Wolfgang Kubicki

 4,7 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Meinungsunfreiheit, Die erdrückte Freiheit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Wolfgang Kubicki

Politik und Literatur: Wolfgang Kubicki, geboren am 3. März 1952 in Braunschweig, ist ein deutscher Schriftsteller, Rechtanwalt und Politiker. Er ist stellverstretender Vorsitzender der FDP und seit 2017 Bundestagsvizepräsident. Er studierte VWL an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst für eine Unternehmensberatung und wurde dann Teil der FDP-Fraktion. Zu dieser Zeit studierte er Jura und arbeitet seitdem nebenbei auch als Steuerstrafverteidiger. Sein Debüt als Autor gab er mit dem Werk „Sagen, was Sache ist“.

Neue Bücher

Cover des Buches Die erdrückte Freiheit (ISBN: 9783864893469)

Die erdrückte Freiheit

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Neu erschienen am 02.08.2021 als Taschenbuch bei Westend.

Alle Bücher von Wolfgang Kubicki

Cover des Buches Meinungsunfreiheit (ISBN: 9783864892936)

Meinungsunfreiheit

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Erschienen am 05.10.2020
Cover des Buches Die erdrückte Freiheit (ISBN: 9783864893469)

Die erdrückte Freiheit

 (2)
Erschienen am 02.08.2021
Cover des Buches Sagen, was Sache ist! (ISBN: 9783430210164)

Sagen, was Sache ist!

 (1)
Erschienen am 30.08.2019
Cover des Buches Meinungsunfreiheit (ISBN: 9783954717613)

Meinungsunfreiheit

 (2)
Erschienen am 05.10.2020
Cover des Buches Die erdrückte Freiheit (ISBN: 9783954718146)

Die erdrückte Freiheit

 (1)
Erschienen am 26.07.2021

Neue Rezensionen zu Wolfgang Kubicki

Cover des Buches Die erdrückte Freiheit (ISBN: 9783864893469)Dr_Ms avatar

Rezension zu "Die erdrückte Freiheit" von Wolfgang Kubicki

"Wer sich dumm stellt, kann nicht zielgerichtet die Pandemie bekämpfen"
Dr_Mvor 14 Tagen

Stellen sich die Verantwortlichen nur dumm, oder sind sie es tatsächlich? Mich beschäftigt diese Ungewissheit schon einige Zeit. Vermutlich ist das jedoch die völlig falsche Frage, weil sie die Dynamik von Politik nicht beachtet. Nur in äußersten Notfällen nämlich sind Politiker gezwungenermaßen und äußerst angewidert bereit, einen Fehler einzugestehen. Nur wenn ein Fehler unübersehbar ist, machen sie das. Das war im Corona-Zusammenhang bei Merkels "Osterruhe" der Fall. Ansonsten sind Selbstzweifel nur störend, und auf einem einmal eingeschlagenen Weg gibt es kein Zurück mehr. Egal was kommt, die Hoffnung auf den letztlichen Erfolg bestimmt das Handeln.

Das ist auch bei der deutschen Regierungspolitik während der vermutlich noch eine Weile andauernden "Corona-Krise" sehr gut zu beobachten. Wolfgang Kubicki dokumentiert und kommentiert dies in seinem jüngsten Buch. Jedem, der das deutsche Grundgesetz in seiner prinzipiellen Ausrichtung und den demokratischen Rechtsstaat strukturell verstehen möchte, sei dieses Büchlein empfohlen. Leider spielt beides in der Lebenswirklichkeit vieler Bürger keine Rolle. Wenn diese Krise etwas ans Licht gerückt hat, dann ist es die fehlende Freiheitsliebe, die die Deutschen schon historisch auszeichnet. Liest man Literatur, die vor fast 200 Jahren verfasst wurden, dann findet man dort schon Klagen, die heute geschrieben sein könnten.

