Wolfgang Kaes Das Gesetz der Gier

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Inhaltsangabe zu „Das Gesetz der Gier“ von Wolfgang Kaes

In Istanbul sterben junge Arbeiter an Staublunge. Sie alle waren mit der Produktion von Designer- Jeans beschäftigt. Ein türkischer Mediziner macht sich nach Köln auf, um mit dem Auftraggeber, einer etablierten Textilfirma, zu sprechen. 24 Stunden später ist er tot. Schnell wird den Ermittlern David Manthey und Antonia Dix klar: Auch in der Modebranche gilt das Gesetz der Gier. Es geht um Profit, die Ware muss billig produziert werden, egal wo und unter welchen Bedingungen. Ein gefundenes Fressen für militante Globalisierungsgegner; doch auch die sind keineswegs resistent gegen die Versuchung des Geldes …

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    Das Gesetz der Gier

    sassthxtic

    22. September 2015 um 21:23

    kurze Inhaltsangabe: Ein klassischer Buchhalter, der sich nie krank gemeldet hat, sich noch nicht mal Urlaub genommen hatte, lässt auf einmal an seinem letzten Arbeitstag vor seiner Rente wichtige Dokumente und ganz viel Geld mitgehen. Das Unternehmen versucht ihn aufzuspüren, doch er taucht unter um die Missstände mit einer Organisation zu veröffentlichen, weil er den Drang hat etwas gutes zu tun. Bewertung: Wir haben dieses Buch vor ca. einem Jahr in Deutsch gelesen als wir über Moral gesprochen haben. Zu Anfangs musste ich jedoch gestehen, dass ich keine Lust hatte dieses Buch zu lesen, da ich gedacht habe, es wird eines dieser langweiligen Bücher, die man in der Schule liest. Zu Anfangs war es auch so gestaltet und wollte eigentlich schon gar nicht mehr weiter lesen, musste mich jedoch dazu zwingen. Eigentlich war das ganz clever gemacht, denn man wusste vorerst gar nicht worum es überhaupt geht oder was genau passiert ist. In einem der ersten Kapitel erfuhr man sogar schon etwas über die anderen Hauptcharaktere, konnte dies aber noch überhaupt nicht einordnen, was mich verwirrte. Aber später führten diese verschiedenen Sichtweisen zusammen und verschmolzen in eine Geschichte. Langweilig wurde es dann auch nicht mehr, denn die Story wurde immer verrückter und nahm immer mehr an Fahrt auf. Das hätte ich am Anfang nicht erwartet! Leider hat mir das Ende nur teilweise gefallen, ich hätte mir gewünscht, dass der Protagonist am Leben geblieben wäre... Da Wolfgang Kaes (ich habe mir den Autor ganz anders vorgestellt, er war ziemlich cool drauf) an einer Veranstaltung an unserer Schule teilgenommen hatte, erfuhr man weshalb er dieses Ende gewählt hatte, das hat mich schon ein wenig beruhigt. Was mir sehr gefallen hat, ist dass die Geschichte in die heutige Zeit passt und sehr zum nachdenken anregt. Fazit: Am Anfang eine typische Schullektüre, später eine krasse Story, die schockt und zum nachdenken anregt! Verdient 4 Sterne von mir.

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  • Wolfgang Kaes - Das Gesetz der Gier

