenfall. Da Belagerung von Hunger und Tod umgeben ist, soll es zu einer Einigung zwischen beiden Parteien kommen. Aus Sicht der Prinzessin wird die Stadt optimal versorgt und aus Sicht des Clansherren herrscht das absolute Elend. Weitere Charaktere sind General Mardu (er dient unter Clansherr Craiden) und Gea (ein mysteriöses Mädchen , zu dem ich nicht zu viel verraten will). Das Problem an dem Buch ist, dass eine eher mittelmäßige Story mit zu vielen ausschmückenden Adjektiven umschrieben wird. Das hat zum einen den Nachteil, dass dem Leser eher wenige eigene Fantasie gelassen wird und zum Anderen, dass Passagen in eine endlose Länge gezogen werden. Die Geschichte des Buches wäre eigentlich in wenigen Sätzen erzählt, was allerdings durch die pompösen Ausschmückungen auf stolze 619 Seiten ausgeweitet wird. Die Geschichte wird aus Sicht der einzelnen Charaktere erzählt. Diese Erzählweise gefällt mir sehr gut, weil man sich so sehr individuell auf die Geschehnisse einstellen kann. Es gibt einige symphatische Charaktere wie z.B. Gea und andere Charaktere, die äußerst unsymphatisch sind wie z.B. Gereral Mardu. Dies war mein erstes Buch aus dem Genre Scy-Fy. Leider konnte es mich nicht überzeugen und ich würde es auch nicht weiter empfehlen. Mag es daran liegen, dass ich mit dem Genre nichts anfangen konnte oder, dass mir die Story nicht gefallen hat. Zum Glück gibt es auch andere Bücher von Herrn Hohlbein die mir wesentlich besser gefallen haben. Wäre dies mein erstes Buch von ihm gewesen, hätte ich weitere Bücher sicherlich überdacht...

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    14. April 2011 um 16:13

    In Hohlbein´s selbst benanntem Schlüsselwerk, geht es um einen Turm, der sowohl allwissend wie auch übermächtig und bedrohlich ist. Die Herrscherin des Turms, Prinzessin Arion, versucht einen Sturz des Turms durch die archaischen Rebellen unter der Führung des Kriegsherrn Craiden zu verhindern. Ich habe schon viele Werke von Hohlbein mit Begeisterung gelesen und nach einiger Abstinenz, freute ich mich auf ein neues Werk des Autors. So wurde das neue Buch als DAS Schlüsselwerk angepriesen, das Hohlbein nach eigenen Angaben seit über 30 Jahren schreiben wollte. Der Roman reifte in seinen Gedanken, bis er ihn endlich schrieb und dieses Jahr dann veröffentlicht wurde. Entsprechend diesen Ankündigungen waren auch meine Erwartungen an das Werk. Der Roman besteht aus mehreren Handlungssträngen, die die Sichtweise der verschiedenen Protagonisten wiedergibt. Durch die Nennung des jeweiligen Namens vor Beginn eines Abschnitts, ist eine eindeutige Zuordnung problemlos möglich. Leider fehlte mir ein Personenregister, so dass ich bei der Fülle der ganzen Protagonisten manchmal den Überblick verlor. Der Einstieg in das Buch gestaltet sich schwierig. Man bekommt als Leser die "Welt" nicht vorgestellt, sondern muss sie sich aus den Bruchstücken der Dialoge selbst zusammensetzen. Der Spannungsbogen bei den verschiedenen Handlungssträngen ist ebenfalls sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei dem einen kann man nicht mehr aufhören zu lesen, während man sich bei dem anderen mit langweiligen Phrasen und fruchtlosen Dialogen konfrontiert sieht. Das Ende wirkt unfertig und offen. Auf diversen Seiten wird oft erwähnt, dass es sich hierbei nur um den ersten Teil einer Reihe handelt. Einen entsprechenden Hinweis im Buch selbst, konnte ich allerdings nicht entdecken. Fazit: Alles in allem bin ich von der Umsetzung der Geschichte enttäuscht. Potenzial war da, aber für ein "Schlüsselwerk" hat es in meinem Augen nicht gereicht.