Nun regiert eine Kanzlerin dieses Land, die offen mit der rechtsstaatlichen Struktur der Bundesrepublik fremdelt. Am sogenannten Atomausstieg, im Herbst 2015 und nun schon seit über einem Jahr kann man dafür genügend Beispiele finden. Im FDJ-Lehrjahr an der Akademie der Wissenschaften in Berlin Adlershof, das Angela Merkel dort für ihre FDJ-Gruppe zu organisieren hatte, kam das deutsche Grundgesetz nicht vor. Dort ging es eher um "sozialistische Demokratie", in der Regierungshandeln per definitionem immer "demokratisch" ist. Offenbar hat das tiefere Spuren hinterlassen als gedacht.

Wolfgang Kubicki zeigt in seinem Buch, dass Merkel nicht alleine ist mit diesem Fremdeln. Eine Reihe von Ministerpräsidenten neigt ganz offen zu autoritärem Staatshandeln, allen voran Herr Kretschmer in Sachsen, der das auch ganz unverblümt zum Ausdruck brachte. Seltsamerweise stört sich niemand groß daran, jedenfalls nicht außerhalb von Sachsen. Im Gegenteil, der ähnlich formulierende Ministerpräsident Bayerns gilt sogar als großer Macher, obwohl kein Fakt dies belegt. Wie auch immer – nicht nur in diesen Fällen zeigt sich, dass deutsche Politiker die rechtsstaatliche Verfasstheit des Landes eher als lästig empfinden. Sie haben sich inzwischen daran gewöhnt, die Bevölkerung zu gängeln, oft völlig unverhältnismäßig und nicht lösungsorientiert. Verhältnismäßigkeit und Lösungsorientiertheit fordert aber das Grundgesetz.

Die "Corona-Krise" hat mehr als deutlich gemacht, dass das deutsche Grundgesetz zwar in Sonntagsreden immer wieder in seiner herausragenden Bedeutung gelobt wird, es aber letztlich in den Tiefen des politischen Unterbewusstseins deutscher Politiker nicht angekommen ist. Sie verstehen es nicht wirklich. Wolfgang Kubicki führt zahlreiche Beispiele dafür in seinem kurzen, aber sehr prägnanten Text an. Das Grundgesetz wird von der Freiheit des Individuums bestimmt. Sie ist oberstes Gebot. Entlarvend ist es in diesem Sinne, dass nun plötzlich von Solidarität als bestimmendem Element gesprochen wird. Solidarität der Jungen gegen über den Alten beim Impfen, Solidarität der Impf-Unwilligen mit allen anderen, obwohl die sich ja eigentlich keine Gedanken mehr machen müssten, wenn stimmt, was man ihnen erzählt hat. Es existiert kein Gemeinschaftsvorbehalt im deutschen Grundgesetz. Und es gilt gleiches Recht für alle.

Neben autoritärem Gehabe deutscher Politiker hat die Corona-Zeit aber noch andere Wahrheiten aufgezeigt. Verhaltensweisen, die man als überwunden geglaubt hatte, sind plötzlich wieder da, etwa die Blockwartmentalität gewisser Mitmenschen. Nur naive Zeitgenossen können sich darüber wundern. Diese Verhaltensweisen waren nie verschwunden, man hat sie bloß nicht mehr so deutlich wahrgenommen. Und das trifft auch auf das scheinbar so wunderbare Gefühl zu, andere Menschen von Staatswegen zu gängeln, an das sich manche Herrschaften an den Hebeln der Macht inzwischen gewöhnt haben.

Der Autor beklagt die Begründungsumkehr, an die man sich offenbar auch inzwischen gewöhnt hat. Nicht der Staat muss begründen, dass seine Maßnahmen zielführend und angemessen sind, sondern der Bürger soll von nun an beweisen, dass er gesund ist oder dass er aus dem Haus darf, wenn wieder einmal ein Lockdown angesetzt wird, von dem die Regierung bis heute nicht weiß, ob er überhaupt etwas gebracht hat. Vergleiche mit anderen Ländern, in denen bei gleicher Ausgangslage eine andere Politik betrieben wurde, lassen erhebliche Zweifel daran aufkommen. In einem solchem Fall, ist diese Maßnahme verfassungswidrig.

