Wolfgang Kaes

 4.2 Sterne bei 153 Bewertungen
Autor von Todfreunde, Bitter Lemon und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Wolfgang Kaes

Wolfgang Kaes wurde 1958 in Mayen geboren. Er studierte Politikwissenschaft, Kulturanthropologie und Pädagogik in Bonn. und war anschließend freiberuflich tätig als Polizei- und Gerichtsreporter für den Kölner Stadt-Anzeiger. Außerdem schrieb er Reportagen für den Stern, das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt und weitere Zeitungen. Heute arbeitet er als Redakteur und Chefreporter beim Bonner General-Anzeiger. 2004 erschien sein erster Kriminalroman "Todfreunde", das auch der erste Band der Reihe "Josef Morian" ist. Diese Reihe beinhaltet drei Bücher. Seitdem erfolgten weitere Kriminalromane mit neuen Ermittlerteams.

Alle Bücher von Wolfgang Kaes

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Buchformat:
Cover des Buches Todfreunde (ISBN: 9783499239113)

Todfreunde

 (25)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Bitter Lemon (ISBN: 9783442744060)

Bitter Lemon

 (24)
Erschienen am 09.07.2012
Cover des Buches Das Gesetz der Gier (ISBN: 9783442747733)

Das Gesetz der Gier

 (19)
Erschienen am 11.08.2014
Cover des Buches Herbstjagd (ISBN: 9783499241833)

Herbstjagd

 (20)
Erschienen am 01.09.2006
Cover des Buches Spur 24 (ISBN: 9783499247491)

Spur 24

 (18)
Erschienen am 28.11.2014
Cover des Buches Die Kette (ISBN: 9783499238734)

Die Kette

 (18)
Erschienen am 01.03.2005
Cover des Buches Das Feuermal (ISBN: 9783499246159)

Das Feuermal

 (16)
Erschienen am 02.05.2008
Cover des Buches Endstation (ISBN: 9783499275654)

Endstation

 (11)
Erschienen am 20.08.2019

Neue Rezensionen zu Wolfgang Kaes

Neu

Rezension zu "Endstation" von Wolfgang Kaes

Realistischer und beklemmender Kriminalfall!
Mira20vor einem Jahr

Der in Ungnade gefallene Kriminalbeamte Thomas Mohr erhält ein eigen für ihn geschaffenen Posten bei der Polizei. Er darf ab sofort die Cold Cases studieren und Anträge stellen für eine begründete Wiederaufnahme der jeweiligen Ermittlungen. Ein Posten ohne Biss, denn es müssten genau diejenigen Stellen ein Einsehen haben, die vorher die Akten als geschlossen und ungelöst bestimmten.

So vertieft sich Thomas Mohr in die Akte des 19jährigen Jonas, der 5 Jahre zuvor auf mysteriösen Umständen sein Leben verlor. Nie wurde sein angeblicher Suizid seriös abgeklärt. Weshalb hat sich die Polizei mit so wenig zufrieden gegeben, obwohl es zuhauf Hinweise für ein Gewaltverbrechen gab?

Mit Endstation gelingt es Wolfgang Kaes auf eine zwar recht unspektakuläre Weise eine sehr spannende und emotionale Geschichte eines Tötungsdeliktes zu erzählen. Langsam entrollt der Autor Stück um Stück die schicksalshafte Verknüpfungen der tragischen Nacht, in der Jonas ungewollt mit dem organisierten Verbrechen in Kontakt kam und bei deren Aufklärung sich niemand die Finger verbrennen wollte.

Geschickt setzt der Autor ein eigenständig denkender Ermittler ein, der sich seriös und unkonventionell Zugang zu den Akten verschafft. Dieser setzt nun Stück um Stück zusammen und vernimmt Zeugen nochmals und bohrt tiefer als alle anderen vor ihm und enthüllt so tiefgehende verbrecherische Strukturen, die zwar nur am Rand mit Jonas‘ Tod zu tun haben, ohne deren Netzwerk es aber natürlich nie zu diesem Todesfall gekommen wäre.

