Wolfgang Martynkewicz

 4 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Jane Austen, Salon Deutschland und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Wolfgang Martynkewicz

Jane Austen

Jane Austen

 (7)
Erschienen am 01.07.1995
Edgar Allan Poe

Edgar Allan Poe

 (6)
Erschienen am 01.07.2003
Salon Deutschland

Salon Deutschland

 (6)
Erschienen am 10.10.2011
Das Zeitalter der Erschöpfung

Das Zeitalter der Erschöpfung

 (2)
Erschienen am 09.09.2013
Arno Schmidt

Arno Schmidt

 (1)
Erschienen am 01.05.2002
Tanz auf dem Pulverfass

Tanz auf dem Pulverfass

 (0)
Erschienen am 17.05.2017
Georg Groddeck

Georg Groddeck

 (0)
Erschienen am 15.04.2015

Neue Rezensionen zu Wolfgang Martynkewicz

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Ambermoons avatar

Rezension zu "Edgar Allan Poe" von Wolfgang Martynkewicz

Ein Muss für jeden E. A. Poe-Fan
Ambermoonvor 3 Jahren

Wer Klassiker und/oder Schauer- und Detektivgeschichten liest, kommt an Edgar Allan Poe nicht vorbei. Noch heute sind seine Kurzgeschichten beliebt und jagen dem einen oder anderen Leser Schauer über den Rücken.
Und nichts anderes wollte E. A. Poe bezwecken.

Poe war davon überzeugt, dass Literatur vom Effekt her betrachtet werden muss. Nicht um Wahrheit und Belehrung soll es dem Dichter gegangen sein, sondern um die Erregung der Seele.
Und Poe war ein Meister der Effekte, er war besessen von den Figuren und Bildern der Angst, der Katastrophe, des Sogs und steigerte sie bis zum Äußersten.
Er thematisierte Dinge, die gerade im damaligen Amerika verpönt waren - die inneren Ängste, das Beherrschtwerden durch Triebe, Todessehnsucht, Perversität.
Doch auch durch seine spitze Zunge wurde er bekannt. Er zerriss, mit trockenem Humor versehen, so manches Werk eines Kollegen in der Luft.
Nun aber Schluß mit der Lobhudelei und widmen wir uns der vorliegenden Biographie dieses damals oft so verkannten Genies (falls es noch niemand bemerkt haben sollte - ich bin ein E. A. Poe-Fan *g*).

Diese Biographie wird dem Meister der Kurzgeschichten und des Horrors mehr als gerecht.
In leicht verständlicher, flüssiger und keineswegs trockener Schreibweise begleitet der Leser E. A. Poe von Kindheit an bis zum unglücklichen, frühen Tod.
Man erhält Info über seine Anfänge und sein Leben, über seine Höhenflüge und Abstürze. Vor allem erhält man Einblicke in seine zahlreichen Werke und was Poe damit ausdrücken wollte, sowie Interpretationen diesbezüglich anderer Literaten.
Diese Biographie ist zahlreich bebildert und im Anhang befinden sich Zeittafel, Namensregister, Bibliographie, etc.

Fazit:

Wieder einmal eine absolut gelungene Biographie aus dem Rowohlt Verlag, aus der Feder Wolfgang Martynkewicz's.
Da diese Biographie in so verständlicher und flüssiger Weise geschrieben ist, habe ich sie in fast einem Rutsch gelesen. Interessant und informativ von Anfang bis Ende.
Für jeden Edgar Allan Poe-Fan ein Muss.

