Historisch wertvolles Buch. Sehr gute Recherche. Man bekommt einen guten Einblick in den Hintergrund. Aber es zieht sich ellenlos hin. Dialoge über Dialoge. Deshalb kann ich nur drei Sterne vergeben.
Wolfgang Lohmeyer
Alle Bücher von Wolfgang Lohmeyer
Die Hexe
Der Hexenanwalt.
Nie kehrst du wieder, gold`ne Zeit - Ein Roman aus dem alten Ostpreußen
Die Hexe
Die Hexentrilogie
Der Hexenanwalt
Das Kölner Tribunal
Neue Rezensionen zu Wolfgang Lohmeyer
"Deutschland zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Greueltaten, Hunger und Seuchen entvölkern Städte und Dörfer. Schuld an allem soll der Teufel sein zusammen mit seinen verruchten Helferinnen, den Hexen. Als Folge dieses Irrglaubens müssen Tausende von Mädchen und Frauen auf dem Scheiterhaufen sterben. Da erhebt sich ein Mann und wird zum Gewissen seiner Zeit: der Priester und Dichter Friedrich Spee."
Dieser Roman sprach mich durch seinen Klappentext sehr an. Auch viele andere Kurzmeinungen und Einschätzungen habe ich gelesen, bevor ich dieses Buch in meine Leseliste aufgenommen habe.
Das Buch, fast durchweg als "ein spannender historischer Roman" bezeichnet, konnte mich aber nicht in Bann ziehen. Tatsächlich habe ich mich regelrecht quälen müssen bis zum Ende zu lesen.
Obwohl die Handlung auf Tatsachen beruht und auch geschichtlich sehr viele Informationen enthält, verlor sich die Geschichte in schrecklich vielen Details. Passagen, in denen seitenweise eine Stadt beschrieben wurde, wurden abgelöst durch Kapitel, die langatmige und belanglose Unterhaltungen zwischen den Charakteren wiedergaben. Und obwohl ich sagen kann, dass die Darstellung des Friedrich Spee meistens sympathisch war und auch deutlich wurde, dass er eine Wende in der beschränkten Sichtweise der Hexenverfolger eingeleitet hat, fühlte sich die Geschichte eher oberflächlich an.
Auch wenn es ab und an wirklich spannend wurde, bin ich von dem Roman nicht überzeugt.
Ich lese ausgesprochen gerne Bücher, die auf historische Begebenheiten zurückgehen, aber in diesem Fall werde ich die zur Reihe gehörigen weiteren Teile nicht lesen.
Daher vergebe ich nur einen Stern.
„ Der Hexenanwalt“ von Wolfgang Lohmeyer
Dies ist der zweite Band seiner berühmten Hexentrilogie, die Reihenfolge lautet:
Die Hexe, Der Hexenanwalt, Das Kölner Tribunal
Der Autor berichtet uns auch der Zeit der 30 jährigen Krieges, im Mittelpunkt steht
Friedrich Spee von Langenfeld (1591- 1635) eine historisch belegte Figur ein Priester und Dichter!Erzählt wird uns von den Wirren und Schrecken des Krieges zwischen den verschiedenen Konfessionen mit all ihren Grausamkeiten.
Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Wahn der Obrigkeit und besonders der Kirche im Bereich der Hexenverfolgung und ihren bösen Folgen, hauptsächlich waren unschuldige Frauen davon betroffen.Friedrich Spee war ein Kämpfer gegen dieses Unrecht welches aber übermächtig war.
Gebunden durch sein Gelübde und die Macht der Kirche kann es nicht allzu viel ausrichten.Seine Gedanken und Überlegungen fasst er in einem Manuskript zusammen welches das Verfahren der Hexenverfolgung anprangert und in Frage stellt.
Der Titel lautet „Cautio Criminalis“ oder auf deutsch „Rechtliche Bedenken wegen der Hexenprozesse“Einen großen Teil des Romans nimmt die Geschichte dieses Manuskripts ein das nur unter widrigen Umständen gedruckt und in Umlauf gebracht werden konnte. Sein Erscheinen war verantwortlich für ein Umdenken in den Prozessen gegen die sogenannten Hexen.
Dieser hervorragende recherchierte Stoff war für mich sehr lesenswert.
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