Wolfgang Janke Die Sinnkrise des gegenwärtigen Zeitalters

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Inhaltsangabe zu „Die Sinnkrise des gegenwärtigen Zeitalters“ von Wolfgang Janke

Der Grundzug des gegenwärtigen Zeitalters ist die nihilistische Angst vor totaler Sinnlosigkeit: Es ist nichts mehr mit den Wert-, Ziel- und Sinnvorgaben von Platonismus und Idealismus, von Moralismus und Christentum und nichts mit der Wahrheit von Mythos, Religion und Metaphysik. Unser Weltalter ist durch Verwissenschaftlichung, Werte- und Vertrauensverfall, Seins- und Gottverlassenheit in eine Krise gestürzt. Das zeigen Nietzsches Diagnose des pathologischen Nihilismus, Camus‘ Beschreibung des Absurden, Heideggers Phänomenologie der Angst und des Nichts. Das führt in das Spannungsfeld der Umweltkrise zwischen der Idyllisierung der Natur (Rousseau), der technischen Entstellung der Erde (Heidegger) und der totalen Ehrfurcht vor dem Leben (Schweitzer). Das entlädt sich in der Mitweltkrise der entfremdeten Arbeitswelt (Marx), dem Terror der Tugend (Robespierre), in Nietzsches Vision des Über- und Herrenmenschen und im Schrecken des Nationalsozialismus. Und die Gotteskrise kommt eindringlich zu Wort in der Klage der Götterferne (Hölderlin), der Fragwürdigkeit der Entmythologisierung (Schelling/Bultmann) und in der Gott-ist-tot-Theologie (von Altizer bis Sölle) im Anschluß an den Verzweiflungsruf „Gott ist tot“ (von Plutarch bis Nietzsche).

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  • Rezension zu "Die Sinnkrise des gegenwärtigen Zeitalters" von Wolfgang Janke

    Die Sinnkrise des gegenwärtigen Zeitalters

    WinfriedStanzick

    20. August 2012 um 08:35

    In seinem neuen Werk geht der mittlerweile 85- jährige Philosoph Wolfgang Janke einem Phänomen auf den Grund, das die meisten Menschen auf die eine oder andere Weise spüren in ihrem Alltagsleben, das sie aber mehr oder weniger hinnehmen und unreflektiert lassen. Er verfolgt die „Sinnkrise des gegenwärtigen Zeitalters“ zurück und beschreibt einen langen Weg des nihilistischen Misstrauens gegenüber der Wahrheit von Platonismus und Christentum. Am Ende dieses Weges, geprägt auch von Philosophen wie Nietzsche steht folgende Analyse: die Welt, unser gegenwärtiges Zeitalter ist geprägt von der Angst vor totaler Sinnlosigkeit und ist nicht erst seit heute in eine Welt- und Gotteskrise gestürzt. In der Auseinandersetzung mit Nietzsche, Camus und Heidegger, mit Marx und Hegel, mit Hölderlin, Bultmann und Albert Schweitzer versucht Wolfgang Janke diesen Zustand nicht nur in seiner Entstehungsgeschichte zu beschreiben und seine Phänomene und Wirkungen zu analysieren. Sein Ziel ist nichts weniger als eine Art Restitution. Mit ihr will er eine politische Philosophie des Weltvertrauens und eine philosophische Theologie der Ehrfrucht wiederherstellen: „Am Ende aber kommt doch alles darauf an, die Sonnenfinsternis beim Tode Gottes durchzustehen, um ein eksistentiales Gottesverhältnis wiederherstellbar zu halten. Das braucht neues Gottvertrauen und alte Ehrfurcht vor dem Geheimnis des verborgenen Gottes. Nur so kann ein erneuertes Eksistieren heilend in die zerbrochene, präzisierte Menschenwelt ausstrahlen. Solches Andenken arbeitet weder am ‚Märchen von der Rückkehr der Religion’ nach dem ‚Scheitern der Aufklärung’, es teilt schon gar nicht die ‚schärfere Sicht auf die spirituellen Tatsachen’, wonach es überhaupt keine Religion, sondern nur’ missverstandene spirituelle Übungssysteme’ gebe (Sloterdijk). Die vorgelegten philosophiegeschichtlichen wie systematischen Untersuchungen suchen in vollem Ernst Wege zu einer restitutio in integrum zu eröffnen. Mehr vermag eine unzeitgemäße Erörterung des gegenwärtigen Zeitalters nicht. Vielleicht aber erzählt sie angesichts der langen Inkubationszeit philosophischer Gedanken etwas von der Unheils- und Heilsgeschichte des kommenden Jahrhunderts.“ Eine schwere, nichtsdestotrotz lohnende Lektüre.

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