Kommentare: 1
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Sokratess avatar

Rezension zu "Salon Deutschland" von Wolfgang Martynkewicz

Rezension zu "Salon Deutschland" von Wolfgang Martynkewicz
Sokratesvor 8 Jahren

Der Autor schafft es in diesem vorliegenden, sehr umfangreichen Buch auf zwar anspruchsvolle, aber dennoch gut verständliche Weise dem Leser deutlich zu machen, wie sich – am Beispiel der Verlegerfamilie Bruckmann – die Literaturszene in den Jahren 1900-1945 in Deutschland entwickelt hat. Ausgehend von Houston St. Chamberlain, der mit seiner „Geschichte des 19. Jahrhunderts“ wohl eines der bekanntesten Bücher des späten 19. Jahrhunderts geschrieben hat, skizziert der Autor eine sehr wechselvolle, aber dennoch zwangsläufige Entwicklung: zu Beginn des 20. Jahrhunderts beherrschte die „Rassenidee“ weite Teile der Literatur. Mit Chamberlains o.g. Werk wurde hierzu ein Grundwerk geschaffen, weitere Autoren sollten folgen. Allein dieses Buch hat Menschen wie Adolf Hitler in späteren Jahren erheblich geprägt. Gleichzeitig begann sich – nicht nur in und um Bayreuth – der Wagner-Kult zu formieren; der Einfluss der Familie wuchs, nicht nur im Bereich der Kunst. Die Moderne – angeführt von so namhaften Vertretern wie Henry van de Velde – hielten Einzug, wurden jedoch zu Anfangs von vielen Zeitgenossen abgelehnt, so u.a. vom deutschen Kaiser. Die massive Umbruchstimmung in den 20er Jahren brachte nicht nur Optimisten hervor: viele sahen sich von den tiefgreifenden Umbrüchen überrannt, die Fortentwicklung der Modernisierung und Technisierung machte vielen Angst. Traditionalisten und konservative Geister hielten die vorhandene, tradierte Kultur vom Fortschritt, der Moderne, bedroht. In diesem Zusammenhang muss auch die aufkeimende und sich fortentwickelnde Rassentheorie gesehen werden. Im (literarischen) Salon der Familie Bruckmann, die Kern dieses Buches ist, versammeln sich nun zwischen 1900 und 1945 (fast) alle diese Menschen, Chamberlain, Keyserling, Rilke, George u.a. Viele tauchen auf, bleiben für Jahre oder sind nur kurz zu Besuch. Zu vielen Geistern – sehr unterschiedlicher Couleur – bleiben jahrelange Freundschaften und innige Kontakte. Der Salon der Eheleute Bruckmann wird so-zusagen zu einem Potpourri der aktuellen Ideen in der Weimarer Republik. Als der erste Weltkrieg beginnt, sind nicht alle begeistert; die Anzahl der Kritiker ist jedoch gering. Mit dem Erstarken bolschewistischer Ideen ändern sich die Vorzeichen: man wird nicht nur rassisch-denkender, sondern nationalistischer. Das Vokabular ändert sich; es kündigen sich andere Zeiten an.
Zwar ist das Buch der Literaturwissenschaft, der Germanistik, zuzuordnen, für einen fachun-kundigen Laien bleibt es dennoch verständlich und liest sich sehr angenehm und ansprechend. Interessant sind die Verknüpfungen der Ideen, die sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gebildet haben, die Kontinuitäten in den Idealen, den Weltanschauungen. Interessant ist dieses Buch auch, weil es sich ausschließlich mit der schriftstellerisch kulturschaffenden Elite beschäftig und hier aufzeigt, welche Ideen hier nicht erst seid den Nationalsozialisten „salonfähig“ und vertreten wurden.

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Sokratess avatar

Rezension zu "Jane Austen" von Wolfgang Martynkewicz

Rezension zu "Austen, Jane" von Wolfgang Martynkewicz
Sokratesvor 8 Jahren

Kurz, prägnant und in bewährter rororo-Monographien-Manier kommt diese Austen-Biographie daher. Sie unterlässt jeden überflüssigen Romantik-Kitsch, der sich aufgrund der massiven Fankultur um diese Autorin mittlerweile gebildet hat, sondern informiert, mit einer Vielzahl an s/w-Bilderung und Zeichnungen über eine der bekanntesten englischen Autorinnen. Im Anhang auch ausführlich Literatur, Quellen und Werkschau. Empfehlenswert für den Einsteiger und Fortgeschrittenen!

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