    Das Gesetz der Gier

    ManfredsBuecherregal

    In Istanbul sterben unzählige junge Arbeiter an Staublunge. Sie alle waren mit der Produktion von Designer-Jeans beschäftigt. Ein türkischer Mediziner macht sich nach Köln auf, um mit dem Auftraggeber zu sprechen. Vierundzwanzig Stunden später ist er tot. Kriminalhauptkommissarin Antonia Dix wird bald klar: Auch in der Modebranche gilt das Gesetz der Gier. Es geht um Profit, die Ware muss billig produziert werden. Das Textilunternehmen plant deshalb, die gesamte Produktion ins Ausland zu verlagern. Ein gefundenes Fressen für militante Globalisierungsgegner; doch auch die sind keineswegs resistent gegen die Versuchung des Geldes. Ein alter Buchhalter mit seinem Sinn für Gerechtigkeit macht jedoch allen einen Strich durch die Rechnung. (Quelle: C.Bertelsmann) Eigentlich findet man das Krankheitsbild von Erol Ümit nur bei Bergleuten. Doch in den letzten Jahren trifft diese Diagnose immer öfter junge Männer in der Türkei. Diese arbeiten in der Textilherstellung in sogenannten Kellerfabriken. Kurze Zeit später stirbt Erol an den Folgen der Krankheit. Auf der Beerdigung erhält der Arzt einen Lieferschein mit der Adresse des Unternehmens, in dessen Auftrag die Kellerfabrik gearbeitet hat. Die Spur führt nach Köln. Kurz nach seiner Ankunft ist Professor Kilicaslan tot. Zur gleichen Zeit geht der Buchhalter von Helberg-Moden in den Ruhestand. Am Ende seines Berufslebens beschließt Bernd Oschatz mit Hilfe der Aktivistengruppe REMOB für Gerechtigkeit zu sorgen. Er unterstützt die Gruppe und gibt ihnen wichtige Informationen. Doch Helberg-Moden will dies nicht einfach hinnehmen. Wolfgang Kaes führt uns hinter die Kulissen von Helberg-Moden. Doch Anscheinend ist es nicht die heile Welt, die die Öffentlichkeit sieht. Ohne Skrupel wird einiges an Unmoralischem und Kriminellem in Kauf genommen, nur um den Profit zu steigern. Ein guter Krimi, der in die heutige globalisierte Welt passt. So erleben wir, wie weit Menschen gehen, nur um noch mehr Kohle zu scheffeln und die schöne heile Welt anscheinend doch auch die eine oder andere dunkle Ecke hat. (manfredsbuecherregal.blogspot.de)

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    Arun

    16. March 2014 um 19:59
  • Sollte man gelesen haben!

    Das Gesetz der Gier

    Viobooks

    26. November 2013 um 02:58