Mir haben die unterschiedlichen Zeitebenen gefallen. Auch dass Handlung, Verhöre und Aktenstudien sich gut ergänzen, macht den Fall spannend und übersichtlich. Die sehr kurzen Rückblenden ergänzen das ermittelte Wissen gut.

Vom Ende wollte ich kurz enttäuscht sein, bis ich das überzeugende Nachwort des Autors gelesen habe. So runde ich die 4.5 Sterne auf 5 auf.

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Rezension zu "Endstation" von Wolfgang Kaes

Endstation
miss_mesmerizedvor einem Jahr

Vom LKA aufs Abstellgleis. Nachdem ein Einsatz schiefgelaufen ist, wird Zielfahnder Thomas Mohr mit einer eigenen Abteilung beglückt: er soll Altfälle, Cold Cases, bearbeiten und dabei möglichst wenig auffallen. Widerwillig macht er sich an die Arbeit und greift nach der ersten Akte. Fünf Jahre sind vergangen seit der Nacht, in der der Jurastudent Jonas aus unerklärlichen Gründen in den Rhein fiel und ertrank. Zwei Wochen später fand man seine Leiche. Eigentlich kein Fall für ihn, die Ermittlungen sind abgeschlossen, aber schon kurz nachdem Mohr angefangen hat zu lesen, wird ihm klar, dass in dem Fall vieles geschehen ist, aber ganz sicher keine saubere Polizeiarbeit. Die Kollegen haben so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. So schlecht können die gar nicht sein, was steckt also dahinter? Mohr beginnt Fragen zu stellen und die Antworten, die er erhält - oder auch nicht - bringen sein eigenes Bild vom gerechten Staat ins Wanken.


Wolfgang Kaes‘ Roman entstand nicht aus einer Idee heraus, sondern basiert auf einem realen Fall. So bin ich auch auf das Buch aufmerksam geworden. Das WDR5 Feature „Neugier genügt“ berichtete in der Folge vom 11. Oktober 2019 über den mysteriösen Tod des Jurastudenten Jens Bleck. Wolfgang Kaes hat diesen Fall als Journalist recherchiert, unzählige Gespräche mit den Eltern und Zeugen geführt und aus dem Stoff einen Kriminalroman konstruiert, denn eines konnte er auch nicht: den Fall lösen. Die Geschichte ist eine Version dessen, was damals wirklich geschehen sein könnte. Ein erschreckender Hintergrund, der die Handlung letztlich in einem noch furchtbareren Licht erscheinen lässt.


Auch wenn die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, ist „Endstation“ dennoch eine fiktive Erzählung und sollte auch als solche betrachtet werden. Die Rahmenhandlung um den strafversetzten Ermittler hat mir gut gefallen, sie motiviert glaubwürdig die Wiederaufnahme des Falles und die Figur Thomas Mohr selbst wirkt ebenfalls authentisch und überzeugt in ihrem Handeln und Vorgehen. Gibt es zu Beginn noch Rückblenden in das Jahr 2013, folgt die Handlung dann im Wesentlichen den Ermittlungen und wird durch zusammenfassende Notizen und Gesprächsprotokolle aufgelockert. Man hat so den Eindruck, an den Ermittlungen beteiligt zu sein und folgt Mohrs Gedanken und Überlegungen unmittelbar.


Diese starke Involvierung und der Hintergrund des Buches führen unweigerlich dazu, dass man schnell vergisst, dass hier nur eine Möglichkeit dessen, was hinter den Ungereimtheiten stecken könnte, vorgestellt wird. Wolfgang Kaes‘ journalistischer Background als Polizeireporter, der sprachlich durchaus zu spüren ist, lässt den Text insgesamt sehr real und authentisch wirken, keine blumigen Schnörkel zieren die Sprache, sondern ein eher faktisch-rationaler Ton herrscht vor.


Was Kaes enthüllt oder fiktiv entwirft, macht nachdenklich und wirkt auch nach dem Lesen noch nach. Ein Kriminalroman, der die Genregrenzen ausreizt und durch die Verbindung von Fakt und Fiktion eine ganz eigene Art von Spannung aufbauen kann, die jedoch restlos überzeugt.