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    dyabollo

    dyabollo

    12. April 2011 um 11:40

    Ich habe mich lange vor dieser Rezension gedrückt, denn ich weiß leider noch immer nicht was ich von dem Buch halten soll. Der einzige Grund für diese Unsicherheit ist die Aussage des Autors dass es sich bei dem Roman - und ich zitiere "um eine typische Trilogie aus VIER Bänden handeln wird" ;) Wäre das ein eigenstädiges Buch würde ich einen Stern dafür vergeben und die Sache ruhen lassen, denn die über 600 Seiten sind zwar ausgefüllt mit Text aber inhaltlich irgendwie doch ziemlich leer. Manche Handlungsstränge ziehen sich völlig sinnlos über hunderte von Seiten hinweg ohne irgendwohin zu führen --> zumindest in diesem Band und das ist der Haken. Vielleicht wird ja noch einiges in folgenden Bänden aufgedeckt und zurechgebogen was momentan noch sehr unklar ist - wer weiß. Doch trotz alledem gibt es noch mehr Kritikpunkte, denn abgesehen davon, dass vieles unklar bleibt, ist es doch so, dass viele Szenen dermaßen in die Länge gezogen worden sind scheinbar aus einem einzigen Grund - um Seiten damit zu füllen. Manchen Gespärche drehen sich bis zu 100 Seiten lang im Kreis, es wird immer wieder dasselbe wiederholt aber nicht geschieht. Oft sind die Szenen unpassend kitschig und in solchem Momenten romanisch, in denen die Romantik eigentlich nichts verloren hat. Manche Personen scheinen nur dazu kreiert worden zu sein um den Leser zu belüstigen, jedoch auf eine so platte Weise, dass einem das Lachen nach wenigen Seiten vergeht. Auch strotzt das Buch nur so vor Fehlern. Ich möchte hier keine Grammatikfehler aufschreiben aber manche Aussagen waren schon sehr nervig und es würde mich ( als Lehrerin besonders ) ärgern wenn Leser Lichtjahre als Zeitangabe verwenden würden, denn leider macht es Herr Hohlbein genau so vor! Nun aber zum Inhalt. Hier geht es wohl um unsere Erde jedoch in einer sehr fernen Zukunft, in der sich fast die gesamte Bevölkerung in einer einzigen Stadt "Der Belagerung" aufhält weil der Rest der Welt unbewohnbar geworden ist. Und auch die Belagerung kann nur existieren weil inmitten dieser großen Stadt ein riesiger Turm für frische Luft und Wasser sorgt. Dieser Turm ist so unglaublich hoch, dass man ihn von überall sehen kann und doch gelang es bisher kaum einem hinein zu gelangen, denn eine Mauer beschützt die Bewohner von R´Achernon und diesen Schutz haben sie wohl auch nötig, denn die Bewohner der Stadt wollen mehr als nur frische Luft und Wasser, sie wollen alles haben was auch die Menschen im Turm ihr Eigen nennen. Und das ist wirklich nicht wenig. Die Prinzession Arion zum Beispiel führt wirklich ein unglaublich königliches Leben. Sie hat einen großen Park mit Bäumen ( so etwas gibt es in der Belagerung schon lange nicht mehr) und sie ist sogar unsterblich was auch gewisse Vorzüge hat. Und so kommt das was kommen musste: um einen Krieg zu vermeiden muss sich die Herrscherin der Turms mit dem Herrscher der Belagerung treffen um über den Frieden zu verhandeln. Doch dann läuft etwas schief... das wars dann auch an wichtigen Fakten. Ich habe hier nur den einen wichtigen Strang herausgearbeitet, denn die anderen verlaufen im Sande und würden kaum zum Verständnis des Romans beitragen :) Handlung 2/5 Charaktere 3/5 Lesespaß 3/5 Sprache 2/5 Preis/Leistung 2/5 Ergibt: 2,4 von 5 Punkten