Nun hat der Autor ganz andere Möglichkeiten als ein normaler Bürger. Er kann Ministerien fragen, und die müssen ihm wahrheitsgetreu antworten. Wolfgang Kubicki hat das Bundesgesundheitsministerium nach dem Sinn und Zweck des sogenannten Inzidenzwertes gefragt. In der im Buch zitierten Antwort heißt es: "Tatsächlich wird der reale Schweregrad der Pandemie durch andere Parameter abgebildet, etwa durch den prozentualen Anteil positiver Testergebnisse unter allen durchgeführten PCR-Tests, die Anzahl an COVID-19 Patientinnen und COVID-19 Patienten auf Intensivstationen oder die Zahl der an oder mit COVID-19 Verstorbenen." Insbesondere der erste Parameter verdeutlich, dass man sich dumm stellt, denn hier wird im Gegensatz zur offiziellen Linie eine Normierung im Rahmen der Testungen ins Spiel gebracht. Man weiß also sehr genau, was man eigentlich machen müsste. Bei einer solchen (statistisch einzig sinnvollen) Betrachtung jedoch wäre die absichtsvoll geschürte Angst schnell ad absurdum geführt worden.

Zwar schließt Kubickis Buch optimistisch und mit der Aufforderung, die Freiheit in Deutschland zu verteidigen, doch die Tatsachen zeigen eher in eine andere Richtung. Je mehr Freiheiten deutsche Politiker abschaffen, umso beliebter werden sie, glaubt man Umfragen. Und die Ausgrenzung von Minderheiten scheint auch eine deutsche Tugend zu sein, die nun wieder sogar Staatspolitik werden soll und von der Mehrheit begrüßt wird.

Nicht nur die Bundeskanzlerin fremdelt also mit dem Grundgesetz, auch die Mehrheit der Deutschen.

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Cover des Buches Die erdrückte Freiheit (ISBN: 9783864893469)K

Rezension zu "Die erdrückte Freiheit" von Wolfgang Kubicki

Wie ein Virus unseren Rechtsstaat aushebelt (Buchuntertitel).
kvelvor 2 Monaten

Inhalt, gemäß Buchrückseite:
Die Idee der Freiheit im Herzen tragen.

Wegen der Corona-Pandemie wurden die massivsten Grundrechtseingriffe seit Gründung der Bundesrepublik vorgenommen. Unsere Freiheitsrechte gerieten nicht nur durch die Entscheidungen der Regierungen, sondern auch durch eine große Verunsicherung innerhalb der Gesellschaft unter Druck. Wolfgang Kubicki widmet sich den Fragen, wie die Idee der Freiheit so schnell in Verruf geraten konnte und welche Rolle Politik, Medien und Gesellschaft in diesem Prozess gespielt haben. Er ruft dazu auf, die Grundlagen unseres Gemeinwesens nicht leichtfertig über Bord zu werfen, sondern gerade in Krisenzeiten auf die Stärke unserer verfassungsmäßigen Ordnung zu setzen: Ein Plädoyer gegen Moralismus, Angstmache und Ausgrenzung – und für eine mutige, offene Auseinandersetzung um den richtigen Weg. Denn nur eine Gesellschaft, die die Idee der Freiheit im Herzen trägt, kann Herausforderungen wie die Corona-Pandemie langfristig überwinden.


Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

- Wozu braucht es eigentlich eine Verfassung?
- Grundrechte als Abwehrmittel gegenüber dem Staat
- Die Verunglimpfung des Widerspruchs
- Die Verächtlichmachung der Freiheit
- Angst als Mittel der Durchsetzung politischer Interessen
- Die Schuldfrage
- Der große Wunsch nach politischer Anleitung
- Die Begründungsumkehr
- Symbolpolitik und vorgeschobene Argumente
- Problemkaschierung durch Allgemeingefährdung


Meine Meinung:

Der Autor beweist für mich in diesem Sachbuch, dass er das hohe Gut der „Freiheit der Bürger“ ernst meint; und die verfassungsmäßigen Rechte der Büger als „Schutz des Bürgers gegen Übergriffe des Staates“ gegen seine Bürger versteht; ich würde ihn also als einen echten / überzeugen Demokraten einschätzen.


Zu Recht kritisiert er den „Anspruch auf Allgemeingültigkeit der eigenen Weltsicht“, der der Maßstab für alle anderen Menschen bilden soll (S. 35); ebenso kritisiert er zu Recht die „Erziehung durch Angst“ sowie den „Polit-Aktivismus“ (S. 44) von Seiten der Regierung; ebenso wie dass „die Beendigung des Ausnahmezustandes deshalb nicht mit vollem Enthusiasmus betrieben wurde, weil er eine bequeme Art des Regierens ermöglichte“ (S. 8); und die Bundesregierung durch ihre Taten einen Untertanenmentalität gefördert habe (S. 46).

Nach Meinung von Herrn Kubicki ist das Volk jedoch kein Untertan sondern ein mündiger Bürger, sogar mit dem Recht auf Unvernunft (S. 15).


Bei aller Kritik an der Politik der aktuellen Regierung bleibt er angenehm sachlich und unaufgeregt: er legt dar, zeigt auf und weist hin in dieser Chronologie / Abhandlung über die letzten eineinhalb Jahre seit Corona.

Wie groß die Kluft zwischen der akutellen Regierung und der Demokratie geworden ist.
Interessant waren natürlich auch die Einblicke in Hintergründe, die dieses Buch geboten hat.


Vielen Dank an den Autor für dieses lesenswerte Buch!


An alle Bürger: Bitte vor der Wahl noch lesen!


Fazit: Lesen! Lesen! Lesen!

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Cover des Buches Meinungsunfreiheit (ISBN: 9783864892936)K

Rezension zu "Meinungsunfreiheit" von Wolfgang Kubicki

Das gefährliche Spiel mit der Demokratie (Buchuntertitel).
kvelvor einem Jahr

Text von der Umschlaginnenseite:
Immer mehr Menschen in Deutschland fürchten sich davor, ihre Meinung frei und offen zu vertreten. Für eine Demokratie, die zwingend vom Widerstreit der Meinungen lebt, ist eine hohe Zahl an Schweigenden alamierend. Können wir die Vielfalt der Stimmen nicht mehr einfangen, weil sich eine nennenswerte Anzahl an Bürgerinnen und Bürgern selbst entmündigt und in die zurückgezogene Innerlichkeit begibt, verliert unsere Demokratie nicht nur ihre gesellschaftliche Integrationskraft, sondern – ganz allgemein – ihre Grundlage. Dann droht uns, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet und die Spaltung im Gegenzug stärker wird. Deshalb ist es unsere höchste Aufgabe und Pflicht, dass wir uns der Stärken unserer freiheitlichen Demokratie wieder besinnen. Dass wir mit Herz und Leidenschaft für unser Anliegen einstehen. Immer mit dem Anspruch, dass wir den Mitdiskutanten ausreichend Raum bieten, ihnen am Ende immer in die Augen sehen und die Hand reichen können. Dass wir die Liebe zum Streit wieder neu entdecken, ohne Niedertracht und Bosheit gegenüber den Kontrahenten, sondern auf Augenhöhe und mit Respekt.


Meine Meinung:

Gut an diesem Buch finde ich:
- die unaufgeregte Argumentation,
- es ist sachlich formuliert,
- anhand von vielen Beispielen beschrieben und
- die eloquente Ausdrucksweise.


Fazit: Lesenswert.

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Wolfgang Kubicki wurde am 03. März 1952 in Braunschweig (Deutschland ) geboren.

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