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Rezension zu "Endstation" von Wolfgang Kaes

Ein Cold Case der Extraklasse
schillerbuchvor einem Jahr

Wolfgang Kaes ist mir zum ersten Mal 2013 begegnet, als er für seinen Roman „Das Gesetz der Gier“ mit dem Stuttgarter Krimipreis für den besten Wirtschaftskrimi ausgezeichnet wurde. Als ich las, daß diesen Sommer ein neuer Krimi von ihm erscheinen sollte, freute ich mich und bedanke mich beim Rowohlt Verlag, der mir ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Der Inhalt

Thomas Mohr war Zielfahnder beim Kölner LKA, doch bei seinem letzten Fall hielt er sich nicht an die Vorschriften und wurde deshalb versetzt in die Abteilung Cold Cases. Diese Abteilung ist ganz neu und besteht genau aus einem Mitarbeiter, nämlich ihm. Ein klassischer Fall von Abstellgleis.

Aber Thomas Mohr sticht gleich bei seinen ersten Recherchen in ein Wespennest: In einer 5 Jahre alten Ermittlungsakte, in der es um den angeblichen Selbstmord eines Studenten nach einem Discobesuch geht, stößt er auf Ungereimtheiten. Da wurde schlampig ermittelt, manche Zeugen gar nicht befragt und die Ermittlungen außerdem auffallend schnell eingestellt. Mohr beginnt, der Sache intensiv nachzugehen und stößt auf eine Mauer des Schweigens bei der Polizei.

Meine Meinung

Dieser Thriller ist sehr spannend. Die Figur des Thomas Mohr hat mir sehr gut gefallen, er arbeitet hartnäckig daran, herauszufinden, was in der Nacht, in der Jonas Berthold starb, eigentlich passiert ist. Mehr oder weniger auf sich alleine gestellt, wertet er zahlreiche Stunden Videomaterial aus, spricht noch einmal mit den Eltern und mit Zeug*innen, die 5 Jahre zuvor nur flüchtig oder gar nicht befragt wurden. Langsam kristallisiert sich heraus, daß Jonas in der Discothek offensichtlich etwas gesehen hat, was er nicht sollte und von dem auch niemand etwas erfahren sollte. Je tiefer Mohr in den Fall eintaucht, desto deutlicher wird, daß er dabei ist, eine unheilvolle Allianz aus organisierter Kriminalität, Polizei und Politik aufzudecken. Und er muss erkennen, daß außer ihm, den Eltern des Toten und ein oder zwei Kollegen, die ihn unter der Hand unterstützen, eigentlich niemand ein Interesse daran hat, daß bekannt wird, was wirklich passiert ist. So ist es nur folgerichtig, daß die Aufklärung des Falls ein weiteres Mal in einer Sackgasse landet.

In seinem Nachwort schreibt Wolfgang Kaes, daß er sich durchaus überlegt hat, seinen Roman mit einem Finale wie im sonntäglichen Tatort enden zu lassen. Aber er entschied sich für die Realität, die so aussieht, daß in Deutschland jährlich mehr als tausend Tötungsdelikte gar nicht als solche erkannt werden. Man merkt, das Kaes auch als Journalist arbeitet, denn sein Thriller ist sehr genau recherchiert und zeigt ein realistisches Bild organisierter Kriminalität, das wir als Leser*innen vielleicht lieber gar nicht so genau kennen möchten.

Fazit: Spannend, düster und mit einer überzeugenden Hauptfigur- ein Thriller, der mich nachdenklich zurück gelassen hat.

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Gespräche aus der Community

Neu
J
Ich bin auf der Suche nach guten deutsche Krimi/Thrillerautoren. Die Bücher von Sebastian Fitzek und Wolfgang Kaes kenne ich bereits. Wolfgang Kaes hat es mir dabei besonders angetan, deshalb bin ich in erster Linie an einer kompletten Buchreihe mit denselben Protagonisten interessiert.
6 Beiträge
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Wolfgang Kaes wurde am 01. Januar 1958 in Mayen, Rheinland-Pfalz (Deutschland) geboren.

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