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    Annette Eickert

    Annette Eickert

    08. April 2011 um 19:53

    Diese Saga führt ans Ende der Zeiten: Der Turm, ein gewaltiges, äonenaltes Bauwerk, ist die letzte Bastion auf einer sterbenden Welt. Niemand kann mehr sagen, wer den Turm erbaut hat und welches Schicksal er für seine Bewohner bereithält. Der Turm ist allwissend, übermächtig und bedrohlich - auch für Prinzessin Arion, die Herrscherin über die Menschen und seltsamen Geschöpfe, die im Turm Zuflucht gefunden haben. Doch von außen droht Gefahr. Denn die Rebellen um den ungestümen Anführer Craiden, die abseits des Turms in einer archaischen Welt ihr Dasein fristen müssen, sind im Besitz einer Superwaffe. Mit deren Hilfe könnte nicht nur Arions Herrschaft gestürzt werden, sondern auch der Turm fallen. Handlung Ich möchte an dieser Stelle nichts von der Handlung verraten, denn gerade die macht das ganze Buch aus. Zudem ist die Geschichte sehr komplex und ich möchte keine Dinge verraten, die gerade für die Spannung sehr bedeutungsvoll sind. Aber lasst euch gesagt sein, die Inhaltsangabe des Buches reicht aus, um es ziemlich genau auf den Punkt zu bringen. Aber wer Geheimnisse, Mystik, Ränkespiele, Abenteuer, Liebe, Sarkasmus und Dramatik liebt, der ist bei diesem Buch genau richtig. Figuren Es gibt gleich mehrere Hauptcharaktere, die durch die Geschichte führen, u. a. Arion, Craiden, Gea und Mardu. Arion – oder auch Prinzessin Infinity genannt – steht kurz vor ihrer Krönung zur Königin. Als Königin wäre sie die mächtigste Frau auf Erden, oder besser gesagt, die mächtigste Frau des Sonnensystems. Arion besitzt ihren eigenen Kopf und verstößt gerne gegen Protokolle. Sie ist zwar noch jung, aber genau das macht sie sympathisch. Craiden, Anführer der Rebellen oder auch Clansführer genannt, ist ein gut aussehender, charismatischer, ungestümer, kluger Mann, der für meinen eigenen Geschmack schon fast zu wenig mitspielt. An dieser Stelle gebe ich es zu, Craiden ist einer meiner Lieblingscharaktere in diesem Buch. Sein Standpunkt ist anfänglich noch unscheinbar, doch je mehr der Leser erfährt, desto nachvollziehbarer werden seine Handlungen. Ganz besonders weil er am Ende eines der größten Geheimnisse offenbart, obwohl ich selbst es die ganze Zeit ahnte. Aber umso schöner ist es, es dann endlich schwarz auf weiß lesen zu dürfen. Gea ist ein junges Mädchen, zumindest äußerlich, wie sie von sich selbst immer wieder behauptet. Sie ist frech, was ihr gleich zu Beginn ein gewisses Charisma verleiht. Mit ihrer manchmal doch großen Klappe manövriert sie sich des Öfteren in auswegslose Schwierigkeiten, aus der sie nur mit Hilfe von anderen entkommen kann. Auch wenn sie es anfänglich nicht eingesteht, stellt sie schnell fest, dass sie sich in Craiden verliebt. Doch damit fangen ihre Probleme erst richtig an. Mardu ist ein Quorll (eine Art Echsenwesen) und ein Hauptmann von Craidens Kriegern. Ihm wird eine große Ehre zu Teil. Im Auftrag des Clansführers Craiden löst er eine sehr große und bedeutungsvolle Katastrophe aus und wird dadurch zum meist gesuchtesten Mann der Erde. Doch Mardu ist kein Dummkopf, obwohl er mehr Glück als Verstand besitzt und er wird gnadenlos durch die riesige Stadt Belagerung gejagt. Er ist starrsinnig und sein unbeugsamer Wille zu Überleben macht ihn zu meiner absoluten Lieblingsfigur des ganzen Buches. Er ist oft sarkastisch und gerät in Situationen, die das Geschehen zum Positiven auflockern. Der Turm – R’Archeron genannt – ist wie die einzelnen Charaktere auch immer wieder ein Hauptbestandteil der Handlung. Obwohl er äußerlich anorganisch ist, ist er dennoch irgendwie und irgendwo ein autarkes Wesen, sehr komplex und unterschwellig hatte ich immer das Gefühl, als würde dahinter noch weitaus mehr versteckt sein, als es den Anschein erweckt. Doch in diesem Fall möchte ich ebenfalls nicht zu viel verraten. Struktur und Sprache Die Sprache und Struktur ist, wie von Hohlbein nicht anders zu erwarten, grandios ehrlich, gut und flüssig geschrieben und der durchdringende Sarkasmus verleiht dem Ganzen noch das besondere Etwas. Die einzelnen Kapitel sind aufgeteilt in die jeweiligen Charaktere und erzählen jeweils aus der Sicht des Charakter, z.B. Arion, Craiden, Gea, Maduk. So erfährt der Leser immer genau das, was wichtig ist. Zusammenfassend Was soll ich sagen … ich bin absolut begeistert! Dieses Meisterstück ist gelungen. Vor allem die vielen Details, die man während dem Lesen nach und nach zusammensetzt, erhöhen die Spannung und den Spaß am Lesen. Lasst euch allen vom Schluss überraschen.