    Wie bei seinen anderen Romanen merkt man, wie gut Wolfgang Kaes für die Geschichte recherchiert. Mich hat nicht nur die spannende Geschichte, sondern insbesondere die Relevanz überzeugt. Denn so bewusst war ich mir der Folgen der Geldgier noch nicht. Da achtet man darauf keine Billigmode zu kaufen, und trotzdem sterben auch für teure Kleidung noch Menschen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

  • Rezension zu "Das Gesetz der Gier" von Wolfgang Kaes

    Das Gesetz der Gier

    robbylesegern

    03. January 2013 um 21:56

    ein modische Jeans kostet ein Menschenleben Nach dem Lesen dieses Buches wird man mit anderen Augen durch die Modeläden ziehen und sich das eine oder andere Mal fragen, ob für diese topmodische Jeans ein Mensch in der Türkei, Pakistan oder Bangladesch sein Leben lassen musste. Wolfgang Kaes hat mit "Das gebot der Gier" einen anspruchsvollen, gesellschaftskritischen Kriminalroman geschrieben, den man bestimmt nicht aus der Hand legt ohne weiter darüber nachzudenken. Gut recherchiert führt er dem Leser vor Augen , welche Gewinnmargen in der Modeindustrie erreicht werden und welche Machenschaften die Globalisierung möglich macht, um den höchst möglichen Profit zu erzielen.Das dann auch noch mit EU- Subventionen Arbeitsplätze in Deutschland wegrationalisiert werden, um in Billiglohnländern zu produzieren und die Politik nicht eingreift,ist die eine Sache, dass wir Verbraucher aber mit dem Media Markt Slogan "Geiz ist Geil" das Ganze unterstützen, weil es doch so toll ist ein Jeans möglichst billig zu erstehen ist die andere Seite. Der Autor versteht es sehr gut, dem Leser diese Themen in verschiedenen Handlungssträngen zu präsentieren, die am Ende zu einem schlüssigen Ganzen zusammengeführt werden.Die Spannung ist dabei permanent vorhanden, nicht nur durch die Handlung bedingt, sondern auch durch das Thema an sich,denn die hier agierenden Personen schrecken auch vor Mord nicht zurück, um ihre Machenschaften geheim zu halten. Was mir aber auch sehr gut an diesem Buch gefallen hat, waren die ermittelnden Personen, allen voran Antonia Dix, eine toughe Kommissarin, die auch schon mal einen flotten Spruch auf den Lippen hat und David Manthey, ein ehemaliger Polizeibeamter mit mehr als interessanter Sozialisation. Über den Inhalt möchte ich nicht zuviel verraten. Es reicht, wenn man sich die Zusammenfassung durchliest.Mich hat dieses Buch allerdings so gefesselt, dass ich mir die anderen Bücher dieses Autors auch zulegen werden. Für Leser von Wolfgang Schorlau und Christan v. Dithfurth mehr als geeignet.