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2011 um 09:47

    Meine eigene Meinung ist: Spitzenklasse!
    Wenn es dazu eine Fortsetzung geben sollte, was ich hoffe, sollten darin doch die letzten Fragen geklärt werden. ^^

  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    goswin

    goswin

    * * * Das Buch * * * Der Piper-Verlag veröffentlichte in seiner Fantasy-Sparte im Februar 2011 den Roman “Infinity – Der Turm“. Autor des über 600-seitigen Werkes ist Wolfgang Hohlbein, der Vielschreiber der Szene. Das Hardcover-Buch hat keine Extras aufzuweisen. Das Cover des Buches zeigt einen männlichen Schattenriss vor einem turmähnlichen Gebilde. Mit der Handlung des Buches hat diese Graphik aber nichts zu tun. Der Klappentext lässt den Leser wissen, dass dies das Buch sei, was Hohlbein schon immer schreiben wollte. “Infinity“ solle sein Schlüsselwerk sein, so wird der Autor zitiert. * * * Der Autor * * * Wolfgang Hohlbein, 1953 geboren, begann seine einzigartige Schriftstellerkarriere 1982. Seitdem sind unglaublich viele Bücher erschienen die seinen Namen tragen. Dabei lässt er sich nicht auf ein Genre festlegen sondern wandert zwischen den Welten von Fantasy, Science-Fiction und Jugendliteratur. Unter www.hohlbein.net kann man mehr über ihn erfahren. * * * Der Inhalt * * * Arion herrscht als Prinzessin Infinity über die Bewohner des Turms. Jener Turm ist uralt, niemand kennt all seine Geheimnisse oder gar seine Geschichte . Und doch funktioniert seine überragende Technik seit langer Zeit und schützt die Bewohner vor jenen, die ausserhalb des Turmes in einer Stadt leben müssen. Ein wiederkehrendes Ritual, das alle 20 Jahre stattfindet, bringt Arion mit dem Vertreter der Stadt, Clansherr Craiden zusammen. Doch statt sich an das Ritual zu halten, welches seit langer Zeit nur den Status Quo sichert, will Craiden Veränderung und bricht das Ritual... * * * Cross-Promotion * * * Kauft man das Buch, findet man darin eine Karte, die den Leser zur Webseite der Band “Schandmaul“ führt. Dort kann man einen Code eingeben und darf sich dafür ein Lied (Geas Traum) anhören, welches sich auf das Buch bezieht. Umgekehrt findet man einen ähnlichen Hinweis in der neuen CD der Band, der auf das Buch verweist. Einen echten Mehrwert hat diese Aktion für den Leser/Hörer wohl nicht. Einzig Autor und Band dürften davon profitieren. * * * Die Kritik * * * Bücher von Wolfgang Hohlbein versprechen vor allem Eines – hohe Verkaufszahlen. Der Autor hat es über die Jahre geschafft, sich das Image des meistgelesenen deutschen SF/Fantasy-Autors zuzulegen. Das liegt vor allem an seiner nahezu unglaublichen Produktivität. Mittlerweile sollen mehr als 200 Bücher auf sein Konto gehen. Dies mag eine der Ursachen sein, dass Hohlbeins Romane schon lange nicht mehr jene Qualität erreichen, die ihn einst aus der Masse hervorgehoben hat. Und so bleibt es für den Leser ein immer größer werdendes Risiko, sich einen Roman von Hohlbein zu kaufen. Schafft der Autor es noch einmal, an frühe Qualitäten anzuschliessen, oder ist es nur ein weiteres mittelmässiges und austauschbares Werk? Die Aussage des Autors, dieses Buch als sein Schlüsselwerk anzusehen, lässt hoffen.. ... leider vergebens. Sieht man das Buch im Buchladen so hat man Probleme, es in ein Genre einzuordnen. Das Cover weist in Richtung Science-Fiction, der Klappentext scheint mehr in Richtung Fantasy zu zeigen. Beginnt man nun zu lesen, so hält sich diese Frage sehr lange. Schreibt Hohlbein hier High Fantasy? Oder soll es doch SF sein? Es dauert sehr lange, ehe sich diese Frage für den Leser klärt. Um es klar zu sagen. Es muss kein Nachteil für ein Buch sein, wenn es sich nicht in Schubladen einordnen lässt. Doch in diesem Fall stört es einfach, wenn man sich über viele Seiten hinweg fragen muss, ob hier Magie im Spiel ist, oder hochentwickelte Technologie. Die Protagonisten sind dem Autor verschieden gut gelungen. Craiden ist eine glaubwürdige, wenn auch ein wenig klischeehafte Figur. Auch Gea bewegt sich auf diesem Niveau. Hier schlägt jedoch die Cross-Promotion negativ zu. Kennt man das Lied, fragt man sich als Leser ständig, wo der Zusammenhang zwischen dem Inhalt des Liedes und der Romanfigur ist. Leider bekommt man keine zufriedenstellende Antwort. Arion, die wohl primäre Protagonistin, hingegen wirkt nicht sonderlich überzeugend. Die Mischung aus sehr junger Frau, die zuweilen sehr kindlich erscheint und allwissender Prinzessin mit nahezu unbegrenzter Macht, gelingt dem Autor nur mühsam. Auch die Dramaturgie des Buches ist seltsam. Während einzelne Handlungsstränge durchaus mal spannend sind und einem Ziel zuzuführen scheinen, ist das Gesamtkonzept fast nicht erkennbar. Die großen Handlungsstränge plätschern vor sich hin und man fragt sich als Leser vergeblich, wo der Autor einen eigentlich hinführen will. Dies erzeugt aber nur insofern Spannung, dass man sich fragt, wie der Autor noch die Kurve kriegen will, welch spannendes und überraschendes Finale er sich wohl ausgedacht haben mag. Die Spannung entsteht aber leider nicht aus der Handlung selbst. Und wenn dann das Finale kommt, schüttelt man verärgert den Kopf, weil nichts geklärt ist, zu vieles offen bleibt. Erst eine Recherche im Netz zeigt, dass dieses Buch mitnichten den gesamten Roman darstellt, sondern wohl nur der erste Teil einer Serie. Warum der Verlag diese wichtige Information dem potentiellen Leser nicht deutlich vermittelt ist fraglich und hinterlässt wohl bei Vielen Verärgerung. Bleibt noch der Schreibstil des Autors, den Leser wieder auf seine Seite zu ziehen. Doch auch dies misslingt. Während Hohlbein durchaus Szenen schreiben kann, die man einfach so “weglesen“ kann, die also eine gut lesbare Sprache haben, gibt es auf der anderen Seite viel zu oft Szenen, in denen der Autor eine Sprache benutzt, die allzu sehr an heutige Alltagssprache erinnert. Wenn dann zudem noch in einem Absatz ein Lichtjahr mal als Einheit der Zeit, später als Einheit der Entfernung benutzt wird, dann erweckt das den Anschein, als hätte der Autor auf diesen Aspekt seines Buches wenig Wert gelegt. * * * Das Fazit * * * Wer kein Hohlbein-Fan ist, sollte sich gründlich überlegen ob er für dieses Werk Geld ausgeben will. Für fast 20€ bekommt man nur den ersten Teil einer noch unspezifizierten Serie. Zudem reicht das Buch in vielerlei Hinsicht nicht an die durch den Verlag geweckten Erwartungen heran. Das angebliche “Schlüsselwerk“ Hohlbeins ist also nichts als ein weiteres, eher unterdurchschnittliches Buch aus der scheinbar unendlichen langen Publikationsliste des Autors. Nicht Empfehlenswert. * * * Die Fakten * * * Titel: Infinity – Der Turm Autor: Wolfgang Hohlbein Preis: 19,95€ ISBN: 9783492702232