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  • Rezension zu "Das Gesetz der Gier" von Wolfgang Kaes

    Das Gesetz der Gier

    michael_lehmann-pape

    22. October 2012 um 13:37

    Die Kluft zwischen Reich und Nicht-Reich Eine Altenpflegerin muss für durchschnittlich 1753 Euro Brutto einen ganzen Monat lang hart arbeiten, Josef Ackermann für den gleichen Betrag nicht einmal eine Stunde. In diese Statistik passt durchaus auch das Wort des Altbundeskanzlers Gerhard Schröder: „Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen hat natürlich mehr Macht als ich“. Eine Macht, welche die „Lenker und Macher“ der Wirtschaft (und Politik bis in höchste Staatsämter hinein) seit je her wohl bereits weidlich ausnutzen. Subventionen kassieren und dann an den nächst billigeren Ort weiterziehen. Oder, wie im Buch als „Initialzündung“ des Thrillers beschrieben, zu „tödlichen“ Bedingungen billig Jeans in der Türkei herstellen. Beobachtungen, die der Journalist und Reporter Wolfgang Kaes zur Grundlage seines neuen Thrillers um das ehemalige Kölner „Problemkind vom Eigelstein“, David Manthey, setzt. Der Ex-Polizist ist kurz in Köln, um seinen Ziehonkel Günter Oschatz zu besuchen. Nach einem Jazz Konzert erleidet der versierte Jazz Musiker Oschatz einen Herzinfarkt und bittet David, seinen Bruder zu suchen, den er seit Jahrzehnten nicht gesehen hat. Ein Bruder, soviel weiß der Leser bereits, der Jahrzehnte lang treu seinen Dienst als farbloser Buchhalter der Textilfirma Hellberg versehen hat und der nun, kurz vor der Rente, sein Gewissen spürt. Er kennt alle beruflichen und privaten Schweinereien des Firmenpatriarchen und seiner Schwiegertochter, weiß, dass Geld beiseite geschafft wurde, weiß auch Bescheid um unhaltbaren Arbeitszustände in der Türkei, die bereits 5.000 jungen Männern das Leben gekostet hat. Bernd Oschatz greift sich belastende Unterlagen, unterschlägt einige Millionen Euro und schließt sich heimlich einer Protestbewegung an, um die gesamte Firma Hellberg unter Druck zu setzen. Und wird ab dann durch die Firma gejagt. Die „Gier des Kapitalismus“, das ist das eigentliche Thema des Reporters Kaes, welches er klar und vordergründig in den Raum seines Thrillers setzt. Spannend setzt, denn der Leser begleitet David Manthey und die Polizistin Antonia Dix auf ihrem Weg in den Sumpf der Hintergründe des Verschwindens von Bernd Oschatz und des Todes eines türkischen Arztes, der nach Köln gereist ist, um die Verantwortlichen der Firma zu konfrontieren. Klar, direkt in der Sprache und mit Tempo bringt Kaes seine realistisch angelegte Geschichte voran, in der er, ein guter Reporter eben, nicht mit seitenlangen Statistiken arbeitet, sondern die Kernaussagen der „Gier“ der Reichen nach immer mehr ständig im Hintergrund mitschwingen lässt und die Motive für alle möglichen Intrigen, Verbrechen und Unterschlagungen damit offen legt. Ebenso, wie er ast lässig nebenbei darauf verweist, wie stark der „Normalbürger“ dem hilflos ausgesetzt ist und zudem natürlich die Risiken des Kapitalismus für die Reichen noch ausbügelt. In der Lösung, die Kaes anbietet und in manchen anderen pathetischen „flammenden“ Reden im Buch wirken seine Ausführungen zwar in Teilen einfach platt und teils unglaubwürdig, in Stil, Spannung, treffend ausgeführten Charakteren und fundierter Recherche aber ist das Buch, wie schon das vorhergehende, ein echter Treffer. Ein Buch, in dem Kaes mit Sorge den Auseinanderfall der Gesellschaft vor Augen führt. Da, wo der, der unbequem wird, nach interner Absprache ein Super Angebot einer Konkurrenzfirma bekommt, das er nicht ablehnen kann und dann dort in der Probezeit entlassen wird. Problem gelöst. So einfach geht das heutzutage. Damit legt Kaes seinen Finger auf eine sich ständig weiter verbreitende und vertiefende Wunde des Patienten „Gesellschaft“ als Opfer des Raubtieres kapitalistischer Gier. Indem er einfach erzählt und einen Thriller drum herum baut, nicht indem er den moralischen Zeigefinger überlebensgroß aus dem Buch herausstrecken würde. Ein durchdachter und guter Thriller mit leichten Schwächen in der ein oder anderen Lösung, der das große öffentliche Unbehagen angesichts der rücksichtlosen Gier bei durchaus vielen Wirtschaftsmächtigen auf den Punkt erzählt und zur Grundlage der Geschichte macht.