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    sabisteb

    sabisteb

    10. March 2011 um 23:10

    Arion, die Prinzessin und baldige Königin des bekannten Universums, beobachtet mit Plixx dem Mausling von einer Aussichtsplattform ihres riesigen Turmes aus die Explosion eines Planetenkillers, um anschließen mit demjenigen, der für die Explosion verantwortlich zeichnet zu Abend zu speisen. Da dieser Kriegstreiber so ungemein attraktiv ist, macht sie anschließend auch einen Abendausritt mit ihm und versucht ihn zu verführen, und mit ihm zu schlafen. Gea, ein junges Mädchen unbekannter Herkunft, wird von einem ungemein gutaussehenden Krieger gerettet und hat nichts Besseres zu tun, als ihm einige Monate später hinterherzulaufen, und sich gefangen nehmen zu lassen. General Mardu, einziger überlebender der unmittelbaren Explosion des Sternenkillers, flieht mit Hilfe eines kleinen Jungen, den er für seine Hilfe eigentlich nur verprügeln und maßregeln möchte, vor den Truppen des schwarzen Turmes in den Sternenbahnhof. Klingt konfus? Ist es auch. Drei genannten Handlungsstränge laufen in diese Buch parallel. Was ich jedoch in wenigen Sätzen beschreibe, dafür braucht Herr Hohlbein über 600 Seiten. Gäbe es einen Preis für den Autor, der mit den meisten Worten die wenigste Handlung sinnfrei beschreiben kann, Hohlbein würde ihn gewinnen. Teilweise erinnerte mich das Buch stark an Greg Bears Die Stadt am Ende der Zeit. Wo Greg Bear jedoch versucht Quantenmechanik in poetische Worte zu gießen, versagt Hohlbein schon auf sprachlicher Ebene (von der Inhaltlichen ganz zu schweigen). In diesem Buch wird viel geredet, aber nichts gesagt. Die Figuren bleiben leblos und steif und surreal. Keiner der Handlungsstränge wird aufgelöst. Wenn das das Buch eines jungen Autors gewesen wäre, wäre es nie in Druck gegangen, sondern gleich mit einem netten Brief zurück an den Absender gegangen. Hier traut man sich jedoch nicht dem "Großmeister" zu sagen, wie schlecht, grausam, unsäglich und unzumutbar dieses Fragment einer Geschichte ist. Hinzu kommen noch erhebliche sprachliche Mängel. Es ist löblich, dass der Autor in der Lage ist, Sätze mit mehr als nur einem Nebensatz zu bilden. Jedoch ist sein Stil insgesamt reißerisch und grenzwertiges Groschenhefniveau. Zum einen sind da diese aufgebauschten, reißerischen Zahlen und Mengen. Es müssen immer gleich tausend Kampftechniken sein aus tausend Millionen. Da folgt auf eine schiere Ewigkeit voll reiner Bewegung und Gewalt (S. 347) pulsierende Qual (S. 376) und an Panik grenzender Furcht (S. 376). Und natürlich sind es wieder Millionen gieriger Ameisen aus denen Milliarden werden (S. 378). Ich empfehle dringen sich mit den Dimensionen bekannt zu machen, die diese Zahlen beschreiben, bevor man sie verwendet. Den Vogel schießen aber S. 399f diese Formulierungen ab: absurd breitschultrig, absurd große Muskelpakete, absurd großes Schwert (mehr absurdes auch auf S. 462). Abgesehen davon, dass ich das Wort absurd schon lange nicht mehr gehört habe, kommt es binnen nicht mal einer halben Seite gleich drei Mal vor. Getoppt von 3 Mal "sehr" in einem Satz auf S. 400: Statur eines sehr kräftigen Mannes hatte, der vor sehr vielen Jahren noch sehr viel kräftiger gewesen sein musste. Diese Häufung kann man in diesem Fall nicht mal auf einen Übersetzer schieben. Zu den Lieblingsworten des Autors gehören leider Panik (S. 276: nicht Furcht sondern Panik einflößende Klauen). Ein Satz wie aus einem Groschenroman kopiert, herrlich schrecklich (S. 540): Panik [nein nicht nur Angst, es muss gleich Panik sein] explodierte zwischen seinen Schläfen [Ja klingt sicherlich besser als nur im Kopf], und sein Herz [warum nicht seine Herzen?] begann so schnell zu hämmern [warum nicht einfach schlagen?], als versuche es, seine Rippen von innen heraus zu sprengen. Und so können Stühle nicht nur zu (S. 542) äußerst unbequemer Haltung zwingen, nein zu einer QUALVOLL unbequemen Haltung. Ja, das Lieblingswort QUALVOLL. Wie gerne würde ich nun zählen, wie oft dieses an sich in der deutschen Sprache [zu recht] seltene Wort über den Text gestreut wurde [teils recht wahllos und reißerisch]. Schon durch das Steichen des sinnlosen Füllwortes "eigentlich", das inflationär oft verwendet wird, könnte man höchstwahrscheinlich um einige Seiten kürzen. Nebenbei wird der Komparativ im Deutschen mit als gebildet und nicht mit wie (S. 12) und es heißt sowohl alsauch und nicht sowohl wieauch (S. 119). Hohlbein mischt metrische Einheiten mit den angelsächsischen Meilen (S. 595, 604 ) und Pfund (S. 82). Lichtjahre sind keine Zeitangabe sondern ein Längenmaß (S. 279, 388). Macht Sinn (S. 88, 283, 345, 444) ist und bleibt Denglisch und damit falsch. Fazit: Was für eine Verschwendung meiner Lebenszeit. Es ist ja schon länger bekannt, dass der Autor Probleme mit dem Schluss seiner Geschichten hat, das war schon immer so, aber dieses Buch toppt wirklich alles bisher dagewesene. Bitte komplett überarbeiten, kürzen und einen roten Faden rein, auch wenn es gerüchteweise eine Trilogie werden soll (was nirgends im Buch ersichtlich ist). Wenn die Folgebände auch so langatmig sind, na dann gute Nacht. Hätte man hier sinnvoll gekürzt, hätte man aus der Trilogie vielleicht einen vernünftigen Roman mit Tempo machen können.