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  • Rezension zu "Das Gesetz der Gier" von Wolfgang Kaes

    Das Gesetz der Gier

    Kerry

    15. October 2012 um 21:20

    Erol Ümit arbeitet in der Türkei in der Textilindustrie. Er stammt aus einem kleinen Dorf, doch um das Mädchen heiraten zu können, da er liebt, hat er sich mit 18 Jahren entschlossen, sein Glück in Istanbul zu suchen, dort einen Job zu finden und soviel Geld zu verdienen, dass er zurück in sein Heimatdorf kann um sie dort endlich zu heiraten. Doch diesen Traum muss Erol mit nur 21 Jahren begraben, als ihm Professor Zeki Kilicaslan, Chefarzt und Leiter der pneumologischen Abteilung des Universitätsklinikums mitteilt, dass er binnen kürzester Zeit sterben wird, denn Erol hat Staublunge, eine Krankheit, die eigentlich nur bei Bergleuten vorkommt. Professor Kilicaslan ist besorgt, denn diese Diagnose hat er nicht nur Erol gestellt, sondern annähernd 700 jungen Männern in den letzten Jahren und diese hatten nur eines gemeinsam: Ihre Arbeit in der Textilindustrie, in den Kellerfabriken, wo sie 14 bis 16 Stunden täglich arbeiteten. Doch diese 700 sind nur die bestätigten Fälle, diejenigen Männer, die einen Arzt aufgesucht haben. Er schätzt, dass es in Wahrheit um die 5.000 Betroffene gibt. Als Erol stirbt, wendet sich seine die Frau eines Cousins, die Frau, die Erol selbst liebte, an den Professor und informiert ihn über Erols Tod. Professor Kilicaslan beschließt, zu Erols Beerdigung zu gehen und dort übergibt ihm die junge Frau einen Lieferschein, den Erol seinerzeit gedankenverloren aus der Fabrik mitgenommen hat - darauf vermerkt Hellberg-Moden mit Firmensitz in Deutschland. Kilicaslan beschließt in der Firmenzentrale direkt Erklärungen und Entschädigungen für die Arbeiter zu verlangen. Derweil tritt Bernd Oschatz, Chefbuchhalter bei Hellberg-Moden, endlich in den wohlverdienten Ruhestand ein. Doch anstatt sein Leben nun in vollen Zügen zu genießen, beschließt Oschatz zum ersten Mal in seinem Leben auf sein Gewissen zu hören. Er weiß, wie Hellberg-Moden zu seinen überdurchschnittlich guten Umsätzen gekommen ist und will diese mit Hilfe der REBMOB (einer im Internet tätigen Aktionsplattform) öffentlich machen und in der Tat gerät Hellberg-Moden in ernste Erklärungsnot. Doch Otto Hellberg, Geschäftsführer und Inhaber von Hellberg-Moden, ist nicht gewillt, klein bei zu geben und beauftragt seinen Sicherheitschef Rolf Detmers, einen ehemaligen Polizisten, sich dieser Angelegenheit anzunehmen, koste es was es wolle. Detmers ist alles andere als zimperlich mit seinen Methoden, was als erstes Zeki Kilicaslan zu spüren bekommt, der auf offener Straße überfahren wird. Aber die Enthüllungen gegen Hellberg-Moden lassen sich nicht aufhalten, immer höher schlagen die Wellen, doch Detmers ist bereit weiter über Leichen zu gehen, um seinen Arbeitgeber zu schützen ... Ein ausgesprochen realistischer und erschütternder Krimi! Der Plot wurde sehr detailliert und informativ ausgearbeitet, ohne jedoch dabei trocken oder gar langweilig zu sein. Dieser Roman weist eine Vielzahl von wichtigen handelnden Personen auf, die jedoch jeweils einzigartig und facettenreich erarbeitet wurden, sodass es problemlos war, sich in die jeweiligen Figuren hineinzuversetzen und die Gründe ihres Handels zu verstehen. Der Schreibstil ist sowohl spannend wie auch informativ gehalten, sodass ich als Leser durchaus viele Informationen über die Textilindustrie in der Türkei und in Deutschland und die Arbeitsbedingungen erhalten, diese aber, auf Grund des überaus fesselnden Schreibstils eher hintergründig aufnahm, da mich die gesamte Geschichte mit allen Aspekten einfach in ihren Bann geschlagen hat. Als Fazit kann ich nur sagen, dass es sich hierbei eher um eine ungewöhnliche Thematik für einen Krimi handelt, diese aber informativ und fesselnd zugleich umgesetzt wurde und der Autor es, dank seines einnehmenden Schreibstils, bereits nach 10 Seiten geschafft hat, mich an dieses Buch zu fesseln, sodass an Aufhören gar nicht zu denken war.

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  • Rezension zu "Das Gesetz der Gier" von Wolfgang Kaes