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  • Rezension zu "Infinity" von Wolfgang Hohlbein

    Infinity
    Kaisu

    Kaisu

    05. March 2011 um 18:45

    „Er war kein Turm, sondern ein gewaltiger schwarzer Lavapfeiler, der den Himmel daran hinderte, auf die Erde zu fallen.“ * Arion ist die Prinzessin Infinity des Turmes, der alles überragt. Ihm werden magische Kräfte zugesagt, das er allwissend ist und Äonen von Jahren schon auf diesem Planten existiert. Die Bewohner, zu denen auch Arion zählt, nennen ihn R'Achernon und sind die einzigen Wesen, die die genauen Kräfte von ihm kennen. Zumindest glauben sie dies, bis eine Waffe mit so mächtiger Kraft gezündet wird, dass selbst die Wand des Turmes es zu spüren bekommt. Zwar sind es keine sichtbaren Spuren, dennoch wird die Gefahr erkannt, dass eine größere Waffe, der gleichen Bauart durchaus Schaden zufügen kann und die Existenz des Turmes zum ersten Mal richtig bedroht wäre. Craiden, der Feldherr der archaischen Welt wird eingeladen, um an der Zeremonie teilzunehmen, damit die Sachlage geklärt wird und um ihn zugleich zur Verantwortung zu ziehen. Doch es entwickelt sich alles anders als erwartet. * Im Grunde gibt es drei Handlungsstränge, die jeweils aus der Sicht der Figuren erzählt werden und zum Ende des Buches werden die Zusammenhänge zwischen ihnen immer deutlicher. Ein Zweig erzählt die Geschichte um Arion, die zukünftige Königin des Turmes. Sie macht einen recht jungen Eindruck, der ihr auch öfters in Form von Unwissenheit vor Augen gehalten wird. Trotz, dass der R'Achernon sie gedanklich öfters mit Informationen speist. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, die alten Normen zu brechen und möchte eine Veränderung. Aber sie steht damit allein da und rennt öfters gegen stumme Wände, bis der Feldherr Craiden ihren Hof betritt und sie ihn ins Vertrauen ziehen möchte. Hier spielt die komplette Handlung im Turm und hinter deren Wand. Man lernt somit die Denkweise der Wesen kennen, die Macht haben und nie direkt vom Krieg betroffen sind. * In einem anderen Handlungsstrang geht es um den Offizier Mardi. Er ist dem grauenhaften Anschlag lebend entkommen und irrt nun durch die Straßen, auf der Suche nach seinem Heer. Dabei trifft er Quizzack, einen jungen Burschen, der seinen Führer mimt und ihn versucht sicher durch die zerstörte Landschaft zu führen, denn auf den Kopf von Mardi ist ein hohes Lösegeld angesetzt, da er für das Massensterben sowie den Tod mehrerer Heliothopther und deren Reiter verantwortlich gemacht wird. Bei Mardi bekommt man stets die Ansicht des Volkes und die Zerstörung zu spüren. Hier herrscht definitiv keine Ruhe, sondern es ist das harte vernichtende Leben eines Kriegers was aufgezeigt wird, wenn auch gleich er manchmal recht überheblich auf das niedere Volk schaut und dies auch zu spüren bekommt. * Der dritte Zweig dreht sich um Gea. Ein junges Mädchen, was in der Altstadt angegriffen und von dem jungen Craiden gerettet wird. Die beiden treffen sich dort stets auf unglücklichem Wege wieder, versuchen sich näher zu kommen und dennoch wissen sie nichts über ihr Gegenüber. Was am Ende für große Überraschungen sorgt. Diese Handlung ist aus der Vergangenheit und erzählt ein bisschen von der Welt, bevor erneut heftige Kriege ausbrachen und das selbst da Zeit für zarte Gefühle da war. * Die komplette Handlung spielt in einer futuristischen Welt, wie sie nur ein Autor mit viel Fantasie erschaffen kann. Es wimmelt dort nur von mechanischen Wesen, wovon Wissenschaftlern nur träumen, von Mächten, wie wir sie hoffentlich niemals haben werden und im Grunde einer Erde, wie wir sie schon kennen. Alles ist so genau bis ins Detail erzählt, dass man meinen könnte, es wäre doch irgendwie real. Der Autor Wolfgang Hohlbein sagt selbst, dass dies das Buch ist, was er schon immer hat schreiben wollen. Immerhin kam ihm diese Idee schon vor 30 Jahren und er hat sie bis heute reifen lassen. Dies steckt natürlich die Erwartungen der Leser hoch an, die schon einiges von ihm gelesen haben und seine verschiedenen Stilrichtungen kennen. Aber man kann sagen, dass er diesen Erwartungen, bis auf das Ende des Buches erfüllt hat. * Man spürt während des Lesens wie das Finale immer näher rückt, lässt es geschehen und ist über das dann doch recht knappe Ende im Vergleich zum ganzen Buch etwas enttäuscht. Viel zu viele Fragen sind offen geblieben und auch die kleine scheinbare Weisheit die in einem Absatz des Finales eingebaut wurde, ist überflüssig und passt nicht in die vorherige Erzählweise hinein. * Alles in allem ist das aber mal wieder ein Hohlbein, in den man sich direkt hineinliest und der einen bis zum bitteren Ende nicht los lässt. Nachdem man „Infinity“ gelesen hat, ist einem auch der Zusammenhang zu der Arbeit mit der Band „Schandmaul“ viel klarer und man sieht deren aktuelles Album „Traumtänzer“ mit ganz anderen Augen. Hoffen wir, dass Hohlbein auf diesem erreichten Level weitermacht, wie er es einst schon mit diversen Chroniken schaffte. * 9 von 10 Punkten * (Es existiert auch ein Interview mit Hohlbein und mir über "Infinity". Mal schauen ob ich es irgendwo einbinden kann. Ansonsten einfach mich fragen. Leite es gerne weiter.)

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