    Das Gesetz der Gier

    Bellexr

    02. October 2012 um 12:05

    Militante Globalisierungsgegner und die Gier nach Macht und Geld . Der 21-jährige Erol Ümit stellt in einer Istanbuler Kellerwerkstatt für einen Hungerlohn mithilfe von Sandstrahl Designer-Jeans her. Wenige Monate später stirbt der bis dahin kerngesunde junge Mann an einer Staublunge. Erol ist nicht der Einzige mit diesem Krankheitsbild, einem türkischen Mediziner fallen diese Häufungen auf, sie gehen in die Hunderte. Durch Zufall gerät Professor Zeki Kilicaslan an die Adresse eines Auftraggebers und reist kurzentschlossen nach Köln, um dem Textilunternehmen Hellberg einen Besuch abzustatten. Keine 24 Stunden später ist der Professor tot. Kriminalhauptkommissarin Antonia Dix wird mit dem Fall betraut. Gleichzeitig arbeitet sie aber noch an dem rätselhaften Verschwinden eines älteren Buchhalters, der kurz vor seiner Pensionierung spurlos verschwand. Mithilfe von David Manthey, der ebenfalls auf der Suche nach Bernd Oschatz ist, stellen sie schnell eine Verbindung zu seinem früheren Arbeitgeber, dem Textilunternehmen Hellberg, her. Und auch die militante Globalisierungsgegner Rebmob interessieren sich plötzlich sehr für dieses Unternehmen, welches aus Kostengründen seine Designer-Ware billig in der Türkei produzieren lässt. . Mithilfe unterschiedlicher Handlungsstränge baut Wolfgang Kaes seinen Krimi auf und stellt einem so erst einmal die einzelnen Mitwirkenden und deren Beziehungen zueinander vor. Gleichzeitig erhält man aber bereits auch schon einen kleinen Einblick über das Thema, mit dem der Autor sich in seinem neuesten Roman befasst: Die weltweite Globalisierung und die Massenproduktion von Textilien in Billiglohnländern, welche dann als Designermarken in teuren Boutiquen in Deutschland verkauft werden. . Sehr sozialkritisch geht Wolfgang Kaes seinen Krimi an und schildert eindringlich die unmenschlichen Zustände, unter denen Menschen in schlecht belüfteten Kellern mithilfe von Sandstrahl teure Designer Jeans so bearbeiten, damit sie wie schon ewig getragen aussehen. Nur weil dies gerade einmal in Mode ist. Über die Gesundheit der zumeist jungen Arbeiter macht sich niemand Gedanken, nur der Profit zählt, aber dass dieses Sandstrahlen die Lunge schädigt und den Arbeitern bereits nach kurzer Zeit ein qualvoller Erstickungstod droht, interessiert niemanden. . Neben diesem Erzählstrang gibt Wolfgang Kaes weiterhin Einblick in eine kleine, noch ziemlich unbekannte Gruppierung, die versucht, das Textilunternehmen Hellberg an den Pranger zu stellen. Doch die Ziele der einzelnen Mitglieder sind recht unterschiedlich. Zusätzlich begleitet man David Manthey, einen ehemaligen BKA-Beamten, bei der Suche nach dem Bruder seines Ziehvaters und wie dieser mehr durch Zufall in die ganze Geschichte gerät. Aber auch die Gier eines menschenverachtend agierenden Unternehmers zeigt Wolfgang Kaes auf, für den wie auch für seine kaltherzige Schwiegertochter, einzig und allein der Profit zählt. Zum Schluss verbinden sich diese unterschiedlichen Handlungsstränge geschickt zu einer äußerst vielschichtigen Geschichte. . Der Schreibstil von Wolfgang Kaes ist durchweg sehr direkt, flüssig und äußerst informativ. Sein Krimi verläuft eher in ruhigen Bahnen, auf wilde Actionszenen verzichtet er komplett und dies hat sein Roman auch nicht nötig. Zwar ist die Story jetzt nicht unbedingt als spannungsgeladen zu beschreiben, dennoch gelingt es dem Autor problemlos, einen bei der Stange zu halten und ganz besonders dann, wenn man sich nur ein wenig für die sozialen Probleme auf der Welt und den Gefahren der Globalisierung interessiert. Denn sein Krimi ist hervorragend recherchiert, liefert viel Hintergrundmaterial und der Autor packt geschickt diese vielen Informationen zu dem Thema in die Story und erzählt jederzeit unterhaltsam und interessant. Hinzu kommen noch sauber herausgearbeitete Charaktere, die absolut authentisch agieren. . Fazit: Ein hervorragend recherchierter Kriminalroman, der die Gier des Geldes und die brutale Seite der Globalisierung geschickt in eine gut durchdachte und komplexe Story verpackt und mit der Geschichte durchaus auch zum Nachdenken anregt.

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